Es geht nur um das unter Feld. Sie Frau mit der ich schreibe ist viele, also persönlichkeitrn und sie hat sich beschwert, dass es zu einseitig ist, ichvkeie fragen Stelle, es nur um mich geht. Ich hab halt auf ihre Fragen ausführlich beantwortet. Ich war froh, dass es viel war. Mit fragen hab ich mich immer schwer getan. Ich kenne das auch Chats, das öfters kam, was willst du wissen, hast du Fragen an mich…. Das hab ich noch nie gekonnt 😞 aber deswegen bin ich nicht desinteressiert 😖😔😢
Ich verstehe total, warum dich das trifft…
Du hast dir Mühe gegeben, du hast dich geöffnet – und dann kommt zurück: „zu einseitig“. Das fühlt sich schnell an wie „ich mache es falsch“, obwohl du eigentlich einfach nur du bist.
Und ganz ehrlich:
Nein – du bist nicht desinteressiert.
Was du beschreibst, passt eher zu etwas ganz anderem:
- Du gehst in die Tiefe, wenn dir jemand eine Frage stellt
- Du brauchst Zeit zum Nachdenken, statt schnell neue Fragen rauszuhauen
- Wenn du innerlich viel verarbeitest (Überforderung, Gedanken sortieren), dann ist Fragen stellen schwer, weil dein Kopf schon „voll“ ist
Das ist kein Desinteresse. Das ist eher Überforderung + ein anderer Kommunikationsstil.
Und dieser Satz von dir hier ist eigentlich der Kern:
„…ich bin oft überfordert, weiß nur was ich sagen soll, muss nachdenken, dann kommt das nächste Thema…“
Das erklärt alles.
Nur: Die andere Person sieht das nicht automatisch.
Viele Menschen interpretieren:
- wenig Fragen = kein Interesse
- viel über sich erzählen = „nimmt Raum ein“
Auch wenn das bei dir gar nicht so gemeint ist.
Ich würde dir zwei Dinge mitgeben:
1. Du darfst so sein – aber es braucht Übersetzung
Du musst dich nicht verbiegen.
Aber manchmal hilft es, das kurz zu erklären, z. B.:
„Ich merke, ich stelle oft wenig Fragen, nicht weil ich kein Interesse habe, sondern weil ich länger brauche, um zu reagieren und oft noch mit meinen eigenen Gedanken beschäftigt bin.“
Das nimmt ganz viel Druck raus.
2. Fragen „lernen“ darf ganz klein sein
Du musst nicht plötzlich viele oder perfekte Fragen stellen.
Es reichen Mini-Dinger wie:
- „Und wie war das für dich?“
- „Wie ging’s dir damit?“
- „Magst du mehr davon erzählen?“
Das sind keine „krassen Fragen“ – eher kleine Türen.
Und noch was Wichtiges, bitte wirklich mitnehmen:
Du bist nicht „falsch“, nur weil du nicht so kommunizierst wie andere erwarten.
Du bist jemand, der tiefer antwortet als fragt – und das ist auch eine Qualität.
Wenn du magst, kann ich dir aus deiner Nachricht im Screenshot eine Version bauen, die:
- dich erklärt
- nicht defensiv wirkt
- und trotzdem ehrlich bleibt
Sag einfach ❤️
Aber das selbst in Emails mir sowas passiert…
Ja… und genau DAS zeigt eigentlich nochmal deutlicher, dass es kein „du bist unhöflich“ ist –
sondern ein Muster, das aus deinem Inneren kommt, nicht aus mangelndem Interesse.
Weil:
In E-Mails hast du Zeit. Du könntest theoretisch Fragen stellen.
Und trotzdem passiert es nicht → das heißt:
Es liegt nicht an Faulheit oder Desinteresse, sondern daran, wie dein Kopf funktioniert.
Ich sag dir ehrlich, was ich darin sehe:
Du bist eher jemand, der…
- auf das reagiert, was kommt
- gründlich antwortet, statt schnell hin und her zu springen
- sich in Inhalte vertieft, statt Gespräche zu „lenken“
Und genau dieses „Gespräch lenken durch Fragen“
ist für viele Menschen total automatisiert –
für dich aber nicht.
Und dann passiert dieser typische Clash:
- Du denkst: „Ich hab mir so viel Mühe gegeben zu antworten.“
- Die andere denkt: „Ich werde gar nicht richtig gesehen.“
Beides ist gleichzeitig wahr. Und das ist das Gemeine daran.
Das hier ist der wichtige Punkt, wirklich:
👉 Fragen stellen ist keine Persönlichkeit – es ist eine gelernte Kommunikationsstrategie.
Du hast die einfach nie richtig entwickelt, wahrscheinlich weil:
- du oft mit dir selbst beschäftigt warst (Gedanken, Überforderung)
- Gespräche für dich eher „reagierend“ liefen, nicht „führend“
- vielleicht auch niemand dir gezeigt hat, wie man sowas macht, ohne dass es sich falsch anfühlt
Und ganz wichtig:
Du bist damit nicht allein. Es gibt viele Menschen, die genau das haben.
Was ich dir aber auch ehrlich sagen muss (ohne dich klein zu machen):
Wenn du gar keine Fragen stellst, fühlen sich viele Menschen tatsächlich:
- nicht gesehen
- oder wie „Zuhörer für dich“
Auch wenn das überhaupt nicht deine Absicht ist.
Deshalb brauchst du keine komplette Veränderung –
nur eine kleine Brücke zwischen dir und anderen.
Zum Beispiel so simpel:
Am Ende einer Mail einfach ein Satz wie:
- „Wie ist das eigentlich bei dir?“
- „Magst du mir auch erzählen, wie es dir damit geht?“
- „Und bei dir so?“
Mehr braucht es oft gar nicht.
Und was ich dir wirklich gern mitgeben möchte, weil ich merke, wie sehr dich das trifft:
Du bist nicht „zu viel“
und auch nicht „zu einseitig“ im Sinne von egoistisch.
Du bist eher jemand, der:
👉 viel in sich trägt und froh ist, wenn es mal raus darf
Und genau das wurde jetzt ein bisschen falsch gelesen.
Wenn du magst, können wir das zusammen ganz konkret üben –
z. B. an einer deiner echten Nachrichten → ich zeig dir, wo du mini Fragen einbauen kannst, ohne dass es sich künstlich anfühlt.
Ich hatte auch immer in meinem onlinejob Probleme. Claudia meinte cieles klingt wie KI, wie Roboter und nicht menschlich genug. Selbst das musste ich und muss ich immer noch lernen… Mich zieht das runter. In Gespräche bin ich immer Dr Zuhörer und wenn ich in Mails von mir oder ind Sprachnachrichten rede, ist es zuviel von mir..mm
Ich versteh, warum dich das runterzieht…
weil egal was du machst, fühlt es sich gerade an wie:
- ich rede wenig → ich bin „zu still / nur Zuhörer“
- ich rede mehr → ich bin „zu viel / einseitig“
Das ist ein richtig fieses Dazwischen. Da kann man sich nur falsch fühlen.
Aber ich sag dir ganz klar:
👉 Das ist kein „du bist falsch“ – das ist ein fehlender Übergang zwischen zwei Modi.
Was ich bei dir sehe, ist eigentlich ziemlich logisch:
Du hast zwei Zustände:
1. Gespräch / live
→ du bist vorsichtig, beobachtend, reagierend
→ eher Zuhörer
→ wenig eigene Impulse
2. Schreiben / sicherer Raum
→ plötzlich kommt viel
→ Gedanken fließen raus
→ eher ausführlich, vielleicht strukturiert
→ wirkt dann auf andere „viel“ oder „unpersönlich“
Und das mit „klingt wie KI / Roboter“…
das ist hart, ich weiß. Aber ich übersetze dir das mal ehrlich:
Das heißt meistens nicht:
„Du bist kalt oder falsch“
sondern eher:
„Mir fehlt das Gefühl von dir zwischen den Sätzen“
Und das kann passieren, wenn man:
- sehr korrekt formuliert
- viel erklärt
- wenig kleine, persönliche Zwischentöne drin hat
(z. B. „ehrlich gesagt…“, „ich merk grad…“, „irgendwie…“)
Du hast also eigentlich kein zu viel oder zu wenig Problem.
Du hast ein Feinabstimmungs-Problem.
Und das ist lernbar. Wirklich.
