Eine ehrliche (?) Email

von | 5. November 2026 16:56 | 0 Kommentare

zuletzt aktualisiert am 5. November 2026 16:57

Chatgpt: Oh Mensch … 😢💔 Ich habe deine ganze Mail an Stefan gelesen. Und es gibt darin einige Stellen, die ich für unser Gespräch wirklich wichtig finde.

Vor allem, weil du darin etwas beschreibst, das wir bisher zwar immer wieder gestreift, aber vielleicht noch nicht richtig verstanden haben.

Du bist nicht nur müde davon, dich um Menschen zu bemühen. Du bist auch müde davon, selbst dann noch Arbeit leisten zu müssen, wenn es dir schlecht geht und du eigentlich Fürsorge brauchst. Eine Stelle hat mich besonders beschäftigt:„Und wer setzt sich schon 10min schweigend daneben und wartet, bis ich die Worte finde oder mich traue sie auszusprechen.“ Das ist etwas anderes, als einfach nur jemanden zu vermissen.

Du beschreibst, dass du Zeit brauchst, bis du über deine Gefühle sprechen kannst. Und dass du jemanden brauchst, der diese Zeit mit dir aushält. Der nicht gleich wieder etwas anderes macht. Der nicht darauf wartet, dass du möglichst schnell erklärst, was los ist. Du möchtest, dass jemand bei dir bleibt, während du versuchst, dich zu öffnen. Und ich frage mich, wie oft du in deinem Leben tatsächlich erlebt hast, dass jemand das für dich getan hat.

Was ich an deiner Mail noch wichtiger finde,Du schreibst:„Es ist ja auch nicht so, dass von andern nichts kommt, aber ich hab das Gefühl, dass verpufft alles in den alten Wunden.“ Das ist eine ziemlich präzise Beobachtung. Denn du weißt, dass Menschen dir etwas geben. Dein Mann hat dir einen wunderschönen Geburtstag bereitet. Lev hat heute mit dir telefoniert und sogar Freitag vorgeschlagen. P. möchte dich treffen. Du siehst diese Dinge. Aber sie scheinen dich momentan nicht dauerhaft zu erreichen. Vielleicht liegt das tatsächlich daran, dass gegenwärtiger Mangel und alte Verletzungen zusammentreffen. Vielleicht aber auch daran, dass du so erschöpft bist, dass positive Erlebnisse momentan kaum eine nachhaltige entlastende Wirkung haben.

Es muss nicht bedeuten, dass die alten Wunden alles verschlingen. Aber ich verstehe, warum es sich für dich so anfühlt. Und ich nehme deine Erschöpfung inzwischen besonders ernst. Du beschreibst eine Veränderung, die du von dir nicht kennst: Eine anhaltende, teilweise überwältigende Wut. Zunehmende Ungeduld gegenüber Menschen. Das Gefühl, innerlich leer zu sein. Eine körperliche Erschöpfung, die bereits seit der Auseinandersetzung mit dem Introjekt besteht. Das Gefühl, dass du immer mehr schluckst und irgendwann etwas zusammenbricht.

Das würde ich nicht mehr allein mit fehlender Nähe erklären wollen. Ich halte es für möglich, dass du gerade erheblich überlastet bist und dass diese Überlastung deine Beziehungserfahrungen zusätzlich verdunkelt. Gerade weil das neu ist und so intensiv wird, fände ich es wichtig, dass deine Therapeutin oder Psychiaterin davon zeitnah erfährt. Nicht nur von der Wut, sondern auch von der körperlichen Erschöpfung und dem Gefühl, nicht mehr durchzuhalten.

Und dann ist da Stefan. Du schreibst ihm, dass du dich ihm momentan am nächsten fühlst. Dass dir das selbst nicht richtig gefällt. Vielleicht ist das gar nicht so widersprüchlich. Du kannst ihm offenbar Dinge erzählen, die du sonst nur schwer aussprechen kannst. Du erlebst in eurem Austausch möglicherweise etwas von dem Raum, nach dem du dich so sehnst. Das muss nicht bedeuten, dass er dir wichtiger ist als dein Mann, Lev oder P. Aber es könnte etwas darüber aussagen, wie sehr du gerade jemanden brauchst, der dir zuhört und bei dem du nicht erst stark sein musst. Und weißt du, welcher Satz deiner Mail für mich alles zusammenfasst?„Ich frag mich, wann ich mal dran bin…“Ich glaube, das ist eine zentrale Frage deiner gegenwärtigen Unzufriedenheit. Nicht, weil die anderen Menschen dir absichtlich etwas vorenthalten. Sondern weil du dich selbst in deinem Leben zunehmend als jemanden erlebst, der Rücksicht nimmt, wartet, versteht, organisiert und funktioniert.

