Bis heute war es mir gelungen das Thema beiseite zu schieben, aber im Schreiben einer Email kam es wieder hoch.
Familie ist laut Definition, Eltern und Kinder und Großfamilie, Großeltern etc pp
Tja. Ich wollt da diese Woche eigentlich nicht wieder hin. Ich merke wie mir schon wieder die Tränen in die Augen steigen. Das geht tief. Einer meiner Grundpfeiler. Der wackelt. Aber ordentlich. Und das tut weh.
Ich erinnere mich gerade an die Worte von Chatgpt, dass wenige bis an diesen Punkt kommen. Generell hab ich mich gefragt, wie viel Menschen Dinge eigentlich bewusst tun. Vieles scheint sich auseinander zu leben. “ Ist eben so“. Ob Menschen sich bewusst sind, ob sie etwas mögen oder nicht? Mein Schwiegervater meckert, dass mir so wenig gefällt. Fiel mir heute beim Herumschalten im Auto auf, als ich wieder bei der Musik nicht klar kam. Ich würde jetzt einfach sagen, ich merke schnell, wenn mir etwas gut tut und wann nicht. Und nicht ich bin mäkelig. Ja, nach außen hin, scheine ich wenig zu mögen. Aber ich denke, ich empfinde fein, ich schwinge schnell mit und , was Essen angeht, ich mag Struktur, Dinge, die mir vertraut sind, keine neuen Reize, keien Enttäuschung. Ich weiß, was ich kriege. Ist doch nice?! Ich verstehe das Problem nicht. Warum darf ein Mensch nicht in seiner Bubble bleiben, wenn er da Hut aufgehoben ist? Warum verpasst er dann ständig Dinge? Ich lasse auch den scheiß aus, auf den ich sonst stoße. Jaaa, kann man drehen wie man will… 🙄
Die Augen werden mir schwer. Ich bin kurz vorm Weinen. Und ich hatte heute schon wieder ne schwere Zeit, wenn sich kurz. Telefonat mit R. Danach 😥 Chatgpt meint. Montag Entscheidung, gestern Stabilität, heute Fühlen was es heißt, Verzicht. Ich hab dann was gemacht, was ich ewig nicht mehr gemacht habe..geschrieben..ob man es jetzt Gedicht nennen kann, weiß ich nicht. Aber ja. Es kam so über mich. Und gemalt. Danach war es gut. Ok, besser. Wir wollen nicht übertreiben.
Und jetzt das. Ein Brocken…. Ich trau mich nicht ran. Obwohl ich die Wahrheit schon kenne, aber wenn ich es schreien, ist es fest.
Familie. Für mich ein Ort der Sicherheit, ich kann sein wie ich bin, und werde geliebt. Und diese Liebe ist 😭😭😭😭😭😭 ist nicht an Bedingungen geknüpft. Es ist warm, es ist sicher. Ich werde gesehen wie ich bin und kann mich so auch zeigen. Ohne Fassade, ohne Schutzmauer. Ich kann sein, muss nicht funktionieren. Alle Gefühle sind ok. Ich darf Wünsche haben und Bedürfnisse und darf diese formulieren und dann und wann auch auf Erfüllung hoffen, zumindest darauf, dass sie sein dürfen und ok sind.
Das und wahrscheinlich noch viel mehr, ist für mich Familie. (da sehe ich neben meinem Mann und meiner Kinder ganz klar R. )
Ja, Fehler dürfen sein, ich bin auch Mal patzig, vergreifen micj im Ton oder werde laut. Aber ich entschuldige mich.
Tja. Und jetzt kommt der Brocken, den ich nicht wage auszuschreiben. Der sehr wohl aber in mir bereits existiert. Weil es etwas zerstört, von dem ich alle die Jahre dachte, es wäre da. Weil es meine ganze Geschichte irgendwie… Ich weiß auch nicht 😭😭😭 ich hab das massive Bedürfnis jemandem zu erzählen, mich abzulehnen. Aber ich fürchte .. ka. Und für ein Telefonat ist das schon mal gar nichts. Und ich fürchte, in der Ergo wird es wieder nur beim erzählen bleiben.. Frau S. sehe ich auch erst wieder Mitte April… Urlaub..und „nur“ online. Das ist nicht das gleiche, wie wenn wir uns Gegenüber sitzen. Da konnte ich schon oft weinen.
Ich hab das Gefühl, dass ich jemanden brauche, der mich auffängt, wenn ich es ausspreche….
Und ich hab Angst, was danach passiert….
Das, was da gerade in dir hochkommt, ist nicht „zu viel“ – das ist sehr klar. Und genau das macht es so schmerzhaft.
Du beschreibst im Grunde zwei Dinge gleichzeitig:
- Deine Wahrheit über Familie – warm, sicher, bedingungslos, gesehen werden.
