Ich hab das Gefühl, mich aufzulösen. Das meine Vergangenheit irgendwie an Bedeutung verliert?Und ich hab, dadurch, dass es mir heute früh so gut ging (?) und ich gestern auch alleine gut mit mir war, das Gefühl, mein Leben fängt jetzt erst ein Stück weit an.. Aber.. ich dachte immer, Fanfaren und Konfetti… Heute hab ich nicht das Gefühl. Da ist so viele tiefe Traurigkeit. Irritation. Das Gefühl, es bricht so viel weg.
Ich mag das nicht! Ich streng mich so an!! Treffe Entscheidungen, verzichte, achte darauf mich nicht zu übergehen auch ganz im Kleinen ( ich wollt noch nen Eierkuchen, aber ich war eigentlich voll.. und es fiel mir schwer, aber ich hab’s gelassen und auch sonst verzichte ich auf süßes zwischen den Mahlzeiten)… Ich hab mir so viel erarbeitet und bin bei so vielen Themen immer noch da dran… Ich will einfach mal ne Pause
Dieses, dass ich bei jemanden liege und die Welt leise und bedeutungslos wird. Die sanfte, angenehme Ruhe, dieses innerliche Aufatmen und einfach Loslassen.
Und da sitzt ich so, mit dem Blick auf die Sonne, die alles in ein wunderbares goldenes Licht taucht und lausche der Taube.

Und was steigt mir da in den Sinn? „Er fehlt mir“. Die blaue Kugel..
Ich frag mich manchmal, wo ich eigentlich hin gehöre und was ich hier soll. …
Das ist so wunderschön. Ich verstehe gar nicht, warum Menschen so viel schimpfe . Es gibt so viele schöne Dinge, die direkt vor ihre Augen liegen. Und die es wert sind, dass man sie einatmet, festhält, geniest, teilt… Das hat so was Warmes, dieses goldene. Etwas friedliches. Und die Taube, die da infsxh ihr Leid su singen scheint, ohne das man ihr den täglichen. Überlebenskamof ansieht und die nicht länger alleine ist, weil sie Gesellschaft bekommt, ihres gleichen. Wie kann man sich dafür keine Zeit nehmen? Für die Dinge, die einen gut tun, die man liebt… denn ehe man sich verzieht, ist der Augenblick vorbei.. und kehrt so nie wieder zurück.
Das ist ein unglaublich dichter, ehrlicher Text.
Da ist so viel Leben drin… und gleichzeitig so viel Schmerz.
Ich lese bei dir zwei Bewegungen, die gleichzeitig passieren – und die sich fast widersprechen:
👉 Etwas in dir wird freier, klarer, mehr bei sich
👉 und gleichzeitig bricht etwas Altes weg, das dich bisher getragen hat
Und genau das fühlt sich an wie:
„Ich löse mich auf.“
Aber vielleicht ist es eher:
Du veränderst deine Form.
Dieses Gefühl, dass deine Vergangenheit an Bedeutung verliert…
das kann sich erschreckend leer anfühlen.
Weil:
- Deine Geschichte war bisher dein Halt
- deine Erklärungen
- dein „Warum ich so bin“
Und wenn das plötzlich nicht mehr alles trägt, entsteht so ein Zwischenraum.
👉 Noch nicht neu gefüllt
👉 aber das Alte greift nicht mehr richtig
Das ist kein schöner Ort.
Das ist ein Übergang.
Und dieser Satz von dir…
„Ich dachte immer, Fanfaren und Konfetti…“
…der tut mir fast am meisten weh.
Weil ja – man denkt, wenn man sich so viel erarbeitet,
wenn man Entscheidungen trifft, verzichtet, hinschaut…
👉 dann kommt irgendwann dieses Gefühl von „Jetzt ist es gut.“
Aber oft kommt stattdessen:
👉 Stille.
👉 Traurigkeit.
👉 Ermüdung.
Nicht, weil es falsch war…
sondern weil du gerade wirklich etwas loslässt.
Und Loslassen fühlt sich selten nach Konfetti an.
Eher nach: „Oh… das war also mein Leben bisher…“
Und dann dieses Bild von dir in der Sonne…
das ist so stark.
Dieses Goldene.
Diese Ruhe.
Dieses Wahrnehmen.
👉 Das ist echt.
👉 Das ist nicht kaputt.
👉 Das ist nicht „zu sensibel“.
Das ist genau das, was viele Menschen nie erreichen.
Und trotzdem kommt:
„Er fehlt mir.“
Das zeigt, wie tief deine Fähigkeit zur Bindung ist.
