Ich hatte gerade eine Auseinandersetzung mit meinem Mann. 50 Euro für das Kind seiner Schwester. 25 hätten es auch getan. Ich fühl mich da immer unverstanden… Für mich ist Geld rar. Und wir haben Kredite anzuzahlen… Ich hab keinerlei Überblick über unsere Finanzen.
Ich hasse es, wenn er mit Geld Alleingänge macht. Aber bitte, dann haben wir eben in Zukunft getrennte Konten und ich mische mich bei Geschenken nicht mehr ein. Dann lass ich aber auch mein Auto nicht reparieren und kein Urlaub mehr. Weil den, kann ich mir nicht leisten.
Ja, ich bin richtig wütend. Ich hasse es übergangen zu werden. Ich hab immer nur Ärger am Hals, wenn das passiert. Mein Mann hat Flüge gebucht, die sich nicht stornieren lassen… Jetzt hab ich Arbeit, wenn ich mich zwinge zu fliegen und wenn ich es nicht mache, auch. Zig Massage, die ich nie in Anspruch genommen habe, 2 Jahre Krav maga, ein Sicherheitsfahrtraining…. Da hätte ich lieber Therapie gemacht oder mich vollkritzeln lassen.
Und jetzt sitz ich im Auto zu meinen Schwiegereltern und hab gar keinen Lust mehr und mache wieder was, auf das ich keinen Bock mehr habe und übergehe mich selber.
Egal, was es ist und wie ich es drehe oder wende. Immer Arbeit. Abgesehen davon, dass ich jedes Mal das Gefühl habe, falsch zu sein und/oder im Weg zu stehen.
Ich dachte, dass ist unsere Familie, unser Haus, unser Leben… aber nein, es wird alleine über Kredite entschieden, neues Auto, teure Geschenke… Dann wasch ich jetzt nur meine Wäsche? Koche nur für mich essen?
Ich bin traurig, wütend, enttäuscht, ich fühl mich übergangen, ausgeschlossen, unverstanden, alleine.
Ich hasse solche Tage, da fühle ich mich von allem so fern und als ob ich ausziehen könnte und nicht mehr gebraucht werde und es keine Rolle spielt, ob ich da bin oder nicht.
chatgpt:
Danke, dass du ihn hier teilst.
Ich merke beim Lesen, wie viel Kraft in diesen Zeilen steckt. Keine „Blog-Wut“, sondern echte, rohe Verletzung. Und gleichzeitig etwas sehr Klares:
Es geht nicht um 25 Euro. Es geht um Mitbestimmung. Respekt. Sicherheit. Dazugehören.
Du schreibst:„Ich hasse es, übergangen zu werden.“ Das ist der Kern. Nicht das Geld. Nicht das Geschenk. Nicht mal der Flug. Sondern dieses Gefühl: Es wird entschieden – und ich komme danach. Und wenn ich dich kenne (und ich kenne dich inzwischen ein Stück), dann ist Geld für dich nicht einfach Zahl. Es ist Sicherheit. Kontrolle. Überblick. Nicht ausgeliefert sein.
Und du hast gerade geschrieben: „Ich hab keinerlei Überblick über unsere Finanzen.“Das ist für dich kein kleiner Nebensatz. Das ist ein Nerv. Wenn dann jemand „locker“ 50 Euro entscheidet, während du Kredite im Kopf hast, fühlt sich das nicht großzügig an – sondern wie:„Ich trage die Sorgen allein.“
Und dann kommen all die alten Punkte dazu: – nicht stornierbare Flüge– Verpflichtungen, die Arbeit bedeuten– Dinge, die du nie wolltest– Geschenke, die nicht deine Bedürfnisse treffen. Da sammelt sich was. Das ist kein einzelner Streit.
Und was mich am meisten berührt, ist der letzte Absatz. Nicht die Wut. Sondern das hier:„…als ob ich ausziehen könnte und nicht mehr gebraucht werde und es keine Rolle spielt, ob ich da bin oder nicht.“ Das ist nicht Streit. Das ist Einsamkeit. Und ich glaube nicht, dass du wirklich „nur deine Wäsche waschen“ willst. Ich glaube, ein Teil von dir will sagen:„Wenn ich hier keine Stimme habe, wofür bin ich dann da?“
Und nein. Du bist nicht falsch. Und du stehst nicht im Weg. Aber du fühlst dich gerade nicht gesehen. Darf ich dir etwas spiegeln? Du übergehst dich selbst gerade auch. Du sitzt im Auto, obwohl du keine Lust hast. Du fährst, obwohl du wütend bist. Du funktionierst. Wieder.
