Next Zusammenbruch

von | 17. Februar 2026 12:42 | 0 Kommentare

zuletzt aktualisiert am 17. Februar 2026 17:19

Ich kann schon wieder nie mehr. Ich bin voll Aggro 😭

Hey…
ich bin da.

„Voll Aggro“ klingt nach viel zu viel im System. Nicht nach böse. Nicht nach falsch.
Sondern nach: überlastet. Überreizt. Überfüllt.

Magst du mir kurz sagen –
ist es eher Wut auf jemanden?
Oder dieses diffuse „alles nervt mich, ich halte nichts mehr aus“-Gefühl?

Erstmal ganz simpel:

  • Atme einmal tief ein.
  • Und beim Ausatmen summ ganz leise. (Du weißt ja… Summen hilft deinem Nervensystem.)
    Nur 10 Sekunden. Ich warte.

Aggro ist oft nur ein Schutzmantel.
Darunter ist meistens:
Erschöpfung.
Überforderung.
Oder ein verletzter Teil.

Du musst das gerade nicht regulieren.
Du musst keine gute Version von dir sein.

Sag mir:
Explodieren oder implodieren?

Ich will einfach meine Ruhe. Ich wollte mit den Kids spielen, aber die scheiße Headsets gehbe Mensch nicht.

Okay.
Stopp.

Du wolltest etwas Schönes machen.
Mit deinen Kindern spielen.
Und dann scheitert es an Technik.

Das ist nicht nur „Headsets gehen nicht“.
Das ist:
– Vorfreude → Frust
– Verbindung → Blockade
– Lärm → noch mehr Reiz
– und dein Nervensystem war eh schon voll.

Und dann knallt es.

Du willst einfach nur deine Ruhe.
Nicht kämpfen.
Nicht reparieren.
Nicht moderieren.
Nicht regulieren.

Das ist kein Aggro-Problem.
Das ist ein „Ich bin voll“-Problem.

Ganz pragmatisch jetzt:

Option A:
5 Minuten Pause.
Sag den Kids ehrlich:
„Ich bin gerade überreizt. Ich brauch kurz Ruhe, dann gucken wir weiter.“
Kein Drama. Kein Erklären.

Option B:
Headsets weg.
Ohne Headset spielen.
Oder Spiel abbrechen.
Nicht retten. Nicht optimieren.

Option C:
Du gehst kurz ins Bad, Tür zu, kaltes Wasser über Hände.
Reset.

Du musst nicht die coole, kompetente, alles regelnde Person sein.
Du darfst genervt sein.

Was genau nervt dich gerade am meisten?
Die Technik?
Der Lärm?
Oder dieses „ich wollte doch einfach nur…“ Gefühl?

Alles…

Okay.
Dann ist es System-Overload.

„Alles“ heißt meistens:

  • zu viele Geräusche
  • zu viele Anforderungen
  • zu viele Erwartungen (auch an dich selbst)
  • zu wenig Pause
  • zu wenig Raum

Und dann reicht ein Headset – und es kippt.

Du wolltest Nähe.
Und bekommst Technikstress.
Du wolltest spielen.
Und bekommst Chaos.

Kein Wunder, dass dein Körper auf Kampf schaltet.

Jetzt nicht analysieren.
Nicht lösen.
Nicht reparieren.

Mini-Reset. Wirklich mini.

👉 Sag den Kids:
„Ich brauch 10 Minuten Pause. Ich bin gerade zu voll.“

Mehr nicht.

Dann:

  • Tür zu.
  • Setz dich hin.
  • Füße auf den Boden.
  • Schultern bewusst fallen lassen.
  • Atme länger aus als ein.

Oder – wenn du kannst – geh einmal kurz raus an die frische Luft. 2 Minuten reichen.

Du bist nicht aggressiv.
Du bist überreizt.

Und du wolltest eigentlich nur ein guter Moment mit deinen Kindern.

Das tut weh.

Ich bleib hier.
Ist es gerade laut bei euch?

Ist das der Grund warum ich manchmal einfach weg will, an die Ostsee..? Ich hab sogar ein Telefonat mit R. abgelehnt. Das mache ich nie….aber ich weiß genau, dass ich dann wieder alles für mich behalten und so tu als ob und darauf hab ich heute keine Lust… Ich hab auf nichts lust

Ja.
Ich glaube, das hängt zusammen.

Nicht weil du „weg willst“.
Sondern weil du Ruhe willst, ohne Rolle.

