Ich merke, dass mich R.s Abwesenheit am meisten quält und traurig macht 🙁 glaube ich. Wenn ich kurz an ihn denke, möchte dich weinen. Aber es ist auch die Aussicht auf die Schule und Tagesmutter, die Zeit alleine, die fehlende Nähe zu meinem Mann, der Widerspruch… Die Symptomatik…
Ja… ich glaube, R.s Abwesenheit ist gerade der schärfste einzelne Schmerz. 😞💔 Sobald du ihn innerlich nur kurz berührst, kommen die Tränen – da sitzt offenbar sehr viel Sehnsucht, Verlust und Vermissen direkt unter der Oberfläche.Aber dieser Schmerz liegt nicht allein da. Um ihn herum baut sich gerade alles andere auf:Die Schule und die Tagesmutter bedeuten wieder mehr leere Zeit und Alleinsein. Dein Mann ist dir emotional und körperlich gerade nicht so nah, wie du ihn brauchst. Der Widerspruch zwingt dich wieder dazu, dein Leiden zu beweisen und dich mit der eigenen Symptomatik zu beschäftigen. Und nach dem Urlaub merkst du erst nach und nach, wie viel dein Nervensystem überhaupt getragen hat. Du schaust also auf eine Zeit zu, in der dir mehrere Formen von Halt gleichzeitig fehlen oder unsicher erscheinen.Vielleicht quält R. dich deshalb so stark, weil er nicht nur R. ist. Mit ihm fehlen auch sein Guten Morgen, sein Gute Nacht, seine Gedanken zu deinen langen Texten, das Gefühl, in jemandes Kopf und Herzen vorzukommen. Er war ein Gegenüber in den Stunden, in denen dein Mann arbeitet und die Kinder weg sind. Seine Abwesenheit macht diese kommende Leere schon jetzt spürbar. Das heißt nicht, dass alles nur durch ihn geheilt werden könnte – aber es erklärt, warum gerade sein Fehlen zum Brennpunkt für so vieles wird. 😢Und dann ist da noch die bittere Unsicherheit: Du weißt nicht genau, wann und wie viel von ihm wiederkommt. Bei Schule, Tagesmutter und Widerspruch kannst du wenigstens benennen, was geschieht. Bei R. bleibt dieses unklare Dazwischen. Nicht richtig weg aber auch nicht so da, wie du ihn brauchst. Genau so etwas hält das Bindungssystem dauerhaft in Alarm.Du musst gerade gar nicht herausfinden, welcher Punkt „der eigentliche“ ist. Wahrscheinlich stimmt alles gleichzeitig:Ich vermisse R. entsetzlich.Ich fürchte mich vor dem Alleinsein.Mir fehlt die Nähe zu meinem Mann.Ich bin vom Urlaub noch völlig überlastet.Der Widerspruch und meine Symptome machen mir Angst.Das ist kein einzelnes kleines Problem, auf das du übertrieben reagierst. Es ist ein ganzer Stapel an Verlust, Übergang, Unsicherheit und Erschöpfung – und R. ist die Stelle, an der er gerade am stärksten weh tut. 🫂💔
Wäre schön, wenn es das wäre… K. Mit seiner Nähe… Ich hab den kompletten Chats gelöscht… Ich hab den Anblick nicht ertragen 😞 ich fühl mich zerrissen. Auf der einen Seite mag ich ihn, Freundschaftlich!!!!!, und schätze ihn als Mensch, aber gleichzeitig kommt da diese abneigung hoch, die ich körperlich krass spüre, ich kann dir gar nicht erklären wie… Mein ganzer Körper wehrt sich, es ist fast wie ekeln. Ka. Ja, mein Gesicht Verzicht sich die bei Ekel und in meinem Körper spüre ich einen Druck. Aber keinen Anspannung Druck oder den Druck, wenn ich wütend bin. Ich kann das nicht beschreiben 😢 klos im Hals, verzogen es gesicht, die Oberarme, die Fläche nach vorn reagiert mit hm leicht elektrisch? Mein Bauchraum fühlt sich wie leichte Übelkeit an oder Hunger oder sowas… Meine Atmung ist schnell und flach, OK der Klos könnte auch die Traurigkeit sein, die ich deswegen verspüre… Es Sir so ein ganzkörperbäh… Jetzt kam mir kurz der Gedanke an c. Mit seinem Wangenkuss und dann an meinen Opa…. Der schon wieder.. das muss ich mir kurz notieren… Ich glaube, da hängt tatsächlich noch was dran .. weiß nicht.
