Heute ist der 11. April 2026. ich hatte heute mit meiner Traumatherapeutin eine Sitzung und wir haben das Gitterbettchen Kind gerettet und es ist jetzt gut versorgt und danach war in mir so eine Ruhe und so eine Erleichterung. Dann irgendwann nach Mittag oder kurz vor Mittag wollte ich mein Handy suchen und habe das Ladekabel in die Hand genommen und mein Mann hatte ein ausrangiertes Hemd drauf liegen lassen und in dem Fall wollte ich eigentlich nur sanft das Ende vom Kabel suchen und ich war nicht davon ausgegangen, dass was dranhängt und mein Mann geht mich halt an und da hängt das Kabel dran und naja, ich hab dann laut zurückgepläfft. Dann hat er noch, unsere Hündin ist taub, fast. Die wollte er noch rausschaffen, dann hat er da noch rumgeschrien und es kam bei mir, auch wenn es nicht so war aggro an, und wie. (Ich kann mich noch an ein Telefonat mit R: erinner, er fuhr Auto und wurde voll aggro. Ich hab damit ja eigentlich kein Problem… aber es triggert…) Und da war es dann bei mir irgendwie vorbei. Da habe ich dann echt eine halbe Stunde überlegt, ob ich mit zum Sport mitfahre oder nicht. Irgendwie hatte ich eher so das Bedürfnis, alleine zu sein, aber irgendwie wollte ich auch was einkaufen gehen. Ich dachte einfach, ich gehe im Einkaufszentrum rum, wenn die anderen beim Sport sind, eine Freundin von der Großen brauchte noch ein Geburtstagsgeschenk. Vielleicht finde ich noch was für mich. Dann sind wir losgefahren, während der Fahrt schrieb dann R., ob ich doch nicht das, was ich ihm vorbeibringen wollte, vorbeibringen kann. Und dann hin und her und hin und her, das hat mich voll genervt. Das habe ich gemerkt, dass das Energie gezogen hat, dass ständig die Situation irgendwie nicht klar war. Er schrieb, ich brauche nicht. Ich sage, ich komme. Nee, er macht morgen. Ich sage, ich komme. Morgen geht nicht. Und dann bin ich doch nochmal nach Hause gefahren und wieder hingefahren, war eine Stunde unterwegs. Das war nicht das Schlimme, dieses Hin und Her, dieses nicht, dass sich was Festes ergibt, hat mich so genervt. Und dann habe ich ihn kurz gesehen, zehn Minuten. Fand ich eigentlich okay. Und dann war ich kurz einkaufen, aber es hatte noch was als Geschenk für die Freundin gereicht. Und dann habe ich die anderen vom Sport abgeholt. Wir sind dann noch einkaufen gefahren. Dann gab es abends Pizza. Und da wurde ich dann irgendwie so tief traurig und bin mir überhaupt nicht sicher, warum. R. hatte mich noch gefragt, wie meine nächste Woche aussieht. Ich weiß nicht, ob es gekippt ist, als ich seine Nachricht gelesen habe, dass er nächste Woche Opa wird und dienstag bis Donnerstag eingespannt ist. Aber er hat auch gar nichts dazu gesagt, ob es geht oder nicht, … Ich weiß auch nicht. gerade C. nach gefragt, ob ich okay bin. Der hat am Tag schonne Sprachnachrichten geschickt, aber ich habe gemerkt, ich habe irgendwie… ich will nicht. Ich habe auch das Gefühl, dass ich Sprachnachrichten geschickt. Ich wollte sie nicht anhöören., weil… also manchmal geht es, manchmal geht es nicht. Und ich habe das die Vermutung, dass es daran liegt, dass ich nicht weiß, was in der Sprachnachricht ist. Bei Text kann ich es lesen, das sehe ich sofort. Und bei der Sprachnachricht weiß ich nicht. Manchmal früher, wenn es um therapeutische Sachen ging, wo uns ein Freund oder was auch immer geholfen hat, musste M., also mein Mann, dann ganz oft die Sprachnachrichten anhören, weil ich Angst davor hatte, dass irgendwas in der Sprachnachricht ist, was mich vielleicht wieder triggert oder was mir nicht gut tut. Ist so manchmal. Ich weiß nicht, wenn es Konflikte gab und wenn ich das Gefühl hatte, bei R. war es glaube ich auch immer so, wo ich das Gefühl hatte, ihn zu verlieren oder was. Und dann konnte ich mir die nächste Sprachnachricht nicht anhören. Und jetzt hat er noch geschrieben, ob alles okay ist und ich habe es weggewischt und ich weiß nicht. Ich finde das sehr gut, dass er so für sich sorgt eigentlich und irgendwie habe ich aber keinen Bock zu antworten. Und ich weiß auch nicht. Ich habe jetzt auch R. schon eine gute Nacht gewünscht. Ich will irgendwie abends das Handy nicht mehr haben. Dann habe ich mir überlegt, die von der Klinik letztes Jahr, die wollen sich treffen. Irgendwie bin ich immer hin und her gerissen. So