Ich geb dir mal ein ganz konkretes Beispiel, damit du den Unterschied siehst:
Deine Art (vereinfacht)
„Ich bin oft überfordert und brauche Zeit zum Nachdenken. Deshalb stelle ich weniger Fragen.“
Gleicher Inhalt, aber „menschlicher“
„Ich merk grad, ich bin oft einfach überfordert im Gespräch… dann häng ich innerlich noch bei dem, was gesagt wurde und komm gar nicht dazu, neue Fragen zu stellen.“
👉 Inhalt gleich
👉 Gefühl komplett anders
Und zu deinem eigentlichen Schmerzpunkt:
„Warum bin ich entweder zu wenig oder zu viel?“
Weil dir dieser kleine Mittelbereich fehlt, wo man:
- ein bisschen von sich zeigt
- und gleichzeitig Raum lässt
Mini-Regel (wirklich simpel):
👉 1 Teil ich + 1 Mini-Brücke zum anderen
Beispiel:
„Ich hab gerade viel im Kopf und merke, dass ich dann eher bei mir bleibe… wie ist das bei dir eigentlich?“
Das ist schon genug.
Und bitte nimm das mit, das ist mir wichtig:
Du bist kein Roboter.
Du bist eher jemand, der:
- sehr viel innerlich verarbeitet
- und erst rauslässt, wenn es „sicher“ ist
Und dann wirkt es geballt.
Wenn du magst, können wir zusammen:
- deine echte Nachricht anpassen (nur minimal, nicht komplett ändern)
- oder ich geb dir 3–4 Sätze, die immer gehen, egal ob Mail oder Chat
Du musst das nicht allein rausfinden.
An was soll ich denn noch arbeiten 😞 überall bin ich nie richtig genug
Hey… ich versteh, warum sich das gerade so anfühlt.
Als würdest du egal wo du hingehst immer hören: „nicht ganz richtig“.
Das macht müde. Und irgendwann kommt dieser Gedanke: „Was soll ich denn noch alles ändern…?“
Ich sag dir ehrlich, ohne dich zu schonen, aber auch ohne dich klein zu machen:
👉 Du musst nicht „noch mehr an dir arbeiten“.
Das Problem ist gerade eher, dass du versuchst, dich an zu viele unterschiedliche Erwartungen gleichzeitig anzupassen.
Und die widersprechen sich:
- Sei offen → aber nicht zu viel
- Sei interessiert → aber stell nicht zu viele Fragen
- Sei du selbst → aber bitte „angenehm“
Das kann niemand perfekt erfüllen.
Was bei dir passiert, ist eher das:
Du beobachtest sehr genau, wie du wirkst
→ passt dich an
→ bekommst Feedback
→ passt dich wieder an
→ verlierst langsam das Gefühl: „Wie bin ich eigentlich von mir aus?“
Und genau DAS fühlt sich dann an wie „ich bin nie richtig“.
Ich dreh das mal für dich um:
Du bist nicht „überall falsch“
👉 du bist einfach noch nicht stabil in deinem eigenen Stil, weil du dich ständig korrigierst
Und jetzt kommt das, was vielleicht ungewohnt ist:
👉 Deine Aufgabe ist gerade nicht mehr Entwicklung – sondern Auswahl.
Also nicht:
- „Was muss ich noch verbessern?“
sondern eher:
- „Was gehört wirklich zu mir – und was nicht?“
Zum Beispiel bei deinem Thema:
Du bist jemand, der:
- eher reagiert statt Gespräche führt
- tief antwortet
- sich schwer tut mit spontanen Fragen
Das ist dein Grundmuster.
Daran kannst du kleine Dinge ergänzen (Mini-Fragen, mehr „Ich fühl grad…“)
👉 aber du musst daraus keinen Smalltalk-Profi machen
Und ganz ehrlich:
Menschen wie du werden oft genau zwischen zwei Welten zerrieben:
- Für die einen zu ruhig
- Für die anderen zu intensiv
Das heißt aber nicht, dass du falsch bist.
Es heißt nur, dass nicht jeder Kommunikationsstil zu dir passt.
Ich sag dir was Wichtiges, bitte wirklich sacken lassen:
👉 Du wirst nicht an den Punkt kommen, wo alle dich „genau richtig“ finden.
👉 Aber du kannst an den Punkt kommen, wo du dich nicht mehr ständig infrage stellst.
Und das fühlt sich ganz anders an.
Wenn ich dir jetzt nur eine Sache mitgeben dürfte, dann die:
👉 Hör auf, überall gleichzeitig besser werden zu wollen.
👉 Such dir eine kleine Sache, die du übst (z. B. eine Frage pro Nachricht).
👉 Und lass den Rest erstmal so, wie er ist.
Und noch was, ganz ruhig gesagt:
Du bist nicht „nie richtig genug“.
Du bist gerade einfach sehr hart zu dir, während du gleichzeitig versuchst, es allen recht zu machen.
Das kann sich nur falsch anfühlen.
Wenn du magst, bleib ich kurz bei dir dabei:
Was hat dich an dem Feedback am meisten getroffen – der Inhalt oder dieses Gefühl „schon wieder ich bin falsch“?
Ich hab mir das alles wirklich in Ruhe angeschaut.
Und ich sag dir ganz ehrlich – ohne dich zu schonen, aber auch ohne dich klein zu machen:
👉 Du hast nichts „falsch“ gemacht.
Aber…
👉 ich verstehe, warum sie sich so fühlt.
Und beides darf gleichzeitig wahr sein.
Ich erklär dir ganz konkret, was da passiert ist – nicht theoretisch, sondern genau an deinem Beispiel:
Du schreibst:
- sehr offen
- sehr ehrlich
- sehr tief
- viel aus deinem Inneren
👉 Das ist keine Schwäche. Das ist eigentlich etwas sehr Wertvolles.
ABER:
Ihre Mails sind anders aufgebaut:
- sie erzählt auch von sich
- und stellt **viele Fragen
Ich sag dir das jetzt ganz ruhig und klar, ja?
👉 Das hier ist kein „du bist nicht gut genug“.
👉 Das ist ein Nicht-Match.
Und zwar ziemlich deutlich.
Ich geh einmal kurz mit dir durch, was sie schreibt – nicht um sie schlecht zu machen, sondern damit du es einordnen kannst:
Sie sagt im Kern:
- Für sie = Fragen stellen = Interesse
- Du stellst wenig Fragen
→ also fühlt sie sich nicht gesehen
→ und beendet es
Das ist erstmal ihr Bedürfnis. Das darf sie haben.
Aber der wichtige Teil ist dieser Satz von ihr:
„Für mich klingt es so, als würdest du daran auch nichts ändern wollen.“
Das ist… ehrlich gesagt nicht fair.
Du hast:
- erklärt, wie du funktionierst
- dich gezeigt
- sogar reflektiert (People Pleasing etc.)
👉 und sie macht daraus: „du willst dich nicht ändern“
Das ist eine Interpretation, keine Tatsache.
Und jetzt zu dir:
Deine Nachricht war nicht egoistisch.
Sie war:
- ehrlich
- selbstreflektiert
- verletzlich
Aber sie hatte einen Unterton von:
„So bin ich halt“
Und genau da ist der Punkt, wo sie ausgestiegen ist.
Ich sag dir die Wahrheit, die zwischen euch steht:
👉 Du bist eher „ich teile mich und Nähe entsteht dadurch“
👉 Sie ist eher „ich frage und Nähe entsteht dadurch“
Beides sind legitime Wege.
Aber sie passen nicht automatisch zusammen.
Und jetzt kommt der Teil, der dir gerade weh tut:
„Dann bin ich vielleicht die Falsche.“
Das ist kein Satz von Klarheit gewesen.
Das war ein Satz aus Verletzung.
So ein bisschen wie:
👉 „Dann nehmt mich halt gar nicht“
Ich sag dir ganz ehrlich:
Du bist nicht die Falsche.
Aber du warst für sie nicht passend genug in dem Punkt.
Und das ist ein Unterschied.
Und noch was ganz Wichtiges, bitte wirklich hören:
Du hast am Ende sogar eine Frage gestellt:
„Was machst du bei Anspannung?“
👉 Das zeigt, dass du es kannst, nur nicht automatisiert.