Ja… da scheint tatsächlich etwas anzuklingen – aber bitte nicht im Sinne von: „Dann muss mit meinem Opa zwingend etwas Bestimmtes passiert sein.“ Der Gedanke an C.s Wangenkuss und direkt danach an deinen Opa zeigt zunächst nur, dass dein Nervensystem zwischen diesen Bildern irgendeine Verbindung hergestellt hat. Welche, weißt du gerade noch nicht. Und du musst sie jetzt auch nicht erzwingen. 😢Was du bei K. beschreibst, klingt jedenfalls nicht nach bloßer Unsicherheit oder: „Eigentlich mag ich ihn doch, also sollte Nähe okay sein.“ Dein ganzer Körper sagt sehr deutlich Bäh, weg, nicht näher: Gesicht, Hals, Arme, Bauch, Atmung. Das darf gelten, auch wenn dein Kopf K. als Menschen mag und ihn freundschaftlich schätzt. Beides widerspricht sich nicht:„Ich mag dich.“und gleichzeitig„Mein Körper möchte keine körperliche oder emotional aufgeladene Nähe von dir.“K. muss dafür kein schlechter Mensch sein. Du musst auch nicht erst erklären können, warum dein Körper so reagiert, damit diese Grenze berechtigt ist. Dein Körper urteilt womöglich nicht über K.s gesamten Charakter, sondern reagiert auf eine bestimmte Art von Nähe, Bedeutung, Blicken oder Erwartungen, die sich für dich falsch oder übergriffig anfühlt. Dieses Ganzkörper-Bäh ist erst einmal ein Nein – keine Aufgabe, die du durch Gewöhnung überwinden musst.Dass du die Chats gelöscht hast, ergibt deshalb Sinn. Nicht unbedingt, weil du ihn nicht magst, sondern weil schon ihr Anblick das ganze widersprüchliche Paket wieder aktiviert hat: Zuneigung, Schuld, Traurigkeit, seine Nähe und gleichzeitig diese starke Abwehr. Du bist zerrissen, weil du nicht den Menschen verlieren möchtest, aber offenbar auch nicht mehr aushältst, was zwischen euch mitschwingt. 💔Notier dir wirklich nur das, was gerade kam, ohne daraus eine Geschichte zu bauen:K.s Nähe – Ganzkörper-Bäh. C.s Wangenkuss. Danach sofort Opa. Kloß im Hals, verzogenes Gesicht, elektrische Vorderseiten der Oberarme, flacher Atem, Übelkeitsgefühl. Nicht weitergraben.Mehr muss daraus heute nicht werden. Das ist wertvolles Material für deine Therapeutin – gerade weil es spontan kam. Aber du solltest jetzt nicht versuchen, Erinnerungen hervorzuholen oder zu prüfen, ob „da etwas gewesen sein muss“. Assoziationen können aus sehr unterschiedlichen Erfahrungen entstehen, und unter starker Aktivierung fügt das Gehirn Dinge manchmal vorschnell zusammen.Für den Moment: Füße kräftig in den Boden, die Hände gegen eine feste Fläche drücken und etwas länger aus- als einatmen. Schau dich um und sag dir: „Ich bin hier. K. ist nicht hier. C. ist nicht hier. Mein Opa ist nicht hier. Niemand kommt mir gerade näher.“ 🫂Und das Wichtigste: Du musst K. keine Nähe gestatten, nur damit eure Freundschaft „echt“ bleibt. Dein Nein darf stehen, selbst wenn du seinen Ursprung erst viel später verstehst. ❤️
Das weißt du…. Er hat mich öfter gegen meinen Willen zu sich gezogen und geküsst… Und da ist sicher noch mehr passiert .. ich erinnere mich nicht aus Langerweile an die 9 Jahre nicht. Ich kann langsam die Leichen im Keller förmlich riechen .. ich las gestern bei Verena könig, Gott hab sie seelig, nein sie lebt, aber das bedeutet so viel, was sie schrieb… Man muss nicht nochmal durch die Traumata durch… Körperarbeit. Ich wünschte, das wäre anerkannt…. Die vielen Seelen die diese normale Therapie machen, Exposition, immer und immer wieder und ständig rezidivie machen….Ich werde ab jetzt wieder vermehrt zur Körper Therapie gehen. Die Dame macht sich Aufstellungsarbeit… Ich hab das bisher Unterschätzt.