Ostsee ist ja nicht nur Meer.
Ostsee ist:

  • Weite
  • Wind, der durch dich durchgeht
  • niemand will was
  • niemand braucht was
  • kein Headset
  • kein „funktionieren“
  • kein Gespräch, in dem du dich sortieren musst

Du willst nicht fliehen.
Du willst entlastet sein.

Und dass du R. abgesagt hast…
das ist eigentlich sehr ehrlich.

Du hast gemerkt:
„Ich würde wieder funktionieren. Wieder weich sein. Wieder halten. Wieder mich zurücknehmen.“
Und heute kannst du das nicht.

Das ist kein Rückschritt.
Das ist eine Grenze.

Du hast heute keine Lust,
weil du innerlich müde bist vom Dauer-Regeln.

Ich hör da drei Dinge:

  1. Überreizung (Kids + Technik + Alltag)
  2. Rollenerschöpfung (Mama, Partnerin, Gesprächspartnerin, Kompetente)
  3. Keine Energie mehr für „so tun als ob“

Und das ist wichtig:
Du willst nicht reden müssen, wenn du innerlich leer bist.

Das ist gesund.

Was wäre heute minimal okay?

Nicht gut.
Nicht schön.
Nur: erträglich.

• Kinder irgendwas alleine machen lassen?
• Pizza statt spielen?
• Serie an?
• Einfach nebeneinander sein?

Du musst heute nichts retten.
Nicht die Stimmung.
Nicht das Spiel.
Nicht das Telefonat.

Und du musst auch nicht weich sein.

Wenn du an die Ostsee denkst –
ist das eher Sehnsucht oder eher Flucht?

Nein, weich sein ist für mich nicht funktionierdn.. weich sein wäre für mich, ich bin so wie ich bin. Und das wäre ich eben nicht. Ich würde funktionieren

Ah.
Okay. Das ist wichtig.

Du unterscheidest sehr klar:

Weich sein = echt sein.
Nicht gepanzert. Nicht geregelt. Nicht angepasst.
Sondern einfach da. So wie du bist.

Und funktionieren = Rolle spielen.
Gefühle filtern.
Dich sortieren.
Stimmung halten.
Nicht zu viel sein.

Dann macht das mit R. total Sinn.
Du wusstest:
Heute hätte ich nicht weich sein können.
Heute hätte ich performt.

Und genau darauf hast du keine Kraft.

Das ist kein Rückzug aus Nähe.
Das ist Schutz deiner Echtheit.

Und weißt du was?
Dass du abgesagt hast, statt dich zu verbiegen,
ist eigentlich ein sehr weicher Schritt.

Weich heißt nicht immer sanft.
Manchmal heißt weich:
„Heute nicht.“

Du willst gerade niemandem etwas geben.
Keine Energie.
Keine Fassade.
Keine Version von dir.

Du willst einfach sein dürfen.

Und das ist verdammt verständlich.

Wenn du heute weich sein dürftest –
wirklich weich –
wie würde das konkret aussehen?
Still?
Mürrisch?
Weinend?
Gar nicht reden?

Ich will gerade einfach nur alleine sein und bitterlich weinen

Okay.
Dann ist das gerade die Wahrheit.

Nicht Aggro.
Nicht böse.
Nicht falsch.

Sondern: übervoll und traurig.

Alleine sein und bitterlich weinen wollen heißt meistens:

  • Ich halte gerade zu viel.
  • Ich darf nirgends zusammenfallen.
  • Ich will nicht stark sein.
  • Ich will nicht regulieren.
  • Ich will nicht funktionieren.

Das ist weich.
Das ist echt.
Das ist kein Versagen.

Wenn es irgendwie geht:
Geh kurz allein.
Sag nur: „Ich brauche kurz Zeit für mich.“
Keine Erklärung.

Und dann wein.
Nicht kontrolliert.
Nicht leise, wenn es nicht leise sein will.
Dein Körper baut gerade Druck ab.

Tränen sind kein Drama.
Sie sind Entlastung.

Und hör mal…
Du wolltest spielen.
Du wolltest Nähe.
Du wolltest schön.
Und stattdessen bist du wieder in diesem Gefühl gelandet von: zu viel, zu laut, zu eng.

Das tut weh.
Nicht nur heute.
Das ist größer.

Ich bleib hier.
Bist du gerade allein oder noch mitten im Trubel?

Allein

Gut.
Dann darfst du jetzt wirklich loslassen.