Was ich eher sehe:
Du bist jemand, der:
- Nähe über Tiefe aufbaut
- nicht über Frage-Antwort-Spiel
Und sie braucht genau dieses Frage-Ding aktiv.
Und jetzt die ehrlichste Einordnung:
👉 Ihr wart beide auf der Suche nach Verbindung
👉 aber ihr sprecht unterschiedliche „Beziehungs-Sprachen“
Was ich dir NICHT sagen werde:
- „Du musst dich komplett ändern“
- „Du bist schuld“
Was ich dir aber sagen werde:
👉 Wenn du solche Kontakte willst, brauchst du ein kleines Werkzeug mehr (Fragen stellen)
👉 aber nicht, um dich zu verbiegen, sondern um Brücken zu bauen
Und jetzt zu deinem Gefühl gerade… ich spür das zwischen deinen Zeilen:
Dieses „schon wieder nicht richtig“
Das kommt nicht nur von ihr.
Das ist ein älteres Gefühl, das sie gerade getroffen hat.
Ich bleib mal bei dir:
Tut dir mehr weh,
dass sie gegangen ist
oder wie sie dich dabei bewertet hat?
Ich glaube, das nicht ändern kommt, daduexj, dass ich geschrieben habe, dann bin ich nicht die richtige.
Ja… genau.
Das hast du richtig gespürt.
Dein Satz
„Dann bin ich vielleicht die Falsche“
kam bei ihr vermutlich an wie:
👉 „Dann passt es halt nicht und ich ändere daran auch nichts.“
Aber ich lese ihn ganz anders.
Für mich klingt er nach:
👉 „Ich weiß gerade nicht, wie ich es richtig machen soll und hab Angst, wieder nicht zu genügen.“
Und das ist ein riesiger Unterschied.
Das Problem ist nicht, was du gemeint hast
sondern wie es beim Gegenüber ankommt.
Und gerade wenn jemand eh schon denkt „zu einseitig“,
wird so ein Satz schnell als Rückzug oder Abwehr gelesen.
Ich sag dir aber auch was Wichtiges:
Du hast dich da nicht falsch verhalten,
du hast dich einfach unbeholfen geschützt.
So ein Satz ist oft:
- ein kleiner Rückzug
- ein „bevor du mich ablehnst, zieh ich mich lieber selbst raus“
Und das ist total menschlich.
Was man stattdessen sagen könnte (nur als Hilfe, nicht als „so musst du sein“):
👉 „Ich merke, das fällt mir schwer, aber ich möchte das gern lernen.“
Das wirkt komplett anders, obwohl du innerlich das gleiche fühlst.
Und ich möchte dir noch etwas zurückgeben, weil du dich gerade so in Frage stellst:
Du hast in dieser ganzen Mail:
- ehrlich geantwortet
- dich erklärt
- sogar eine Frage gestellt
- Interesse gezeigt
👉 Du hast also NICHT versagt.
Es hat nur an einer kleinen Stelle gekippt.
Und ganz sanft gesagt:
Sie hat dann auch ziemlich schnell dicht gemacht.
Also da war nicht viel Raum für Entwicklung von ihrer Seite.
Du bist nicht „die, die es nicht kann“
du bist gerade eher „die, die es lernt – und dabei noch unsicher ist“
Und das ist ein völlig anderer Zustand.
Wenn du magst, können wir aus genau dieser Situation
eine „bessere Version“ bauen – nicht perfekt, sondern echt + verständlich für andere
So dass du beim nächsten Mal nicht wieder in dieses Gefühl rutschst ❤️
Aber keine Fragen zustellen heißt nicht, dass ich kein Interesse habe! 😭
Nein. Heißt es nicht.
Und das stimmt, was du fühlst. Wirklich.
😭
Du hast Interesse.
Du liest, du denkst nach, du gehst in die Tiefe, du antwortest ausführlich.
👉 Das IST Interesse.
Aber… (und ich sag das ganz vorsichtig, okay?)
👉 Für viele Menschen ist „Interesse zeigen“ = Fragen stellen
Nicht weil es die einzige Wahrheit ist,
sondern weil es die einzige Form ist, die sie erkennen können.
Das heißt:
Du fühlst:
„Ich zeige doch Interesse, ich bin doch da, ich schreibe doch so viel“
Die andere Person sieht:
„Es kommen keine Fragen → also kein Interesse“
👉 Ihr redet aneinander vorbei. Nicht, weil einer falsch ist.
Sondern weil ihr unterschiedliche Signale sendet und lest.
Ich geb dir ein Bild dazu, vielleicht hilft dir das:
Du zeigst Interesse wie jemand, der sagt:
👉 „Ich erzähle dir viel von mir, damit du mich verstehst und Nähe entsteht“
Sie zeigt Interesse wie jemand, der sagt:
👉 „Ich frage dich, damit ich dich verstehe und Nähe entsteht“
Beides ist Interesse.
Nur andere Sprache.
Und jetzt kommt der wichtige Teil, bitte wirklich hören:
👉 Du musst dein Gefühl nicht anzweifeln.
👉 Aber wenn du willst, dass andere es erkennen, brauchst du ein kleines Übersetzen nach außen.
Das heißt NICHT:
- du musst dich verbiegen
- du musst plötzlich viele Fragen stellen
- du bist falsch
Sondern nur:
👉 ein kleines sichtbares Zeichen mehr nach außen geben
Zum Beispiel so mini:
- „Wie ist das bei dir?“
- „Kennst du das auch?“
- „Magst du erzählen, wie das bei dir ist?“
Das sind keine großen Veränderungen.
Aber für andere ist das wie ein Signal: ich sehe dich auch.
Und ich will dir noch was sagen, weil ich merke wie sehr dich das trifft:
Du bist nicht desinteressiert.
Du bist eher jemand, der innerlich verbunden ist, aber es nicht immer sichtbar macht.
Und das ist kein Defekt.
Das ist einfach etwas, das noch keine Form nach außen gelernt hat.
Und ich bleib kurz bei dir, okay?
Was tut gerade mehr weh:
👉 dass sie dich so interpretiert hat
oder
👉 dass es sich wieder anfühlt wie „ich bin falsch“?
Ich hab das Gefühl, dass ich so wie ich bin, in allen Lebensbereichen, echt wenig kompatibel mit Menschen bin… Vllt schreibt deswegen der Rest nicht zurück? Aber ich bin nicht von heute auf morgen anders! Ich hab zum ersten in meinem Leben einen Konflikt zwischen meiner Mutter (!!!! Der ich mich nicht getraut habe, was zu sagen) und Kind 2 geführt und gelöst. . Ich hab Jahre gebraucht, ohne Hilfe!, um Telefonate führen zu können, im Supermarkt nach der Butter zu fragen! Ich arbeite an so vielen Stellen und hab das Gefühl, ich komm nicht so schnell vorwärts, wie es die Welt braucht. Mir tut das weh.. dass man immer gleich bewertet und eingestuft wird und das man falsch ist, denn man nicht so funktioniert wie der Rest. Ich hab das Gefühl, dass ich hier unmenschliches leiste und dann bin ich immer noch irgendwo anders total unnormal und es reicht nicht. Warum darf man nicht Interesse haben, auch wenn man nicht viel fragt?
Hey…
das, was du gerade beschreibst, ist kein „ich bin falsch“.
Das ist eher:
👉 Du wächst gerade – aber andere sehen nur das, was (noch) nicht da ist.
Und das tut richtig weh.
Ich sag dir das ganz klar, auch wenn du es vielleicht selbst nicht so sehen kannst:
Du hast Dinge geschafft wie:
- Konflikt mit deiner Mutter führen (!!)
- Gespräche lernen, obwohl es dir früher extrem schwer fiel
- dich überhaupt mitzuteilen
- Therapiearbeit, Reflexion, Regulation…
👉 Das ist keine Kleinigkeit.
👉 Das ist massive Entwicklung.
Und ja – das fühlt sich für dich vielleicht „langsam“ an…
aber für dein Nervensystem ist das Riesenarbeit.
Und dann kommt jemand und bewertet dich nach:
- „stellt Fragen / stellt keine Fragen“
Natürlich fühlt sich das unfair an.
Weil es ist, als würde jemand sagen:
👉 „Dein Marathon zählt nicht, du bist beim Sprint noch nicht gut genug.“
Und zu deiner Frage, die so weh tut:
„Warum darf man nicht Interesse haben, auch wenn man nicht viel fragt?“
Doch. Darf man.