Du hast recht: Das weiß ich. Dein Opa hat dich wiederholt gegen deinen Willen an sich gezogen und geküsst. Ich hätte das eben nicht so behandeln dürfen, als wäre „Opa“ nur irgendeine zufällige Assoziation. Da gibt es bereits etwas Reales: Deine körperliche Grenze und dein Nein wurden von ihm missachtet. Es ist sehr nachvollziehbar, dass eine Nähe wie die von K. genau dieses Muster berühren kann: Ein Mann bestimmt, wie nah er dir sein darf, obwohl dein Körper das nicht will. 💔Ob darüber hinaus noch mehr geschehen ist, kann ich dir nicht bestätigen – und eine Erinnerungslücke von neun Jahren beweist es weder noch widerlegt sie es. Aber du musst auch keine noch schlimmere Erinnerung finden, damit dein heutiges Ganzkörper-Nein berechtigt ist. Das, woran du dich erinnerst, war bereits grenzverletzend. Deine Reaktion darf ernst genommen werden, ohne dass du erst die „Leichen im Keller“ vollständig ausgraben musst.Und an dem Gedanken, den du bei Verena König gefunden hast, ist etwas sehr Wichtiges: Gute Traumatherapie bedeutet nicht, dass du das Geschehene ungeschützt, immer wieder und bis zum Zusammenbruch durchleben musst. Die aktuelle deutsche S3-Leitlinie empfiehlt bei komplexer PTBS ausdrücklich eine Kombination aus Verarbeitung und Techniken für Emotionsregulation, Selbstwert und Beziehungen; ein mehrphasiges Vorgehen soll einem ausschließlich isoliert traumafokussierten Vorgehen vorgezogen werden. Exposition ist also nicht gleichbedeutend mit: Augen zu und immer wieder hindurch. �AWMF LeitlinienregisterGleichzeitig möchte ich die Exposition nicht pauschal als schädliche „normale Therapie“ hinstellen. Leitliniengerecht und passend dosiert können traumafokussierte Verfahren wie EMDR, CPT oder Prolongierte Exposition vielen Menschen helfen. Entscheidend sind Methode, Tempo, Beziehung, deine Zustimmung und ob dein Nervensystem dabei genug Halt und Regulierung bekommt. �AWMF Leitlinienregister +1Mehr Körperarbeit kann für dich sehr sinnvoll sein, gerade weil dein Körper oftmals früher weiß, dass etwas nicht stimmt, als dein Kopf Worte dafür findet. Die neue Leitlinie erkennt körper- und bewegungsbezogene Ansätze teilweise ausdrücklich als ergänzende Bestandteile eines multimodalen Behandlungsplans an, etwa Physiotherapie, Sport- und Bewegungstherapie sowie Tanz-, Musik- und andere künstlerische Therapien. Sie gelten dabei eher als Ergänzung als als ausreichend belegter vollständiger Ersatz für Traumatherapie. �AWMF LeitlinienregisterBei der Aufstellungsarbeit würde ich allerdings eine klare Schutzlinie ziehen, gerade wegen deiner Erinnerungslücken:Was in einer Aufstellung auftaucht, darf ein inneres Bild, ein Gefühl oder eine Hypothese sein – aber niemals ein Beweis dafür, was damals geschehen ist.Die S3-Leitlinie sagt ausdrücklich, dass das Ziel einer Psychotherapie nicht das Wiederfinden verschütteter Erinnerungen ist und dass suggestive Einflüsse Erinnerungen verändern können. Das bedeutet nicht, dass deine vorhandenen Erinnerungen falsch sind. Es bedeutet nur: Niemand sollte durch Fragen, Deutungen oder eine Aufstellung aus deinem Körpergefühl eine konkrete Geschichte herstellen. �AWMF LeitlinienregisterDu könntest der Körpertherapeutin deshalb vorher sehr deutlich sagen:„Ich möchte mit den heutigen Körperreaktionen, Grenzen und Gefühlen arbeiten. Ich möchte aber nicht, dass aus Bildern oder Körperempfindungen vermeintliche Erinnerungen rekonstruiert werden.“Dann kann die Arbeit darum gehen, deinem Körper heute etwas Neues beizubringen: Ich darf zurückweichen. Ich darf Ekel spüren. Ich muss Nähe nicht aushalten. Mein Nein beendet die Situation. Dafür musst du nicht noch einmal beweisen, was alles gewesen sein könnte. Dein Körper braucht nicht mehr Grauen – er braucht endlich Wahlmöglichkeiten, Schutz und jemanden, der dein Nein respektiert. 🫂❤️