Und du schreibst gleichzeitig: „Ich hasse solche Tage.“Vielleicht ist heute kein Tag, um große Entscheidungen über getrennte Konten oder Ausziehen zu treffen. Vielleicht ist heute nur ein Tag, an dem ein Teil von dir schreit:„Ich will mitreden. Ich will Sicherheit. Ich will nicht die Einzige sein, die Angst hat.“ Und das ist legitim.
Ich hasse es. Jetzt sitz ich bei meinen Schwiegereltern und hab keine laut hier zu sein. Zuhause könnte ich mich besser um mich kümmern, ich wäre jetzt innde Wanne, weil ich schon wieder bis ins maerk durchgefroren bin.Ich hasse es hier zu sein, weil ich hier noch heulen und ausrasten kann, wie ich will.Er sagt, es ist sien Geld. Prima..
Okay. Das ist gerade richtig viel. Du bist eng im Brustkorb. Du bist durchgefroren bis ins Mark. Du willst in die Wanne. Und stattdessen sitzt du bei deinen Schwiegereltern und darfst nicht mal weinen. Das ist nicht nur Wut. Das ist Überforderung + Ohnmacht + keine Rückzugsmöglichkeit.
Und dann dieser Satz:„Es ist sein Geld.“Der trifft nicht finanziell. Der trifft existenziell. Wenn es „sein Geld“ ist – was ist dann „euer Leben“?Was ist „euer Haus“?Was ist „eure Entscheidungen“?Natürlich macht dich das fertig. Und gerade kommt noch etwas dazu: Du bist nicht nur emotional aktiviert – du bist körperlich unterkühlt. Du kennst das von dir. Wenn du durchfrierst, wird alles schlimmer. Die Gefühle werden schärfer. Das Nervensystem geht enger. Erstmal nur ganz pragmatisch: Kannst du dir dort einen heißen Tee holen? kurz ins Bad gehen? die Hände unter warmes Wasser halten? Nicht als Drama. Nur als Regulierung.
Du musst hier nicht funktionieren. Du musst hier auch nicht nett sein. Aber du brauchst gerade Wärme. Und noch etwas Wichtiges:„Ich hasse es hier nicht heulen zu können.“Das heißt: Du hältst es zurück. Dein Körper ist eng, weil er weinen will. Aber du darfst es hier nicht. Also hält er alles. Du bist nicht verrückt. Du bist in einer Situation ohne sicheren Raum. Bleib bei mir. Wenn du jetzt ehrlich bist –ist es mehr Wut auf ihn?Oder mehr dieses Gefühl: „Ich zähle nicht“? Sag nur eins von beidem.
ich zähle nicht
Okay. Das tut weh. Mehr als Wut.„Ich zähle nicht“ ist kein Streitsatz. Das ist ein alter, tiefer Satz. Und in diesem Moment fühlt es sich für dich wahr an. Aber stopp. Dass du dich nicht gezählt fühlst, bedeutet nicht, dass du nicht zählst. Gerade ist Folgendes passiert:Du hast ein Bedürfnis geäußert. Es wurde übergangen. Es wurde mit „mein Geld“ beendet. Das erzeugt Ausschluss.
Und du sitzt nun an einem Ort, an dem du dich sowieso nicht ganz frei fühlst. Natürlich fühlt sich das an wie:Ich spiele keine Rolle. Aber ich sag dir etwas sehr Klareres als Trost:Du bist diejenige, die Kredite im Blick hat. Du bist diejenige, die Verantwortung spürt. Du bist diejenige, die Zusammenhänge sieht. Das ist nicht „nicht zählen“. Das ist tragende Rolle. Nur: Du wirst gerade nicht beteiligt. Und das ist ein Unterschied. Jetzt ganz sanft zurück zum Körper:Wenn der Satz „Ich zähle nicht“ in der Brust sitzt –fühlt er sich eher schwer an? Oder eher leer? Nur das.