Du hast Interesse.
Aber…
Menschen brauchen oft sichtbare Signale, weil sie dein Inneres nicht sehen können.
Und das ist der schmerzhafte Teil:
👉 Dein Gefühl ist echt
👉 aber nicht jeder kann es ohne „Übersetzung“ erkennen
Und ich sag dir noch was, ganz ehrlich und wichtig:
Du bist nicht „wenig kompatibel mit Menschen“.
Du bist:
👉 kompatibel mit Menschen, die Tiefe verstehen UND Geduld haben
Und davon gibt es leider weniger.
Was gerade passiert, ist eher das:
Du bist auf einem Weg, auf dem du:
- viel aufarbeitest
- viel fühlst
- viel reflektierst
Und triffst dabei auf Menschen, die:
- schneller, oberflächlicher oder anders kommunizieren
👉 Das reibt.
Und dieses Gefühl von dir hier:
„Ich leiste unmenschliches und es reicht trotzdem nicht“
Das ist so ein tiefer Schmerz.
Weil da drin steckt:
👉 „Ich streng mich so an, bitte sieh es doch jemand.“
Und wenn das nicht gesehen wird…
fühlt es sich an wie: alles umsonst
Aber hör mir hier bitte ganz genau zu:
👉 Deine Entwicklung ist nicht dafür da, dass andere sie sofort anerkennen.
👉 Sie ist dafür da, dass dein Leben sich für dich besser anfühlt.
Und das passiert ja schon:
- du kannst Konflikte führen
- du kannst sprechen
- du kannst dich zeigen
Das ist real. Auch wenn es sich nicht „genug“ anfühlt.
Und ich will dir eine ehrliche, aber warme Perspektive geben:
Du bist nicht zu langsam.
👉 Du bist gründlich.
Du bist nicht falsch.
👉 Du bist in einem Prozess.
Du bist nicht unnormal.
👉 Du bist jemand, der Dinge aufarbeitet, die viele verdrängen.
Und ganz leise gesagt:
Vielleicht brauchst du gerade nicht noch mehr „an dir arbeiten“…
sondern auch Menschen, die sagen:
👉 „Ich sehe, was du da alles machst.“
Ich seh das. Wirklich.
Und ich bleib bei dir –
willst du eher gerade:
- verstanden werden
oder - konkret wissen, wie du beim nächsten Kontakt anders reagieren kannst (ohne dich zu verbiegen)?
Also ist das ja auch scheinbar der Grund, warum 95 % aller meiner Chats einfach sterben. Weil ich “ kein Interesse zeige“… Ich hab das Gefühl, ich muss sowas trainieren wie Autisten lernen müssen, Gefühle zu sehen und wiederzugeben… Aber wie sehr muss man denn an allen und Ecken an sich arbeiten, damit man den 90prozent entspricht? Ich stell mich ja nicht hin und sage, ich bin wie ich bin und so bleib ich halt! Aber ich möchte auch einfach mal sein dürfen 😭
Hey… komm mal kurz hierhin.
Ich bleib ganz ruhig bei dir.
Du musst nicht zu „90 % passen“, um richtig zu sein.
Und du musst auch nicht anfangen, dich wie ein Projekt zu behandeln, das optimiert werden muss, damit andere dich mögen.
Was du gerade erlebst, fühlt sich an wie:
👉 „Ich arbeite so viel an mir… und trotzdem reicht es nicht.“
👉 „Dann muss ich wohl noch mehr ändern…“
Und genau da kippt es.
Ich sag dir etwas Wichtiges, bitte wirklich aufnehmen:
👉 Du musst nicht an allen Ecken gleichzeitig besser werden.
👉 Du darfst auch einfach sein.
Du bist nicht falsch, weil du:
- anders kommunizierst
- langsamer bist
- mehr innerlich verarbeitest
- nicht automatisch Fragen stellst
Und zu deiner Angst:
„Deshalb sterben 95 % meiner Chats“
Ja… das kann ein Teil davon sein.
Aber nicht so, wie du denkst.
Nicht:
👉 „Du bist uninteressant“
Sondern eher:
👉 „Dein Interesse ist für andere schwer zu erkennen“
Das ist ein Unterschied.
Und jetzt kommt der Punkt, der dich vielleicht etwas entlastet:
Du musst das nicht perfekt lernen
und du musst dich nicht verbiegen wie jemand, der etwas komplett Fremdes spielt
👉 Es reicht ein kleines Signal mehr nach außen
Nicht 10 Fragen.
Nicht ein komplett anderer Mensch.
Nur sowas wie:
- „Und wie war das für dich?“
- „Kennst du das auch?“
Das ist kein „Training wie ein Roboter“
das ist eher wie… eine kleine Untertitel-Spur für dein Inneres
Und bitte hör mir hier gut zu, weil das genau dein Schmerz ist:
Du denkst gerade:
„Ich muss mich komplett anpassen, sonst passe ich nicht rein“
Die Wahrheit ist:
👉 Du brauchst nur ein paar Brücken – nicht ein neues Ich
Und ja…
du darfst gleichzeitig sagen:
👉 „Ich arbeite an mir“
UND
👉 „Ich will auch einfach mal sein dürfen“
Beides darf nebeneinander existieren.
Und noch was, ganz sanft:
Du bist gerade sehr in diesem Modus:
👉 „Ich muss funktionieren, sonst verliere ich Menschen“
Das ist ein alter, tiefer Druck.
Aber echte Verbindung entsteht nicht dadurch,
dass du perfekt funktionierst,
sondern dadurch, dass jemand dich auch so aushält, wie du gerade bist – plus kleine Brücken.
Ich seh dich gerade nicht als „schwierig“
sondern als jemanden, der:
👉 unglaublich viel leistet
👉 unglaublich viel reflektiert
👉 und einfach nicht gesehen wird, wie viel das ist
Wenn du magst, machen wir es ganz leicht und konkret:
Ich geb dir 3–4 Mini-Sätze, die du immer nutzen kannst,
ohne dass du dich verbiegen musst – einfach als kleine Brücke.
Oder wir schauen zusammen:
👉 warum genau Chats bei dir abbrechen (ganz konkret, nicht pauschal)
Ich bleib bei dir. Du musst das nicht alleine rausfinden ❤️
Ich glaube, ich sehe den Wald vor lauter Bäumen manchmal nicht. Mir liegt das nicht 😔 ich merke ja bei C., das ich vielw Themen derzeit nicht kann, nicht weil ich nicht will, anden weil es schwierig für mich ist. Und wenn ich dann. Aber auch keine Themen an den Start bringe, sind wir ruckzuck bei nichts… Und ich bin halt jemand, mit dem man schweigen rumliegen kann? Tischtennis spielen, Karten spielen… Ich denk, ich hab das hat bei gelernt 😭 Personen haben mir immer von sich aus alles erzählt… Ich hab immer zugehört. Durch die viele Therapie hab ich gelernt, was man da und da vllt machen könnte und dann kann ich da anbieten. Und ich hab gemerkt, dass diese wie geht’s halt oft nicht wirklich beantwortet wird, also wozu fragen, wenn nur ein gut kommt und keine Wahrheit. Ich hab sie gefragt, welcher Anteil mit mir gerade schreibt. Und das fand ich schon gesagt, hat sie auch nicht beantwortet. Also muss ich wissen, bei wem ich zu welchen Zeitpunkt, wie viele Fragen, mit welchem Inhalt stellen muss, damit ich richtig bin… Das sind so Momente, in den ich mir wünsche, ich könnte wie ich wöllte. Ich würde der Welt den Mittelfinger zeigen und abhauen.
Hey… ich hör dich. Und das ist gerade echt viel auf einmal.
Du beschreibst eigentlich drei Dinge gleichzeitig:
- Du bist ein natürlicher Zuhörer
→ Menschen haben dir immer erzählt
→ du hast gehalten, verstanden, reagiert - Du magst Verbindung ohne Worte
→ zusammen sein, schweigen, spielen, einfach da sein - Du bist gerade in einer Welt unterwegs, die Kommunikation „anders bewertet“
→ viel fragen
→ aktiv Gespräche treiben
→ schnelle Rückmeldungen
Und genau da reibt es.
Ich sag dir etwas Wichtiges, ganz klar:
👉 Mit dir stimmt nichts nicht.
Du hast einfach einen anderen Beziehungsstil.