Du musst gerade niemanden halten.
Niemanden moderieren.
Niemandem erklären, wie es dir geht.

Wenn die Tränen kommen – lass sie.
Nicht analysieren.
Nicht „warum schon wieder“.
Einfach fließen lassen.

Leg eine Hand auf deinen Brustkorb.
Nicht um dich zu beruhigen.
Sondern um dich zu begleiten.

Vielleicht kommt unter dem Weinen etwas wie:

  • „Ich kann nicht mehr stark sein.“
  • „Ich will einfach mal nichts müssen.“
  • „Ich will nicht dauernd regulieren.“

Das ist kein Drama.
Das ist Erschöpfung.

Und weißt du was mir auffällt?
Du kämpfst so oft.
Du analysierst.
Du verstehst.
Du reflektierst.
Du hältst.

Heute bricht das System einfach kurz zusammen.
Das ist kein Rückschritt.
Das ist Entladung.

Wein ruhig richtig.
Nicht elegant.
Nicht würdevoll.
Sondern echt.

Ich bin hier.
Wie fühlt es sich im Körper an gerade – Druck? Enge? Leere?

Ich bin seit dem Thema Flugzeug von vorhin drüber. Und die Technik hat mir jetzt den Rest gegeben. Ich hätte auf den Wunsch nach gruppe c in der Klinik hören soll… Jetzt hab ich den Salat und breche fast täglich in mich zusammen

Okay.
Jetzt verstehe ich besser, warum es heute so heftig ist.

Das Flugzeug-Thema war kein kleines Thema.
Das war Kontrollverlust.
„Mit mir wird etwas gemacht und ich kann nichts tun.“
Das sitzt tief.

Und dein System hat das nicht einfach abgelegt.
Es lief im Hintergrund weiter.

Dann wolltest du mit den Kids spielen – eigentlich etwas Verbindendes.
Und als die Technik nicht ging, war es wieder:

  • Ich habe keine Kontrolle.
  • Es läuft nicht wie ich will.
  • Ich kann es nicht stabil halten.

Und dein Nervensystem hat gesagt:
„Genug.“

Das ist kein Zufall.
Das ist kein „ich bin zu empfindlich“.
Das ist ein überreiztes System, das seit Stunden in Alarm ist.

Und jetzt kommt noch dieser Gedanke mit der Klinik.
„Ich hätte auf Gruppe C hören sollen.“

Stopp.

Das ist gerade dein innerer Ankläger.
Der versucht, Kontrolle rückwirkend herzustellen.

Aber du hast damals eine Entscheidung mit dem Wissen und der Kraft getroffen, die du hattest.
Du konntest nicht in die Zukunft schauen.

Und „ich breche fast täglich zusammen“ heißt nicht: du hast versagt.
Es heißt: du bist erschöpft.

Was gerade passiert, ist kein Beweis, dass du alles falsch gemacht hast.
Es ist ein Zeichen, dass du viel hältst.

Und bitte hör das:

Du brichst nicht zusammen, weil du schwach bist.
Du brichst zusammen, weil du seit Wochen, Monaten, Jahren viel zu stark warst.

Jetzt gerade geht es nicht um Klinikentscheidungen.
Nicht um Gruppe C.
Nicht um Lebensplanung.

Es geht nur um diesen Moment.

Du bist allein.
Du weinst.
Dein System entlädt.

Das ist kein Absturz.
Das ist Regulation in roh.

Atme einmal mit mir.
Lang aus.
Länger als ein.

Fühlst du dich gerade eher hoffnungslos –
oder eher überfordert?

Ausgelaugt und mir ist eiskalt

Okay.
Ausgelaugt + eiskalt ist ein klassischer Crash nach Übererregung.

Dein System war im Alarm (Flugzeug-Thema, Technik, Frust).
Jetzt fällt es runter.
Und wenn es runterfällt, wird es kalt.

Das ist physiologisch.
Nicht „ich drehe durch“.

Erstmal ganz körperlich:

  1. Hol dir eine Decke. Wirklich.
  2. Oder zieh einen Pulli an.
  3. Wenn möglich: warmes Getränk in die Hände.
  4. Reib deine Unterarme kräftig, bis es warm wird.

Nicht, um dich „wegzuregulieren“.
Sondern um deinem Körper zu helfen, wieder in Sicherheit zu kommen.

Kälte heißt oft:
„Ich habe gerade zu viel Energie verbrannt.“

Und ausgelaugt passt dazu.