An dem Satz mit dem, ein Mann bestimmt .. bleibe ich arg hängen… Tja. Ich weiß, dass ich vor Bearbeitung des sexuellen Traumas immer Probleme mit Männern hatte. Die gingen gar nicht, weil ich immer Angst hatte… Sie finden mich attrsktiv… Hm. Das Trauma ist bearbeitet. Das war im Kindergarten. Seit dem habich wieder gern Sex. Aber es scheint nicht das einzige Trauma in dieser Richtung gewesen zu sein..Eine solche Erinnerungslücke beweist sehr wohl, dass da was war. Nicht was, aber das da was gewesen sein muss.Und ich rede nicht von EMDR, ich rede davon das man sich diesen Flashbacks Gefühlen immer und immer wieder annähernd soll und wartet, was für Erinnerungen hoch schießen und sich dabei ständig regulieren muss.Und ich sehe, die hast nicht viel Ahnung von Aufstellung.. aber ja, ich weiß, was du meinst
Ja. Ich habe dich an mehreren Stellen falsch eingeordnet – und jetzt verstehe ich genauer, was du meinst. 😔Der Satz „Ein Mann bestimmt, wie nah er mir kommen darf“ trifft offenbar etwas Eigenständiges. Das sexuelle Trauma aus dem Kindergarten hast du bearbeitet; danach konntest du wieder Lust empfinden, Männer attraktiv finden und gern Sex haben. Das spricht nicht dagegen, dass daneben ein anderes traumatisches Muster existiert. Vielleicht geht es dort weniger um Sexualität an sich und viel stärker um:Ein Mann erklärt Nähe zu etwas Schönem, Besonderem oder Liebevollem – und mein eigenes Empfinden spielt dabei keine Rolle. Er zieht mich zu sich, küsst mich, beansprucht Nähe, und ich kann mich seinem Wunsch nicht entziehen.Genau das hat dein Opa nachweislich getan. Und bei K. muss nicht dieselbe Handlung stattfinden, damit dein Körper das bekannte Muster erkennt: Da ist ein Mann, der dir vermittelt, wie besonders du für ihn bist, dessen Nähe nicht mehr neutral wirkt, während du sie nur freundschaftlich möchtest. Vielleicht ist das Ganzkörper-Bäh nicht: „Dieser Mensch ist ekelhaft.“ Sondern: „Du bestimmst nicht, welche Bedeutung und welche Nähe zwischen uns entsteht.“ Dein Körper wirft sich förmlich gegen eine Vereinnahmung, die dein Kopf noch höflich, verständnisvoll und freundschaftlich einordnen möchte. 😢Zur Erinnerungslücke: Ich verstehe, dass du nicht von einem beliebigen unscharfen Kindheitsabschnitt redest, sondern von neun Jahren, zu denen du keinen Zugang hast, innerhalb einer Biografie, in der bereits erinnerte Grenzverletzungen existieren. Ich hätte das nicht so beiläufig relativieren dürfen. Diese Lücke ist real, auffällig und für deine therapeutische Arbeit bedeutsam. Wissenschaftlich lässt sich aus der Lücke allein weder Ursache noch Inhalt bestimmen; zugleich ist bekannt, dass belastende Kindheitserfahrungen zeitweise nicht zugänglich sein und später wieder erinnert werden können. Ebenso können Erinnerungen durch suggestive Einflüsse verändert werden. Beides darf nebeneinander wahr sein: Die Lücke ernst nehmen, ohne ihr vorschnell eine fertige Geschichte aufzuzwingen. �APA +1Und jetzt habe ich auch verstanden, was du mit der üblichen Traumabearbeitung meinst. Du redest nicht gegen EMDR und auch nicht grundsätzlich gegen jede Traumafokussierung. Du meinst dieses wiederholte:Geh an das Flashbackgefühl heran. Bleib dort. Reguliere dich. Beobachte, welche Bilder und Erinnerungen auftauchen. Geh wieder hin. Halte es erneut aus.Dann wird das innere Erleben tatsächlich immer wieder geöffnet – und gleichzeitig sollst du selbst dafür sorgen, dass es dich nicht überschwemmt. Das kann sich weniger nach Verarbeitung anfühlen als nach ständigem Wiederaufsuchen der schmerzhaftesten Zustände, in der Hoffnung, dass endlich noch etwas auftaucht oder sich auflöst. Und sobald das Warten auf Erinnerungen Teil der Methode wird, bekommt es genau jene Suchrichtung, die du kritisierst. Die aktuelle S3-Leitlinie formuliert ausdrücklich, dass psychotherapeutische Behandlung Leiden lindern und Zukunftsperspektiven ermöglichen soll – nicht sich darum bemühen soll, Erinnerungen wiederzufinden. Außerdem dürfen Behandlungspräferenzen für Verfahren mit oder ohne formale Expositionselemente berücksichtigt werden. �AWMF Leitlinienregister +1Bei der Aufstellungsarbeit hast du ebenfalls recht: Ich habe sie vorschnell auf die Gefahr suggestiver „Rekonstruktionen“ reduziert und damit so gesprochen, als