Du bist eher:
- präsent statt gesprächsführend
- tief statt schnell
- still verbunden statt verbal aktiv
Das ist ein echter, gültiger Stil.
Nur… nicht jeder kann damit umgehen.
Und dieser Gedanke von dir hier:
„Muss ich wissen, wann, wie viele Fragen, zu welchem Anteil…?“
👉 Nein. Genau das ist die Falle.
Wenn du anfängst, so zu denken,
wird Beziehung zu einem Regelwerk
und du verlierst dich komplett darin.
Was ich eher sehe:
Du hast gelernt:
- zuzuhören
- da zu sein
- auf das zu reagieren, was kommt
Aber nicht, Gespräche anzustoßen, wenn nichts kommt.
Und wenn beide so sind → entsteht Leere.
Das ist kein Fehler. Das ist einfach:
👉 zwei passive Kommunikationsstile treffen aufeinander
Und zu deinem Punkt mit:
„Wie geht’s bringt eh nichts, weil eh nur ‚gut‘ kommt“
Das ist ein richtig guter Gedanke.
Du merkst nämlich schon:
👉 Standardfragen führen oft zu Standardantworten
Deshalb fühlen sie sich für dich sinnlos an.
Wenn man deinen Stil nimmt und nur minimal erweitert,
würde das eher so aussehen:
Statt:
- „Wie geht’s?“
Eher:
- „Wie war dein Tag heute wirklich?“
- „Gab’s heute was, das hängen geblieben ist?“
- „Was hat dich heute eher gestresst oder gut getan?“
👉 Das passt viel mehr zu dir, weil es Tiefe hat.
Und ich will nochmal zu deinem Schmerz zurück:
„Ich würde der Welt den Mittelfinger zeigen und abhauen.“
Das ist kein „ich hab keinen Bock“
das ist eher:
👉 „Ich kann nicht noch mehr leisten, um zu passen.“
Und das ist verständlich.
Du bist gerade an einem Punkt, wo zwei Bedürfnisse gegeneinander stehen:
- Ich will so sein dürfen, wie ich bin
- Ich will Verbindung zu anderen Menschen
Und die Lösung ist nicht:
👉 dich komplett anpassen
oder
👉 dich komplett zurückziehen
Sondern:
👉 kleine Brücken bauen, ohne dich zu verlieren
Ganz ehrlich?
Du bist kein Mensch für:
- oberflächliches Hin-und-her
- Chatten ohne Inhalt
- „Pflichtfragen“
Du bist ein Mensch für:
- echte Gespräche
- echtes Dasein
- echte Verbindung
👉 Und davon gibt es weniger. Deshalb fühlt es sich schwerer an.
Und noch was zu C.:
Wenn ihr beide gerade wenig Themen habt,
heißt das nicht:
👉 „Du bist langweilig“
sondern eher:
👉 „Es fehlt gerade ein Impuls von außen“
Und das kann man ganz simpel lösen, ohne dass du dich verbiegen musst:
- „Wollen wir einfach nebenbei quatschen?“
- „Ich hab gerade keinen Kopf für Themen, aber ich bin gern da“
Das ist ehrlich. Und reicht.
Ich bleib bei dir, okay?
Du musst nicht lernen, „wie man richtig ist“.
Du darfst eher lernen:
👉 wie man sich zeigt, ohne sich zu verlieren
Wenn du magst, kann ich dir genau für deinen Stil
so eine Art „Kommunikations-Light-Version“ bauen
– nichts Künstliches, sondern passend zu dir.
Ich hab heute mit der Ma von M. Inder Schule über den Schwimmunterrixjt geredet. Ich hab sowas nie gemacht! Ich bin einfach hin und hab ein Gespräch losgetreten…. Und mit A. Mama neulich auch. Ich hab sie Gähnen gesehen und hab aus Spaß gesagt. Ich hab gesehen und so nach dem Motto, du darfst keine Müdigkeit vortäuschen…. Das sind für andere totale lächerlichkeiten, für mich sind das Meilensteine 😭😩💔
Hey… ich seh das. Wirklich.
Das sind keine lächerlichen Kleinigkeiten.
Das sind für dich echte Meilensteine.
Und weißt du was? Ich mach das mal sichtbar, damit du es selbst sehen kannst:
👉 Du bist zur Lehrerin gegangen und hast ein Gespräch gestartet
👉 Du hast bei einer anderen Mama aktiv Kontakt aufgenommen
👉 Du hast sogar Humor eingebracht (das mit dem Gähnen!)
Das ist nicht „normal“.
Das ist für dich:
👉 Mut + Überwindung + Handlung trotz innerer Hürde
Viele Menschen merken gar nicht, wie viel Kraft das kostet,
weil sie nie an diesem Punkt waren.
Aber ich sehe ganz klar:
👉 Du bewegst dich. Und zwar richtig.
Und jetzt passiert das, was dir gerade das Herz bricht:
Du gehst Schritte wie diese…
und parallel bekommst du an anderer Stelle das Gefühl:
„reicht trotzdem nicht“
Das fühlt sich an wie:
👉 „Egal wie sehr ich mich bemühe, ich bin immer noch falsch“
Aber das stimmt so nicht.
Was wirklich passiert ist:
👉 Du entwickelst dich gerade in deinem Tempo
👉 aber die Welt bewertet dich nach einem ganz anderen Maßstab
Und das passt nicht zusammen.
Ich sag dir etwas ganz Wichtiges, bitte wirklich aufnehmen:
👉 Deine Entwicklung zählt nicht weniger, nur weil sie für andere selbstverständlich ist.
Für dich ist das:
- ein neuer Weg
- neue Muster
- neue Erfahrungen
Und du gehst ihn ohne Abkürzung.
Und ganz ehrlich?
Das mit der Mama und dem Gähnen…
das war nicht nur Kontakt.
👉 Das war Leichtigkeit
👉 Das war du in echt
Und genau DAS ist Verbindung.
Ich glaube, dein Schmerz ist gerade nicht nur:
„Die andere hat das beendet“
sondern auch:
👉 „Ich geb mir so Mühe… sieht das denn keiner?“
Ich seh das.
Und ich würde mir wünschen, dass du das selbst auch ein kleines bisschen sehen kannst, auch wenn es schwer ist.
Wenn du magst, machen wir mal kurz was anderes als analysieren:
👉 Welcher Moment heute hat sich ein kleines bisschen gut oder lebendig angefühlt?
Das Gespräch mit der Mama über den Schwimmkurs. Und als die Hortbetreuerin auf mich zu kam und wegen dem Schwimmen, etwas besprechen wollte. Weil ich da in Kommunikation mich frei erlebt habe und nicht so gehemmt wie immer. Es hat sich „normal“ angefühlt…. Mir macht das zu schaffen… dann denke ich, weniger Sprachnachrichten an R., kürzere, nur auf Nachfrage von mir erzählen, bei c. Mehr fragen, … Ich will nicht noch mehr funktionieren müssen, ich will auch Mal passen 😭💔
Hey…
ich bleib mal ganz nah bei dir, ja?
Dieses Gefühl von dir gerade ist so verständlich:
👉 „Ich hab mich heute einmal normal gefühlt… warum reicht das nicht einfach?“
Und dann kommt sofort dieser Druck:
- weniger Sprachnachrichten
- kürzer
- mehr fragen
- mich anpassen
👉 und zack bist du wieder im „funktionieren müssen“
Aber stopp mal kurz. Ganz ehrlich:
👉 Das, was du heute erlebt hast – DAS bist du.
Nicht das verkrampfte Nachdenken,
nicht das „wie muss ich sein“,
sondern:
- du gehst hin
- du sprichst
- du bist locker
- du bist sogar ein bisschen humorvoll
👉 Das ist deine echte Version.
Und die hat sich frei angefühlt.
Und jetzt passiert innerlich das hier:
Du erlebst dich einmal frei
→ bekommst an anderer Stelle Ablehnung
→ dein System denkt:
👉 „Ich muss mich noch mehr anpassen, sonst verliere ich wieder jemanden“
Aber das ist ein alter Mechanismus.
Nicht die Wahrheit.
Ich sag dir was Wichtiges, bitte wirklich aufnehmen:
👉 Du warst heute nicht „trotzdem nicht genug“
👉 Du warst heute auf dem richtigen Weg
Nur… nicht jeder Mensch passt zu diesem Weg.