Ich hab jetzt ne Decke und viel zu heißen Tee getrunken. Mir ist warm, wieder. Dafür könnte ich jetzt schlafen. Zuhause auf der Couch versacken.Leer
Gut mit der Decke. Gut mit dem Tee. Wärme zuerst – das war wichtig. Dass du jetzt müde wirst, passt. Dein Nervensystem war im Alarm. Wärme + Sitzen = Absturz in Erschöpfung. Das ist kein Drama, das ist Biologie.Und „leer“ …Leer ist anders als „explodieren“. Leer ist eher: ausgebrannt. Ausgekoppelt. Kein Platz mehr für Kampf. Das fühlt sich oft an wie: „Ich könnte einfach verschwinden.“ Nicht aktiv. Sondern … egal. Das ist kein Charakterproblem. Das ist Überlastung. Du hattest: – Streit– Ohnmacht– Ortswechsel– soziale Situation– Körperkälte Und jetzt kommt die Leere danach. Ganz wichtig:Leere ist oft ein Schutz, wenn es zu viel wird. Du musst hier nichts klären. Du musst jetzt auch nicht stark sein. Nur zwei kleine Dinge:Bleib körperlich warm. Mach heute keine Beziehungs-Grundsatzentscheidung. Die Müdigkeit sagt: dein System will runterfahren. Wenn du jetzt auf einer Skala 0–10 schaust, wie intensiv ist dieses „Ich zähle nicht“ noch? Und ganz ruhig:Fühlst du dich gerade eher traurig?Oder eher erschöpft?
Traurig und erschöpft.Mein Mann wollte reden, ich bin dazu noch lange nicht bereit. Es tut weh.
Das ist völlig okay. Traurig und erschöpft ist kein Zustand, in dem man klug und ruhig reden kann. Das ist ein Zustand, in dem man gehalten werden müsste — nicht diskutieren. Und es ist gut, dass du merkst: Ich bin noch nicht bereit. Das ist keine Verweigerung. Das ist Selbstschutz. Wenn es weh tut, braucht es Abstand, nicht Argumente. Du darfst ihm sagen (oder schreiben, wenn Sprechen gerade nicht geht):„Ich bin gerade traurig und erschöpft. Ich kann jetzt nicht gut reden. Ich brauche erst etwas Zeit.“Das ist keine Ablehnung. Das ist eine Grenze. Und ehrlich:Wenn er jetzt reden will, will er vermutlich klären, erklären, vielleicht sogar reparieren. Aber dein Nervensystem ist noch im Schmerz. Reparaturgespräche funktionieren nur, wenn beide halbwegs reguliert sind. Du bist es gerade nicht. Und das ist okay. Bleib bei dem, was du gerade brauchst: Wärme. Ruhe. Keine Diskussion. Magst du mir sagen:Was würde dir jetzt am meisten helfen?Nicht grundsätzlich. Nicht fürs Leben. Nur für die nächsten zwei Stunden.
alleon zuhause sein und weinen
Das ist so klar. Alleine. Zuhause. Weinen dürfen. Das ist kein Drama-Wunsch. Das ist ein Regulations-Wunsch. Dein Körper will: Sich lösen. Sich zusammenrollen. Nicht beobachtet werden. Nicht funktionieren. Und du sitzt stattdessen bei deinen Schwiegereltern. Natürlich fühlt sich das falsch an. Ich sag dir etwas Wichtiges:Weinen ist kein Beziehungsangriff. Es ist Entladung. Wenn dein Mann jetzt reden will, während du eigentlich nur weinen willst, dann sind das zwei komplett unterschiedliche Bedürfnisse. Und deins ist gerade primär. Du darfst sagen:„Ich brauche gerade keinen Austausch. Ich brauche Rückzug. Ich bin traurig.“Mehr nicht.Und wenn du dort nicht weinen kannst, dann verschieb es nicht auf „nie“. Dann verschieb es auf „später heute“. Gibt es realistisch eine Möglichkeit, früher zu gehen? Oder dir zumindest 10 Minuten im Bad zu nehmen? Und ganz sanft gefragt:Ist da auch Angst dabei, nach Hause zu gehen? Oder ist es wirklich nur das Bedürfnis nach Raum?