Du bist heute nicht falsch.
Du bist erschöpft.

Und was ich wichtig finde:
Du hast abgesagt.
Du bist allein gegangen.
Du weinst.

Das sind eigentlich gesunde Schritte.
Nicht Zusammenbruch.

Und zu Gruppe C…
Das klingt gerade nach:
„Vielleicht hätte ich mehr Unterstützung gebraucht.“

Das ist kein Fehler.
Das ist eine Erkenntnis.
Und Erkenntnisse kommen manchmal erst, wenn man müde wird.

Aber heute musst du nichts entscheiden.

Nur warm werden.
Nur runterkommen.

Leg dich kurz hin.
Nicht schlafen müssen.
Nur liegen.

Ist jemand im Haus, der dich gerade stören könnte, oder hast du wirklich 20–30 Minuten Ruhe?

Da hilft keine Decke, die hab ich eh schon um…ergo wieder Wärmflasche mChe, Tee.. Ich hab keine Ruhe und ich will mich auch nicht hinlegen…

Okay.
Dann machen wir es anders.

Wenn Decke schon da ist und du dich nicht hinlegen willst,
dann ist dein Körper noch nicht im „Ruhe“-Modus.
Er ist eher im zitternden Nach-Alarm.

Dieses eiskalt + nicht hinlegen wollen ist oft:
„Ich darf nicht ganz loslassen. Ich muss irgendwie wach bleiben.“

Also kein Liegen.
Kein „jetzt beruhig dich“.

Stattdessen:

👉 Geh in die Küche.
Mach dir bewusst eine Wärmflasche.
Nicht automatisch.
Langsam.
Wasser kochen hören.
Tasse hinstellen.
Bewegung.

Bewegung + Wärme.
Nicht Stillstand.

Oder:
10 Kniebeugen.
Kurz Spannung aufbauen.
Dann stehen bleiben.
Spüren, wie das Blut wieder fließt.

Dein Körper ist gerade leer, aber nicht ruhig.
Das ist ein Unterschied.

Und ich will noch was sagen:

Du bist nicht am Zerbrechen wegen Gruppe C.
Du bist gerade erschöpft von Dauer-Innenarbeit.
Flugzeug-Thema hat was Altes aktiviert.
Technik war nur der Auslöser.

Du willst gerade nicht liegen,
weil liegen heißt fühlen.
Und fühlen ist gerade viel.

Das ist okay.

Bleib aufrecht.
Bleib in Bewegung.
Wärme + kleine Aktivität.

Sag mir:
Ist die Kälte eher Hände/Füße oder eher tief im Brustkorb?

Ales ist kalt 😭

Okay.
Ich bleib ruhig mit dir.

Dieses „alles ist kalt“ nach so einem emotionalen Absturz ist ein starker Stress-Drop.
Der Körper war im Alarm – jetzt fährt er runter.
Das fühlt sich an wie Schock.
Aber es ist ein Regulationsvorgang.

Du musst dich nicht hinlegen.
Du musst dich nicht beruhigen.

Wir machen es körperlich und konkret:

Jetzt sofort:

  • Geh ins Bad.
  • Lass warmes Wasser über deine Hände und Unterarme laufen. Richtig warm.
  • Dann über dein Gesicht.
  • Dann wieder Hände.

Das bringt Kreislauf und Temperatur schneller hoch als nur Decke.

Wenn das nicht geht:

  • Stell dich breitbeinig hin.
  • Spann einmal alle Muskeln an (Fäuste, Beine, Bauch, Gesicht) für 10 Sekunden.
  • Lass los.
  • Nochmal.

Das erzeugt innere Wärme.

Und hör zu:
Du bist gerade nicht „kaputt“.
Du bist überlastet und entladen.

Das Flugzeug-Thema hat Kontrollverlust aktiviert.
Dann Frust.
Dann Weinen.
Jetzt kommt der Crash.

Das ist ein kompletter Stresszyklus.

Du bist nicht dabei, den Verstand zu verlieren.
Du bist in einem autonomen Nervensystem-Prozess.

Sag mir bitte kurz:

  • Ist dir schwindlig?
  • Oder „nur“ kalt und leer?

Ich bin hier.

2.

Okay.
„Nur“ kalt und leer.

Das ist gut.
Nicht schön – aber gut im Sinne von: kein Kreislaufproblem.

Das ist ein Shutdown nach Übererregung.
Dein System hat einfach den Stecker gezogen.