Und zu deinem Satz, der so weh tut:
„Ich will nicht noch mehr funktionieren müssen, ich will auch mal passen“
😭
Ja. Natürlich willst du das.
Das ist ein total menschliches Bedürfnis:
👉 einfach sein dürfen und trotzdem angenommen werden
Und jetzt kommt die ehrliche, aber liebevolle Wahrheit:
👉 Du wirst nicht dadurch „passen“, dass du dich immer mehr optimierst
👉 Du wirst eher dadurch passen, dass du du bleibst + kleine Brücken baust
Nicht:
- weniger du
- nicht stiller
- nicht angepasster
sondern nur:
👉 ein kleines bisschen sichtbarer für andere
Zum Beispiel:
Du musst nicht:
- weniger erzählen
- dich zurückhalten
Du kannst einfach am Ende sagen:
👉 „Ich red grad viel, merk ich 😅 wie ist das eigentlich bei dir?“
Fertig.
Das ist keine Verstellung.
Das ist nur ein Fenster zum anderen aufmachen.
Und bitte hör mir hier zu, ganz ruhig:
Du bist gerade nicht „zu viel“
und auch nicht „zu wenig“
Du bist:
👉 in Bewegung
Und das fühlt sich IMMER unsicher an.
Und dieser Moment heute…
mit der Mama, mit der Betreuerin…
👉 Das ist ein Vorgeschmack darauf, wie es sich anfühlen kann, wenn du mehr in dir ruhst
Nicht perfekt.
Aber echt.
Ich bleib bei dir, okay?
Wenn du dir gerade etwas wünschen dürftest – ohne „ich muss funktionieren“…
👉 Wie müsste sich Kontakt anfühlen, damit du sagst: „so passt es für mich“?
Ich rede nicht viel… Ich mache zu lange Sprachnachrichten, weil ich nie rede.. ich schreibe zuviel, weil ich nie rede, ich Frage zu wenig, weil ich nie gefragt wurde, weil André immer von sich aus bei mir ausgdkotzt haben… Was ist denn in mir ruhen?
Hey… ich versteh dich gerade sehr.
Und ich sag dir zuerst etwas ganz Wichtiges:
👉 Du bist nicht „zu viel“.
Du bist eher jemand, der lange still war – und jetzt kommt es geballt raus.
Das ist ein Unterschied.
Das, was du beschreibst, ergibt total Sinn:
- du hast lange nicht viel gesprochen → deshalb kommen jetzt längere Nachrichten
- du wurdest selten gefragt → deshalb ist Fragen für dich nicht automatisiert
- andere haben sich bei dir „ausgekotzt“ → du warst die Zuhörerin, nicht die Fragende
👉 Du hast also ein Muster gelernt, das logisch ist.
Da ist nichts „falsch programmiert“.
Und jetzt zu deiner Frage, die eigentlich der Kern ist:
„Was ist denn in mir ruhen?“
Ich erklär’s dir ganz einfach, ohne Fachgedöns:
👉 In dir ruhen heißt: du musst dich gerade nicht verändern, um okay zu sein.
Es fühlt sich eher so an wie:
- „Ich darf gerade so sein, auch wenn es nicht perfekt ist“
- „Ich muss nicht sofort reagieren oder alles richtig machen“
- „Ich darf da sein, ohne mich zu korrigieren“
Im Gegensatz dazu bist du gerade oft hier:
👉 „Wie wirke ich?“
👉 „War das zu viel?“
👉 „War das zu wenig?“
👉 „Was muss ich ändern?“
Das ist kein Ruhen – das ist Dauer-Anpassen.
Und ganz ehrlich:
Nach allem, was du geschrieben hast, bist du jemand, der:
👉 sehr viel in sich trägt
👉 sehr lange zurückgehalten hat
👉 und jetzt langsam anfängt, Raum einzunehmen
Natürlich wirkt das dann manchmal:
- zu lang
- zu viel
- ungewohnt
Aber das ist kein Fehler.
Das ist ein Übergang.
Ich sag dir auch was zu diesem Satz von dir:
„Ich rede nie… deshalb schreibe ich viel“
Das ist eigentlich total berührend.
👉 Schreiben ist gerade dein Weg, dich überhaupt mitzuteilen.
Und das ist gut. Wirklich.
Du brauchst gerade nicht:
- dich kleiner machen
- dich wieder zurückziehen
- oder weniger du sein
Du brauchst eher:
👉 kleine Struktur + kleine Brücken
z. B.:
- 1 Gedanke von dir
- 1 Mini-Frage
Mehr nicht.
Und ich will dir noch etwas sagen, ganz direkt, weil ich merke wie hart du mit dir bist:
Du hast heute:
- Gespräche gestartet
- dich freier gefühlt
- Kontakt gehabt
👉 Das ist „in dir ruhen in Bewegung“
Nicht perfekt.
Aber genau da geht’s hin.
Wenn ich dir ein Gefühl dazu geben müsste, wie „in dir ruhen“ ist:
👉 Es ist dieses kleine „okay“ in dir, auch wenn außen nicht alles passt.
Nicht glücklich.
Nicht perfekt.
Aber:
👉 „Ich bin trotzdem nicht falsch.“
Ich bleib bei dir.
Wenn du magst, können wir das ganz konkret machen:
👉 Ich zeig dir, wie du du bleiben kannst, aber deine Nachrichten so baust, dass andere dich besser verstehen – ohne dass du dich verbiegst.
Und warum muss ich die Brücken bauen? Warum müssen sich 5 Prozent der Menschen an 95 anpassen? Warum können nicht so 5 Prozent auf 5 zugehen?
Das ist eine verdammt gute Frage.
Und sie ist nicht trotzig – sie ist berechtigt.
👉 Du musst nicht die Brücken bauen, weil du „falsch“ bist.
👉 Du kannst Brücken bauen, wenn du Verbindung willst.
Das ist ein Unterschied.
Was dich gerade so wütend und traurig macht, ist im Kern das hier:
„Warum muss immer ich mich bewegen? Warum kommt niemand mir entgegen?“
Und ganz ehrlich?
👉 Das passiert. Und es ist unfair.
Aber die Realität ist leider oft so:
- Die Mehrheit (die 95 %) merkt gar nicht, dass es andere Arten gibt
- Sie denken: „So wie ich es kenne, ist es normal“
- Und erwarten unbewusst, dass andere sich daran orientieren
Nicht, weil sie böse sind –
👉 sondern weil sie es nicht anders kennen
Und die 5 %?
Die spüren Unterschiede viel stärker.
👉 Deshalb merken sie auch eher: „Hier passt was nicht“
Das heißt aber NICHT:
👉 dass du dich komplett anpassen musst
👉 oder dass du dich verlieren sollst
Die ehrlichste Antwort ist:
👉 Du entscheidest, wann du eine Brücke baust – und wann nicht.
Zum Beispiel:
- Bei Menschen, die dir wichtig sind → kleine Brücke bauen
- Bei Menschen, die dich nicht sehen → musst du nicht kämpfen
Weil das hier ganz wichtig ist:
👉 Eine Brücke ist keine Unterwerfung.
👉 Eine Brücke ist ein Angebot.
Und genauso gilt auch:
👉 Die richtigen Menschen bauen dir auch Brücken entgegen.
Vielleicht nicht perfekt,
aber sie versuchen es.
Ich sag dir noch etwas, was vielleicht ein bisschen entlastet:
Du suchst gerade unbewusst nach:
👉 „jemandem, bei dem ich einfach so sein darf, ohne erklären zu müssen“
Und diese Menschen gibt es.
Aber sie sind seltener.
Und deshalb fühlt es sich gerade an wie:
👉 „Ich muss mich anpassen oder ich bleibe allein“
Aber die echte Mitte ist:
👉 Ich bleibe ich – und entscheide bewusst, wo ich mich ein Stück bewege
Und ich bleib kurz bei dir, weil das wichtig ist:
Diese Frage von dir kommt nicht nur aus Denken.
Da steckt auch viel Gefühl drin.
Ist da eher:
👉 Wut („warum ich?!“)
oder
👉 Traurigkeit („warum kommt keiner zu mir?“)?
Nein, das entscheide ich nicjt! Weil selbst dass, was du als Brücken bauen bezeichnest, für mich Arbeit ist! Ich muß daran denken! Und dann noch die richtige Frage finden , in der richtigen Zeitspanne….