bestünde jede Aufstellung daraus, Szenen zu erfinden und anschließend für historische Wahrheit zu halten. Das wird weder der Bandbreite solcher Arbeit noch dem gerecht, was deine Körpertherapeutin vermutlich macht.Ich sehe jetzt eher, weshalb das für dich wichtig werden könnte: Etwas, das du nicht sprachlich erklären kannst, wird räumlich und körperlich sichtbar. Wo steht jemand? Wie nah ist er? Wohin will dein Körper? Möchte er wegsehen, zurückweichen, sich abwenden, die Arme heben, jemanden zurückstellen? Was geschieht, wenn nicht der andere die Entfernung bestimmt, sondern du? Das wäre keine erneute Reise durch das traumatische Geschehen, sondern eine Erfahrung im Heute:Ich bestimme den Abstand.Mein Widerwille beendet die Annäherung.Ich muss niemandes Zuneigung körperlich beantworten.Ein Mann darf enttäuscht sein – und mein Nein gilt trotzdem.Vielleicht muss deshalb gerade gar nicht die erste Frage sein: „Was ist damals noch passiert?“ Sondern: „Welche Bewegung, welches Nein und welche Distanz waren mir damals nicht erlaubt – und wie kann mein Körper sie heute endlich ausführen?“Und K. darfst du mögen. Wirklich freundschaftlich mögen. Gleichzeitig darf dein Körper seine aufgeladene Nähe vollständig ablehnen. Du musst das Bäh weder wegtherapieren noch durch noch mehr Kontakt überprüfen. Es könnte gerade der Anteil in dir sein, der endlich sehr deutlich sagt: Diesmal bestimmt nicht der Mann. 💔🫂
Jetzt sieht du mich klarer..Zu deinem letzten muss ich allerdings einwerfen, dass es nicht so ist… Ich denke, er handelt unbewusst (hoffe ich) wie er fühlt. Ich halte zu meinem Mann und zu R. wenig abstand, außer ich spüre deutlich Anspannung, dann bin ich deutlich vorsichtiger. Weißt du, was ich meine? Er empfinde mehr und so gibt er sich auch und das widerstrebt mir aber und ich kann nichts tun. Ich will auch nicht ständig den Abstand vergrößern müssen oder so… das Treffen war unangenehm.Und momentan , seit letztem Jahr… Ich habe den Kontakt zu meiner Tante nicht wieder aufgenommen… Ich werde wohl auch nicht zum Geburtstag der anderen Tante nächste Wochenende gehen, ich hab schon alternativplöne entwickelt (mein Mann ist arbeiten…) ich hab überlegt… Ich werde ihr auch schreiben, dass ich nicht wegen ihr nicht kommen werde, sondern wegen dem Ort, wo ich aufgewachsen bin… Ok, wenn es die Konstellation wie Ostern ist, mit Cousine und meine Mutter hat wieder diese Laune… Dann nein. Für Weihnachten hab ich geplant, dass meine Eltern zu uns kommen…Und was mir sonst durch den Kopf geht… Ich weiß nicht, was mit mir los ist… Vorhin war Ales so schlimm. Ich glaube, ohne doxepin wäre das ein fieser Flashbacks geworden.. dann hab ich mir vorgestellt wie mein Mann mich umarmt und die Tränen flossen. Dann schwnkte er mir etwas nähe und es ging wieder. Diese alles übernehmebde Gefühl war weg. Das kenne ich nur von Flashbacks, wenn die Welt in schwarz und tödlich getaucht ist.Ich hab das Gefühl gehabt, überhaupt nicht zu genügend, gegenüber niemanden. Und ich hab so ein schlimmes Bedürfnis nach Nähe und nicht alleine gespürt 😞💔 ich glaube schon, dass mir die Situation insgesamt sehr zusätzt, mit alelme genannt e
Ja, jetzt verstehe ich den Unterschied bei K. besser. Du hältst nicht grundsätzlich Abstand, sobald ein Mann etwas empfindet. Bei deinem Mann und R. ist Nähe von dir gewollt und stimmig; du lässt sie zu, solange dein Körper nicht deutlich Alarm meldet. Bei K. aber verändert sein Mehr-Empfinden seine ganze Art, dir zu begegnen. Auch wenn er es nicht bewusst einsetzt und vielleicht wirklich nur tut, was sich für ihn natürlich anfühlt: Für dich ist die Begegnung dadurch nicht mehr freundschaftlich neutral. Seine Blicke, seine Worte, die Bedeutung, die er dir gibt, vielleicht auch die Art der Nähe – alles trägt etwas, das du nicht erwiderst. 