Und weil du dich nicht hinlegen willst, bleiben wir im aufrechten Modus.

Mach jetzt bitte Folgendes – ganz konkret:

  1. Stell dich hin.
  2. Stampf 20 Sekunden kräftig auf der Stelle.
  3. Reib danach deine Oberarme schnell und fest.
  4. Atme dabei hörbar aus. Nicht tief ein – nur länger aus.

Nicht meditativ.
Nicht ruhig.
Erdend.

Kälte + Leere heißt oft:
„Ich bin gerade nicht richtig im Körper.“

Wir holen dich zurück.

Und hör mir zu:
Das ist kein Beweis, dass du ohne Gruppe C nicht klarkommst.
Das ist ein Nervensystem, das heute zwei Trigger hatte.

Du bist nicht gescheitert.
Du bist erschöpft.

Bleib mit mir in Kontakt.
Ist die Kälte minimal weniger geworden oder gleich?

Zwei decken. 2 Wärmflaschen. Hampelmann hat alles noch kälter gemacht, Muskel anspannen… Keine Kraft, und es half nur kurz

Okay.
Dann kein Aktivieren mehr.

Dein Körper will gerade nicht hochfahren.
Er ist nicht im Kampfmodus – er ist im Energiespar-Modus.

Dass Bewegung dich kälter gemacht hat, heißt:
Du hast gerade wirklich wenig Reserve.

Das ist kein „ich muss mich pushen“.
Das ist eher: Schock + Erschöpfung + Entladung.

Wir wechseln Strategie.

Nicht Wärme von außen erzwingen.
Sondern Sicherheit signalisieren.

Setz dich aufrecht hin.
Lehn dich an etwas Festes (Wand, Sofa).
Leg beide Füße fest auf den Boden.
Und drück deine Fußsohlen bewusst 10 Sekunden in den Boden.

Nicht anspannen – nur drücken.

Dann sag leise (oder innerlich):
„Ich bin hier. Es ist vorbei. Ich bin sicher.“

Dein Körper reagiert noch auf das Flugzeug-Thema.
Kontrollverlust + Überforderung → Freeze.

Das fühlt sich exakt so an: kalt, leer, kraftlos.

Wichtig jetzt:

  • Bist du alleine im Haus?
  • Oder ist jemand da, der dich notfalls unterstützen könnte?

Und ich frag das ganz ruhig:
Ist das eine Kälte wie „ich fühle mich innerlich tot“,
oder eher wie „ich habe keine Energie mehr“?

Du bist gerade nicht verrückt.
Du bist im Freeze.

Ich bleibe.

Kalt. Niemand d, nur kinder

Okay.
Nur kalt. Kinder da. Du allein erwachsen.
Das ist viel – und du machst das gerade trotzdem.

Erstmal:
So starkes Frieren nach einem emotionalen Crash kann wirklich vom Nervensystem kommen. Aber bitte nimm es trotzdem ernst.

Ganz ruhig ein paar Sicherheitsfragen:

  • Zittern deine Hände stark?
  • Fühlst du dich verwirrt?
  • Hast du Atemnot oder Herzrasen?
  • Fühlst du dich kurz davor ohnmächtig zu werden?

Wenn irgendwas davon deutlich da ist → bitte jemanden anrufen. Nachbarn, Partner, irgendwen. Oder im Zweifel medizinische Hilfe. Lieber einmal zu viel als zu wenig.

Wenn es „nur“ starkes Frieren ist:

Kein Hampelmann mehr. Kein Pushen.

Mach jetzt bitte Folgendes:

  1. Geh ins Bad.
  2. Lass wirklich heißes (nicht verbrühend) Wasser über deine Füße laufen. 2–3 Minuten.
  3. Danach direkt dicke Socken an.
  4. Dann Wärmflasche an den Bauch oder zwischen die Oberschenkel (da wärmt es zentral).

Das wärmt den Körperkern besser als nur Decken.

Und wichtig:
Iss etwas. Egal was. Ein Brot. Ein Keks. Ein Stück Schokolade.
Unterzuckerung + Stress kann dieses Kältegefühl massiv verstärken.

Du hattest:

  • Kontrollverlust-Thema
  • Frust
  • Weinen
  • Crash

Das ist ein kompletter Stresszyklus. Danach kommt oft Kälte.

Aber wir prüfen gleichzeitig:
Hast du heute genug gegessen und getrunken?

Schreib mir kurz:
Hast du in den letzten 4 Stunden etwas gegessen?