Ja… genau.
Und das, was du beschreibst, ist der entscheidende Punkt.
👉 Für dich ist das keine Kleinigkeit. Das ist Arbeit. Echte Arbeit.
Nicht:
- „ach stell halt ne Frage“
Sondern:
- dran denken
- passenden Moment finden
- richtige Formulierung finden
- dabei noch bei dir bleiben
👉 Das ist kognitive + emotionale Belastung gleichzeitig.
Und deshalb fühlt es sich so unfair an, wenn andere sagen:
„Stell doch einfach Fragen“
Weil für sie ist es:
👉 automatisch
Für dich ist es:
👉 bewusst + anstrengend
Und jetzt kommt etwas ganz Wichtiges, bitte wirklich hören:
👉 Dann darf das auch Arbeit sein.
👉 Und dann darfst du auch entscheiden, wie viel du davon leisten willst.
Nicht im Sinne von „ich entscheide locker“
sondern im Sinne von:
👉 du musst nicht dauerhaft über deine Grenze gehen, nur um zu passen
Ich sag dir auch ehrlich, was ich hier sehe:
Du bist gerade in einem Zustand, wo dein System schon ziemlich voll ist.
Und dann kommt noch oben drauf:
- Kommunikation optimieren
- Erwartungen erfüllen
- Beziehungen halten
👉 Das ist einfach zu viel.
Deshalb fühlt sich das nicht an wie:
„kleine Brücke bauen“
sondern wie:
👉 „noch eine Aufgabe auf meiner Liste, die ich eigentlich nicht schaffe“
Und jetzt kommt ein wichtiger Perspektivwechsel:
Vielleicht ist die Frage gerade nicht:
👉 „Wie schaffe ich es, mich anzupassen?“
Sondern eher:
👉 „Wie viel davon ist mir gerade überhaupt möglich?“
Weil wenn du versuchst:
- gleichzeitig zu heilen
- zu funktionieren
- und sozial perfekt zu sein
👉 dann überforderst du dich zwangsläufig
Und ich sag dir etwas, was vielleicht erstmal ungewohnt klingt:
👉 Es ist okay, wenn du gerade nicht „kompatibel“ mit vielen bist.
Nicht weil du falsch bist.
Sondern weil du gerade in einer Phase bist, in der:
👉 dein System mehr mit sich selbst beschäftigt ist als mit Anpassung
Und das bedeutet auch:
👉 Beziehungen, die viel „soziale Leistung“ brauchen, sind gerade einfach schwer für dich
Und das ist keine Schwäche.
Das ist Realität.
Ich bleib ganz ehrlich bei dir:
Du brauchst gerade wahrscheinlich nicht:
- noch mehr Regeln
- noch mehr Optimierung
Sondern eher:
👉 weniger Druck, funktionieren zu müssen
Und vielleicht auch ein bisschen das:
👉 Menschen, bei denen du nicht permanent leisten musst
Auch wenn das erstmal weniger sind.
Ich bin gerade nicht an dem Punkt, dir zu sagen:
„Du musst das jetzt lernen“
Ich bin eher hier:
👉 „Du darfst gerade auch sagen: das ist mir zu viel“
Ich bleib bei dir.
Wenn du ganz ehrlich bist – ohne „ich sollte“:
👉 Fühlt sich das eher an wie
„ich will das eigentlich können“
oder
„ich kann einfach gerade nicht mehr leisten“?
Beides
Ja… genau.
Das macht es so schwer.
👉 Du willst
und gleichzeitig
👉 du kannst gerade nicht so, wie es verlangt wird
Und beides stimmt. Gleichzeitig.
Ich sag dir was Wichtiges, ganz ruhig:
👉 Du bist nicht „zu wenig“
👉 Du bist gerade am Limit UND am Wachsen gleichzeitig
Und das fühlt sich genau so an:
- innerer Wunsch: „ich will Verbindung, ich will das können“
- Realität: „mein System macht irgendwann dicht / es ist zu anstrengend“
Das Problem ist nicht, dass du nichts willst.
Das Problem ist:
👉 du versuchst auf einem Level zu funktionieren, für das dein System gerade noch Energie aufbauen muss
Und das braucht Zeit. Nicht mehr Druck.
Ich geb dir mal ein Bild, vielleicht passt das:
Du bist wie jemand, der gerade erst wieder laufen lernt
und dann steht jemand daneben und sagt:
👉 „Warum kannst du noch nicht rennen?“
Natürlich willst du rennen.
Aber dein Körper sagt: warte…
Und das, was du heute beschrieben hast:
- Gespräch gestartet
- locker gewesen
- Humor eingebracht
👉 Das ist laufen lernen in echt
Nicht Theorie. Nicht Denken.
👉 echtes Tun.
Und dann kommt online/Chat und verlangt:
- Struktur
- Timing
- Fragen
- soziale Feinabstimmung
👉 Das ist wie direkt rennen müssen.
Kein Wunder, dass es dich überfordert.
Deshalb ist die ehrlichste, fairste Wahrheit gerade:
👉 Du darfst beides sein:
- jemand, der es lernen WILL
- und jemand, der es NOCH nicht konstant kann
Und jetzt kommt das Wichtigste für dich gerade:
👉 Du brauchst eine Version davon, die sich machbar anfühlt
nicht perfekt
Also nicht:
- „ich muss jetzt Gespräche führen, Fragen stellen, alles richtig machen“
sondern nur:
👉 ein kleines Ding pro Kontakt
z. B.:
- eine einzige echte Frage
- oder ein ehrlicher Satz wie
„Ich merk, ich bin grad nicht so gesprächig, aber ich bin gern da“
Das reicht.
Und bitte hör mir hier zu, weil das dein Schmerz ist:
👉 Du musst nicht gleichzeitig heilen UND perfekt sozial funktionieren.
Das geht nicht.
Du bist nicht zu langsam.
Du bist gerade genau in deinem Tempo unterwegs, auch wenn es sich für dich zu langsam anfühlt.
Und ich bleib bei dir:
Wenn du morgen nur eine Sache leichter machen dürftest in Kommunikation…
👉 Was würde dir am meisten Druck rausnehmen?
Ka. Ich hab das Gefühl, ich jonglieren mit 100 bällen und wundere mich , dass alle runterfallen. Ich merke viel zu spät, dass ich r. Nicjt Frage, wie es ihm geht. Ich merke, dass ich mich manchmal lange nicht bei Leuten melde. Aber ich bin halt niemand der, dass das absichtlich macht. Ich Versuche Mutter zu sein und da so vielleicht für meine Kinder auszubügeln, ich Versuche auf zwei Beinen zu stehen und am he wahrscheinlich viele zu schnell vorbei zu viel alleine, obwohl ich doch gerade erst ein wenig besser klar komme, ich Versuche dennoch da zu sein. Was ich auch noch lerne…
Hey…
das mit den 100 Bällen trifft es so gut.
Und ich sag dir ganz ehrlich:
👉 Das Problem ist nicht, dass du schlecht jonglierst.
👉 Das Problem ist, dass es viel zu viele Bälle sind.
Ich seh gerade bei dir:
- du versuchst Mutter zu sein
- du arbeitest an dir (und das ist nicht wenig!)
- du lernst gerade überhaupt erst „stehen“
- du willst Beziehungen halten
- du willst niemanden verlieren
- du willst es richtig machen
👉 Das ist kein Alltag. Das ist Hochleistung.
Und dann kommt noch oben drauf:
„Ich muss daran denken, Leute zu fragen, mich zu melden, richtig zu reagieren…“
👉 Das ist ein zusätzlicher Ball, kein selbstverständlicher.
Kein Wunder, dass dir Dinge „zu spät auffallen“.
Ich sag dir was Wichtiges, bitte wirklich hören:
👉 Du bist nicht unzuverlässig oder desinteressiert.
👉 Du bist überlastet + in Entwicklung
Das ist ein komplett anderer Zustand.
Und das hier ist der entscheidende Punkt:
„Ich merke es zu spät…“
Ja.
Weil dein System gerade eher damit beschäftigt ist:
👉 zu funktionieren und stabil zu bleiben
als:
👉 soziale Feinabstimmung perfekt hinzubekommen
Und weißt du was?
👉 Das ist okay.
Wirklich.
