Eigentlich wollten wir ja zum Thema aufräumen und Mutterintrojekt arbeiten, aber dann kam ich ins erzählen. Das mein Vater den Inhalt deiner Garage auf dem Dachboden des Nebengebäude seit mindestens einem Jahrzehnt lagert. Dass ich dort Dinge wieder finde, dich im Müll hinterlassen habe…
Krumme, verrostet Nägel, Holz, gebrauchtes Irgendwas, alte Elektrogeräte, total versaut.. Elektrische Kabel, die niemand heute irgendwo mehr einbaut.
Ich sehe ihn. Ich sehe jemanden, der etwas auslebt, was entweder nicht seins ist und es übernommen hat oder Wass seins ist und schon lang nicht mehr zeitgemäß. Ich verstehe das Leid der Menschen in der DDR. Ich sehe oder vorangegangens Trauma. Und es ist vorbei. Und es ist unser Haus.
Ein Ultimatum wäre erwachsen. Dass er Zeit bekommt, gern auch mit Hilfe, aufzuräumen. Sein Zeug bei sich unterzubringen. Und wenn er denkt, er muss vom Müll etwas retten, es bei sich zuHause lagert und nicht bei uns.
Neurotisches Verhalten. Ursachen/Themen die, wenn nicht bearbeitet werden, sich über solche Symptome ihren Weg bahnen. Und er ist schon lang nicht mehr reflektiert… In dem Zuge sprach sie Demenz an. In Traumakreisen schon lange eine Annahme, dass Demenz nur ein Symptom von Traumafolgestörungen ist.
Es ist nicht meine Verantwortung. Seine. Und ich soll sie auch da belassen. Dass bei mir da Kindanteile anspringen, zeigt dass ich bei ihm und meiner Mutter oft in Kindanteilen bin… Und ich merke das ka eigentlich nur, wenn was triggert. Und es zeigt mir auch, dass ich von meinen Eltern nie streiten gelernt habe. Meine Eltern gehen nie was an, Konflikte werden weggeschoben, es wird nicht miteinander geredet. Das lerne ich erst durch meinen Mann, danke ❤️ und es ist leicht, wenn beide aufeinander zugehen, rücksichtsvoll sind. Die Welt geht nicht unter. Daher auch die ständige Verwunderung, wenn ich R. meine Gefühle äußere und er sich bedankt. Das kenn ich nicht. Gefühle zu äußern, sich Sicht sr zu machen, war immer gefährlich, unerwünscht… Danke, dass ich das bei dir kann ❤️
Ich soll es als Sandwich verpacken, was Gutes, dass ich ihn mag, seine Hilfe schätze. Und trotzdem tut mir das aufheben, diese Rumpelkammer nicht gut. Und ich möchte, dass er es bis Jahresende erledigt hat, ansonsten mach ich es. Und ich fände es schön, wenn er das hinbekommt, weil dann bin ich ruhiger und fühle mich verbundener..oder sowas.
oh Gott… das muss sein. Ich spüre es ganz deutlich.
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