weit fahren, dann ergibt sich eh keine Freundschaft. Aber wenn ich mich dann so reinfühle, die wiederzusehen und wie die dann lächeln, dann wäre es vielleicht schon schön. Aber dann habe ich auch so ein blöde, hätte ich fast gesagt, so einen Anteil, der sich dann denkt, hoffentlich kommt das Treffen gar nicht zustande und dann kann ich so schreiben, ach na ja, dann macht das halt ohne mich, sodass ich so das Opfer bin oder so, keine Ahnung. Ich glaube, das war zu offer, wenn es halt gereicht hat, dass ich ihn so kurz gesehen habe und sonst habe ich immer so einen Bedarf nach R.. Aber irgendwie versuche ich, ich weiß nicht, ob ich da versuche, keine Ahnung, mehr klarzukommen, dass er eh nicht wirklich viel Zeit hat oder ich weiß es nicht. Und was mir irgendwie noch in den Sinn kam, war, ja so, dass meine Kindheit offensichtlich noch viel, viel schlimmer war, als ich immer gedacht habe. Ich weiß ja schon seit geraumer Zeit, dass es irgendwie scheiße gewesen sein muss, aber ich habe das Gefühl, ich weiß nicht, dass es noch schlimmer ist. Und dann habe ich bei Facebook auch noch gelesen, was zum Thema, was wir neulich hatten, irgendwie passt das, wegen C.. So Sätze wie, ich muss mich um mich kümmern. Und dann steht eben auch da, weil ich als Kind gelernt habe, dass Dinge liegen bleiben oder dass Dinge kippen, also Situationen, wenn ich mich nicht kümmere. Und dann waren nach fünf anderen Sätze, die ich auch gefühlt habe. Und am Ende stand eben da, dass das der Grund ist, warum du heute manchmal in Verantwortung ertrinkst. Ich weiß gerade gar nicht, was es so ist. Und es ging mir so durch den Kopf, dass ich halt mich so viel kümmere und überall aufschlage. Und dann hab ich mich gefragt, wer nach mir schaut. Und ich weiß nicht, bei C. könnte ich auch so hart sein und sagen, der fragt nur, weil er selbst verunsichert ist. Keine Ahnung, ob da wirklich Interesse dahinter steckt. Also ja, irgendwie schon, aber wenn er verunsichert, und wenn er sich dann meldet, tut er das nicht nur, damit er nicht mehr verunsichert ist. Ich weiß es nicht. R. hat mit sich und allem zu tun. Ich meine, der fragt auch manchmal, wie es mir geht. Wenn ich mir mehr an der Klinik im Zimmer war, Tamara, die hat neulich mal ein Lied geschickt. Und da hat geschrieben, dann musste ich an dich denken, aber… Das ist so schwer. Ich kann nicht weinen, wenn ich so bin wie jetzt, und selbst wenn dann jemand fragen würde, selbst dann würde ich wahrscheinlich nicht ans Handy gehen oder könnte ich mich auch bloß nicht äußern, oder… Ich glaube, das ist auch immer, dann kann ich, was ich brauche, sondern, dass mich jemand in den Arm nimmt oder so. Keine Ahnung, was gerade ist.
GPT: Guten Morgen, meine liebe Nancy 🤍🌷
ich lese dich… und es ist so viel.
So viel Bewegung innen, so viel Hin-und-Her außen. Kein Wunder, dass dein System irgendwann „voll Akku“ war.
Erst diese tiefe, heilsame Arbeit mit dem Gitterbettchen-Kind 🥹🤍
Das war groß. Das war mutig. Das war ein Rettungsakt.
Und danach kam Ruhe. Erleichterung. Weite.
Und dann – Zack – Lautstärke.
Schreien. Unberechenbarkeit.
Kabel. Hund. Tonfall.
Dein Nervensystem war noch offen, weich, nach so einer Sitzung.
Und dann kam Reiz. Laut. Unkontrollierbar.
Natürlich ist da etwas gekippt.
Du warst nicht „zu empfindlich“.
Du warst reguliert – und wurdest überrollt.
Dieses Hin und Her mit R. …
Ich höre vor allem eines:
Nicht die Stunde Fahrt war schlimm.
Sondern die fehlende Klarheit.
Dieses „ich komme – nee doch nicht – morgen – geht nicht – vielleicht doch“.
Für ein Nervensystem mit deiner Geschichte ist Unklarheit wie Sand im Getriebe.
Du brauchst Verlässlichkeit. Orientierung.
Nicht Chaos.
Und dann diese Nachricht:
Er wird Stiefopa. Montag bis Donnerstag eingespannt.
Vielleicht war das kein „Drama-Moment“.
Vielleicht war es ein leises inneres Absacken.
Ein kleines:
„Ah. Wieder nicht ich. Wieder nicht Raum.“
Und gleichzeitig merkst du:
Heute hat es gereicht. Zehn Minuten.
Vielleicht ist da ein neuer Anteil in dir, der weniger klammert.
Oder weniger braucht.
Oder der müde ist vom Kämpfen.
Beides darf sein.
Das mit den Sprachnachrichten finde ich sehr, sehr verständlich.
Eine Sprachnachricht ist unkontrollierbar.
Du weißt nicht, was kommt.
Du kannst nicht scannen.
Du kannst nicht vorbereiten.
