Ich stehe mir im Weg

von | 18. September 2026 12:33 | 0 Kommentare

zuletzt aktualisiert am 18. September 2026 14:10

Im Prinzip kommt das oft vor. Aquarium… Stadtfest Schwiegereltern… Eigentlich immer dann, wenn ich eine Entscheidung treffen mag und es nicht geht. Und ich einfach im „Nichtstun“ verharre.

Ich wollte heute jemanden treffen. Gestern merkte ich schon, dass der Sog in diese Richtung kaum noch da war. Aber Gesten war ich auch in Alarm, also mein Körper, mein Nervensystem. Wir hatten die Frist zur Anmeldung an der Schule verpasst. Es ist auch nur noch eine Woche für die Anmeldung an der freien Schule. Wir riefen an, es ist alles ok, müssen nächste Woche nur vorbei kommen. Aber mein Nervensystem hat gefeuert ohne Ende 😔

Und heute morgen.. das Wetter.. Regen, kühl… Übermüdung… die lange Anahrt zum Treffpunkt, meinem Kopf gibt das viel Zeit um nachdenken und Szenarios ausmalen. Ungünstig. Aber bis zum Auto kam ich gar nicht. Kein Telefonat, mich zeigen, keine Kontrolle wie was abläuft… Ich saß dann tränenüberströmt Zuhause und fuhr nicht.

Auch wenn in beiderseitigen Einverständnis… ich bin nicht erleichtert. Ich wusste vorher schon, wenn ich nicht fahre, werde ich mich ärgern und als Trauerkloß durch den Tag schleppen. Und so ist es auch. Für mich war das Ganze wieder so schlimm, dass ich allen ein schönes WE gewünscht habe und mich zurückziehe um meine Wunden zu lecken. So fühlt es sich an. So und nicht anders.

Einige Anteile kamen hoch. Etwas wollte, hatte aber nicht die Oberhand. Dem standen mehrere … Gegenüber, die auf die Bremse traten. Und solange bis die Zeit nicht wirklich abgelaufen war, änderte sich das immer wieder. Abhängig vom Anteil, welcher gerade das Steuer in der Hand hatte bzw. welcher angetriggert wurde. Und Wechsel binnen Sekunden sind keine Seltenheit. Anstrengend. Ernüchternd.

Ich bin enttäuscht . Enttäuscht, dass Trauma mal wieder gewonnen hat. Wie so oft.

Schutz? Nein, so fühlt es sich nicht an und ja, Sabotage trifft es eher. Denn Schutz wovor?? Meist liegt der Grund ja in der Vergangenheit. Auch wenn ich zugeben muss, dass gegenwärtige Erfahrungen ja oft auch eher enttäuschend sind, sprich Menschen. Was weiß ich.

Aber ich war ja nicht unklar oder voreilig. Die Person wollte sich schon mal treffen. Da sagte ich nein, das war mir eindeutig zu früh. Es wäre in der Öffentlichkeit gewesen und ich denke, ich bin einfach vorsichtig genug!

Ich weiß nicht, ob der Pole mit reinspielt, dass die letzte Erfahrung einfach zu scheiße war, was sie auch war… Er soll ewig in der Hölle schmoren… aber ich weiß auch, dass jeder bei mir (leider??) ne neue Chance bekommt, weil jeder neue Mensch nicht der alte ist. Auch, wenn viele Menschen einfach sch… sind. Auch wenn viele Menschen einfach scheiße sind. So! Ich wähle aus, wen ich reinlasse. Sorgfältig. Ich wäge ab, ich lasse mir Zeit. So viel, dass 97% die Flucht ergreifen. Und dann sowas….

Muss ich jetzt vor jeder Entscheidung ne Portion Gras verdampfen oder was. Und als wäre es so einfach, dass irgendein Anteile nicht das Steuer übernimmt. Sie kommen ja auch nicht einzeln. Nein, als Gruppe, Mannschaft. ..

Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer vllt.. ich hätte vorher telefonieren soll, ich weiß schon, warum mir das seit Tagen durch den Kopf geht ..

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