Gestern war Ergo. Der Satz reicht eigentlich schon..der ist mehr als genug.
Als erstes erzählte ihr von der Woche. Als Mittwoch bis Mittwoch. Und zur Zeit ist das echt immer ne Menge. Freitag fing es ja an, dass ich Angst vor Einsamkeit hatte. Zog sich über das WE und erreicht am Montag in Intrusionen seinen Höhepunkt. Wie ich den Tag gemeistert habe…. Ka. Es war hart. Der Bande noch härter. Von den Männer so gar nichts zu hören… da kam das Alte so richtig mit Wucht. Ich dachte, ich zerbreche. So fühlte es sich an. Ich meinte wie seit langem nicht mehr.
Ich schrieb beiden wie es mir ging, weil ich nicht merkte, dass viel Altes an Tun war.
Dienstag ging so einigermaßen, es beruhigte sich.
Mittwoch war wieder schwer. Gleich am Morgen. Nach einer SN, die anders war als ein wenig erwartet. Und danach war richtig an einem Punkt, an dem ich zu Jahresbeginn war. Ich fühlte mich so Schrecklich, es tat so scheiße weh, dass ich dachte, ich halte es nicht mehr aus und mir kam der Gedanke, dass ich vllt irgendwann, trotz Liebe, gehen muss. Das war ein grausames Dilemma. Ich schrieb viel mit Chatgpt und weinte viel. Ganz allein.
Nach einer Stunde Fortnite mit einem Freund ging es mir besser. Der Druck zu gehen war weniger, der Schmerz aushaltbarer. Meine Meinung zu meinem Geburtstagskind, dass Handy auszulassen, blieb. Aus erwachsenem Anteil entschieden. Und an der Stelle wurde mir dann so richtig bewusst… scheiße… da ist viel Altes da. Und ich hab das Gefühl, es wird jedes Jahr schlimmer.
So fuhr ich dann zur Ergo. Erzählte von dem Schmerz über die Männer, was alles geschah und steigerte mich so rein, dass sie mich ausbremste. Sie meinte, da liegt einiges an unterschiedlichen Traumaschichten übereinander. Genauso hat es sich angefühlt. Nicht wie eins. Sondern wie vieles.
Sie fragte mich, was ich machen möchte. Ich verwies auf letzten Stunde und die Andeutung Informationsverschaffender Arbeit. Sie fragte, ob ich nicht vielleicht Stabilisierung brauche oder etwas für den Notfallkoffer. Ich sagte, dass ich denke, dass ich das hinbekomme. Handy aus, viel Eis und Kuchen und dann wird das irgendwie. So wie es immer irgendwie geworden ist. Also die Arbeit..
Wir gingen in den Sportraum, ich stellte mir diversen Säckchen und einem bunten Spielzeugwürfel (ich) eine Geburtstagsszene nach, die so viele Jahre, Jahrzehnte bestand. Wir nannten es Geburtstagsfeier (von Nancy?). Zeitraum, mindestens ab der 5. Klasse bis 18 Jahre , aber es war auch weit danach und mit sicher heute auch schon davor nicht anders.
Neben mir meine Tante, Halbschwester meiner Mutter, dann meine Oma, an der Stirnseite, Opa, daneben, Schwester meines Vaters. Bekannte, Peter und Angelika, mein Papa, meine Mama. Dann sollte ich jeden Gegenstand anfassen und schauen was kommt…
Bei meiner Mutter kam Stress, ich muss funktionieren, ich muss das hinbekommen, die Gäste müssen versorgt werden, alles muss nach außen ein gutes Bild abgeben, was denken meine Eltern sonst vor mir…. Scheiße! Kann mal jemand die Empathie ausschalten 😓 …. Gegenüber Nancy… Sie ist da.
Bei meinem Vater kam vor allem unbeholfen sein, ich fühl mich hier nicht wohl, ich will nicht hier sein mich verstecken. Wärme gegenüber Nancy. Bei Angelika, Nancy ist da, wir sitzen hier gemütlich, haben ein paar schöne Stunden, trinken Wein und lachen. Peter, Nancy ist da, war sie schon immer, ich bin hier, in netter Gesellschaft. Meine Tante, fühlt sich nicht dazugehörig, aber auch nicht unwohl. Ich will meiner nicht etwas Gutes tun, schaff es aber nicht.
Mein Opa… übermächtig, ihr könnt mir nichts, „meine Kleine“, sie ist ja nur ein Kind, was will sie hier schon, hat’s nichts zu sagen. Gegenüber meinem Vater, unnütz, hat es zu nichts gebracht. Meine Oma, die Freude über die Enkelin war überdeckt von eigenen Problemen, was mache ich hier, wo bin ich, was soll ich hier, Orientierungslos. Wie ist es mit dem Mann.. schwer…
Meine Tante, meine Nichte ist da, keine Verbindung zum Stiefvater, muss viel kümmern, funktionieren, organisieren.