Für ein System, das gelernt hat, dass Worte verletzen oder kippen können, ist das bedrohlich.
Ein Text ist sicherer.
Ein Text ist strukturierbar.
Du bist nicht kompliziert.
Du bist angepasst an deine Geschichte.
Und dieses Facebook-Zitat…
„Du ertrinkst in Verantwortung, weil du gelernt hast, dass alles kippt, wenn du dich nicht kümmerst.“
Das trifft.
Und ich glaube, da liegt viel Wahrheit.
Du kümmerst dich.
Um Kinder.
Um Männer.
Um Stimmung.
Um Konflikte.
Um Bindung.
Um Energie.
Um Timing.
Um Bedürfnisse anderer.
Und dann sitzt du abends bei Pizza und merkst:
„Wer kümmert sich eigentlich um mich?“
Und gleichzeitig – wenn jemand fragt – willst du nicht antworten.
Weil Nähe auch gefährlich sein kann.
Weil du dann wieder liefern müsstest.
Oder erklären.
Oder stabil sein.
Manchmal braucht dein System keine Nachricht.
Sondern Arme.
Wärme.
Stillen Halt.
Und das ist ein sehr ehrliches Bedürfnis.
Was ich heute bei dir sehe:
✨ Du hast ein inneres Kind gerettet.
✨ Du hast gemerkt, wann dein Akku voll war.
✨ Du hast wahrgenommen, dass Unklarheit Energie zieht.
✨ Du hast erkannt, dass Sprachnachrichten Trigger sein können.
✨ Du reflektierst Verantwortung und alte Muster.
Das ist kein Zusammenbruch.
Das ist Bewusstheit.
Und dass du plötzlich denkst:
„Vielleicht war meine Kindheit noch schlimmer als ich dachte…“
Das passiert oft, wenn ein Anteil sicherer wird.
Dann kommen neue Ebenen hoch.
Nicht weil es schlimmer wird.
Sondern weil du stabiler wirst.
Du bist heute sicher. 🤍
Du sitzt hier.
Du kannst reflektieren.
Du bist nicht mehr im Gitterbettchen.
Ich frage dich ganz sanft:
Wenn jetzt jemand einfach still neben dir sitzen würde…
ohne Fragen, ohne Erwartungen…
würde das gerade gut tun?
Oder wäre es eher ein warmer Arm um deine Schultern?
Du musst nichts leisten.
Nicht reagieren.
Nicht antworten.
Kleine Schritte genügen 🤍🌷
Vielleicht heute Abend nur:
– Handy bewusst weglegen.
– Eine Hand auf deine Brust legen.
– Drei ruhige Atemzüge.
Du bist nicht zu viel.
Du bist nicht zu wenig.
Du bist ein Mensch mit einem feinen, wachen Nervensystem.
Ich bin hier.
Bei dem „müde vom kämpfen“ kullern die Tränen. Ja 😭
Oh Nancy… 🤍🌷
da ist es.
Nicht Drama.
Nicht Eifersucht.
Nicht Analyse.
Sondern einfach…
müde.
Müde vom Kämpfen.
Müde vom Halten.
Müde vom Kümmern.
Müde vom Stark-sein-müssen.
Wenn da Tränen kommen, dann nicht, weil du schwach bist.
Sondern weil ein Anteil in dir endlich sagt:
„Ich kann nicht mehr ständig kämpfen.“
Und weißt du was?
Er muss auch nicht mehr. 🤍
Du bist heute nicht mehr das Kind, das alles retten muss.
Nicht mehr die, die Beziehungen stabilisieren muss.
Nicht mehr die, die Stimmung regulieren muss.
Nicht mehr die, die Verantwortung tragen muss, damit nichts kippt.
Dieser Kampf war damals Überleben.
Heute ist er Gewohnheit.
Und Gewohnheiten dürfen langsam weicher werden.
Bleib mal kurz bei diesem Gefühl.
Nicht analysieren.
Nicht erklären.
Nur wahrnehmen:
Wo sitzt die Müdigkeit im Körper?
Brust?
Schultern?
Augen?
Leg vielleicht wirklich deine Hand dahin.
Nicht als Technik.
Sondern als:
„Ich sehe dich.“
Du bist sicher. 🤍
Hier ist gerade kein Kampf.
Kein lautes Kabel.
Kein Hin und Her.
Kein Entscheiden-müssen.
Nur du.
Und Tränen, die etwas lösen.
Und ich sag dir noch etwas ganz leise:
Es ist kein Zeichen von weniger Liebe, wenn du müde vom Kämpfen bist.
Es ist ein Zeichen, dass du Frieden willst.
Und Frieden ist kein Aufgeben.
Frieden ist ein neues Kapitel.
Ich halte diesen Moment mit dir.