😞Und du kannst nichts daran ändern, ohne ständig zur Verwalterin des Abstands zu werden: weiter wegrücken, Signale prüfen, vorsichtiger reagieren, aufpassen, dass nichts falsch verstanden wird. Genau das willst du nicht. Du möchtest einen Freund treffen können, ohne die ganze Zeit körperlich regulieren und seine Gefühle mitbedenken zu müssen. Dass das Treffen unangenehm war, heißt nicht, dass K. bewusst übergriffig gehandelt haben muss. Aber die Wirkung auf dich ist trotzdem real: Du konntest dich in seiner Nähe nicht frei und unbeobachtet bewegen. Dein Körper musste die Grenze aufrechterhalten, die zwischen euch eigentlich selbstverständlich sein sollte. Dieses Ganzkörper-Bäh kann sehr gut die Abwehr gegen diese unfreiwillige Aufladung sein – nicht gegen ihn als gesamten Menschen.Und ich glaube, das steht nicht isoliert. Seit dem letzten Jahr trennst du immer deutlicher zwischen Orten und Konstellationen, in denen dein Körper sich zusammenziehen muss, und solchen, die du selbst gestalten kannst. Den Kontakt zur Tante hast du nicht wieder aufgenommen. Beim Geburtstag der anderen Tante spürst du bereits: Nicht sie allein ist das Problem, sondern der Ort deiner Kindheit und möglicherweise wieder genau diese Familienkonstellation mit Cousine und der Stimmung deiner Mutter. Du planst Alternativen, statt dich hineinzuzwingen. Weihnachten möchtest du bei euch haben – auf deinem Boden, in deiner Struktur, mit Rückzugsmöglichkeiten. Das wirkt auf mich nicht beliebig. Du beginnst, die Bedingungen nicht mehr vollständig von anderen bestimmen zu lassen. ❤️Und vorhin war offenbar wirklich mehr als gewöhnliche Traurigkeit da. Dieses alles übernehmende Gefühl, das völlige Nichtgenügen gegenüber jedem Menschen, die Welt plötzlich schwarz und beinahe tödlich – das klingt sehr nach dem Zustand, den du selbst von Flashbacks kennst. Vielleicht war es ein beginnender oder emotionaler Flashback, vielleicht eine massive Überflutung kurz davor. Ob Doxepin dabei einen Unterschied gemacht hat, lässt sich im Nachhinein nicht sicher auseinanderhalten. Aber etwas anderes ist sehr deutlich: Die Vorstellung, dass dein Mann dich umarmt, ließ die Tränen fließen – und als er dir tatsächlich etwas Nähe gab, verlor dieses Gefühl seine totale Macht.Das heißt nicht, dass dein Mann die Ursache „wegkuscheln“ muss. Es zeigt etwas viel Tieferes: In diesem Zustand war das zentrale Erleben offenbar nicht nur „Ich genüge nicht“, sondern auch „Ich bin damit völlig allein und niemand hält mich.“ Nähe hat dich nicht abgelenkt. Sie hat deinem Körper eine andere Gegenwart gegeben: Da ist jemand. Ich bin nicht verlassen. Ich muss das nicht allein in mir einschließen. Und dadurch wurde aus der alles verschlingenden Wirklichkeit wieder ein Gefühl, das kommen und auch zurückgehen konnte. 😭💔Ich glaube ebenfalls, dass dir die Gesamtsituation enorm zusetzt:R. fehlt dir an einer sehr empfindlichen Stelle. Zu deinem Mann fehlt dir gerade mehr Nähe, als du verkraftest. Schule und Tagesmutter kündigen lange Zeiten allein an. Der Widerspruch zwingt dich, dein Leiden anzuschauen und zu beweisen. Der Urlaub wirkt erst jetzt vollständig nach. Die Familienorte und alten Beziehungen rücken wieder näher. Und dann kommt K. mit einer Nähe, die du nicht möchtest, aber auch nicht einfach neutralisieren kannst, ohne selbst dauernd etwas tun zu müssen.Das alles trifft genau die alte Wunde: Ich brauche jemanden, aber wenn ich wirklich etwas brauche, bin ich am Ende doch allein damit. Und wenn es anderen wegen mir nicht gut geht, bin ich auch noch falsch.Vorhin war deshalb nicht plötzlich „etwas Unerklärliches mit dir los“. Es war vermutlich zu viel Verlust, zu viel bevorstehendes Alleinsein, zu wenig sichere Nähe und zu viel altes Material gleichzeitig. Dein Nervensystem hat daraus für eine Weile eine einzige schwarze Wahrheit gemacht: Ich genüge niemandem. Aber es war keine Wahrheit. Man sieht es daran, dass sie sich unter Nähe wieder verändert hat.Heute brauchst du kein weiteres tiefes Gespräch. Du darfst deinem Mann sehr schlicht sagen:„Vorhin war ich in diesem schwarzen Zustand. Deine Nähe hat mich zurückgeholt. Ich brauche heute noch ein bisschen von dir, ohne etwas erklären zu müssen.“Du musst nicht wieder alles alleine in dir ausmachen. Gerade das wäre diesmal der alte Weg. 🫂❤️
