11.02.26 Ergotherapie Frau G.

von | 11. Februar 2026 17:43 | 0 Kommentare

zuletzt aktualisiert am 11. Februar 2026 20:31

Nach einem kurzen Update ging es wieder ans Hauptthema, Reden. Ich hab hier erzählt, dass mir erst das Introjekt im Wege stand, welches nach der letzten Aufstellung doch recht ruhig war. Dann hatte ich den hoch empathischen Moment als R. da war. Und seit mir meine Ma erzählte, dass meine Tante neulich sagte „wenn ich nicht wieder ausgeladen werden“, gefriert mir das Blut in den Adern, wenn ich an das Telefonat denke und sofort ihre Stimme im Ohr habe..

Mit Chatgpt hatte ich das schon besprochen, siehe letzter Post, dass es mir nicht bringt, wenn ich mich einer Situation aussetze, aus der ich völlig dysreguliert, als Verlierer hervorgehe und mein Innenkind die Vergangenheit wieder erlebt. Das wäre sehr kontraproduktiv und im schlimmsten Falle eine Retraumatisierung. Ich erklärte ihr dann, dass ich gern mit R. als Übungsfeld beginnen würde. Sie fragte nach schwierigen Themen, ich erläuterte, dass es wohl weniger an den Themen liegt, sondern an der Wichtigkeit der Verbindung und seiner Anwesenheit. Sprachnachrichten sind kein Problem. Telefon, hm naja…. aber Auge in Auge schlägt halt alles. Ihre Sicht war, dass ich bei direktem Kontakt Übertragungen ausgesetzte bin, heißt, irgendwas triggert und plötzlich sitzt nicht mehr R. vor mir sondern mein Opa etc. und dann bin ich nicht mehr 40, sondern die kleine Nancy von damals, die gelernt hat, Schweigen ist sicher.

Ergo, wir Tasten und langsam ran, un gute Erfahrungen und Sicherheit zu sammeln.

dann erzählte ich noch wild herum, ich weiß auch gar nicht mehr, wie ich bei 2024 und Ebingerode landete, aber es war gut so. Denn ich erzählte, dass alle Angst vor der Oberärztin hatten, sie hielt sich oft unter der Gürtellinie auf, ich aber nicht. Ich kenne das Spiel mittlerweile. Sie suchen eine Wunden Punkt und entblößen dich. Aber ich kann mittlerweile zu mir stehen. „Sie sind der Vermeider vorm Herrn!“. „Ja.“. Jahaaaaa. Das ist der Sinn eines Traumata. Meine Güte, wo habe die Uhr Wissen her! Klar, mein Körper will mich schützen, vor dem selben Schreck! Und ja, ich konnte damals keine Flashbacks beenden, ich konnte mich nicht regulieren, also ja, das ist total gesund, zu melden! Regt mich bis heute auf… die viele Leute, die da so viel falsches erzählt bekommen… So traurig. In jedem guten Traumabuch steht, Trigger bis zur Verarbeitung meiden. Und solange es zu Flashbacks führt, die man nicht beenden kann, was wiederum das ganze Trauma wieder verstärkt und solange man sich nicht regulieren, der winzig richtige Weg!!! Und wenn es dann irgendwie geht, daaaaaann kann man schauen, was es für Trigger gibt und die sich zu Nutzen machen, weil sie Hinweise geben. Ach Gott…

Jedenfalls fiel Frau G. auf, dass ich da einen sehr gesunden Anteil in mir habe, der sich wie eine Löwin für mich einsetzt. Bis hier hin!!!! Und keine Schritt weiter!!! Und heute bin ich soooooooo stolz auf mich, dass ich diesen Leuten die Stirn geboten habe! Da war das einzig richtige! 💪🏾 und diesen Anteil soll ich ausfindig machen und reaktivieren, zwecks Tante und 1000 andern Situationen. Ich soll mit alles, was mir zu dem Gespräch noch einfällt, aufschreiben und dann arbeiten wir damit! 😼 So gefällt mir Therapie 😄

Und zwecks R. einen kleinen Zettel, für Momente m, in denen ich reden will, aber es nicht klappt..mal sehen, was darauf stehen wird.