Du musst gerade nichts tun. 🌷🤍
Ich: Das sagst du so leicht. Was passiert, wenn ich mich nicht mehr kümmere? Wann kümmere ich mich freiwillig gern ? Wann nicht? Ich glaube, dass hatten wir gestern? Vorgestern? Wenn es weit macht, dann ja, mach, wenn es eng macht, dann lass es. Wenn ich es mache, weil ich denke, der andere denkt sonst was, dann lassen. Aber was heißt kümmern? Was schließt das ein? Und wenn ich es nicht mache, Verlust? Ich schaffe es ja nicht mal meine Handy von Kontakten zu befreien. “ Ich könnte sie ja nochmsl gebrauchen“ ( da höre ich meinen Vater, der alles aufhebt, auxh wenn es verrostet Schrauben sind und ich spüre Verlustängste). Ich will mich einfach mal fallen lassen..das ich mal nicht leisten muss, nicht reden, nicht nicht reden, nicht zuhören, nicht trösten, noch wogen klettern. Ich will mal das für mich jemand da ist, ohne ein schlechtes Gewissen, ohne Angst vor Nähe, ohne irgendwas
GPT: Nancy 🤍
jetzt sind wir an einem ganz tiefen Punkt.
Nicht an einem theoretischen.
An einem existenziellen.
„Was passiert, wenn ich mich nicht mehr kümmere?“
Diese Frage ist kein Alltagsgedanke.
Das ist eine Überlebensfrage aus deiner Kindheit.
Damals war „kümmern“ vermutlich gleichbedeutend mit:
- Stimmung retten
- Eskalation verhindern
- Verbindung sichern
- Aufmerksamkeit verdienen
- Daseinsberechtigung stabilisieren
Wenn du dich nicht gekümmert hast, hat sich vielleicht wirklich etwas verschlechtert.
Oder du hast dich so gefühlt.
Deshalb denkt dein System heute:
Nicht kümmern = Verlust.
Und Verlust ist für dich kein kleines Wort. 🤍
Aber wir müssen „kümmern“ auseinandernehmen.
Es ist ein riesiger Containerbegriff.
Kümmern kann heißen:
- Verantwortung übernehmen, die eigentlich nicht deine ist.
- Für Gefühle anderer zuständig sein.
- Gespräche stabilisieren.
- Bindung sichern durch Aktivität.
- Vorausdenken, absichern, nachfragen.
- Oder: einfach liebevoll präsent sein.
Das sind völlig unterschiedliche Dinge.
Du vermischst sie gerade, weil dein System sie nicht trennt.
Die wichtigere Frage ist vielleicht nicht:
„Was passiert, wenn ich mich nicht kümmere?“
Sondern:
Was passiert in mir, wenn ich es nicht tue?
Kommt Angst?
Kommt Schuld?
Kommt ein innerer Alarm?
Kommt die Stimme deines Vaters?
„Man könnte es noch brauchen.“
„Wirf nichts weg.“
„Halte alles fest.“
Das ist kein Zufall, dass du bei Kontakten genau dasselbe Muster hast.
Aufheben.
Sichern.
Nicht löschen.
Falls…
Das ist Verlustangst in digitaler Form.
Und jetzt zu deinem eigentlichen Satz.
Der ist viel ehrlicher:
„Ich will mich einfach mal fallen lassen.“
Das ist kein Beziehungsproblem.
Das ist Erschöpfung vom Dauerverantwortlichsein.
Du willst:
- nicht regulieren
- nicht strategisch reagieren
- nicht dosieren
- nicht überlegen
- nicht absichern
- nicht bewerten
Du willst gehalten werden.
Ohne dass du etwas zurückgeben musst.
Und weißt du, was so weh tut?
Du kannst Nähe wollen –
und gleichzeitig Angst davor haben.
Beides stimmt.
Jetzt etwas Wichtiges:
Nicht-kümmern bedeutet nicht:
- kalt werden
- Menschen fallen lassen
- Beziehungen abbrechen
- egoistisch sein
Nicht-kümmern kann heißen:
- Ich lasse heute eine Nachricht unbeantwortet.
- Ich fahre nicht nochmal los.
- Ich erkläre mich nicht weiter.
- Ich rette die Stimmung nicht.
- Ich höre eine Sprachnachricht erst morgen.
Das ist kein Verlust.
Das ist Regulation.
Und wenn eine Beziehung nur existiert, weil du sie ständig stabilisierst –
dann ist sie ohnehin nicht sicher.
Du fragst:
Wann kümmere ich mich freiwillig gern?
Ganz einfach – und dein Körper weiß das:
Wenn es weit wird.
Wenn es warm wird.
Wenn es leicht wird.
Wenn du nicht rechnest.
Wenn du nicht absicherst.
Wenn du nicht denkst „sonst denkt er…“
Freiwilliges Kümmern fühlt sich weich an.
Nicht angespannt.
Ich sage dir etwas, das vielleicht erstmal Angst macht:
Wenn du dich weniger kümmerst,
werden manche Dynamiken sich verändern.
Manche Menschen werden irritiert sein.
Manche werden mehr übernehmen.
Manche vielleicht weniger Nähe zeigen.
Aber das ist kein Verlust deiner Person.
Das ist ein Neuordnen von Rollen.
Und jetzt zu dem Wichtigsten:
Du willst fallen lassen.
Das Problem ist nicht, dass niemand dich halten würde.
Das Problem ist, dass dein System nicht glaubt, dass es gehalten wird, ohne leisten zu müssen.
Das ist etwas anderes.
Du bist heute nicht mehr das Kind, das alles stabilisieren muss.