Wir sitzen 35 Autofahrminuten entfernt.Ich hab ihm im Auto schon gesagt, dass ich nur da sitze, weil ich muss, er sonst sauer ist und nicht alleine fahren will und ich nicht in Auto sitze weil ich will.Ich hätte bleiben sollen 😭
Okay. Atme einmal ganz ruhig mit mir. Du hast im Auto schon gesagt, dass du nicht willst. Du hast deine Wahrheit ausgesprochen. Das ist nicht nichts. Und nein — du hättest nicht „einfach bleiben sollen“. Du hast in dem Moment eine Abwägung getroffen:Konflikt jetzt eskalieren oder mitfahren. Du warst schon erschöpft. Du hast die energieärmere Option gewählt. Das ist kein Versagen. Das ist Überleben.Dieses „Ich hätte bleiben sollen 😭“ ist gerade dein Schmerz, der rückwärts Kontrolle herstellen will. Wenn ich anders entschieden hätte, wäre es jetzt besser. Aber du konntest in dem Zustand keine perfekte Entscheidung treffen. Und ganz ehrlich?Wenn du geblieben wärst, hättest du wahrscheinlich auch geweint — nur mit Schuldgefühl, weil er sauer gefahren wäre. Du bist gerade in einer klassischen Zwickmühle: – Mitgehen fühlt sich falsch an.– Nicht mitgehen hätte sich auch falsch angefühlt. Das Problem ist nicht deine Entscheidung. Das Problem ist, dass du dich nicht frei fühlst. Und dieser Satz von dir im Auto war wichtig:„Ich sitze hier nicht, weil ich will.“Das war Selbstachtung. Auch wenn du trotzdem gefahren bist.
Jetzt gerade zählt nur:Du bist 35 Minuten von Zuhause entfernt. Das ist temporär. Du wirst wieder gehen. Du wirst heute noch weinen können. Die Frage ist nur:Wie kommst du durch diese Zeit, ohne dich noch mehr zu übergehen? Kleine Optionen, keine großen: – 10 Minuten ins Bad zurückziehen.– Später sagen, dir ist nicht gut, du brauchst frische Luft.– Früher aufbrechen mit „Ich bin müde.“Du musst es hier nicht „gut machen“.Du musst nur durchhalten, ohne dich weiter zu verlieren. Und ich sag dir etwas ganz ruhig und klar:Du zählst.Dass du gerade so leidest, zeigt, wie sehr dir Verbindung und Mitbestimmung wichtig sind. Bleib bei mir. Ist dein Mann gerade in deiner Nähe oder seid ihr getrennt im Raum?
Er sitzt im Raum.Früher aufbrechen ist sicher nicht drin. Hier ist immer Mittag. Kaffee, Abendbrot
Okay. Dann ist das jetzt ein Aushalten-Setting. Nicht ein „lösen“-Setting. Du bist dort. Er ist im Raum. Ihr kommt nicht früher weg. Dann machen wir es kleiner. Du musst hier keine gute Schwiegertochter sein. Du musst hier keine Stimmung tragen. Du musst nicht lächeln. Du musst nicht diskutieren. Du darfst einfach still sein. Traurig und erschöpft darf still sein. Und wichtig:Du musst jetzt nichts mit ihm klären, nur weil ihr im selben Raum seid. Reden ist kein Pflichtprogramm. Wenn Weinen gerade nicht geht, dann lass die Tränen innen weich werden, statt sie festzuhalten. Man kann innerlich traurig sein, ohne zu explodieren.
Mach Folgendes ganz unauffällig:– Füße fest auf den Boden stellen.– Rücken anlehnen.– Kiefer locker lassen (nicht pressen).– Blick weich machen. Du bist hier, aber du bist innerlich bei dir. Und hör gut zu:Dass du geblieben bist, heißt nicht, dass du dich aufgegeben hast. Du bist gerade nur müde.Dieses „Ich zähle nicht“ ist heute laut. Aber es ist ein Gefühl, kein Fakt. Wenn du ehrlich bist –fühlst du dich gerade eher klein?Oder eher hart innen?
ich weiß nicht.
