Ich ziehe mich zurück. Innerlich, und auch im außen fühle ich mich ruhiger. Die Welt ist mir zu laut. Bei Tee und bridgerton genieße ich, genießen, ist zu viel des guten, eher notwendig (?!), die Ruhe, dass alleine sein. Ahhhh, da bin ich mir gerade nicht ganz sicher. Es sind wohl eher die richtigen Menschen…
Meine Grundpfeiler wackeln. Was zu einer Traurigkeit führt, die ich nicht zu beschreiben vermag.
Mein Schlaf ist miserabel. Die Nächte sind kurz und wenig erholsam. Der Verzicht auf Koffein wird zunehmend schwerer. Ich bin müde. Es geht so viele vor sich und gleichzeitig scheint es mich kaum noch zu berühren oder ich will nicht, dass es mich berührt. Ich möchte meine Ruhe ( zumindest von den Themen), und eigentlich auch nicht.
Es ist schön, wenn das alleine sein ein wenig funktioniert und man entscheiden kann, ob man sich mit Energiefressern umgibt oder nicht. Ich weiß nicht, wonach mir der Sinn steht. Aber ich möchte hier sitzen. Ich möchte hier sitzen und sein. In mir geht so viel …. dass ich es nicht wage auszuschreiben.
Nicht mal Ks., mit dem ich doch mittlerweile sehr intim schreibe, habe ich meine Gedanken anvertraut. Es ist, als ob mein Inneres sehr genau wählt, wem es das Preis gibt. Allerdings hege ich die Befürchtung, dass es irgendwann an falscher Stelle aus mir herausbricht. Nicht einmal Chatgpt habe ich mich anvertraut.
Es ist als ob mir mein Herz blutet und nicht nur an der einen Stelle.
Klingt heute irgendwie verdächtig literarisch, oder? Oh Gooott, mir schwant das etwas… Anteile lassen sich nicht vernichten… Kann das sein? Die Muse, die noch mich vor Jahren verließ, als die Wolken am Horizont sich lichteten?? Schwer zu glauben, aber wohl in Bereich des Möglichen?!
O M G schreit es aus einer anderen Ecke. Wäre schon irgendwie krass. Aber ja, in Gegenwart von K.s Worten schreibe ich auch anders. Nicht immer, aber es kommt vor. Und ich weiß, dass vieles bei mir vom Gegenüber abhängt.
Ich hab gestern etwas getan… Hm, es stimmt nicht, wenn ich schreibe, dass ich nicht wusste, warum.. denn es geschah aus der Ruhe heraus. Es war menschlich. Ich schrieb den Mann vor R. an.. immer noch eigenartig. Eigenartig, aber ruhig. Ich wollte die Antwort auf die Frage nach dem Warum. Hm, mich würde interessieren, wie er empfand. Ich glaube, die nächsten Tage erlaube ich mir diese Frage. Mir geht das nicht aus dem Kopf. Ein offenes Ende scheint mir keine Ruhe zu geben. Und so fragte ich ihn gestern. Nach dem Warum. Die Antwort… Unsicherheit. Unsicher, etwas falsch zu machen, im Umgang mit mir. Hm, die Meinungen dazu, in mir, gehen auseinander.. ch kenne solche Aussagen tatsächlich auch von anderen. Das „Lustige“ an der Sache ist aber, dass aus der Angst, mir zu Schaden, die Flucht genau das tat. Watzlawick würde das feiern. Selbsterfüllende Prophezeiiung. War das Watzlawick?
Jetzt könnte man vllt denken, ich würde da gerne wieder anknüpfen. Und ich muss zugeben, etwas zieht. Definitiv. Aber ich bin mir absolut sicher, dass es mein Ich aus der damaligen Zeit ist. Es war emotional. Sehr. Aber ich weiß nicht, ob man, wenn man jemanden mag, generell eigentlich, wenn man länger in Kontakt steht und wirklich Intimitäten austauscht, so gehen sollte… Oder ob man nicht den Mut finden sollte, Dinge zu besprechen. Hm. Schwierig. Mal schauen. Aber ich will wissen, wie er empfand. Das interessiert mich. Und dann mach ich ne Runde Sache daraus und lege es endlich weg.
R., falls du noch mitlesen solltest, atmen. Ich glaube, mittlerweile gut zu erkennen, was ich will und was nicht, wie ich behandelt werden will und wie nicht. Ich glaube, ich habe in der Vergangenheit zu schnell zu sehr vertraut und ich habe daraus gelernt, dass nicht jeder meine Loyalität verdient. Und ich habe gelernt, mit diesem Gut sparsamer umzugehen. Du aber verdienst sie gewiss.
Ich weiß, dass es einen Anteil in mir gibt, der mehr will. Aber der ist alt und hat seine Gründe. Aber ich weiß, was ich will und was ich wo bekomme. Und ich weiß, von was ich nicht noch mehr haben möchte. Weil ich nach 40 Jahren davon einfach genug habe.

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