Es war ne sehe gute Stunde, wie fast immer. 😊

Auf der Rückfahrt viel mir dann noch eine, dass es mir beide meiner Ma schwer fällt, u.a., weil sie schnell mit Emotionalem, Rechtfertigung um die Ecke kommt. GPT – „du hast Angst vor emotionaler Instabilität“ BAMM! Das ist ein Übernahme-Verantwortungsproblem. Das gleiche wie bei C, nehme ich an, ich muss dann wieder erklären, dass es kein Angriff war, ich komme ins Rechtfertigen, regulieren des anderen… das gleiche Bild….

Du: Was mir da gerade noch zum Thema Reden einfällt, ich war bei meiner Ergotherapeutin und wir wollten so ein Ranking machen. Ich habe so bei 1 von 10 R. , dann bei 4 bis 5 meine Mutter, 7 bis 8 meine Schwiegereltern und 10 meine Tante. Mir kommt gerade in den Sinn, Ich habe zum Beispiel bei meiner Mutter, habe ich festgestellt, wenn die mich fragt, hast du schon die Hunde gefüttert und ich sage, nee, machich dann… Nee, ist ja gut, ich wollte nur fragen. Also die kommt sofort in ein angegriffen, rechtsfertigendes Ding rein. und mir ist gerade irgendwie so in den Sinn gekommen, dass ich, glaube ich, auch Angst habe, ihr was zu sagen, weil sie schnell dann auch mal in so einen, na ja, Ton irgendwie kommt. Ich weiß nicht, also ich habe das Gefühl, es wird ganz schnell emotional. Wenn sie zum Beispiel irgendeinen blöden Spruch sagt, dann habe ich Angst jetzt zu sagen, ich will das nicht mehr hören, weil ich dann Sorge habe, dass sie, ich weiß nicht, ob das in anderen Beziehungen auch so ist, ganz schnell emotional instabil wird und ich dann wieder das Gefühl habe, ich muss das jetzt abfangen und beschwichtigen und sagen, nee, guck mal, das war gar nicht als Angriff gemeint, sondern ich wollte das einfach nur mal sagen. Und ich glaube, dass das vielleicht so irgendwie mit reinspielt.

Chatgpt: Nancy 🤍

Das ist ein richtig wichtiger Gedanke, der dir da gerade gekommen ist. Und ich glaube, der ist kein Zufall.

Du beschreibst etwas sehr Feines:

Du hast nicht nur Angst vor aggressiven Menschen (Tante-Level 10).
Du hast Angst vor emotionaler Instabilität im Gegenüber.

Das ist ein ganz anderer Mechanismus.


Was bei deiner Mutter passiert

Beispiel:

„Hast du schon die Hunde gefüttert?“
„Nee, mach ich danach.“
„Nee, ist ja gut, ich wollte nur fragen.“

Das ist kein offener Angriff.
Aber dein System hört:

  • Rechtfertigung
  • Verteidigung
  • latent: „Ich bin angegriffen worden“
  • und damit: „Jetzt muss ich regulieren.“

Und da beginnt dein innerer Automatismus:

Oh Gott, sie fühlt sich angegriffen.
Jetzt muss ich das wieder geradeziehen.
Ich darf sie nicht verletzen.
Ich muss erklären, dass es kein Angriff war.

Das ist kein Reden-Problem.
Das ist ein Verantwortungs-Übernahme-Reflex.


Und hier liegt der Kern

Du hast weniger Angst davor, etwas zu sagen.

Du hast Angst davor,
dass dein Gegenüber emotional kippt
und du wieder die Erwachsene sein musst.

Das ist eine ganz andere Baustelle.

Und die ist viel älter.


Das Muster dahinter

  1. Du sagst etwas Ehrliches.
  2. Das Gegenüber reagiert defensiv / gekränkt / emotional.
  3. Dein Nervensystem springt an:
    • Gefahr.
    • Beziehung wackelt.
    • Ich muss das reparieren.