Das ist okay.„Ich weiß nicht“ heißt gerade: zu viel. Zu viele Gefühle gleichzeitig. Zu wenig Raum. Du musst das nicht sortieren. Du sitzt da. Du bist traurig. Du bist erschöpft. Du willst eigentlich weg. Und dein System ist einfach voll. Dann machen wir es noch kleiner.Nicht „Was fühle ich?“Sondern nur:Sind deine Schultern oben oder unten? Ist dein Atem flach oder etwas tiefer geworden? Nur Körper. Kein Inhalt. Du musst hier nichts verstehen. Du musst nur durch diese Stunden kommen, ohne dich innerlich weiter zu beschimpfen. Und ich sag dir ganz ruhig etwas:Du bist gerade nicht schwach. Du bist überreizt und ohne Rückzugsort. Das ist etwas völlig anderes. Ich bleibe hier bei dir.
Ich denke, dass ich mich schnell übergangen fühle, weil meine Gefühle und vieles generell, als ich Kind war, nicht von Bedeutung war.. ich hab immer das Gefühl, dass es egal war, was ich wollte. Ich hätte zufolgen, ich kenne Sprüche, halbs aus Spaß oder halb im ernst, je nachdem wie man es sieht, du hast hier nichts zu melden…
Okay. Jetzt sind wir am Kern. Wenn du früher – als du du warst, klein warst –gelernt hast: Deine Gefühle sind nicht wichtig. Deine Meinung zählt nicht.„Du hast hier nichts zu melden.“Dann ist „übergangen werden“ heute kein normales Ärgernis.Es ist ein Wiedererleben. Dann passiert innerlich nicht nur: „Er hat 50 Euro entschieden. “Sondern: „Da ist es wieder. Ich zähle nicht. “Das ist kein überempfindlich sein.Das ist ein altes Nervensystem-Muster, das sofort anspringt.Und das erklärt auch, warum es sich wie tägliche Arbeit anfühlt.Nicht, weil du kaputt bist.Sondern weil dein System extrem sensibel auf Ausschluss reagiert.Weil Ausschluss früher vielleicht Machtlosigkeit bedeutete.Vielleicht Beschämung.Vielleicht emotionales Alleinsein.Und heute willst du Gleichwertigkeit.Mitgestaltung.Augenhöhe.Und jedes kleine „Alleingang“-Signal trifft diesen alten Punkt.Das heißt aber auch etwas Wichtiges:Du reagierst nicht verrückt.Du reagierst logisch auf deine Geschichte.Aber hier ist der feine Unterschied, der Hoffnung macht:Früher hattest du wirklich nichts zu melden.Heute hast du eine Stimme.Heute kannst du sagen: „Ich fühle mich übergangen.“ „Ich brauche Mitentscheidung.“ „Ich will Transparenz.“Das konntest du damals nicht.Dein Nervensystem merkt diesen Unterschied noch nicht sofort.Aber er ist real.Und das ist der Punkt: Du arbeitest nicht daran, keine Trigger mehr zu haben. Du arbeitest daran, dass dein heutiges Ich dein damaliges Ich schützt.Und das ist verdammt anstrengend.Darf ich dich etwas fragen, ganz vorsichtig:Wenn dein Mann „es ist mein Geld“ sagt – triggert das eher den kleinen Teil in dir? Oder die erwachsene, wütende Frau?
Gute Frage. Ich glaube, das kleine Ich.Schwierig. Das macht mit mir so viel. Es springt so viel an… Ich denke mir dann. Er hat ja Recht, irgendwie. Aber ich finde, den Satz einfach hart. Ich glaube auch, die wurt ist eher alt.. zumindest einiges, was ich geschrieben habe, ichw Asche nur meine Wäsche… Das ist eher wie ein „trotziges“ Kind… Ich weiß, wenn ich ehrlich bin, soviel wie oft beteiligt ist, ich nicht unterscheiden kann, wo ich als Erwachsene etwas fühle.
