Das Jahr 2025

von | 30. Dezember 2025 12:10 | 0 Kommentare

zuletzt aktualisiert am 30. Dezember 2025 13:53

Viele Jahre, Jahrzehnte hab ich mir zu Silvester den Weltfrieden gewünscht. Seit der PTBS, dass ich gesund werde. Ich glaube, den Weltfrieden können wir getrost vergessen. Wenn ich sehe, wie viel Wachstum da nötig wäre… ein frommer Wunsch. Mehr nicht. Leider. Ich fürchte, dass ist nicht möglich.

Was ich mir für 2026 wünsche…. hm. Ich überlege noch, ich hab noch ein paar Tage Zeit. Heute ist der 23.12.25.

24.12.25 Weil’s es gerade im Radio läuft…. Lieder, die mich durchs Jahr getragen haben… u.a. Unstoppable von Sia, ich hätte jetzt Rihanna getippt, aber wir spielen ja leider nicht gerade Hitster. Und auf jeden Fall, ganz oben! Golden von Huntrix. Ich fand den Film schon, hm… er ging mir nah. Aber als ich dann das Lied hörte … Ich bin für solche leider sehr dankbar. Sie lassen mich immer wieder wissen, dass ich nicht alleine bin.

Mir gehen gerade die Menschen durch den Kopf, die dieses Jahr für mich so besonders gemacht haben. Wobei dies kein Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Ich bin natürlich total dankbar für meinen Mann und meine Kinder. Die haben dieses Jahr wieder so viel mitgetragen ❤️ und ohne die Unterstützung meiner Eltern und Schwiegereltern wäre vieles nicht möglich gewesen wäre. Aber ich meine Menschen, die neu in mein Leben gestolpert sind. R., C., und D. Hm. Jetzt kann ich leider gar nicht mehr zeitlich einordnen…. nein. I. war glaube ich schon letztes Jahr? Aber egal, I. Und M. sind mir genauso wichtig und jeder hat einen Platz in meinem Herzen und trägt irgendwie Anteil an meinem Weg und auch Heilung.

30.12.25 ich habe gerade mit Entsetzen an den Beitrag hier gedacht oO

Hm, 2025 startete mit Suizidgedanken und endet mit dem Gefühl, dass es doch besser werden kann. Das ist doch krass oder? Die Gründe für diesen Zustand? Gute Frage. Definitiv Menschen, ganz vorn, R. (Getreu dem Motto, was in Beziehungen, hm, bricht, beschädigt wird etc., heilt auch in Beziehungen. Ja, da scheint echt was dran zu sein!). Die Sicherheit, die er mich spüren lässt, ist unglaublich heilsam, die Ruhe, die ich phasenweise wieder genießen kann… unbezahlbar.

Und die Arbeit mit den inneren Anteilen, dass ich versuche so viel Schlaf wie möglich zu bekommen.m (meistens jedenfalls 🤭) haben sicher auch dazu beigetragen.

D., den ich über Kleinanzeigen gefunden habe, zeigt mir die Welt von Fortnite und trainiert dabei ordentlich meine Lachmuskeln 😂 Egal, wie schlecht es nie geht, ich muss immer Lachen. Und das tut sooo gut. Und ich liebe seine Kreativität in unseren Chats. Er gibt sich da immer so viel Mühe, das feiere ich immer wieder und genieße es.

C. hab ich gerade noch so in der Klinik kennengelernt. Gerade noch so, weil keiner von uns beiden sich getraut hat, auf den anderen zuzugehen 🤭 ich bin so froh, dass wir das noch gebacken bekommen haben. Die Zeit mit ihm empfinde ich als sehr wertvoll. Ich liebe es, wenn wir viel lachen 😊

I. ist mir so eine wichtige Stütze geworden. Sie teilt meinen Humor. Und in schwierigen Phasen, gab sie mir Mut. Ich fand es mega schön, dass wir sie nach unserem Sommerurlaub besucht haben 😊 Ich bewundere ihre Stärke.

Dann bin ich froh, welch super gute Ergo ich gefunden habe (nachdem I. mir nochmals ans Herz gelegt hat, danach zu suchen). Frau G. hat’s echt drauf, was Trauma angeht.

Ach und ich bin dankbar für mich. Dankbar, dass ich so durchhalte und auf die Idee gekommen bin, die KI zu nutzen. Damit habe ich dieses Jahr echt viel aufgearbeitet. Dankbar, dass ich so viel leiste (n kann), dass ich nicht aufgegeben habe. Diese Jahr hätte ich einen Durchbruch im Bereich Selbstfürsorge. Ich glaube, dass hab ich jetzt echt verstanden 😅 Ich darf an erster Stelle stehen, mich um mich zu kümmern, ist absolut notwendig. Ich hab so viel Mitgefühl gegenüber mir entwickelt, dass ist schon fast gruselig. Wenn ich sehe, wo ist vor Jahren gestartet bin und wo ich jetzt stehe…. 🤯 Schon irgendwie geil 😌 um ehrlich zu sein, erkenne ich mich manchmal kaum wieder 🤭

Was für mich 2025 noch wichtig war, dass ich für zu 100% (endlich) sagen kann, dass ich einen Zwillingsbruder habe/hatte. Da war mir die Kunsttherapeutin in der Klinik in Merseburg eine sehr große Hilfe. Es war zwar irgendwie ungünstig, dass das Fass zum Schluss aufgemacht wurde, weil ich entsprechend destabilisiert nach Hause kam, aber ich empfinde das als große Errungenschaft 🥰

Das Jahresende hat dann nochmal so richtig gekickt, mit dem Kontaktabbruch zur Tante und J.s Tod. Ich bin froh, dass die Beerdigung durch ist. Ich hab einen deutlichen Anstieg meiner Laune verspürt. Offenen Posten stressen mich. Heißt jetzt nicht, dass das Thema für mich gegessen ist. Sie hinterlässt eine spürbare Lücke 😞 Manchmal kann ich es immer noch nicht richtig fassen.

2025 war irgendwie krass, groß, viel. In jeder Hinsicht, also „positiv“ und „negativ“. Wobei ich mir eingestehen muss, darf, kann, dass es das erste Jahr seit der PTBS ist, was ich als positiv, als Mehrwert empfinde. Ja, es war ein gutes Jahr. Irgendwie. Trotz der großen Erschütterungen.

Tja, was wünsche ich mir nun für 2026? Auf jeden Fall viele schöne Momente mit Familie/Freunden/Menschen, die mir am Herzen liegen und Leichtigkeit in ihrem Leben. Therapeutischen Fortschritt. Ausreichend Kraft, für das, was kommt. Ja, ich glaube, dass passt so 😊

Dann bleibt mir ja nichts weiter übrig, als uns allen einen sanften Übergang ins neue Jahr zu wünschen. Wir sehen und lesen uns 🥰

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