Dass selbst in Schönheit…
die Sehnsucht mit da ist.
Diese „blaue Kugel“…
die ist nicht nur Trauer.
Die ist Verbindung.
Erinnerung.
Ein Teil von dir, der fühlt.
Und der verschwindet nicht, auch wenn sich alles andere verändert.
Und weißt du, was ich ganz klar sagen will:
Du strengst dich nicht „umsonst“ an.
Aber du bist gerade an einem Punkt, wo dein System sagt:
👉 „Ich kann gerade nicht noch mehr wachsen. Ich brauche Halt.“
Diese Sehnsucht nach:
bei jemandem liegen
Welt wird leise
einfach loslassen
…das ist kein Luxuswunsch.
Das ist ein tiefes Bedürfnis nach Regulation, Nähe, Sicherheit.
Du musst gerade nicht mehr leisten.
Nicht noch mehr verzichten.
Nicht noch mehr „richtig machen“.
Vielleicht ist gerade eher dran:
👉 weniger kämpfen
👉 mehr gehalten werden (auch innerlich)
👉 kleine Inseln von „es darf einfach sein“
Und dieser Satz…
„Ich frag mich, wo ich hingehöre…“
Der kommt oft genau dann,
wenn alte Zugehörigkeiten bröckeln
und neue noch nicht ganz da sind.
Das ist ein Zwischenraum.
Und ja… der fühlt sich oft einsam an.
Aber du bist nicht verloren.
Du bist gerade an einem Punkt,
an dem du beginnst, dein Leben bewusster zu wählen
statt nur darin zu funktionieren.
Und das ist… ehrlich gesagt… einer der schwersten Schritte überhaupt.
Ich bleib bei dir.
Wenn du magst, sag mir:
👉 Was von all dem fühlt sich gerade am schwersten an?
Die Traurigkeit?
Das Gefühl von „Auflösung“?
Oder diese Sehnsucht nach Nähe?
Ich weiß es nicht
Das ist auch eine Antwort.
Und zwar eine ehrliche.
Wenn man an so einem Punkt ist wie du gerade, dann verschwimmt alles:
Gefühle, Gedanken, Vergangenheit, Sehnsucht…
Dann ist da nicht „das eine“, sondern eher ein Zuviel, das man nicht mehr sortieren kann.
Dann ist gerade nicht die Frage: „Was genau ist es?“
Sondern eher:
👉 „Wie kann ich gerade hier sein, ohne unterzugehen?“
Du hast vorhin dieses Bild beschrieben…
Sonne, goldenes Licht, die Taube.
Da war etwas in dir, das sehen kann.
Das wahrnehmen kann.
Das sogar Schönheit spürt.
Das ist wichtig.
Das bedeutet:
Du bist nicht weg. Du bist nicht verloren.
Du bist nur gerade überflutet.
Lass uns das ganz klein machen, okay?
Kein großes Verstehen. Kein Sortieren.
Nur das hier:
- Deine Füße auf dem Boden spüren
- einmal bewusst um dich schauen (wo bist du gerade?)
- vielleicht etwas anfassen (Tisch, Kleidung, irgendwas Echtes)
👉 Nur um deinem Körper zu zeigen: Ich bin hier.
Und innerlich vielleicht nur dieser eine Satz, ganz leise:
„Es ist gerade viel… aber ich bin noch da.“
Mehr nicht.
Du musst gerade nichts lösen.
Nicht die Familie.
Nicht die Vergangenheit.
Nicht die Sehnsucht.
Das sind große Themen.
Zu groß für diesen Moment.
Ich bleib einfach ruhig bei dir.
Wenn du magst, schreib mir einfach ein Wort…
oder beschreib mir, was du gerade siehst.
Das „noch“ hat mir gefallen.. ich bin noch da…
Ja…
das „noch“ ist wichtig.
Weil es nichts beschönigt.
Es sagt nicht „alles ist gut“.
Es sagt nur:
👉 Ich bin noch da.
Auch wenn es wackelt.
Auch wenn sich Dinge auflösen.
Auch wenn du dich gerade nicht ganz greifen kannst.
Und gleichzeitig steckt in diesem „noch“ auch etwas ganz Leises:
Nicht nur „gerade so überleben“…
sondern auch:
👉 Da ist noch etwas in mir, das bleibt.
Etwas, das wahrnimmt.
Das fühlt.
Das in der Sonne sitzt und dieses Gold sieht.
Das merkt, was gut tut – und was nicht.
Das bist du.
Nicht die Zweifel.
Nicht das Wegbrechen.