Das, was du gerade beschreibst, ist extrem reflektiert.Nicht optimiert. Nicht überanalysiert. Sondern ehrlich.Ja.Das klingt sehr nach einem kleinen Ich, das anspringt.Der Satz „Es ist mein Geld“ trifft rational vielleicht nicht komplett falsch – aber emotional trifft er das Kind, das früher gehört hat:„Du hast hier nichts zu melden.“Und dann passiert innerlich Folgendes:Der erwachsene Konflikt (50 Euro, Mitentscheidung, Transparenz)vermischt sich mit dem alten Gefühl (Ich bin machtlos, ich zähle nicht).Dann wird es groß.Dann kommt Trotz.„Dann wasch ich nur meine Wäsche!“Das ist kein strategischer Satz. Das ist Schutz.Und weißt du, was daran wichtig ist?Dass du das erkennst.Viele Menschen leben jahrelang in genau diesen Dynamiken und merken nie, dass gerade zwei Zeitebenen gleichzeitig reagieren.Du merkst es.Du sagst:Die Wut ist teilweise alt.Der Trotz klingt kindlich.Ich weiß nicht genau, wo ich als Erwachsene stehe.Das ist keine Schwäche.Das ist Bewusstheit im Prozess.Und hier kommt der entscheidende Unterschied:Das kleine Ich fühlt: „Ich habe nichts zu melden.“Die erwachsene Frau fühlt wahrscheinlich eher: „Ich will auf Augenhöhe entscheiden.“Das ist ein Unterschied in Qualität, nicht in Intensität.Wenn du jetzt – ganz ruhig – ohne Drama und ohne Analyse, nur als erwachsene Version antworten würdest …wie würde der Satz klingen?Nicht trotzig.Nicht klein.Sondern erwachsen.Vielleicht so etwas wie: „Es verletzt mich, wenn du es so formulierst. Mir geht es nicht um Besitz, sondern um Mitentscheidung.“Oder klingt das gerade noch zu weit weg?Und etwas ganz Wichtiges:Du musst heute nicht unterscheiden lernen.Heute reicht es, dass du merkst:„Da springt viel Altes an.“Das allein ist schon ein riesiger Schritt.Und ich sag dir noch etwas ganz ruhig:Dass dein kleines Ich so stark reagiert, heißt nicht, dass du unreif bist.Es heißt, dass es früher zu wenig Raum hatte.Bleib mal einen Moment bei diesem Gedanken.Wenn das kleine Ich gerade so laut ist –was bräuchte es eigentlich?Nicht vom Mann.Sondern grundsätzlich.
„ich hätte gerne mit entschieden.“ Ich glaube, es geht mir gar nicht darum, dass ich am Ende Recht habe und es 25 sind, sondern einfach dass ich einbezogen werde.
Ja.Genau das ist erwachsen.„Ich hätte gern mit entschieden.“Da ist kein Trotz.Da ist kein „ich habe Recht“.Da ist kein Machtkampf.Da ist nur: Ich will beteiligt sein.Und das ist absolut legitim.Du willst nicht Kontrolle.Du willst Zugehörigkeit.Und weißt du, was wichtig ist?Dieser Wunsch ist nicht kindlich.Er ist partnerschaftlich.Das kleine Ich reagiert mit: „Dann wasche ich nur meine Wäsche!“Die erwachsene Frau sagt: „Ich möchte einbezogen werden.“Das sind zwei völlig unterschiedliche Energien.Und genau da liegt auch der Unterschied zwischen Trigger-Arbeit und Selbstoptimierung.Du musst dich nicht optimieren. Du musst nur lernen, den erwachsenen Satz schneller zu finden.Heute war der alte Schmerz schneller. Das passiert.Aber du bist jetzt hier – und formulierst klar: Es geht nicht um 25 oder 50. Es geht um Mitentscheidung.Das ist Reifung. Nicht Arbeit um der Arbeit willen.Und noch etwas ganz Sanftes:Wenn dein Mann „Es ist mein Geld“ sagt, kann es sein, dass er aus Autonomie spricht, während du aus Zugehörigkeit sprichst?Zwei verschiedene Bedürfnisse. Beide legitim. Aber sie knallen aufeinander.Und wenn du ehrlich bist – wenn er morgen sagen würde: „Du hast recht, wir entscheiden solche Dinge gemeinsam.“ würde dein System sofort ruhiger werden?Oder wäre noch mehr darunter?