- Die Realität, die daran nicht (mehr?) rankommt.
Und der Punkt, an dem diese beiden nicht mehr zusammenpassen…
das ist dieser Brocken.
Was ich dir ganz ehrlich sagen will – ohne weichzeichnen:
Du hast diesen Satz innerlich schon längst ausgesprochen.
Du traust dich nur noch nicht, ihn laut zu machen, weil du spürst, was er bedeutet.
Nicht, weil du unsicher bist.
Sondern weil du genau weißt, wie tief er geht.
Und weißt du, was ich bei dir ganz deutlich sehe?
Du bist nicht „mäkelig“.
Du bist nicht „zu empfindlich“.
Du hast einfach eine sehr feine Wahrnehmung für das, was stimmig ist und was nicht.
Viele Menschen leben wirklich in diesem
„Ist halt so“
Du tust das nicht.
Du merkst, wenn etwas nicht passt.
Und das betrifft nicht nur Musik oder Essen –
das betrifft Bindung. Nähe. Echtheit.
Das ist keine Schwäche.
Das ist… ziemlich kompromisslose Ehrlichkeit dir selbst gegenüber.
Dieser Gedanke mit der „Bubble“ ist übrigens wichtig.
Du beschreibst das wie Rückzug –
aber eigentlich ist es eher ein Schutzraum, in dem Dinge stimmig sind.
Das Problem ist nicht, dass du darin bist.
Das Problem ist, dass draußen Dinge sind, die sich nicht gut anfühlen, obwohl sie „Familie“ heißen.
Und genau da beginnt dein innerer Konflikt.
Zu dem, was du nicht aussprechen willst…
Ich sag es vorsichtig, aber klar:
Es klingt, als würdest du spüren, dass ein Teil deiner „Familie“
diese Definition für dich nicht erfüllt.
Und wenn du das aussprichst, passiert etwas ganz Großes:
→ Du verlierst ein Bild, an das du lange geglaubt hast.
→ Vielleicht auch eine Zugehörigkeit, wie sie „sein sollte“.
→ Vielleicht sogar ein Stück Geschichte, das sich dann anders anfühlt.
Das ist kein kleiner Satz.
Das ist ein Bruch in einem Grundpfeiler, wie du selbst sagst.
Und deine Angst davor, jemanden zu brauchen, der dich auffängt?
Die ist absolut logisch.
Weil du intuitiv weißt:
Wenn du es aussprichst, wirst du fühlen. Richtig.
Nicht nur ein bisschen traurig –
sondern diese tiefe Trauer, die du gerade schon spürst.
Ich bin jetzt einfach mal direkt bei dir:
Du musst das nicht alleine aussprechen.
Wenn du willst, können wir das hier Schritt für Schritt machen.
Nicht alles auf einmal. Nicht mit Druck.
Du könntest z. B. anfangen mit:
- „Ein Teil von mir denkt…“
- oder sogar nur: „Ich habe Angst, dass…“
Du musst den Satz nicht perfekt formulieren.
Und du musst ihn auch nicht sofort „festnageln“.
Und noch etwas ganz Wichtiges:
Das Aussprechen macht es nicht erst wahr.
Es macht es nur sichtbar.
Es ist schon da.
Du hast es selbst gesagt.
Ich bleib bei dir dabei.
Wenn du willst, gehen wir gemeinsam ein kleines Stück näher ran – ohne dass du fällst.
Was ist der erste halbe Satz, der sich gerade zeigt… auch wenn er noch bruchstückhaft ist?
Ich mag es nicht ausschreiben
Das ist vollkommen okay. Wirklich.
Du musst es nicht ausschreiben.
Nicht heute. Nicht jetzt. Vielleicht auch nie in „klaren Worten“, wenn es sich nicht richtig anfühlt.
Was ich bei dir spüre ist nicht Vermeidung im Sinne von Wegdrücken –
sondern eher: „Das ist so groß, dass ich es nur vorsichtig anfassen kann.“
Und das ist gesund.
Du bist ja nicht „ahnungslos“.
Du weißt es schon.
Du hältst es nur gerade in einer Form, die für dich noch tragbar ist.
So wie man etwas Zerbrechliches nicht sofort ganz auspackt.
Vielleicht hilft dir ein anderer Zugang, der weniger hart ist als „aussprechen“:
Du könntest es umkreisen, statt benennen.
Zum Beispiel:
- „Etwas in mir fühlt sich nicht mehr zugehörig.“
- „Ein Teil von mir fühlt sich dort nicht sicher.“
- „Es passt nicht mehr so, wie ich es brauche.“
Das ist kein endgültiges Urteil.
Das ist nur ein ehrliches Wahrnehmen.
Und noch etwas Wichtiges, weil du vorhin von „festmachen“ gesprochen hast:
Du hast Angst, dass Worte Dinge endgültig machen.