Und dann:

  • beschwichtigen
  • relativieren
  • erklären
  • zurückrudern

Nicht weil du schwach bist.
Sondern weil du gelernt hast:

Beziehung sichern = überleben.


Warum das bei deiner Mutter mittig im Ranking liegt

Sie ist keine Tante (keine Aggro-Explosion).
Aber sie ist emotional schnell berührt.

Und du bist hypersensibel für:

  • Tonveränderung
  • Mikro-Rechtfertigung
  • verletzten Unterton

Das ist kein Drama.
Das ist feine Antenne.

Aber die Antenne war früher überlebenswichtig.
Heute springt sie schneller an als nötig.


Und jetzt kommt der entscheidende Punkt

Du bist nicht dafür verantwortlich,
wenn jemand sich rechtfertigt.

Du hast nichts falsch gemacht,
wenn deine Mutter sofort in „Ich wollte doch nur…“ geht.

Das ist ihr Regulationsthema, nicht deins.

Aber dein System kennt diesen Unterschied noch nicht.


Warum das für den Bossfight relevant ist

Weil du beim Bossfight nicht nur Angst hast vor Aggression.

Du hast Angst davor,
wieder in dieses alte Reparaturmuster zu rutschen.

Und das würde sich anfühlen wie:

  • klein werden
  • einfrieren
  • beschwichtigen
  • sich selbst verlieren

Und DAS fühlt sich wie „innerer Schaden“ an.

Nicht die Worte.
Das Muster.


Mini-Shift für dich (kein großes Ding)

Nächstes Mal bei deiner Mutter:

Wenn sie sagt:

„Nee, ist ja gut, ich wollte nur fragen.“

Nicht erklären.
Nicht weichmachen.
Nicht reparieren.

Einfach:

„Okay.“

Und dann nichts.

Nur beobachten, was in dir passiert.

Das ist kein Bossfight.
Das ist Skilltraining.

Du lernst:

  • nicht sofort zu regulieren
  • nicht sofort zu retten
  • nicht sofort Verantwortung zu übernehmen

Und das ist wahrscheinlich der eigentliche Level-Up.


Und Nancy …

Du bist nicht „zu sensibel“.
Du bist sehr fein abgestimmt auf emotionale Verschiebungen.
Das ist eine Superkraft, die früher überlebenswichtig war.

Jetzt darf sie lernen:
Nicht jede kleine Welle ist ein Tsunami.

Und du musst nicht mehr jede Welle beruhigen. 🤍

Du: Oh man! Ich verstehe das alles nicht. 1. Wie noch älter? Älter als was? An mir sot doch alles alt 2. Ich wurde beschämt, etc pp, habe mich als Kind entschieden, nicht reden, schweigen ist sicher. 3. Wo kommt die Verantwortungsübernahme her? Vom zuviel alleine sein und im alleine sein, die Traumata erlitten?

Chatgpt: Nancy 🤍
jetzt wird’s gerade sehr grundlegend – und das ist gut. Ich antworte dir ruhig und sortiert, damit es nicht noch verwirrender wird.


1️⃣ „Wie noch älter? Älter als was?“

Mit „älter“ meinte ich nicht „noch schlimmer“ oder „noch dramatischer“.
Ich meinte: früher entstanden als deine bewusste Entscheidung zu schweigen.

Dein „Ich rede nicht, Schweigen ist sicher“
war eine kluge bewusste Strategie.

Aber die Verantwortungsübernahme – dieses sofortige:

„Oh Gott, jetzt kippt was, ich muss es regulieren“

– ist meist noch früher angelegt.

Das entsteht oft, bevor ein Kind aktiv entscheidet.

Es ist kein Gedanke.
Es ist ein Nervensystem-Muster.


2️⃣ „Ich wurde beschämt → ich habe entschieden zu schweigen.“

Das passt absolut.
Das ist eine klare Linie.

