Mir geht es nicht so pralle. Seit wir vom Spaziergang wieder rein sind. Mich überkamen die Gedanken an die Zeit… Und das ist ja ein wunderbarer Trigger. Zeit, in Zukunft, wenn die Kinder mich nicht mehr brauchen… Ich war auch erschöpft, das triggert zusätzlich. Gedanken über das Alter, wenn viel Bewegung nicht mehr geht, wie skillt man dann, wie bringt man den Tag rum….. Sowas.. schrecklich.
Ich verstand gestern den Sinn eines Medikaments und ich bin weiß Gott kein Befürworter von Medis. Aber ständig in ein Trauma rutschen, sich nicht selber raus holen können… damit ist niemandem geholfen. Im Gegenteil es macht die Sache schlimmer. Retraumatisierung. Evtl. Dennoch ist mir schleicherhaft, wie wir wissen wollen, wo wir stehen. Denn erst unter weniger Doxepin merkte ich, dass Ruhe immer noch triggert. Dass ich immer noch doll ins Trauma mit der Angst zu vereinsamen, dem Gefühl, ich bin für immer alleine und es kommt nie wieder jemand, rutsche.
Manchmal frage ich mich, in wieweit mein Leben eigentlich lebenswert ist 😢 ich erinnere mich genau an die Worte von I. wenn ihr Mann und ihr Kind nicht wären… Mir steht der Hintern voller Tränen 😭 ich fühl mich manchmal so alleine mit allem.
Ich soll mich an meine Blutbuche setzen und schauen, was für Antworten zum Thema Kind 3 kommen. Wegen der Stellatum-Blockade meine Psych ansprechen. Ergo und Physio wären da besser. Ich soll schauen, wie sich das Alleinsein-Trauma anfühlt und entsprechenden Ausdruck am Klavier finden 😖 kein Kommentar. Ach, ich mag gar nicht weiter drüber schreiben..
Sie denkt, dass das Gitterbettchenkind für dieses Alleinsein verantwortlich war/ist. Egostates, die sich daraus entwickelt haben, wären denkbar. Sie will in diese Richtung weiter arbeiten. Sie kennt auch von anderen, dass jedes Innenkind anderes reagiert, anders heilt, sich anders schnell erholt. Ich soll mir Zeit geben…. Das ist es wieder Zeit und Geduld. Hurra… Ich fühl mich so gebeutelt. 💔
Zeit. Braucht es. Auch wenn man es mir von außen nicht ansieht. Deinen passiert viel. Hormonelle Kaskaden. Ausscheidung…. Brennesseltee, Löwenzahn… wenn ich mag.
Für meine Pausen soll ich vllt die kurze Form der progressiven Muskelrelaxation nutzen, oder mich mit Tee in eine Decke wickeln. Oh Gott, ich kann mich heute nicht mit diesem ganzen Scheiß abfinden 😭 es quält mich. Ich weiß gerade nicht, was schlimmer ist…der ganze Scheiß oder dass ich wieder hier alleine sitze und meinen Tränen selber trocknen muss.
Ich fühl mich so unfähig. Ich weiß, dass ich nicht dafür kann… Und trotzdem.
Ich berichte noch von „der dicken Hummel“. Meine Schwiegermutter war einkaufen und in der Unterwäscheabteilung schrie ein Opa, dass er was gefunden hat und die Mutter entgegnete „Ach für die dicke Hummel finden wir doch eh nichts“. Der Opa wiederholte das. Meine Schwiegermutter war entsetzt. Ihr tat das Kind so leid. Ich erwähnt, im Nebensatz, dass mein Großeltern und die Tante das auch gesagt haben oder „Dicke“. Es war so tief vergraben, dass ich von außen es erst hören musste. Ich wusste das nicht mehr. Am schmerzhaftesten war die Reaktion meiner Schwiegermutter, weil sie mir zeigte, wie toxisch mein Umfeld doch damals war. Frau S. notierte alles in war froh, dass meine Schwiegermutter mir das erzählte.
Zum Schluss stellte sie noch fest, dass ich als Kind, was Großeltern und Tante betraf, wohl kaum körperliche Nähe erhielt, weswegen mein Körper heute so danach schreit. Ich hab keine Widerworte. Ich kann mich nicht erinnern. Aber ich glaube nicht.
Sie bedankte sich zum Schluss. 😭😭😭 Das ich so tapfer bin, weiter mache, am Ball bleibe und sie so mit mir viel bearbeiten kann. Ich möchte mir die Seele aus dem Leib schreien…

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