Eigenes Geld/Freiheit/Nichtsnützig..

von | 4. September 2026 13:03 | 0 Kommentare

zuletzt aktualisiert am 4. September 2026 13:15

Mein Auto ist jetzt auch von Seiten der Werkstatt verloren. Mind. 3 bis 4000 Euro. Neben Scheibe und Stoßstange, Kühler auf der Radiator. Die Bremsen und irgendwas anderes kommen auch noch dazu.. irgendein Mensch schaut ihn sich an und kauft ihn vllt auf. Der Versicherung muss man am Arsch lecken, dass ich überhaupt noch was bekomme… Sinnlos. Das ist der ADAC genauso scheiße..

Mich nervt diese Wegwerfgesellschaft.. der ist quasi noch gut! Kein Totalschaden, reparabel…

Ich fühl mich mies. Mit dem von gestern noch einfach zuviel…

Icj hatte wenig geschlafen . Auf der Fahrt von der Schule zum Sport hat’s mich dann wieder erwischt. Ich fühlte mich ziemlich abgenabelt von der restlichen Welt. Aus dem Auto raus, weg. Tja. Niedriges Energielevel?? Zu viele Einflüsse?? Oder ist das Auto doch immer noch irgendwie ein Trigger?

Beim Sport war ich weiterhin angespannt. Ein blöder Gedanken und schwupps ich hatte Angst 🙄 die Heimfahrt war dann noch ein irgendwie klar kommen und nicht noch tiefer rutschen. Zuhause wurde dann Kind 2 unleidlich und da war es bei mir dann aus. Ich Übergab die Kids für den Rest des Abends meinen Mann. Ich hatte keine Kraft mehr irgendwas zu begleiten 😞

Mein Mann hatte für Kind 2 vor dem Abendbrot noch einen Donut gekauft, ich hielt das für keine gute Idee. Und es kam, wie es kommen musste. Die Hauptmahlzeit bleib aus und es wurde nur der Donut gegessen. Ich sagte meinem Mann dreimal, dass ich das nicht mehr will. Dreimal, weil ich keine Antwort bekam. Dann war er genervt und sagte, was ich als Vorwurf empfand, dass es doch sowieso schon feststeht. Da würde ich dann sauer und sagte, dass ich nicht über alle hinweg entscheide und es nur mein Wunsch ist! Dann war ich fertig und verließ fürs weinen die Küche.

Wir haben dann noch alles besprochen. Aber ich es nicht schlimm, dass man so Beziehungsbehindert ist, dass die Gefühle immer so hoch koche müssen, dass es Vorwürfe hagelt und eskaliert. 😔 Ich denke, wir machen das schon ganz gut, wir müssen da beide noch viel umlernen, aber immerhin machen wir es schon anders.

Aber dann blieb am Abend der Sex aus. Was für mich nicht einfach nur Sex ist, sondern Nähe tanken, fallen lassen können, sicher fühlen, Kopf aus, Nähe, Nähe, Nähe, angefasst werden, am besten überall…. Und das war dann mein Genickbruch. Ich hab mich wieder so verletzt gefühlt, ich hab im Bett viel geweint.

Tja und heute.. Auto ist nun quasi weg. Und ich bin seit heute morgen nur am schweigen. Ich merke, dass ich nicht nur traurig, tief traurig (?), sondern dass es zuviel ist, insgesamt. Denn wenn das so ist, ziehe ich mich zurück. Ich hab dann auch in der Tat keinen Redebedarf. Ich will meine Ruhe.

Es ist heute auch das gleiche wie am Tag des Unfalls. Ich fühl mich nutzlos. Ein neues Auto muss her, was ich mir nicht leisten kann. Was andere kaufen. Andere kümmern sich, andere bezahlen…. Es ist gar nicht so die Abhängigkeit. Es skt keine Leistungen erbringen, sodass ich mir das selber kaufen kann. Ich fühle mich so, wie meine Großeltern mich wohl immer sahen. Nichtsnützig, dass aus mir nichts geworden ist.

Schlimm.. ich frage mich, wie viele Generationen das Probleme schon besteht, dass Menschen ohne bezahlte Arbeit, aber mit viel unbezahlter, sehr wichtiger Arbeit sich wertlos fühlen.

Und nicht zuletzt ist es einfach der Stolz, der mir Deich die Lappen geht, dass ich meine eigenes Geld verdiene. Das ich selber handle, ausgeben oder sparen kann. Dieses für sich selber sorgen können und dürfen. Vor allem das dürfen. Denn darin liegt ja auch eine gewisse Freiheit. Und davon fehlt mir ja eh schon ne ganze Menge.

Und was mich nervt, ist, dass es wieder nur mir so geht… Mein Mann hat beste Laune.. ist ja ok. Ihn betrifft es ja nicht. Aber es nervt. Das stört mich. Meine Welt geht unter und in seiner passiert einfach nichts.. das macht einsam.. reden wäre gut…

Ich bin müde…

Mein erstes Auto war so viel für mich. Das erste Semester im Studium bin ich mit Fahrrad, Bahn, da kam ich immer verschwitzt an, und Straßenbahn gefahren. Fürchterlich. Ich wollte nach dem ersten Semester ein Auto oder ich hätte das Studium geschmissen. Damals hatte ich noch die Herzprobleme. Extrasystolen, mit blauen Lippen, Todesangst…wenn ich im Auto saß, umgab mich das Gefühl des Zuhause seins. Ich war sicher. Da. Außer Gefahr. Seither sind Autos für mich nicht noch ein Transportmittel, was mich von A nach B bringt.. es ist mehr als das. War es immer. Es war ein kleines Zuhause, was mir Schutz gab.

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