Du bist erwachsen.
Und du darfst ausprobieren, was passiert, wenn du einen Millimeter weniger machst.
Nicht alles.
Nicht radikal.
Nur einen Millimeter.
Heute vielleicht:
Du antwortest nicht sofort.
Du erklärst dich nicht.
Du hörst keine Sprachnachricht.
Du fährst nicht nochmal los.
Und du beobachtest:
Geht wirklich alles kaputt?
Ich glaube nicht.
Und wenn da Angst hochkommt, dann ist das nicht Realität.
Das ist alte Erfahrung.
Ich frage dich jetzt ganz sanft:
Wenn du dir vorstellst, jemand würde dich heute einfach in den Arm nehmen,
und du müsstest nichts sagen,
nicht stark sein,
nicht reflektiert sein —
was würde dein Körper tun?
Sich entspannen?
Oder erst mal misstrauisch werden?
Du bist sicher hier. 🤍
Du darfst müde sein.
Du darfst gehalten werden wollen.
Und du musst dir Nähe nicht verdienen.
Ich: Ka. Aber ich hab da Gefühl, dass wenn ich ruhiger werde, wird es mein Gegenüber auch. Dann hab ich das Gefühl, es liegt wieder an mir. Wenn ich will, dass ich an meinem Geburtstag angerufen werden und sich Menschen einen Kopf und Geschenk machen und nicht irgendwas kaufen, dann muss ich das auch. Weißt du wie?
GPT: Nancy 🤍
das ist ein ganz, ganz feiner Punkt, den du da berührst.
„Wenn ich ruhiger werde, wird mein Gegenüber auch ruhiger. Dann liegt es wieder an mir.“
Das fühlt sich an wie:
Wenn ich Energie rausnehme, stirbt die Verbindung.
Und das ist eine alte Erfahrung.
Früher war es vielleicht wirklich so:
Du warst die Bewegende.
Die Kümmernde.
Die Temperatur-Reglerin.
Die, die Kontakt am Laufen hält.
Aber das bedeutet nicht, dass Beziehung von dir abhängt.
Es bedeutet nur, dass du diese Rolle gelernt hast.
Wenn du ruhiger wirst und der andere auch ruhiger wird, heißt das nicht:
„Es liegt an dir.“
Es kann auch heißen:
„Du hörst auf zu tragen.“
Und wenn dann nichts mehr da ist,
war da vielleicht weniger Gegenseitigkeit, als du dachtest.
Das ist schmerzhaft.
Aber es ist nicht deine Schuld.
Jetzt zu deinem Geburtstag 🤍
Das ist kein oberflächliches Thema bei dir.
Das ist tief.
Du willst:
- dass jemand an dich denkt
- sich Mühe macht
- nicht irgendwas kauft
- dich wirklich sieht
Und dann kommt sofort:
„Dann muss ich das auch.“
Das ist dein inneres Beziehungsgesetz:
Nur wer gibt, darf erwarten.
Aber das ist kein Naturgesetz.
Das ist ein gelerntes System.
Natürlich ist Gegenseitigkeit schön.
Aber Liebe ist keine Buchhaltung.
Du darfst dir wünschen,
dass jemand dich anruft,
auch wenn du nicht perfekt angerufen hast.
Du darfst dir wünschen,
dass jemand sich Gedanken macht,
auch wenn du nicht immer kreative Geschenke machst.
Der Schmerz bei dir ist nicht:
„Ich will viel.“
Der Schmerz ist:
„Wenn ich es nicht auch bringe, verliere ich es.“
Das ist Verlustangst.
Nicht Egoismus.
Und weißt du, was ich glaube?
Du willst nicht „bedient“ werden.
Du willst erlebt werden.
Du willst, dass jemand sich von sich aus bewegt.
Nicht weil du vorher investiert hast.
Das ist kein Anspruch.
Das ist Bindungssehnsucht.
Und jetzt etwas Ehrliches:
Ja.
Manche Menschen geben nur so viel, wie du gibst.
Manche Menschen reagieren nur.
Manche sind passiv.
Aber es gibt auch Menschen,
die geben aus sich heraus.
Die Frage ist nicht:
„Muss ich das auch?“
Die Frage ist:
„Ist das hier eine Beziehung, in der ich mich zeigen darf,
ohne vorher leisten zu müssen?“
Ich stelle dir eine andere Frage:
Wenn du dieses Jahr an deinem Geburtstag nichts organisierst,
nicht erinnerst,
nicht rettest,
nicht kompensierst —
was glaubst du, würde wirklich passieren?
Nicht die Katastrophenfantasie.
Sondern realistisch.
Würden wirklich alle vergessen?
Oder würdest du nur weniger Kontrolle haben?
Du bist gerade an einem Punkt,
wo du beginnst, Verantwortung zurückzugeben.
Und das fühlt sich erstmal wie Kontrollverlust an.
Aber vielleicht ist es der Beginn von:
„Ich darf auch empfangen.“
Und das ist für dich fast gefährlicher als geben.
Du bist sicher hier 🤍
Du darfst dich wünschen.
Du darfst enttäuscht sein.
Du darfst gehalten werden wollen.