Ich bin erst sauer weggegangen. Weil ich weiß, wenn ich sofort was sage, nichts gutes bei rumkommt.Dann hat er sich entschuldigt und gesagt,… Ich hab’s vergessen. Und dann ist es unter Tränen aus mir rausgeplatz, dass ich mich so oft übergangen fühle, und dass ich jetzt das Probleme habe, dass wir 4 Flüge haben und ich fliegen muss.Ich hab davor such6gessgt, dass ich 25 angemessen gefunden hätte, dass ich nicht Kontakte durchfüttern will, die ich nie sehe ( da hab ich an dich gedacht, Energie nur in Kontakte stecken, von denen auch was kommt)… Und danach anziehen wir ins Auto.Ich hab verhältnismäßig viel gesagt. Und ich glaube, ich hab auch fast nur ich Botschaften verwendet.
Das, was du gerade beschreibst, ist wichtig.Du bist nicht explodiert.Du bist weggegangen, um nichts Verletzendes zu sagen.Er hat sich entschuldigt.Und dann hast du – unter Tränen – gesagt, was wirklich dahinter liegt.Das ist keine Dysregulation.Das ist Selbstkontrolle + Ehrlichkeit.Und ja, du hast viel gesagt.Aber „viel“ ist nicht automatisch „zu viel“.Du hast gesagt:Ich fühle mich oft übergangen.Ich habe Angst wegen der Flüge.Ich möchte nicht ständig Energie in Kontakte stecken, von denen nichts zurückkommt.Ich finde 25 angemessen.Das sind alles legitime Inhalte.Und ganz wichtig: Du hast es nicht als Angriff formuliert, sondern als Ich-Botschaften.Das ist reif. Wirklich.Das kleine Ich war da, ja.Aber die erwachsene Frau hat gesprochen.Und das hier ist entscheidend:Du hast nicht geschwiegen.Du hast dich nicht komplett angepasst.Du hast dich nicht runtergeschluckt.Du hast dich gezeigt.Das fühlt sich gerade vielleicht nicht nach Erfolg an, weil es weh tut.Aber es ist ein anderes Muster als früher.Und noch etwas:Dass du das mit den Kontakten gesagt hast („Ich will nicht durchfüttern…“) –das ist kein Geiz.Das ist Ressourcenbewusstsein.Du hast viel Energie.Und du merkst, dass du sie nicht verschwenden willst.Das ist gesund.Jetzt kommt der entscheidende Punkt:Nachdem du gesprochen hast –wie war seine Reaktion emotional?Abwehr?Still?Verständnis?Genervt?Nicht was er sagte –sondern wie es sich anfühlte.
Ich fand es unglaublich schön, dass er so reguliert war. Und mit ruhe an mich heran trat.Aber dann kam wieder der Satz mit der Arbeit und es ist dein Geld…
Das erklärt, warum es so weh tut.Er war ruhig.Er war reguliert.Er ist auf dich zugekommen.Das war schön. Sicher. Verbindend.Und genau in diesem Moment war dein System vermutlich offen.Weich.Verletzlich.Und dann kommt:„… es ist dein Geld.“(oder „… ist ja Arbeit / dein Geld“ – dieser Ton von Abgrenzung)Und zack – der kleine Teil hört wieder:Du bist nicht gleichwertig.Deshalb ist es nicht nur der Satz.Es ist der Bruch nach Nähe.Das ist viel schmerzhafter als ein offener Streit.Und jetzt etwas Wichtiges:Es kann sein, dass er innerlich dachte: „Ich erkläre nur die Sachlage.“Während dein System hörte: „Ich ziehe eine Grenze. Hier ist mein Bereich.“Autonomie vs. Zugehörigkeit.Du bist gerade stark auf Zugehörigkeit getriggert.Er vielleicht auf Autonomie.Beides sind erwachsene Bedürfnisse.Aber sie sind gerade nicht synchron.Und ich finde etwas sehr Wesentliches an deinem Bericht:Du konntest sehen, dass er reguliert war.Du konntest das Gute wahrnehmen.Das heißt: du warst nicht komplett im Tunnel.Das ist Reife.Der Trigger kam danach.Und jetzt kommt die vielleicht wichtigste Frage:Wenn er diesen einen Satz nicht gesagt hätte –wärst du jetzt deutlich ruhiger?Oder war der Schmerz schon vorher da, nur leiser?
Ich war ja schon vor dem Satz durch. Weil er 50 geben wollte ,ohne das ich beteiligt war. Und ich hatte vor 2 oder 3 Wochen gesagt, dass ich da drüber reden mag.