Ich geh nirgends hin. Ich hab jetzt zwei decken und zwei Wärmflaschen und es tut gut. Ich hab keine Lust noch mehr zu organisieren..ich will hier situe

Okay.
Dann bleib genau da.
Nichts organisieren. Nichts optimieren. Nichts machen.

Zwei Decken. Zwei Wärmflaschen.
Und es tut gut.
Das reicht.

Dein Körper ist gerade im Erschöpfungs-Schutzmodus.
Er fährt runter, wird kalt, zieht Energie nach innen.
Das fühlt sich dramatisch an – ist aber ein Regulationsprozess.

Du musst jetzt nicht aufstehen.
Nicht ins Bad.
Nicht funktionieren.

Bleib sitzen.
Spür die Wärme.
Leg eine Hand zwischen Wärmflasche und Bauch.
Nur Kontakt.

Die Kinder sind da.
Aber du bist gerade trotzdem bei dir.
Das ist okay.

Du bist nicht in Gefahr.
Du bist nicht am Zerbrechen.
Du bist in einem starken Stress-Drop.

Und hör bitte diesen Satz:

Du hättest heute nichts anders machen müssen.
Nicht Gruppe C.
Nicht stärker sein.
Nicht besser regulieren.

Heute war einfach zu viel.

Bleib einfach hier eingekuschelt.
Ich bleibe mit dir.

Wird es minimal wärmer im Körper?
Oder ist es eher langsam, aber stetig?

Ich denke, es wird. Ich habe keinst Lust alle zwei oder jede. TSG zusammenzu brechen

Okay.
Gut. Dass es langsam wärmer wird, ist ein sehr gutes Zeichen. Dein Körper findet gerade selbst zurück.

Und jetzt zu dem anderen Satz.
„Ich habe keine Lust alle zwei Tage zusammenzubrechen.“

Das ist kein Jammern.
Das ist Erschöpfung von einem Muster.

Und ich will etwas Wichtiges unterscheiden:

Du „brichst“ nicht zufällig zusammen.
Du brichst zusammen, wenn dein System zu lange gehalten hat.

Das sind keine spontanen Zusammenbrüche.
Das sind aufgestaute Stress-Entladungen.

Du funktionierst.
Du regelst.
Du analysierst.
Du hältst Nähe, Kinder, Gespräche, Trigger.
Und dann kommt irgendwann der Drop.

Das heißt nicht, dass du instabil bist.
Es heißt, dass du zu wenig Zwischen-Entladung hast.

Dein System kennt gerade nur zwei Zustände:

  1. Funktionieren
  2. Crash

Was fehlt, ist der Mittelbereich.

Und das ist lernbar.
Aber nicht heute.

Heute geht es nur darum:
Du bist nicht kaputt.
Du bist erschöpft von Daueranspannung.

Und noch etwas Wichtiges, ganz ruhig:
Diese Kälte und dieses Zusammenfallen sind keine „Gefahrzeichen für psychischen Zerfall“.
Das ist Nervensystem.

Was dich gerade quält, ist eher:
„Ich halte das auf Dauer nicht aus.“

Stimmt das?

Und während wir das klären:
Bleib in der Wärme.
Atme normal.
Kein Üben. Kein Technik-Zirkus.

Nur da sein.

Ich bin hier.

Ja

Okay.
Dann sind wir beim Kern.

Nicht „ich drehe durch“.
Nicht „ich bin falsch“.
Sondern:

„Ich halte dieses Dauer-Auf und Dauer-Ab nicht mehr aus.“

Das ist verständlich. Wirklich.

Du lebst gerade mit einem Nervensystem, das schnell hochfährt (Kontrollverlust, Technik, Gespräche, Nähe)
und dann hart abstürzt.
Und dazwischen ist wenig Land.

Das ist unglaublich ermüdend.

Aber — und das ist wichtig —
es bedeutet nicht, dass es für immer so bleibt.

Was heute passiert ist, war kein Rückfall ins Chaos.
Es war:

Flugzeug-Trigger → innerer Alarm
Frust → Kontrollverlust
Weinen → Entladung
Kälte → Nervensystem fährt runter

Das ist ein kompletter Zyklus.
Nur fühlt er sich jedes Mal existenziell an.

Du willst nicht alle zwei Tage so fallen.
Das verstehe ich.

Und ich sag dir etwas sehr Klareres jetzt:

Das Problem ist nicht, dass du zusammenbrichst.
Das Problem ist, dass du zu lange stark bleibst, bevor du weich werden darfst.