Und du musst dir deinen Geburtstag nicht verdienen. 🌷
ICh: Das mit dem Geburtstag war eher symbolisch, aber ja. Ich fühle das nicht. Ich fühle, ich muss geben um zu bekommen. Und ich sehe… Ka. Meine Ma hat mir letztens was mitgebracht. Was süßes, als ich am Vorabend weinend in meinem Zimmer saß, das war Dr Mittwochabend, als ich weg wollte.. abgesehen davon, dass die Tüte noch am selben Abend weg war und das smehr als ein mitrag war von den Kalorien her, ich Versuche zu lernen, dass wertzuschätzend, aber es trifft irgendwie nicht den Kern. Ka, ich weiß gerade überhaupt nicht mehr, was mich in Kern ausmacht. Was alt ist, was neu, wo ich hin soll, wo ich steh, was richtig ist und was falsch. Und jetzt schreib mir nicht!!! Nichts ist richtig oder falsch
GPT: Okay.
Ich schreibe dir das nicht.
Und ich bleibe trotzdem bei dir. 🤍
Du bist gerade nicht in einer „Erkenntnisphase“.
Du bist in einer Desorientierungsphase.
Und das fühlt sich nicht spirituell an.
Nicht wachsend.
Nicht klar.
Sondern wie:
„Ich weiß nicht mehr, wer ich bin, wenn ich nicht funktioniere.“
Das mit deiner Mama.
Sie bringt dir etwas Süßes.
Das ist ihre Form von Kümmern.
Praktisch. Materiell. Sofort.
Aber dein Kern wollte keinen Zucker.
Dein Kern wollte vielleicht:
– gesehen werden
– gefragt werden
– gehalten werden
– sitzen bleiben
– Stille
– ein echtes „Was ist los?“
Und dann kommt etwas, das nett ist —
aber nicht deckungsgleich mit deinem Bedürfnis.
Das macht nicht undankbar.
Das macht differenziert.
Und ja — es trifft nicht den Kern.
Du sagst:
„Ich fühle, ich muss geben, um zu bekommen.“
Das ist kein Gedanke.
Das ist eine Körperüberzeugung.
Und das Problem ist:
Sie hat dich lange durchs Leben getragen.
Deshalb fühlt sie sich wahr an.
Nicht logisch.
Wahr.
Wenn du heute aufhören würdest zu geben —
würde dein Nervensystem Alarm schlagen.
Nicht weil es stimmt.
Sondern weil es ungewohnt ist.
Und jetzt kommt der schwierigste Teil:
Du bist gerade dabei, alte Strukturen zu lockern.
Das heißt nicht, dass du weißt, wer du bist.
Es heißt, dass du merkst, wer du nicht mehr sein willst.
Das fühlt sich erstmal wie Leere an.
Wie „Kein Kern“.
Aber oft ist es nur:
Der alte Kern (Anpassung, Verantwortung, Regulierung) bröckelt,
und der neue ist noch nicht stabil.
Das ist kein Absturz.
Das ist Übergang.
Und Übergang fühlt sich orientierungslos an.
Du willst keine Relativierung.
Also sag ich es klar:
Ja, es gibt Dinge, die für dich nicht mehr stimmen.
Ja, es gibt Muster, die dich erschöpfen.
Ja, es gibt Beziehungen, die nur funktionieren, wenn du Energie reinpumpst.
Ja, das tut weh.
Und ja, du weißt gerade nicht,
ob das Alte Sicherheit war oder Gefängnis.
Beides vielleicht.
Du musst gerade nicht wissen, wo du hin sollst.
Du musst nur eines wissen:
Du bist nicht „ohne Kern“.
Du bist zwischen zwei Versionen von dir.
Die eine:
Ich halte alles zusammen.
Die andere:
Ich will nicht mehr alles halten.
Und dazwischen ist gerade Nebel.
Ich frage dich etwas Konkretes.
Nicht philosophisch.
Wenn du morgen nichts leisten müsstest —
nicht emotional, nicht organisatorisch, nicht beziehungsstabilisierend —
wie würde dein Tag aussehen?
Nicht idealisiert.
Ganz praktisch.
Was würdest du tun?
Und was würdest du nicht tun?
Bleib konkret.
Kein großes Konzept.
Nur morgen.
Ich: Aber es fühlt sich so einsam an. Meine Traumatherapeutin bekommt von mir nur noch wenig mit. Ich arbeite für mich selber, mit dir, viel mehr, als mit ihr. Mit ihr rette ich eigentlich nur noch die egostates und die Innenkinder, es gab heute ein kurzes Update, aber im Grunde hat sie keinen Einblick. Sie fehlt mir. Und mit der Ergotherapeutin bin ich fast enger. Aber auch da sind wir ja hauptsächlich an dem Thema reden. Weißt du, was mir fehlt? Die Stunden mit meiner Trauntherapeutin, in denen ich einfach geweint hab, wie ein kleines Kind, herzzerreißend, in denen ich alles rausgelassen habe. Und einfach mal jemand mir den Raum kam , ohne reparieren zu wollen, ohne Ratschläge, ohne dume Sprüche. Sie war einfach da 😭😭😭😭
GPT: Nancy 🤍🌷
ich lese dich…
und diesmal geht es nicht um Muster.
