Das Aquariumdesaster

von | 15. September 2026 16:05 | 0 Kommentare

zuletzt aktualisiert am 15. September 2026 16:08

Letzte Woche Donnerstag, früh ma Morgen, wir machten die Kids schulfertig, stand ich in Flur und dachte mir…jetzt noch einen weiteren Hund und ein drittes Kind…. Und das war es geschehen.

Bereits als ich zwei Stunden später wieder Zuhause war, stellte ich das Becken online. Ich musste eine halbe Stunde später zum Tierarzt..ich schaute dauern nach, ob sich jemand finden würde. Wobei ich eigentlich irgendwie nicht davon ausging. Solche großen Fische artgerecht unterzubekommen, ist quasi ein riesen Glück.

Ich hielt es kaum aus und schrieb Mittag noch diverse Zoos und Verein an. Am Nachmittag wurde es für mich kaum aushaltbar. Ich beschloss die Tiere mit Nelkenöl zu Euthanasieren und beszellte mir das Mittel noch am Abend in der Apotheke.

Zuhause war ich dann völlig aufgelöst. Nur am weinen und schreien, wenn man mich mich beruhigen wollte. Ich verschwand dann im Zimmer und weil ich an Becken nichts tun durfte, schmiss ich meinen Ordner vom Studium aus dem Regal. Alle…

Was mich am nächsten Tag von der Euthanasie abhielt, waren die Worte meine Mannes, der meinte, er wüsste nicht, was das mit uns macht.

Am Abend war ich klarer. Also ich war nicht im Wahn oder so, ich hab alles mitbekommen… Am Abend dachte ich mir dann, vllt nicht alle Werte auf einmal messen, nicht jedes Mal das ganze Becken säubern…

Die zwei Tage waren schwer. Für meinen Mann war ich anstrengend… frag mich mal.. ich spürte deutlich, irgendwas treibt mich stark an. Auf der Heimat vom Sport am Nachmittag fühlte ich mich starr und kalt… Wie auf dem Stuhl vom Großvaterintrojekt… Ich denke, dass ist kein Zufall. Und auch nicht, dass es diesmal so derartig geknallt hat. Ich war schon oft an dem Punkt, das Becken muss weg, obwohl ich es liebe! Ich hab da viel Liebe und Geld reingesteckt! Ich wollte, dass es für die Tiere perfekt ist.

Gestern Abend schrieb ich mit Chatgpt. Ich wollte wissen, was da passiert ist. …

Ich habe als Kind offensichtlich gelernt, dass offenen Dinge, die zu erledigen sind, Gefahr bedeuten. Da fiel mir gestern meine Mutter an, neulich am Abendbrottisch. Die Apfelbäume müssen verschnitten werden. Aber das böse Gesicht dazu und der Ton.. hätte nur noch der klopfende Finger auf der Tischplatte gefehlt! Jo, wenn man das ständig als Kind erlebt.. das banale Dinge, beim nicht erledigen, dass Ende des eigenen Lebens oder Welt nach sich ziehen… dann kann man schon mal als Erwachsenen eskalieren 🫣 als mir diese Erkenntnis kam, fühlte sich alles rund an. Eigentlich traurig, aber bei den vielen Dingen, die ich aufdecken und verstehe, habe ich manchmal das Gefühle, ich „stumpfe“ ab, es wundert mich nicht mehr. Ich nehme es zur Kenntnis und freue mich, es verstanden zu haben.

Ein Punkt der noch einen Rolle spielt, dass mein Hirn von einem Problem auf alle anderen zugreift, was nur zur Überlastung führen kann und es denkt die nächste Jahrzehnte im Voraus.

Real ist, dass wir Zuhause nicht so gut voran kommen, wir es angenehm wäre und das Unordnung tatsächlich eine optische Überreizung ist. Aber DAS führt nicht zu so einem Vorfall!

Das JETZT muss etwas weg, ist Druckabbau und Wiedererlangung von Kontrolle. Und rückwirkend kann ich das bestätigen. Ich hab ne unerträgliche Spannung in mir, zum Zerreißen. Das sind solche Punkte, an denen sich manche Menschen ritzen, ich hab wenigstens die Studiumsordner ihres Platzes verwiesen.

Aber es war ein krasses Erlebnis. Bleib jetzt nur noch die Frage, was machen wir damit und Mutterintrojekt oder mehr?

Ich habe morgen Ergo. Ich bin gespannt.

Den Fischen geht es gut! Es wurde kein Tier verletzt! Wir reinigen das Becken nach und nach. Ich liebe diese Fische. Und ich wollte sie nie loswerden. Ich habe sie alle aus schlechter Haltung. Aus Frischsuppen, viel zu kleinen Becken, ohne Verstecke, Einzelhaltung…. Bei mir leben sie (Synodontis eupterus)zu fünft in einem 700l Becken. Nach solchen Wurzeln hab ich lange gesucht 🤩 und tief ins Portmonee gegriffen, aber sie sind perfekt. Sie bieten viele kleine Reviere und den Rest mit den Algen und so, dass wird schon irgendwie.

5 Kammdornwelse sind geblieben.. ich habe nie, seit Jahren, keine artgerechte Haltung gefunden. Eine Anfrage kam, in 220l. Ich lehnte ab. Damals hatte ich einen noch aus einer Fischsuppe.. der mit in dem riesen Becken war. Ich stockte ihn auf 5 auf. Sie leben in einer Wurzel, ich sehe sie quasi nie. 😄 Beide Arten sie nachtaktiv. Aber die Synodontis sieht man, die sind zu groß für die Wurzel. Aber wie die 5 sich darin stapeln ist mir ein Rätsel. Manchmal sehe ich einen, wenn das Licht aus ist.

Puh. Also… So hab ich mich nur selten erlebt. Als die PTBS los ging und ich so scheiße verzweifelt war und ein Flashback dem anderen folgte.

Wir lesen uns.

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