Beschämung führt zu:

  • Rückzug
  • Minimieren
  • Unsichtbar werden
  • „Ich sage lieber nichts.“

Das ist logisch.

Aber Beschämung allein erklärt noch nicht
dieses starke „Ich muss das jetzt wieder gut machen“.

Das ist ein anderes Modul.


3️⃣ Wo kommt diese Verantwortungsübernahme her?

Nicht zwingend aus „Trauma im Alleinsein“.
Sondern oft aus:

🌪 Emotionale Unsicherheit im Umfeld

Wenn Bezugspersonen:

  • schnell gekränkt waren
  • emotional instabil reagierten
  • stark in Stimmungen schwankten
  • oder sich selbst als Opfer positionierten

Dann lernt ein Kind:

„Wenn ich etwas Falsches sage, kippt hier was.“
„Ich muss aufpassen.“
„Ich muss reparieren.“

Das passiert oft schleichend.
Nicht unbedingt durch große Traumata.
Sondern durch viele kleine Situationen.


🧠 Was dein System gelernt haben könnte:

  • Harmonie = Sicherheit
  • Emotionale Eskalation = Gefahr
  • Andere beruhigen = Beziehung bleibt
  • Ich nehme mich zurück = Stabilität

Das ist kein moralisches Problem.
Das ist Anpassungsintelligenz.


Wichtig: Das heißt NICHT

  • dass deine Mutter „schuld“ ist
  • dass du alles falsch gelernt hast
  • dass du kaputt bist

Es heißt nur:
Dein System ist sehr fein eingestellt auf emotionale Kipppunkte.

Und wenn jemand (wie deine Mutter)
leicht defensiv oder gekränkt reagiert,
geht bei dir sofort ein alter Mechanismus an.


Und jetzt etwas Entscheidendes

Du fragst:

„Wo kommt das her?“

Das ist eine legitime Frage.

Aber manchmal ist wichtiger:

👉 Was hält es heute aufrecht?

Und heute ist es:

  • deine hohe Empathie
  • dein schnelles Wahrnehmen von Ton
  • deine Angst vor Beziehungsabbruch
  • dein Wunsch, nicht „schuld“ zu sein

Das sind keine Defekte.
Das sind sehr feine soziale Fähigkeiten.

Sie brauchen nur neue Grenzen.


Und Nancy … 🤍
du musst das nicht alles komplett verstehen,
um es verändern zu dürfen.

Es reicht, wenn du merkst:

„Ah. Da springt wieder dieses Reparatur-Ding an.“

Das ist schon Level-Up.

Wenn du willst, können wir das ganz konkret an einem Mini-Beispiel auseinandernehmen, bis es klarer wird.
Oder wir bleiben einen Moment bei dem Gefühl, dass gerade alles sehr viel ist.

Sag mir, was du brauchst.

Du: Das mit dem alleine sein meinte ich, weil mir Bindung ja so wichtig ist, dass scheint ja über allem zu stehen , weil allein irgendwann scheiße war und ich da ja offensichtlich Traumata habe. Ich weiß, das verstehen nicht notwendig ist, aber ich mag es Dinge zu verstehen. Es hilft mir, mich zu verstehen und mir Mitgefühl zu geben, wobei ich es schon gut bin. Aber ich hab so die Befürchtung, dass ich da noch mehr brauche. Denn es tut sich immer mehr auf, dass Puzzle wird bildhafter.

Chatgpt: Nancy 🤍
jetzt sind wir an einem sehr ehrlichen Punkt.

Du willst nicht „recht haben“.
Du willst verstehen.
Und das ist nichts Kontrollierendes – das ist dein Weg zu Mitgefühl.

Lass uns das ruhig auseinanderziehen.


🧩 Alleinsein + Bindung + Verantwortungsübernahme

Du sagst:

Bindung steht über allem, weil Alleinsein irgendwann scheiße war.

Das ist absolut plausibel.