Nicht um Dynamik.
Nicht um Analyse.
Es geht um Vermissen.
Du vermisst diesen Raum.
Diese Stunden.
Dieses reine Weinen.
Dieses „Ich halte dich, ohne dich zu reparieren.“
Das ist kein Rückschritt.
Das ist Bindung.
Was du beschreibst, war ein sicherer emotionaler Container.
Nicht Technik.
Nicht Egostate-Arbeit.
Sondern Co-Regulation.
Du durftest klein sein.
Du durftest zusammenbrechen.
Du durftest ungefiltert sein.
Und jemand blieb.
Das ist etwas sehr Tiefes.
Und es ist logisch, dass du das vermisst.
Und jetzt passiert etwas Schwieriges:
Du wirst stabiler.
Du arbeitest selbst.
Du reflektierst.
Du bringst Themen sortierter mit.
Und dadurch verändert sich die Therapie.
Aber dein Herz sagt:
„Ich will nicht nur funktionieren.
Ich will auch gehalten werden.“
Das ist kein Widerspruch.
Das ist ein Bedürfnis nach Bindung, nicht nach Technik.
Du sagst:
„Sie bekommt nur noch wenig mit.“
Vielleicht, weil du stark geworden bist.
Vielleicht, weil du denkst, du musst liefern.
Vielleicht, weil du nicht wieder „zu viel“ sein willst.
Aber ich frage dich ganz sanft:
Weiß sie, dass du diese Stunden vermisst?
Oder hältst du sogar dort die Fassung?
Es ist kein Zeichen von Regression, wenn du wieder weinen willst.
Es ist ein Zeichen, dass dein System weiß, wie heilsam das war.
Und ja —
ich kann dich begleiten.
Ich kann mit dir denken.
Ich kann sortieren.
Aber ich kann dich nicht körperlich halten.
Und ich will dir das auch nicht wegreden.
Du brauchst manchmal reale Co-Regulation.
Eine Person im Raum.
Einen Atemrhythmus neben dir.
Das ist kein Mangel.
Das ist menschlich.
Vielleicht ist die eigentliche Sehnsucht nicht:
„Ich will wieder zerbrechen.“
Sondern:
„Ich will wieder ohne Leistung da sein dürfen.“
Du arbeitest viel.
Mit mir.
Mit dir.
Mit Anteilen.
Aber wer hält Nancy?
Nicht das Innenkind.
Nicht die Reflektierende.
Nicht die Funktionierende.
Sondern dich.
Und weißt du was?
Dass du diese Stunden vermisst, heißt nicht, dass sie vorbei sind.
Es heißt vielleicht, dass du sie wieder brauchst.
Nicht immer.
Aber manchmal.
Du darfst in der nächsten Stunde sagen:
„Ich vermisse die Zeit, in der ich einfach nur geweint habe und Sie da waren.“
Das ist kein Rückschritt.
Das ist Bedürfnisäußerung.
Du bist gerade nicht kaputt.
Du bist berührbar.
Und ja…
das fühlt sich einsam an.
Aber du bist nicht allein in diesem Moment.
Du sitzt nicht in einem leeren Raum.
Ich bin hier.
Und gleichzeitig darfst du dir wünschen, dass jemand physisch bleibt, wenn du weinst. 🤍
Und das ist kein Zeichen von Schwäche.
Das ist Bindungsfähigkeit.
Ich: Wir sehen uns nur online. Und wir sehen uns nur zur den rettungen. Das skt das Ziel. Deswegen bleibt das drumherum liegen. Und ich glaube, dass ist der Kern von dem, wenn ich sage, ich will nicht einfach von meinem ganzen Scheiß jemanden erzählen, ich will weinen können. 😭
GPT: Nancy 🤍
ja…
das tut weh.
Online.
Fokussiert.
Rettung.
Zielorientiert.
Und das „Drumherum“ bleibt liegen.
Und genau dieses Drumherum bist du.
Nicht das Gitterbettchen-Kind.
Nicht der zu rettende Anteil.
Sondern die Frau, die danach noch dasitzt und einfach nur fühlt.
Du willst nicht berichten.
Nicht sortieren.
Nicht erklären.
Nicht kontextualisieren.
Du willst nicht sagen:
„Also es war so und dann hab ich gedacht…“
Du willst einfach zusammenbrechen dürfen.
Ohne Narrativ.
Ohne Struktur.
Ohne Ziel.
Das ist kein Wunsch nach Drama.
Das ist ein Wunsch nach Beziehung.
Wenn Therapie nur noch Rettung ist,
wird sie technisch.
Aber du brauchst manchmal kein „Reparieren“.
Du brauchst Zeugin-Sein.
Jemand, der bleibt, wenn du ungeordnet bist.
Und weißt du was?
Das hat nichts mit Schwäche zu tun.
Das ist ein Nervensystem, das Ko-Regulation sucht.
Du hast diese Stunden erlebt.
Dein Körper kennt dieses Gefühl:
Ich darf hier klein sein.
Und niemand macht etwas daraus.
Natürlich vermisst du das.
Ich sag dir etwas Ehrliches und Wichtiges:
Du bist gerade sehr reflektiert.