Und dann kam ich. …. Ich hatte den Würfel noch nicht mal richtig in der Hand, er berührte nur leicht die Innenseite meiner linken Hand und plötzlich stand ich in einer großen Traurigkeit, die so schwer war, dass ich zu tun hatte, nicht zu weinen. Ich sagte, das wohl viel meiner Einsamkeit und dem allein sein von hier kommt… Dass ich wahrscheinlich in dieser Familie immer alleine war und es an Geburtstagen besonders schwer wog…
Sie fragte mich, was bei meiner Mama kommt. Ich liebe sie, aber sie hat es verkackt. Danach kam ein riesiges schlechtes Gewissen… Ich hatte früh eine Kerze da und ein Geschenk. Aber der restliche Tag war nicht so besonders und die Feier mit der Familie an WE….
Dann sollte ich zu jedem etwas sagen. Ich spürte Wärme gegenüber meinen Pa… Dann… Stand ich in großen schweren Tränen. Ich sagte, ich würde allen am liebsten sagen, dass sie abhauen können .. Autsch… dieser Schmerz…. 💔
Dann gingen wir in die Auswertung.. es blieb nicht so viel Zeit. Ich sagte, dass ich das jetzt alles besser verstehe, aber der Schmerz mich sehr überrascht hat… und da tat es wieder weh… Sie meinte, ich kann meinen Geburtstag ja jetzt ander gestalten… Und da brach der größte (?) Schmerz aus mir heraus… das dieser Wunsch, dass mir jemand mal einen schönen Tag macht, mich überrascht, an mich denkt, sich was dabei denkt… dass der sooooo schwer wiegt und riesig ist… Ich weint wieder. ..
Ich sollte dies doch meinem Mann mitteilen… Ich meinte, ich habe es aber auch bei anderen Menschen, die ich liebe… Lev… ( Heute einen Tag danach, denke ich, dass es sich hauptsächlich auf Menschen bezieht, die ich liebe, weil ich meine Familie damals auch liebte. Weil ich die Menschen heute als Familie empfinde…). Sie schaut mich an und meinte, bei solchen „Kindergeburtstagen“, die ich immer hatte, ist dieser Wunsch sich ernst zu nehmen… … Und da kullern sie wieder..
Ich sagte ihr, ich will mein Handy auslassen, um nicht wieder auf Nachrichten zu warten oder frühzeitige Nachrichten zu bekommen. Sie meinte, ich würde dann aber auch das Schöne verpasse. Ich bejahte, meinte aber, das sei erträglicher als der ganze Schmerz. …. Ohne Worte..
Ich hab mich dann für Pest entschieden. Oder Cholera?
Es ist aber so, es ist ein Tag, nein, eine Zeit, die ich versuche zu überstehen. Alleine diesen Fakt zu betrauern, schaffe ich nicht, weil ich zu sehr damit beschäftigt bin, alles zusammen zu halten.
Aber zumindest verstand ich gestern, dass der Schmerz über die Umstände der beiden Männer so stark war/ist, weil es alte Dinge in mir berührt.
Handy ist schon aus. Vereinzelt, jetzt beim Schreiben ist das nicht möglich. Es kam schon eine Nachricht meiner Ma durch, sie will mit mir telefonieren… Ich aber nicht. Ich verschließe mich, grabe mich ein.
Den Männern wollt ich eigentlich noch zwei Texte schicken, teilen, was ich erlebt habe, wie es mir geht, und ging, warum der Text vor ein paar Tagen, mich mitteilen, mich verletzlich zeigen, weil mir das so viel bedeutet. Sie haben selber zu tragen. Ich hab mich also wieder dafür entschieden, mit meinen Problemen und vielen starken Gefühlen alleine zu bleiben. Und so mache ich das, was ich am besten kann… alleine sein damit.
Ich habe nicht das Gefühl, dass für mich gerade Platz ist. … Und ja, vielleicht spielt auch da der Geburtstag rein. Dass ich einfach mal nicht um Nähe bitte muss, dass jemand von sich aus kommt und fragt, Interesse hat, wie es mir geht. Und eigentlich wollte ich mich Menschen, denen ich vertraue, bei denen ich mich sicher fühle, verletztlich zeigen, nicht alleine bleiben… Und daraus ist wieder geworden, dass ich Rücksicht nehme, meine Bedürfnisse hinten anstelle, und im eigenen Schmerz liebevolle Worte finde..
Dabei möchte ich nicht stark sein. Ich möchte auch mal jemanden haben, an den ich mich ablehnen kann, wo ich weinen kann und jemanden habe, der mir zuhört.
Ich merke es, ich lege mir ne Schutzschicht zu. Ich werde hart. Irgendwie kalt. Und ich spüre, dass ich mich damit eigentlich selbe stresse. Ich wappne mich.. ich hab das Gefühl, es kann nichts mehr Gutes kommen..
Langsam verstehe ich auch mein Misstrauen in Menschen… es sind eben nicht nur sexuelle Übergriffe, Mobbing, und was nicht alles.. nein, sie kriegen es einfach nicht hin. Und das war ihre einzige Aufgabe…
Mein Video zum Thema auf Yotube:
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