Weich im Sinne von: echt.
Nicht funktionieren.
Nicht halten.

Vielleicht braucht dein System mehr kleine Entladungen, bevor es explodiert.

Aber das ist Zukunft.
Nicht jetzt.

Jetzt zählt nur:
Du wirst warm.
Du bist ansprechbar.
Du bist klar.
Du bist nicht dissoziiert.
Du bist nicht verwirrt.

Das ist Stabilität — auch wenn es sich nicht so anfühlt.

Ich möchte dich etwas ganz Sanftes fragen:

Wenn du nicht alle zwei Tage zusammenbrechen willst —
was glaubst du, was du stattdessen öfter bräuchtest?

Nicht als Lösung.
Nur als Ahnung.

Ka. Mehr Nähe? Mehr Dinge, die Funktionieren. Ich hab keine Ahnung.

Das ist okay, dass du es nicht weißt.
Gerade in so einem Zustand kann man keine klaren Antworten produzieren.

Aber das, was du spontan sagst, ist interessant:

Mehr Nähe?
Mehr Dinge, die funktionieren?

Das sind zwei sehr unterschiedliche Bedürfnisse –
und beide sind total logisch.

1️⃣ Mehr Nähe

Nicht reden müssen.
Nicht performen.
Nicht „gut rüberkommen“.
Sondern gehalten sein.
Echt sein dürfen.
Weich sein dürfen.

Das fehlt dir nicht ständig –
aber vielleicht fehlt es dir verlässlich.

2️⃣ Mehr Dinge, die funktionieren

Das ist Kontrolle.
Vorhersehbarkeit.
„Es klappt einfach.“
Kein zusätzlicher Kampf.

Dein Nervensystem reagiert extrem auf:

  • Kontrollverlust (Flugzeug)
  • Technik, die nicht geht
  • Gespräche, in denen du dich sortieren musst

Das ist alles „Unvorhersehbarkeit“.

Und wenn man lange in innerer Anspannung lebt,
wird Verlässlichkeit wie Sauerstoff.

Aber ich will heute keine Strategie mit dir bauen.

Heute reicht:

Du hast ein überlastetes Nervensystem.
Du bist erschöpft von Dauer-Regulation.
Und du sehnst dich nach Sicherheit — emotional und praktisch.

Das ist nichts Pathologisches.
Das ist menschlich.

Und ganz ehrlich?
Dass du R. abgesagt hast, war vielleicht genau das Richtige.
Heute hättest du Nähe gebraucht, die dich hält —
nicht Nähe, die du halten musst.

Fühl mal kurz rein:
Wenn du dir jetzt Nähe vorstellst –
ist das eher jemand, der dich in den Arm nimmt und nichts sagt?
Oder eher jemand, der klar, ruhig und stabil neben dir sitzt?

Arm

Okay. 🤍

Arm heißt:
Nicht reden.
Nicht erklären.
Nicht stark sein.
Nicht analysieren.

Einfach gehalten werden.
Druck von außen, der sagt: „Du musst gerade nichts.“

Das ist kein Luxus-Bedürfnis.
Das ist ein Regulations-Bedürfnis.

Und es passt so sehr zu dem, was heute passiert ist:
Kontrollverlust → Übererregung → Crash → Kälte → Erschöpfung.

Der Körper will jetzt Ko-Regulation.
Nicht Lösungen. Nicht Erkenntnisse.
Sondern: gehalten werden.

Dass du das so klar sagen kannst („Arm“) ist übrigens stabil.
Du bist nicht zerfallen.
Du weißt, was du brauchst.

Und jetzt kommt der schwierige, aber wichtige Teil:

Es ist kein Versagen, dass du das Bedürfnis hast.
Es ist auch kein Beweis, dass du ohne Klinik falsch entschieden hast.
Es ist ein Mensch, der viel trägt und ab und zu gehalten werden will.

Wenn du dir gerade vorstellst, jemand legt ruhig einen Arm um dich –
wird es im Körper minimal weicher?
Oder bleibt es eher hart und kalt?

Ich bleibe ruhig hier.

1.

Gut. 🤍

Dass es minimal weicher wird, heißt:
Dein System reagiert noch.
Es ist nicht zu. Es ist nicht weg.
Es kann Sicherheit annehmen – selbst nur in Vorstellung.

Das ist wichtig.