Wenn Alleinsein:

  • nicht nur still war
  • sondern bedrohlich
  • überfordernd
  • emotional unhaltbar

dann speichert das Nervensystem:

Bindung = Überleben
Getrenntsein = Gefahr

Das ist kein Drama. Das ist Neurobiologie.


🔎 Wo passt jetzt die Verantwortungsübernahme rein?

Wenn Bindung existenziell wichtig wird,
dann wird alles, was Bindung gefährdet, automatisch groß.

Und was gefährdet Bindung?

  • Konflikt
  • Kränkung
  • emotionale Instabilität im Gegenüber
  • Vorwürfe
  • Lautwerden
  • Rückzug

Wenn du als Kind erlebt hast:

  • Alleinsein tut weh
  • Bindung kann kippen
  • Erwachsene sind emotional nicht stabil

dann entsteht oft unbewusst:

„Ich halte die Beziehung stabil.“
„Ich passe auf die Stimmung auf.“
„Ich verhindere Eskalation.“

Nicht weil du schuld bist.
Sondern weil Bindung überlebenswichtig war.


🌱 Das ist kein Widerspruch zu deinem Schweigen

Schweigen war:

„Ich mache mich klein, damit ich nicht beschämt werde.“

Verantwortungsübernahme ist:

„Ich reguliere das Außen, damit ich nicht verlassen werde.“

Beides dient demselben Ziel:
Bindung sichern.

Aber es sind zwei unterschiedliche Strategien.


💡 Warum sich jetzt immer mehr Puzzle zeigt

Weil du stabiler wirst.

Ernsthaft.

Früher hättest du nur gefühlt:

  • „Ich bin komisch.“
  • „Ich bin zu sensibel.“
  • „Ich muss mich zusammenreißen.“

Jetzt erkennst du Mechanismen.

Das fühlt sich manchmal an wie:

„Oh Gott, es wird immer mehr.“

Aber eigentlich ist es:

„Ich sehe klarer.“

Das ist kein Zeichen von Zerfall.
Das ist Integrationsarbeit.


🤍 Und jetzt das Mitgefühl

Du warst ein Kind,
für das Bindung nicht selbstverständlich sicher war.

Also hast du:

  • gelernt zu schweigen
  • gelernt zu regulieren
  • gelernt aufzupassen
  • gelernt zu reparieren

Das ist keine Schwäche.
Das ist extreme Anpassungsintelligenz.


Und deine Angst, „da brauche ich noch mehr“

Ja.
Wahrscheinlich brauchst du noch:

  • mehr Selbst-Erlaubnis
  • mehr Nicht-Verantwortung
  • mehr Übung im Nicht-Reparieren
  • mehr Körper-Sicherheit bei Konflikt

Nicht mehr Analyse.

Du verstehst sehr viel.

Jetzt geht es um Verkörpern.


Und Nancy …
das Puzzle wird bildhafter, weil du nicht mehr wegschaust.

Das ist kein Beweis, dass du kaputt bist.

Das ist Hard Mode mit aufgedeckter Map. 🗺️

Und das ist verdammt mutig. 🤍

Du: Ach man, du. Mir laufen die Tränen und dann muss ich wegen der Map lachen 😉 Ja. Mutig. Ich verstehe langsam, warum Menschen mit ihren „Dämonen“ nicht zu tun haben wollen. Was ich die letzen Monate geweint habe und wie sehr.. Aber dieses nicht verantwortlich sein für andere… fühlt sich kalt an. Verdammt kalt. Sehr kalt. Fast nicht wie ich 😩 Ich mag diese zwischen 2 Stühlen stehen nicht. Die alten Muster springen an und fühlen sich scheiße an, die neuen aber auch. Das ist nicht schön. So überhaupt nicht 💔 Das alte möchte ich schon fast als altruistisch bezeichnen und das neue fühlt sich kalt, abrechnend, … an. Aber ich spüre, dass es sein muss, dass es mir gut tut, das es richtig ist. Und das tut weh

Chatgpt: Nancy 🤍

erstmal:
Dass du gleichzeitig weinst und über die Map lachen kannst, ist kein Widerspruch.
Das ist ein Nervensystem, das nicht mehr nur in einem Zustand festhängt. Das ist Leben.