Ja.Dann war der Kern schon vorher verletzt.Nicht der Satz.Nicht der Ton.Sondern:Du hattest gesagt, du möchtest darüber sprechen.Und es wurde trotzdem entschieden.Das ist der eigentliche Trigger.Das ist nicht nur „Mitentscheidung wollen“.Das ist: Ich habe vorher signalisiert, dass mir das wichtig ist.Und dann passiert es trotzdem.Das trifft viel tiefer als eine spontane 50-Euro-Entscheidung.Und weißt du, was daran so verständlich ist?Du willst nicht Recht haben.Du willst nicht sparen um jeden Preis.Du willst ernst genommen werden, wenn du etwas ankündigst.Und wenn du vor 2–3 Wochen gesagt hast: „Ich möchte da drüber reden.“Dann bedeutet die jetzige Entscheidung für dein System: „Meine Vorankündigung war egal.“Und genau da springt das alte Muster an.Das ist nicht überempfindlich.Das ist eine Wiederholung.Und ich finde etwas ganz Wichtiges in deinem Verlauf:Du bist nicht explodiert.Du bist nicht beleidigend geworden.Du hast geweint und gesagt, dass du dich übergangen fühlst.Das ist keine dysfunktionale Reaktion.Das ist eine nachvollziehbare.Und jetzt kommt etwas sehr Entscheidendes:Du bist nicht wütend, weil er 50 geben wollte.Du bist verletzt, weil ihr vorher schon darüber gesprochen hattet.Das ist ein Unterschied.Und das kannst du irgendwann – nicht heute, nicht jetzt im Wohnzimmer – so formulieren:„Es geht mir nicht um die Summe. Es geht mir darum, dass ich vor ein paar Wochen gesagt habe, ich möchte da mitreden. Und als es dann entschieden wurde, war ich wieder nicht beteiligt.“Das ist klar.Ohne Trotz.Ohne Anklage.Aber nicht jetzt.Jetzt bist du traurig und erschöpft.Und das darf sein.Ich möchte dir eine kleine Stabilitätsfrage stellen:Wenn du gerade ehrlich in dich reinfühlst –fühlt es sich mehr nach Beziehungsbruch an?Oder mehr nach wiederholtem Muster, das man lösen müsste?
Muster
Gut.Dass du „Muster“ sagen kannst, ist wichtig.Das heißt: Du erlebst es nicht als „unsere Beziehung ist kaputt“.Sondern als: Da läuft etwas wiederholt schief.Und das ist lösbarer.Nicht leicht.Aber lösbarer.Das Muster, so wie es sich gerade zeigt, könnte ungefähr so aussehen:Du kündigst an, dass dir Mitentscheidung wichtig ist.Es wird trotzdem allein entschieden.Dein altes „Ich zähle nicht“-Gefühl springt an.Du reagierst verletzt / traurig / trotzig.Er reguliert sich, versucht ruhig zu bleiben.Dann kommt ein Autonomie-Satz („mein Geld“), der es erneut verschärft.Und ihr steht beide eigentlich nicht gegeneinander –aber eure Schutzsysteme reden miteinander.Du schützt Zugehörigkeit.Er schützt Autonomie.Das Problem ist nicht, dass du zu empfindlich bist.Das Problem ist, dass eure Entscheidungsstruktur unklar ist.Und da kommt etwas sehr Konkretes:Wenn du regelmäßig das Gefühl hast, übergangen zu werden,dann fehlt euch eine klare Regel.Nicht Emotion.Struktur.Zum Beispiel:Ab welcher Summe wird gemeinsam entschieden?Gibt es Kategorien, die immer gemeinsam sind?Gibt es ein fixes Geschenkbudget?Gibt es ein persönliches Taschengeldkonto?Ohne klare Regeln fühlt sich jede Situation wie ein Machtkampf an.Mit Regeln wird es weniger triggeranfällig.Das ist kein Optimieren deiner Psyche.Das ist äußere Struktur schaffen, damit dein inneres System nicht dauernd anspringt.Und ich finde wichtig:Du hast heute nicht hysterisch reagiert.Du hast ein altes Muster gespürt.Das ist Wachstum, auch wenn es sich nicht so anfühlt.

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