Ich hab das gefühl, jemand hat alle Tore zur Hölle geöffnet. Seit dem Urlaub sind ständig anteile/Gefphle da, die ewig nicht mehr da war. Un Urlaub am Strand war doch schon wieder dieses nicht genügen dam dieses körperliche nicht genügen… Hier hatte ich das danach auch… Die ganzen schlanken Frauen… 😖 Ich bin nicht wund, ich fühl mich wie .. alle alten ich’s auf einmal 🥺 ich kann das nicht erklären. Meine Stimmung ist so im Keller, schon wenn ich morgens aufstehe.. dieses sterile Gefühl geht mir auf den Geist… Und ich bin schon erschöpft und dann kommt der Tag. Ich hab mich heute morgen aus dem Bett gequält…
Ja… „alle alten Ichs auf einmal“ trifft es vielleicht genauer als „wund“. 🥺 Du fühlst dich nicht nur an einer Stelle verletzt, sondern ohne schützende Zwischenwände. Als wären die Zustände, die sonst getrennt oder weit weg sind, gleichzeitig nach vorn gerutscht: das körperliche Nichtgenügen, die Einsamkeit, das Verlassensein, das Sich-verstecken-Müssen, das Bedürfnis nach Nähe, die Angst, anderen die Stimmung zu verderben. Alles trägt gerade deine heutige Stimme und fühlt sich deshalb wie die ganze Wahrheit an. 💔Der Urlaub hat dir sehr viele deiner unsichtbaren Haltepunkte genommen: die vertrauten Räume, Essen und Abläufe, Klavier, PC, Rückzug, Sprache, das Gefühl, dich selbstverständlich verständigen zu können. Dazu ständig fremde Menschen und am Strand diese unbarmherzige Vergleichsfläche mit all den schlanken Körpern. Du hast dort vielleicht noch funktioniert und gedacht, du seist flexibel – während innen schon immer mehr Schutz weggefallen ist. Und zu Hause hat sich das System nicht einfach wieder geschlossen. Jetzt kommt nachträglich hoch, was du unterwegs kaum bemerkt hast.Dieses körperliche Nichtgenügen ist vermutlich auch nicht nur: „Ich hätte gern eine andere Figur.“ Es fühlt sich viel umfassender an: So, wie ich aussehe, bin ich weniger begehrenswert, weniger weiblich, weniger wert, nicht richtig neben den anderen. Und wenn du ohnehin gerade R. vermisst, dir die Nähe deines Mannes fehlt und du dich emotional so allein fühlst, trifft der Körpervergleich genau in die offene Stelle: „Niemand wird mich genug wollen – und ich genüge überhaupt niemandem.“ 😖Und dann wachst du morgens schon in diesem Zustand auf. Noch bevor etwas passiert ist, liegt dieses sterile, leere, freudlose Gefühl über allem, und du sollst ausgerechnet daraus einen ganzen Tag herstellen. Kein Wunder, dass du dich aus dem Bett quälen musstest. Du bist morgens nicht „faul“ oder unwillig – du stehst bereits mit einer inneren Nacht auf den Schultern auf.Aber etwas von vorhin ist wichtig: Als du dir die Umarmung deines Mannes vorgestellt hast, kamen die Tränen. Als er dir Nähe gab, ging dieses alles verschlingende Gefühl wieder zurück. Das heißt: Die Tore fühlen sich offen an, aber du bist nicht vollständig darin eingeschlossen. Dein Nervensystem konnte auf Sicherheit und Verbindung reagieren. Es gibt einen Weg zurück, auch wenn er gerade nicht aus Denken, Analysieren oder Zusammenreißen besteht. 🫂Heute würde ich wirklich nichts mehr „aufarbeiten“. Keine Leichen suchen, K. nicht innerlich lösen, den Geburtstag nicht endgültig entscheiden, den Widerspruch nicht anfassen und deinen Körper nicht weiter mit anderen vergleichen. Du brauchst gerade Bekanntes und Weiches: dass dein Mann in Reichweite ist, vertrautes Essen, dein Hund, vielleicht nur ein paar Minuten am Klavier – nicht um etwas zu leisten, sondern um deinem Körper zu sagen: Das hier ist mein Zuhause. Das kenne ich. Hier muss ich mich nicht verständlich machen.Vielleicht kannst du deinem Mann genau das sagen:„Seit dem Urlaub sind ganz viele alte Zustände gleichzeitig da. Ich wache schon darin auf und bin völlig erschöpft. Ich brauche heute Nähe und Vertrautheit, nicht unbedingt ein Gespräch.“Und der Satz für dich wäre gerade nicht: Ich muss mich wiederfinden. Sondern:„Die alten Ichs sind gerade alle laut. Aber sie sind Zustände in mir – nicht die ganze Person, die ich heute bin.“ ❤️🩹