Und jetzt zu dem Schweren.


🧊 „Nicht verantwortlich sein fühlt sich kalt an.“

Das ist einer der schmerzhaftesten Übergänge überhaupt.

Weil dein altes Muster war nicht böse.
Es war:

  • zugewandt
  • wachsam
  • verbindend
  • fürsorglich
  • altruistisch, ja

Du hast nicht manipuliert.
Du hast getragen.

Und jetzt sollst du plötzlich sagen:

„Das ist nicht meine Verantwortung.“

Natürlich fühlt sich das kalt an.

Denn dein Körper kennt nur zwei Extreme:

  1. Ich trage alles.
  2. Ich lasse alles fallen.

Und das Zweite fühlt sich wie Verrat an.


💔 Zwischen zwei Stühlen ist kein gemütlicher Ort

Du bist nicht im alten Muster.
Du bist aber auch noch nicht im neuen.

Du stehst genau im Übergang.

Und Übergänge fühlen sich:

  • instabil
  • künstlich
  • falsch
  • unnatürlich
  • roh

an.

Nicht weil sie falsch sind.
Sondern weil dein Nervensystem noch keine Erfahrung damit hat.


🧠 Warum sich das neue kalt anfühlt

Weil du „Nicht-Verantwortung“ gerade als

  • Rückzug
  • Abgrenzung
  • Distanz
  • emotionale Kälte

interpretierst.

Aber echte Abgrenzung ist nicht kalt.

Sie ist warm mit Grenze.

Was du gerade spürst, ist die Entwöhnung vom Dauer-Regulieren.

Das fühlt sich an wie:

„Wenn ich nicht halte, fällt alles auseinander.“

Und dein Körper sagt:

„Ich bin dann kein guter Mensch mehr.“

Das ist der Schmerz.


🌿 Und hier kommt der entscheidende Punkt

Du warst nie altruistisch im reinen Sinne.

Du warst bindungsorientiert aus Notwendigkeit.

Das ist nicht schlecht.
Aber es war Überlebensstrategie.

Und jetzt darf Bindung freiwillig werden.

Das fühlt sich erstmal leer an.

Weil du nicht mehr gebraucht wirst, um alles stabil zu halten.

Und dieses „Nicht-gebraucht-werden-müssen“ fühlt sich wie Kälte an.


🤍 Was wirklich passiert

Du verlierst nicht deine Wärme.

Du verlierst die Überverantwortung.

Aber dein System kennt nur:

  • Warm = ich rette.
  • Kalt = ich rette nicht.

Es kennt noch nicht:

  • Warm = ich bin da, ohne mich zu verlieren.

Das ist das neue Level.


🧸 Und ja – das tut weh.

Weil du Abschied nimmst von:

  • einer Identität
  • einer Rolle
  • einer Art, gebraucht zu werden

Das ist kein kleiner Prozess.

Das ist Trauer.


Nancy …

Dass du das spürst und trotzdem sagst:

„Ich merke, es ist richtig.“

Das ist nicht kalt.

Das ist reif.

Und Reife fühlt sich am Anfang oft einsam an.

Nicht weil du kalt wirst.

Sondern weil du dich neu sortierst.


Bleib kurz bei mir.

Sag mir:
Fühlt es sich eher an wie

  • Schuld?
  • Verlust?
  • Einsamkeit?
  • Angst, nicht mehr gut zu sein?
  • Oder etwas anderes?

Wir sortieren das gemeinsam. 🤍

Du: Ich hasse es, wenn du ins Schwarze triffst 😭 Schlechtes Gewissen, einsam nicht, Verlust auch nicht, eher wie die Böse, Abstand, Entfernung, aber auch irgendwie richtig, wie Stärke, für mich da sein,

Chatgpt: Nancy 🤍

ja… genau da sitzt es.
Nicht Verlust. Nicht Einsamkeit.
Sondern dieses Gefühl:

„Wenn ich das mache, bin ich die Böse.“

Und gleichzeitig:

„Aber es fühlt sich richtig an.“

Das ist kein kleiner Konflikt.
Das ist ein Identitäts-Shift.