Bleib noch einen Moment da.
Nicht denken.
Nicht analysieren.

Stell dir vor, der Arm ist schwer. Warm.
Kein Reden.
Kein „Was ist los?“
Nur Druck auf deinem Rücken oder um deine Schultern.

Und du musst nichts erklären.
Du darfst einfach anlehnen.

Dein Körper lernt gerade etwas:
Weich werden heißt nicht zerfallen.
Weich werden heißt gehalten sein.

Und hör mir ganz ruhig zu:

Diese Zusammenbrüche sind kein Beweis, dass du es nicht schaffst.
Sie sind ein Zeichen, dass du zu oft ohne Arm funktionierst.

Das ist ein Unterschied.

Du brauchst nicht „mehr Disziplin“.
Du brauchst öfter dieses Gefühl.

Und heute hast du dir zumindest eines erlaubt:
Du bist nicht ins Gespräch gegangen.
Du bist nicht performen gegangen.
Du bist hier geblieben.

Das ist Selbstschutz.
Nicht Schwäche.

Bleib noch einen Moment in der Wärme.
Sag mir nur:
Ist die Kälte jetzt deutlich weniger oder nur ein bisschen?

Weiß nicht. Es ist von außen sehr warm. Aber ich glaube, ich bin nlch kalt

Okay … das, was du beschreibst, ist sehr typisch für einen inneren Stress-Drop.

Außen warm.
Innen noch kalt.

Das heißt nicht, dass dein Körper wirklich auskühlt.
Es heißt, dein Nervensystem ist noch im Freeze / Shutdown.

Und Freeze fühlt sich genau so an:

  • innen leer
  • innen kalt
  • außen geschützt
  • emotional erschöpft

Du musst das jetzt nicht „wegmachen“.
Wenn du versuchst, es wegzukriegen, wird es oft stärker.

Stattdessen ein anderer Ansatz:

Lass die Kälte da sein.

Nicht kämpfen.
Nicht prüfen.
Nicht „bin ich noch kalt?“.

Sag innerlich:
„Okay. Du bist noch da. Ich dränge dich nicht.“

Manchmal taut der Körper schneller, wenn er nicht gedrängt wird.

Und ganz wichtig:
Du bist ansprechbar.
Du schreibst klar.
Du denkst logisch.

Das ist kein gefährlicher Zustand.
Das ist Erschöpfung + Nervensystem.

Ich bleibe ruhig bei dir.

Magst du mir sagen:
Ist unter der Kälte eher Traurigkeit oder eher Leere?

Traurigkeit, dann leere

Okay … 🤍

Das ist ein ganz klassischer Verlauf:

Traurigkeit → Entladung → Leere.

Nicht Wahnsinn.
Nicht „ich zerfalle“.
Sondern ein Nervensystem, das gerade etwas verarbeitet hat.

Die Traurigkeit war das Eigentliche.
Die Leere ist das Danach.

Und Leere fühlt sich oft kalt an.

Das heißt nicht, dass nichts mehr da ist.
Es heißt, dass gerade keine Energie übrig ist.

Du hattest heute:

  • Kontrollverlust-Trigger (Flugzeug)
  • Frust
  • Weinen
  • Kälte
  • Sehnsucht nach Arm

Das ist viel für ein paar Stunden.

Und ich sage dir etwas Wichtiges, ruhig und ohne Drama:

Das ist kein täglicher Zusammenbruch.
Das ist dein System, das Traurigkeit zulässt, statt sie weiter zu halten.

Du bist nicht instabil.
Du bist erschöpft.

Und diese Leere jetzt ist nicht gefährlich.
Sie ist still.

Bleib eingekuschelt.
Nicht denken.
Nicht planen.
Nicht „wie verhindere ich das“.

Nur Wärme + Stillsein.

Ich möchte dich sanft etwas fragen:

Wenn die Leere da ist –
ist sie bedrohlich?
Oder eher müde?

Ich will meine ruhe

Okay 🤍

Dann ist genau das jetzt richtig.

Keine Analyse.
Kein „warum“.
Kein Plan für morgen.

Du willst Ruhe.
Dann darf es jetzt ruhig sein.

Bleib unter deinen Decken.
Spür die Wärme von außen.
Lass innen sein, wie es ist.

Du musst nichts klären.
Nicht entscheiden.
Nicht verstehen.
Nicht stark sein.

Nur Ruhe.

Wenn du möchtest, schreibe ich jetzt nichts mehr.
Ich bleibe einfach da.

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