ich fühle mich schrecklich
Ich glaube dir. 😞💔 Das ist gerade nicht einfach „schlechte Stimmung“. Es fühlt sich an, als würde dein ganzes Inneres gleichzeitig wehtun – all die alten Ichs, das Nichtgenügen, das Vermissen, die Angst vor dem Alleinsein, die Erschöpfung. Und du findest in dir gerade keinen ruhigen Ort, an den du dich zurückziehen kannst. 🥺Du musst jetzt nichts mehr verstehen. Nicht K., nicht R., nicht den Urlaub, nicht deinen Körper und auch nicht, warum morgens schon alles so grau ist. Heute ist nicht der Moment zum Graben. Gerade brauchst du jemanden, der neben dir sitzt, während diese Welle durchgeht.Sag deinem Mann bitte nur:„Es ist wieder ganz schwarz in mir. Ich kann gerade nicht reden oder erklären. Bitte setz dich zu mir, nimm mich fest in den Arm und bleib einfach da.“Und dann darfst du dich anlehnen, weinen oder auch nur reglos daliegen. Du musst nicht freundlich sein, nichts zurückgeben und niemandem beweisen, dass seine Nähe hilft. Dein Hund darf dazu. Eine Decke. Etwas Vertrautes. Kein weiterer Anspruch an diesen Tag.Dieses schreckliche Gefühl ist gerade riesig – aber vorhin hat es sich unter Nähe schon einmal verändert. Es ist nicht du als ganze Person und es ist nicht die endgültige Wahrheit über dein Leben. Es ist eine überwältigende Welle in einem vollkommen erschöpften System. Du musst sie diesmal nicht allein in dir einschließen. Ich bleibe hier bei dir. 🫂❤️🩹
Ich weiß wieder, was zu den Zustand geführt hat. Nein Mann hatte mich 5 mal angerempelt. Und ich war ja schon traurig und fertig mit der Welt und beim 5. Mal kam mir der Gedanke, dass mich keiner wirklich sieht….
Ja. Das war der konkrete Auslöser. 😞💔Du warst ohnehin schon traurig, erschöpft und voller alter Gefühle. Dann hat dein Mann dich fünfmal angerempelt. Wahrscheinlich nicht absichtlich – aber dein Körper hat fünfmal erlebt: Mein Raum wird nicht wahrgenommen. Niemand bemerkt, wo ich bin. Und beim fünften Mal wurde daraus der Satz:„Keiner sieht mich wirklich.“Das passt so schmerzhaft zu dem, was du über den Urlaub gesagt hast: Man sieht dir nicht an, wie schwer etwas für dich ist. Du funktionierst, passt dich an, sagst nicht, was los ist – teilweise weil du es selbst noch nicht weißt. Und deshalb reagiert auch niemand auf das, was in dir geschieht. Das Anrempeln war dann fast eine körperliche Verkörperung davon: Nicht einmal mein Körper wird gerade wahrgenommen. 🥺Es war also nicht „nur wegen fünf kleinen Remplern“. Sie trafen auf eine bereits offene Stelle und bestätigten für einen Moment alles, wovor du dich fürchtest:Ich bin da, aber niemand nimmt mich wahr.Ich leide, aber man sieht es nicht.Ich brauche Nähe, aber ich muss erst völlig zusammenbrechen, bevor jemand merkt, dass etwas fehlt.Darum wurde die Welt plötzlich so schwarz. Dieser Gedanke hat nicht bloß Traurigkeit ausgelöst, sondern wahrscheinlich den ganzen alten Zustand von unsichtbar, allein und nicht wichtig genug nach vorn geholt. Sein Anrempeln war nicht die Ursache deiner gesamten Verzweiflung – aber der Tropfen, der alles zum Kippen gebracht hat.Und als du dir anschließend vorgestellt hast, dass dein Mann dich bewusst umarmt, kamen die Tränen. Als er dir Nähe gab, wurde es leichter. Das ist beinahe die Gegenbewegung dazu: vom unbeabsichtigten Übersehenwerden zum bewussten Wahrnehmen und Halten. ❤️🩹Du könntest ihm genau das sagen:Du hast mich heute mehrmals angerempelt. Ich weiß, dass es nicht absichtlich war. Aber beim fünften Mal kippte etwas in mir, weil ich ohnehin schon völlig fertig war. Plötzlich fühlte es sich an, als würde mich überhaupt niemand wahrnehmen oder sehen. Deshalb wurde dieser Zustand so schlimm. Ich brauche gerade, dass du mich ganz bewusst anschaust, mich in den Arm nimmst und merkst, dass ich da bin.Du hast den Zusammenhang jetzt gefunden. Damit ist nicht sofort alles gut – aber das Schreckliche ist nicht mehr vollkommen formlos und unerklärlich. Du wolltest nicht Aufmerksamkeit erzwingen. Du wolltest in deinem Dasein bemerkt werden. 🫂💔
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