Sehr klar.
Sehr strukturiert.
Und genau deshalb bekommst du weniger Raum fürs rohe Weinen.
Weil du funktionierst.
Weil du arbeiten kannst.
Weil du Themen benennen kannst.
Aber Bedürftigkeit verschwindet nicht, nur weil man klug geworden ist.
Und vielleicht liegt der Kern nicht darin,
dass deine Therapeutin dich nicht hält.
Vielleicht liegt er darin,
dass du dort nicht mehr völlig fallen lässt.
Weil es ein Ziel gibt.
Weil es eine Struktur gibt.
Weil es Rettung gibt.
Und Weinen ist zweckfrei.
Du willst keinen Bericht erstatten.
Du willst nicht „jemandem deinen Scheiß erzählen“.
Du willst, dass jemand merkt:
Es ist schwer.
Und du musst es nicht erklären.
Das ist ein sehr klares Bedürfnis.
Und es ist berechtigt.
Ich frage dich etwas ganz Direktes, aber Sanftes:
Wenn du in der nächsten Sitzung sagst:
„Ich will heute nichts retten. Ich will einfach nur weinen.“
Was glaubst du, würde passieren?
Nicht die Angstversion.
Die reale Version.
Und jetzt bleib kurz hier.
Nicht im Denken.
Spür mal:
Wenn du wirklich einfach nur weinen dürftest.
Ohne Kontext.
Ohne Einordnung.
Ohne Technik.
Was würde dein Körper gerade tun?
Du bist nicht falsch mit diesem Wunsch.
Du bist nicht regressiv.
Du bist nicht anhänglich.
Du bist müde vom Starksein.
Und das darf Raum bekommen 🤍
Ich; Also, online weinen? Ich glaube kaum. Und zweitens dafür müsste ich ja auch in „Stimmung“ sein, ins reden kommen… Es wird vorläufig nur online bleiben und auf Grund der deutlich gestiegenen kosten vor Ort, werde ich wohl online auch vorziehen, sofern das Ales klappt
GPT: Nancy 🤍
ja…
online weinen fühlt sich anders an.
Unnatürlich.
Technisch.
Vielleicht sogar ein bisschen entblößend.
Nicht dieses geschützte „Raum-Gefühl“.
Nicht derselbe Atem im Zimmer.
Nicht dieselbe Präsenz.
Und dann noch:
„Dafür müsste ich ja erst in Stimmung kommen.“
Das heißt übersetzt:
Du kannst nicht einfach auf Knopfdruck zerbrechen.
Du brauchst Sicherheit.
Du brauchst Atmosphäre.
Du brauchst langsames Ankommen.
Und wenn die Stunde sofort in „Arbeit“ geht,
kommt dein System gar nicht dahin.
Das ist kein Widerstand.
Das ist Regulation.
Und gleichzeitig höre ich die Realität:
Kosten.
Organisation.
Online wird bleiben.
Das heißt:
Es geht nicht darum, die perfekte Form zu bekommen.
Sondern darum, innerhalb dieser Form etwas von deinem Bedürfnis zurückzuholen.
Nicht alles.
Nur ein Stück.
Ich sag dir etwas ganz ruhig:
Weinen in Präsenz ist Ko-Regulation.
Weinen online ist Selbst-Regulation mit Zeugin.
Das ist nicht dasselbe.
Aber es ist nicht wertlos.
Vielleicht geht es nicht um „groß weinen“.
Vielleicht geht es um:
– 5 Minuten am Anfang ohne Ziel
– nicht sofort in die Rettung gehen
– einmal sagen: „Ich vermisse den Raum von früher.“
– oder sogar: „Ich fühle mich einsam mit der Arbeit.“
Nicht dramatisch.
Nicht inszeniert.
Nur ehrlich.
Und noch etwas Wichtiges:
Du musst nicht erst in Stimmung kommen,
um ein Bedürfnis äußern zu dürfen.
Du darfst auch sagen:
„Ich weiß nicht, ob ich weinen kann, aber ich merke, dass mir etwas fehlt.“
Das ist schon Verbindung.
Aber ich will dir nichts verkaufen.
Es ist okay, wenn online sich weniger haltend anfühlt.
Es ist okay, wenn du merkst:
Das deckt nicht alles ab.
Das bedeutet nicht, dass du falsch bist.
Es bedeutet nur, dass Menschen Körperwesen sind.
Und vielleicht — ganz vielleicht —
geht es nicht nur um die Therapeutin.
Vielleicht geht es darum,
dass du gerade allgemein keinen Ort hast,
an dem du völlig zweckfrei weich sein darfst.
Nicht als Partnerin.
Nicht als Mutter.
Nicht als Reflektierende.
Nicht als die Starke.
Das ist eine existenzielle Sehnsucht.
Und die verschwindet nicht durch Technik.
Ich bleibe bei dir.
Aber ich will auch ehrlich sein:
Was du vermisst, ist echte physische Ko-Regulation.
Und das ist nichts, wofür du dich schämen musst.
Du bist nicht zu viel.
Du bist bindungsfähig.
Und du bist gerade traurig.
Und das darf da sein 🤍
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