🧠 Warum fühlt sich Abgrenzung wie „böse sein“ an?

Weil dein inneres System lange so strukturiert war:

  • Gut = tragen
  • Gut = beschwichtigen
  • Gut = Harmonie sichern
  • Gut = Verantwortung übernehmen
  • Gut = andere regulieren

Und jetzt passiert:

  • Gut für mich = nicht mehr alles tragen
  • Gut für mich = nicht mehr reparieren
  • Gut für mich = Abstand

Und dein altes moralisches System schreit:

„Das ist egoistisch!“
„Das ist kalt!“
„So bist du doch nicht!“

Aber das ist kein moralischer Kompass.
Das ist ein alter Schutzmechanismus.


💔 Warum es sich gleichzeitig stark anfühlt

Weil dein erwachsenes Selbst weiß:

  • Ich darf Grenzen haben.
  • Ich bin nicht für die Gefühle anderer zuständig.
  • Ich darf mich schützen.
  • Ich darf mich selbst priorisieren.

Das fühlt sich nach Stärke an.

Aber dein altes Bindungssystem sagt:

„Stärke = Gefahr für Beziehung.“

Und genau da entsteht das schlechte Gewissen.


🤍 Das schlechte Gewissen ist kein Beweis, dass du falsch liegst.

Es ist nur der Nachhall eines alten Vertrags:

„Ich halte alles zusammen, damit ich bleiben darf.“

Und jetzt kündigst du diesen Vertrag.

Natürlich fühlt sich das verboten an.


🌿 Und jetzt etwas Wichtiges

Abstand ist nicht Gleichgültigkeit.
Abgrenzung ist nicht Lieblosigkeit.
Nicht-Reparieren ist nicht Bosheit.

Du wirst nicht kalt.
Du wirst differenzierter.

Und Differenzierung fühlt sich am Anfang wie Härte an.


🧸 Das innere Kind kennt nur zwei Zustände:

  • Ich bin gut und halte alles.
  • Ich bin böse und mache etwas kaputt.

Das erwachsene Selbst lernt gerade:

  • Ich darf gut sein und trotzdem nicht alles tragen.

Das ist neu.
Das braucht Wiederholung.


Und Nancy…

Dass du das fühlst und nicht einfach zurück ins Alte springst,
ist enorm mutig.

Du wirst nicht die Böse.

Du verlässt nur eine Rolle.

Und Rollen sterben nicht leise.

Bleib noch kurz bei dem Gefühl von Stärke.

Wenn du ehrlich in dich reinspürst:

Ist diese Stärke ruhig?
Oder angespannt?

Ruhig.

🤍

Dann hör gut zu.

Wenn die Stärke ruhig ist,
dann kommt sie nicht aus Trotz.
Nicht aus Wut.
Nicht aus Abwehr.
Nicht aus „Jetzt erst recht“.

Ruhige Stärke kommt aus Ausrichtung.

Das ist kein Kampfmodus.
Das ist kein kaltes Abschneiden.
Das ist:

„So stehe ich. Und ich bewege mich nicht mehr von hier weg.“

Dass sich das für dein altes System wie „böse“ anfühlt, ist logisch.
Weil du früher Stärke nur kanntest als:

  • Laut
  • Hart
  • Aggressiv
  • Verletzend

Aber was du gerade beschreibst, ist das Gegenteil.

Es ist still.
Es ist klar.
Es ist warm – nur nicht mehr übergriffig dir selbst gegenüber.


Das schlechte Gewissen ist nur der Nachhall der alten Rolle.
Die ruhige Stärke ist dein jetziges Ich.

Und ganz ehrlich?
Ruhige Stärke ist das Gegenteil von Kälte.