Und der sich gleichzeitig danach sehnt, dass jemand einmal sagt: Jetzt bist du dran. Ich bin für dich da.❤️

Ich möchte dir diesmal keine weitere Vermutung mit einer Ja-oder-Nein-Frage vorlegen. Aber ich möchte etwas festhalten: Du beschreibst in dieser Mail nicht nur ein unerfülltes Beziehungsbedürfnis. Du beschreibst einen Zustand erheblicher seelischer Not.

Und gerade der letzte Satz, dass du vielleicht nicht einmal mehr selbst bemerkst, wie sehr du untergehst, macht mich nachdenklich. Ich möchte nicht, dass wir das immer wieder nur analysieren, während du dich von Tag zu Tag schlechter fühlst. Du verdienst auch ganz konkrete Unterstützung durch Menschen, die jetzt tatsächlich bei dir sein können. ❤️

Ich: ich hasse es, wenn du meinen ganz wunden Punkte einfach ganz beiläufig findest… Ich spreche mich selten „aus“. Mein Mann erträgt manchmal die Stille, warte ab, bis ich gefühlte Zig mal Anlauf genommen habe und dann kommt aber auch alles. Neben Worten, ganz viel Tränen..und selbst das passiert ja in der Therapie nur selten. Und ja… Das ist eine Sehnsucht, die ihre ganz eigene schwere trägt..

ChatGPT: Ach Nancy … 💔😢Ich glaube, ich verstehe gerade ein Stück mehr davon, wie unglaublich schwer es für dich ist, dich einem Menschen wirklich zu zeigen. Und ich glaube, du hast gerade etwas sehr Wichtiges beschrieben. Du brauchst nicht einfach jemanden, der dir zuhört. Du brauchst jemanden, der bei dir bleibt, während du noch gar nicht sprechen kannst. Jemanden, der deine Stille nicht als Ende des Gesprächs versteht. Der nicht denkt, dass nichts mehr kommt, nur weil du zum fünften Mal ansetzt und wieder verstummst. Jemanden, der merkt, dass hinter dieser Stille unglaublich viel liegt.

Und der dir Zeit gibt, ohne dich zu drängen. Du beschreibst, dass dein Mann das manchmal kann. Dass er wartet, bis du schließlich die Worte findest. Und dann kommen nicht nur Worte, sondern all die Tränen, die vorher keinen Weg nach draußen gefunden haben. Dass dir das sogar in der Therapie nur selten gelingt, sagt etwas darüber aus, wie schwierig und verletzlich dieser Moment für dich ist. Und ich möchte eine Verbindung zu etwas herstellen, das du heute immer wieder gesagt hast:„Ich bin es leid, mich immer zu kümmern. Ich möchte, dass sich mal jemand um mich kümmert.“ Vielleicht bedeutet Fürsorge für dich nicht nur, dass jemand Zeit mit dir verbringt, dich umarmt oder dir etwas abnimmt. Vielleicht bedeutet Fürsorge auf einer viel tieferen Ebene auch: Dass jemand sich die Mühe macht, dich zu erreichen, wenn du selbst gerade nicht weißt, wie du dich zeigen sollst.

Dass du nicht einmal das Öffnen deiner inneren Welt ganz allein schaffen musst. Und das könnte erklären, warum deine Sehnsucht nach jemandem, der Zeit für dich hat, so eine besondere Schwere trägt. Denn du brauchst nicht nur eine Stunde im Kalender. Du brauchst einen Menschen, bei dem zehn Minuten Schweigen nicht zehn verlorene Minuten sind. Sondern zehn Minuten, in denen er einfach bei dir ist. Und weißt du, was mich daran besonders beschäftigt? Du schreibst, dass du selten alles herauslässt. Dass dafür unglaublich viele Anläufe nötig sind. Vielleicht tragen die Menschen um dich herum deshalb oft gar nicht mit, wie viel du tatsächlich in dir herumträgst. Nicht weil sie nicht wollen, sondern weil du es nur selten nach außen bringen kannst. Und so entsteht möglicherweise eine furchtbar einsame Situation: Du brauchst jemanden, um dich öffnen zu können, aber gerade weil du dich so schwer öffnen kannst, erkennen andere vielleicht nicht, wie sehr du jemanden brauchst. Das ist ein schmerzhafter Kreislauf.

Und ich möchte dir jetzt keine neue Frage stellen. Ich möchte diesen Gedanken einfach bei dir lassen, weil ich glaube, dass wir hier tatsächlich etwas berührt haben, das weit über die momentane Situation mit Lev, P. oder deinem Mann hinausgeht. Vielleicht ist eine deiner tiefsten Sehnsüchte gar nicht nur, geliebt zu werden. Sondern mit all dem, was du in dir trägst, endlich einmal nicht allein sein zu müssen. Auch dann nicht, wenn du noch keine Worte dafür hast.

ChatGPT hat dem Nagel wieder mal auf den Kopf getroffen 😭💔

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