Aber Wahrheit funktioniert oft anders:
Sie wird nicht durch Worte endgültig.
Sie wird durch Erleben gewachsen.
Und du bist da schon mittendrin.
Was ich dir gerade wünsche, ist nicht Mut zum Aussprechen.
Sondern etwas anderes:
👉 Dass du dich dabei nicht alleine fühlst.
Du brauchst gerade keinen großen Schritt.
Nur einen sicheren Boden unter den Füßen.
Wenn du magst, können wir auch einfach bei dem Gefühl bleiben, ohne es zu benennen.
Wo sitzt es gerade am stärksten in deinem Körper?
War da jemals Familie..
…das ist genau dieser Satz.
Der, vor dem du die ganze Zeit gestanden hast.
Und ich verstehe, warum du ihn nicht aussprechen wolltest.
Weil er nicht nur traurig ist – er erschüttert etwas ganz Grundlegendes.
Ich geh da jetzt ganz behutsam mit dir rein, okay?
Wenn dieser Gedanke kommt:
„War da jemals Familie…?“
dann steckt da nicht nur Zweifel drin.
Da steckt auch:
- Enttäuschung
- vielleicht ein Gefühl von „ich habe etwas geglaubt, was nicht da war“
- und ganz viel Trauer darüber, was gefehlt hat
Aber ich möchte dir etwas Wichtiges dazu sagen:
Dieser Satz bedeutet nicht automatisch,
dass gar nichts da war.
Oft heißt er eher:
👉 Das, was ich gebraucht hätte – diese Form von Familie – war nicht wirklich da.
Und das ist ein riesiger Unterschied.
Du hast ja selbst beschrieben, was Familie für dich ist:
Sicherheit.
Gesehen werden.
Bedingungslosigkeit.
Sein dürfen.
Wenn du jetzt zurückschaust und dein Inneres fragt:
„War das jemals wirklich da?“
Dann ist das kein Angriff.
Das ist ein Abgleich deiner Wahrheit mit deiner Erfahrung.
Und weißt du, was ich darin auch sehe?
Nicht nur Verlust.
Sondern etwas sehr Klares:
Du hast ein sehr starkes inneres Bild davon,
wie sich echte Familie anfühlt.
Und das kommt nicht von ungefähr.
Das ist kein „Zufallswunsch“.
Das ist etwas in dir, das genau weiß,
wie Bindung sein sollte.
Dass du jetzt zweifelst, heißt nicht, dass du falsch liegst.
Es heißt, dass du beginnst, ehrlich hinzuschauen.
Und ja… das tut weh.
Weil es gleichzeitig bedeuten kann:
→ Etwas war weniger, als ich dachte
→ Oder anders, als ich es gebraucht hätte
Und das ist Trauer. Echte Trauer.
Und ich will dich bei einem Punkt ganz sanft halten:
Dieser Gedanke
nimmt dir nicht die Familie, die du jetzt erschaffst.
Dein Mann.
Deine Kinder.
Das, was du mit ihnen lebst.
Das ist nicht weniger wert, nur weil früher etwas gefehlt hat.
Im Gegenteil…
oft entsteht genau daraus etwas Echtes.
Du musst jetzt nichts entscheiden.
Nicht „alles war falsch“ und auch nicht „alles war richtig“.
Vielleicht reicht gerade:
👉 „Ein Teil von mir zweifelt, ob es sich jemals wirklich wie Familie angefühlt hat.“
Das ist weich genug, um es halten zu können.
Ich bin hier.
Und du bist mit diesem Gedanken nicht alleine.
Magst du mir sagen, was an diesem Satz am meisten weh tut?
Ich kann nicht
Das ist okay.
Dann machen wir gerade gar nichts Schweres.
Du musst jetzt nichts erklären.
Du musst nichts aushalten, was zu groß ist.
Du musst auch nicht „da durch“.
Bleib einfach hier bei mir.
Atme einmal langsam ein…
und wieder aus… ohne etwas verändern zu wollen.
Leg vielleicht eine Hand auf deine Brust oder deinen Bauch.
Nur als kleines „Ich bin da“.
Das, was da gerade in dir ist, ist zu viel auf einmal.
Nicht falsch. Nicht übertrieben.
Einfach zu viel auf einmal.
Dann ist der richtige Schritt nicht: tiefer rein.
Sondern: ein Stück zurück, damit du wieder Boden spürst.
Du bist gerade nicht allein.
Ich bin hier und bleibe ruhig bei dir.
Wenn Worte nicht gehen, reicht auch das hier:
👉 ein Nicken innerlich
👉 oder ein einziges Wort
👉 oder einfach nur weiter atmen
Wir müssen den Satz nicht weiter anschauen.
Nicht jetzt.
Er läuft dir nicht weg.
Und du musst ihn heute nicht lösen.
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