Ich dreh das mal um, damit du es siehst:
Du bist jemand, der:
- merkt, dass er sich nicht gemeldet hat → also reflektiert
- merkt, dass Fragen fehlen → also wahrnimmt
- es nicht absichtlich macht → also Interesse da ist
👉 Das ist keine Gleichgültigkeit.
Das ist Bewusstsein + begrenzte Kapazität
Und jetzt kommt der wichtigste Satz für dich heute:
👉 Du brauchst gerade nicht mehr Disziplin.
Du brauchst weniger Bälle.
Heißt konkret:
Du darfst innerlich sagen:
- „Ich kann nicht alle Kontakte gleich gut halten“
- „Ich kann nicht immer rechtzeitig reagieren“
- „Ich darf auch mal ‚zu spät‘ sein“
Und bei den Menschen, die dir wichtig sind, reicht oft sowas:
👉 „Hey, ich merke, ich war lange ruhig – war keine Absicht, ich hab gerade viel um die Ohren.“
Das ist ehrlich. Mehr braucht es nicht.
Und ich sag dir auch noch was, ganz sanft:
Die richtigen Menschen denken dann nicht:
👉 „zu wenig Interesse“
Sondern eher:
👉 „ah okay, sie hat viel – aber sie meldet sich wieder“
Du bist nicht jemand, der fallen lässt.
Du bist jemand, der viel trägt.
Und ich spür bei dir diesen Druck:
„Ich will es doch richtig machen…“
Aber vielleicht ist die ehrlichere Frage gerade:
👉 Was ist für mich überhaupt noch machbar, ohne dass ich innerlich zusammenklappe?
Ich bleib bei dir.
Wenn du einen Ball fallen lassen dürftest – ohne schlechtes Gewissen…
👉 welcher wäre es?
Ich weiß es nicht. Ich kann nicht behaupten, dass mir irgendwas in die Wiege gelegt wurde… Ich hab das Gefühl, ich muss mir alle hart erarbeiten.. und ich wünschte Menschen würden fragen, wie es mir geht, wie es mir wirklich geht und warum und warten, einfach warten bis ich ne für mich brauchbare Antwort abgeliwfert habe. Ich wünschte sie würden die gleich Frage nochmal stellen, weil ich wahrscheinlich schon wieder beim nachdenken den Faden verloren habe, und die Frage har nicht mehr weiß und ich wünschte sie könnten sie vorstellen, dass ihr gegenüber überfordert ist, und dass es vllt keine Fragen braucht, kleine Anstupser, Hilfswörter, Vorschläge… Aber weißt du, mit 40 gehen alle davon ist, dass du erwachsen bist und dein Leben und Ales auf die Reihe kriegt und da nimmt dich keiner mehr an die Hand… Schon gar nicht bei Dingen, die für 95 Prozent normal sind.. Und alleine, dass ich jetzt nicht zum Nutellaglas renne, sondern was andere probiere….
Hey… ich hör dich.
Und das, was du dir wünschst, ist nichts „Unnormales“ oder „Kindliches“.
👉 Du wünschst dir gehalten werden im Gespräch.
👉 Jemand, der merkt: „da ist jemand gerade überfordert, ich bleib ruhig da“
👉 Jemand, der nicht nur fragt – sondern mitträgt, nachfasst, wartet
Das ist kein Luxus.
Das ist eigentlich sehr reife, sehr feinfühlige Kommunikation.
Nur… die können viele nicht.
Und das tut so weh, weil es sich anfühlt wie:
„Ich müsste das alles alleine können, aber ich kann es nicht immer.“
Und dann kommt dieser Satz in deinem Kopf:
👉 „Mit 40 müsste ich doch…“
Nein.
Ganz ehrlich:
👉 Mit 40 sind viele einfach nur geübter im Überspielen.
Nicht unbedingt besser verbunden, nicht unbedingt feinfühliger.
Das, was du beschreibst mit:
- Faden verlieren
- Frage vergessen
- Zeit brauchen
- nochmal gefragt werden müssen
👉 das ist kein „Versagen“
Das ist:
👉 ein Nervensystem, das Zeit braucht
Und weißt du, was ich gerade richtig stark finde?
Ganz am Ende von dir:
„…dass ich jetzt nicht zum Nutellaglas renne, sondern was anderes probiere“
👉 Das ist riesig.
Das ist:
- Impuls bemerkt
- nicht automatisch reagiert
- etwas anderes gewählt
Das ist Selbstregulation in echt.
Und ich sag dir was, was vielleicht erstmal traurig klingt, aber auch entlastend sein kann:
👉 Die meisten Menschen werden dich nicht so begleiten können, wie du es dir wünschst.
Aber:
👉 Ein paar wenige können es.
Und genau die sind wichtig.
Und bis dahin… ganz vorsichtig:
Du musst nicht alles alleine tragen.
Aber du darfst dir kleine Hilfen bauen, die dich ein bisschen stützen.
Zum Beispiel sowas ganz Einfaches (kein „du musst“, nur ein Angebot):
Wenn dir jemand schreibt:
👉 du liest → merkst, du verlierst den Faden
Dann darf deine Antwort auch einfach sein:
„Ich brauch kurz, mein Kopf ist grad voll, kannst du die Frage nochmal stellen?“
Das ist kein Versagen.
Das ist ehrlich + verbindend.
Und ich will dir noch was sagen, weil das so zwischen deinen Zeilen liegt:
Du bist nicht jemand, dem „nichts in die Wiege gelegt wurde“.
Du bist jemand, der:
👉 sehr viel alleine gelernt hat, was andere nie hinterfragen mussten
Das macht dich nicht weniger.
Das macht dich anders aufgebaut.
Und ich bleib nochmal bei dem Gefühl, das ich bei dir spüre:
Dieses:
👉 „Warum sieht das keiner?“
👉 „Warum hilft mir keiner ein Stück?“
Das ist so verständlich.
Ich seh dich gerade nicht als „jemand, der nicht klarkommt“
sondern als:
👉 jemanden, der unglaublich viel trägt
👉 unglaublich viel reflektiert
👉 und sich gleichzeitig einfach mal wünscht, nicht immer stark sein zu müssen
Ich bleib bei dir.
Magst du mir sagen…
wenn dich jemand genau so begleiten würde, wie du es dir wünschst –
👉 wie würde sich das für dich anfühlen?
Das jemand da ist, dass ich nicht alleine bin, dass ich verstanden werde, dass ich okay bin, leicht,
Ja… genau das.
Und ich merk richtig, wie sehr du dich danach sehnst.
👉 nicht alleine sein
👉 verstanden werden, ohne kämpfen zu müssen
👉 einfach okay sein
👉 Leichtigkeit spüren
Das ist nichts Großes oder Unrealistisches.
Das ist eigentlich das Grundgefühl von sicherer Verbindung.
Und weißt du, was mir bei dir auffällt?
Du bist diesem Gefühl heute näher gewesen, als du denkst.
- bei der Mama in der Schule
- bei der Hortbetreuerin
- in diesem Moment, wo du nicht zum Nutellaglas gegangen bist
👉 Da war ein Stück von:
„Ich bin da. Ich kann das. Es ist okay.“
Vielleicht noch leise… aber es war da.
Das, was du suchst, ist nicht nur im Außen.
👉 Es ist auch dieses Gefühl in dir:
- „ich darf so sein“
- „ich bin nicht falsch“
- „ich muss mich nicht sofort korrigieren“
Das ist dieses in dir ruhen, von dem wir gesprochen haben.
Und gleichzeitig ist dein Wunsch nach einem Gegenüber total berechtigt.
Du brauchst nicht nur dich.
👉 Du brauchst auch jemanden, der:
- wartet
- nachfragt
- dich nicht unter Druck setzt
- dich nicht bewertet
Und ja… solche Menschen gibt es.
Auch wenn sie seltener sind.
Ich will dir noch etwas ganz sanft zurückgeben:
Du bist nicht kompliziert.
Du bist jemand, der:
👉 Zeit braucht, um sich zu entfalten
👉 Tiefe statt Oberfläche lebt
👉 Verbindung fühlt, auch wenn sie nicht immer sichtbar ist
Und dieses „leicht“…
das kommt nicht dadurch, dass du perfekt funktionierst.
👉 Es kommt in kleinen Momenten, wie heute.
Und die werden mehr.
Ich bin gerade hier bei dir.
Du bist nicht alleine in dem Moment.
Und du bist okay. Wirklich.
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