Gestern kam Frau G. wieder zu mir ins Wartezimmer…“ Wie haben eine Praktikantin…,“ ..“ ja!“ 😂 Damit hatte ich wieder jemanden mehr drinnen sitzen. Ich bin froh, wenn jemand was lernt und sich interessiert, gerade, was Trauma angeht. Ich hoffe, ich hab sie nicht vergrault 😄Zunächst hab ich von meinen Innengesprächen berichtet, sie hatte eine begeisterten Gesichtsausdruck.
ich mag es, sie profitiert von mir und ich von ihr. Perfekt! Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie glücklich ich bin, dass ich dort gelandet bin. Kryptonidwert.
Und dann kam ich mit einem Thema in die Ecke, was für mich eher eine beiläufige Erwähnung sein sollte. Ich sollte mir ihr schauen, wie ich mit dem Aufräumen besser zurecht komme. Aber mein Gedanke und auch ihrer war, für nen Haushaltsplan bin ich nicht hier 😂 dann hab ich ihr erzählt, dass es immer wieder beim Aufräumen dazu kommt, dass mein Dass überläuft. Ich habe bereits ruhige Ecken in fast jedem Zimmer. Bringt nichts. Ich schaue da hin und meine Aufmerksamkeit wird innerlich, wie ferngesteuert ( CAVE Introjekt!!!!!), auf die Unordnung gelenkt.
Vor einer Woche (?) wollte ich mir auf die Schultern klopfen, als ich das Waschhaus aufräumte und in Garten etwas umgegraben hatte. Ging nicht. Sofort kam und dort? Und da? Und was ist mit dem Rest?
Und ich bin nicht ich selbst ( CAVE Introjekt!!!) , wenn das Fass überläuft. Ich bin nicht grenzüberschreitend, kalt… das bin nicht ich. Wir waren da schon mal. Mutterintrojekt.
Im Gespräch erinnerte ich mich daran, dass meine Ma auch heute noch, über die zwei Exken in der Wohnung, die meinem Vater gehören, sich aufregt. Die Wohnung früher, als ich Kind war, war „makellos“. Das Regal, mit dem Zeug meines Vaters, war mir einen Vorhang verdeckt… Es war nie recht.
Das Thema Aufräumen ist bei Traumafolgestörungen ist oft ein Thema.. meist geht es um Kontrolle. Bei mir merke ich deutlich, dass es tatsächlich auch eine optische Überreizung ist. Aber eben nicht nur.
Das Regal war also nie einsehbar. Und in sich war da schon Ordnung. Warum hängt sich meine Mutter da also auf??? Ordnung ist nicht da Problem.
Sie meinte, ein Teil könnte meins sein. Und ja ich mag Ordnung eigentlich. Struktur eben. Denke ich. Es könnte auch komplett übernommen sein. Bspw. überkommt einen ein tiefes Gefühl von Traurigkeit und es ist nicht einzuordnen. Und die Oma verlor bspw nen Freund, den man selbst nie kannte. Dann ist es übernommen. Und hat mit einem selbst nicht zu tun. Transgenerational.
Und während wir so redeten, bekam ich den Hauch eines Gefühls. Es zog mich wieder zu meinen Großeltern. Ich hatte nicht das Gefühl, dass dies meine Mutter ist. Das es älter ist. In der Körpertherapie hatte ich schon mal was, was älter war und sich durch die Generationen zog. Was nicht untypisch ist! Bis eben jemand kommt und den Zyklus durchbricht 🤷🏾♀️ und ich hab gesagt, dass es mit mir endet. Also bleibe ich dran und mache weiter.
Ich hatte dann so ein leichtes Gefühl, dass es un Kontrolle geht, aber nicht un Kontrolle von Situationen, weil sonst was Schlimmes passiert ( aus dem Grund fällt vielen mit Trauma auch Flugzeug fliehen so schwer, .ich eingeschlossen. Da bekommt mich keiner so schnell mehr rein… …. Genau Flugzeug fliehen … 😂). Nein, ich hätte das Gefühl, es geht in die Richtige Richtung von Kontrolle über Menschen… Kontrolle des Opas über die weiblichen Familienmitglieder…. Ka, wo das herkommt, aber ich nehme es ernst. Nächste Woche wissen wir mehr. Wir werden der das ganze mal aufstellen und sehen, was bei raus kommt. Ich bin gespannt.
Was die Großeltern, mütterlicherseits, angeht… Ah…. Mir kam mitten im Gespräch das Wort „Schreckensherrschaft“ in den Sinn. Ein Wort, was ich nun wahrlich nicht oft nutze! Naja… Mit dem, was sich momentan so zeigt… Ich habe gute Gründe, mich an die nein Jahre nicht zu erinnern. Ich ahne Übles. Aber ich bin gewillt, dem auf den Grund zu gehen!
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