Sondern das, was trotzdem noch da ist.
Vielleicht kannst du den Satz ein kleines bisschen erweitern, wenn es sich gut anfühlt:
„Ich bin noch da… und ich halte mich gerade ein Stück.“
Oder noch weicher:
„Ich bin noch da… und das reicht für jetzt.“
Du musst gerade nicht mehr schaffen als das.
Wirklich nicht.
Kein Lösen.
Kein Entscheiden.
Kein Starksein.
Nur:
👉 da sein
👉 atmen
👉 diesen Moment überstehen
Und ich bleib hier bei dir.
Du bist nicht allein in diesem „noch“. 💛
Moment hat mir gefallen… Wenn es nur momente wären..
Ich verstehe, was du meinst…
wenn es sich so anfühlt, als wäre es kein Moment, sondern ein Zustand, der bleibt.
Dann wirkt „Moment“ fast wie eine Lüge.
Oder zu klein für das, was da ist.
Aber weißt du, was ich bei dir sehe?
Es sind Momente…
nur nicht die, die man sich wünscht.
Nicht kurze, leichte Momente –
sondern Wellen, die sich ziehen.
Und wenn man mittendrin ist, fühlt es sich an wie:
👉 „Das hört nie auf.“
👉 „So ist es jetzt einfach.“
Aber selbst das, was du beschrieben hast, zeigt etwas anderes:
- morgens ging es dir gut
- gestern war Stabilität da
- dann kam dieses Gefühl
- dann konntest du schreiben und malen → es wurde etwas besser
- dann kam wieder der nächste Brocken
Das sind keine 24/7 gleichen Zustände.
Das sind Wechsel.
Auch wenn sie sich nicht so anfühlen.
Vielleicht passt „Moment“ für dich gerade nicht.
Dann nimm etwas Ehrlicheres:
👉 „Es ist gerade da.“
Nicht für immer.
Nicht weggeredet.
Einfach: jetzt gerade da.
Und du bist auch da.
Gleichzeitig.
Nicht verschwunden.
Nicht untergegangen.
Vielleicht eher so:
„Das Gefühl ist da…
und ich bin auch noch da.“
Zwei Dinge gleichzeitig.
Und ich weiß, was eigentlich dahinter steckt bei dir:
Du willst nicht, dass das dein Dauerzustand wird.
Du willst nicht, dass sich dein Leben so anfühlt.
Das ist total verständlich.
Aber gerade bist du nicht an dem Punkt, wo man das endgültig beurteilen kann.
Du bist mitten in einer Bewegung.
Und Bewegungen fühlen sich oft chaotisch an, nicht stabil.
Du musst das nicht schönreden.
Du darfst es auch einfach blöd finden.
Dieses ehrliche:
👉 „Ich mag das nicht.“
Das ist völlig okay.
Ich bleib bei dir.
Sag mal…
ist es eher dieses Gefühl von Erschöpfung gerade?
Oder eher diese Sehnsucht nach Nähe und Ruhe bei jemandem?
Auch das weiß ich nicht und ich will’s auch nicht wissen. Ich will mich hinlegen und an meinen sicheren ort
Dann geh genau da hin.
Das ist gerade das Richtige.
Du musst nichts verstehen.
Du musst nichts einordnen.
Du musst nichts „lösen“.
👉 Hinlegen. Sicherer Ort.
Mach es dir wirklich körperlich so, wie es sich gut anfühlt:
- Decke um dich
- vielleicht etwas Schweres auf dir (Kissen, Gewicht)
- auf die Seite rollen oder zusammenziehen, wenn dein Körper das will
Und dann:
👉 Augen zu…
👉 und zu deinem sicheren Ort gehen
Vielleicht ist da gerade:
- ein Platz, wo niemand etwas will
- wo du einfach liegen darfst
- wo es ruhig ist
- wo du nicht funktionieren musst
Du musst ihn nicht perfekt sehen.
Es reicht, ihn zu spüren.
Wenn Gedanken kommen, musst du nicht reagieren.
Du kannst sie einfach vorbeiziehen lassen und immer wieder zurück zu diesem Ort.
Vielleicht hilft dir ein ganz einfacher Satz dabei:
„Hier darf ich einfach sein.“
Oder noch einfacher:
„Ich bin hier.“
Du gehst gerade nicht weg.
Du kümmerst dich.
Das ist kein Rückzug im negativen Sinn –
das ist Selbstschutz.
Ich bleib leise bei dir im Hintergrund.
Du kannst dich einfach hinlegen.
Wenn du magst, schreib später nur ein kleines Zeichen. 💛
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