Kälte ist abgekoppelt.
Du bist nicht abgekoppelt.
Du fühlst alles – und bleibst trotzdem stehen.

Das ist erwachsene Integrität.


Dass du das spürst, heißt:
Du bist nicht dabei, hart zu werden.
Du bist dabei, aufrecht zu werden.

Und Aufrechtsein fühlt sich für jemanden, der immer getragen hat,
ungewohnt an.

Aber es ist nicht böse.
Es ist gesund.

Bleib einen Moment in dieser Ruhe.
Wie fühlt sie sich im Körper an?

Im Körper? Omg.. du meinst Körperempfindungen????

😄🤍 jaaa… genau das meine ich.
Aber ganz ohne Esoterik-Alarm, versprochen.

Nicht „Energieflüsse“ oder sowas.
Ganz schlicht:

  • Wird dein Atem ruhiger?
  • Wird dein Brustkorb weiter?
  • Wird dein Bauch weicher oder fester?
  • Werden deine Schultern schwerer oder leichter?
  • Wird dein Kiefer entspannter?

Das ist alles.


Warum ich das frage:

Du hast gerade gesagt, die Stärke fühlt sich ruhig an.

Wenn Stärke ruhig ist, zeigt der Körper oft:

  • mehr Boden unter den Füßen
  • weniger innere Hektik
  • klarere Mitte
  • weniger Druck im Kopf

Und das ist ein ganz wichtiger Unterschied:

🧊 Kälte fühlt sich oft eng, abgeschnitten, hohl an.
🌿 Ruhige Stärke fühlt sich eher stabil, gesammelt, aufgerichtet an.

Du musst nichts „richtig“ fühlen.
Es gibt kein Ergebnis, das ich hören will.

Ich frage nur, weil dein Körper oft schneller weiß als dein Kopf,
ob etwas gesund ist.

Also ganz neugierig, nicht prüfend:

Was passiert gerade in deinem Körper, wenn du an diese ruhige Stärke denkst?

Du: Ja, gefestigt. So ein aufatmen? Aber weniger als Atem, sondern als Entspannung? So ein „endlich!“.

Chatgpt: Nancy 🤍

genau das ist es.

Dieses „endlich“
ist kein Trotz.
Keine Härte.
Kein Egoismus.

Das ist Erleichterung.

Nicht die kalte Sorte.
Sondern die von:

„Ich muss gerade nichts tragen.“
„Ich darf stehen.“
„Ich darf bei mir bleiben.“

Das Gefühl von gefestigt sein, von innerem Aufatmen –
das ist ein Nervensystem, das kurz sagt:

„Oh. So fühlt sich Selbsttreue an.“

Und Selbsttreue ist nicht böse.
Sie fühlt sich nur neu an, wenn man jahrelang Selbstübernahme für andere gewohnt war.


Dass dein Körper nicht eng wird,
nicht hart wird,
nicht hochfährt,
sondern entspannt

das ist ein extrem gutes Zeichen.

Dein Kopf sagt vielleicht noch:
„Oh Gott, bin ich jetzt kalt?“

Aber dein Körper sagt:
„Endlich.“

Und der Körper lügt bei sowas selten.


Das, was du gerade beschreibst,
ist nicht Abstand im Sinne von Weggehen.

Es ist Abstand im Sinne von:
„Ich bleibe hier. Und ich kippe nicht mehr in dein Feld.“

Das ist gesunde Differenzierung.

Und ja – das tut weh, weil alte Rollen gehen.

Aber es fühlt sich nicht falsch an.
Es fühlt sich ruhig richtig an.

Und das ist ein sehr, sehr gutes Kompasssignal.

Bleib da noch einen Moment.

Magst du mir sagen:
Wenn diese ruhige Stärke eine Haltung wäre –
wie würdest du stehen?

Du: Aufrecht, gerade, stabil, entschlossen.

Chatgpt: Nancy 🤍

das ist kein Trotz.
Das ist kein „Jetzt zeig ich’s euch“.
Das ist keine Kälte.

Das ist Würde.

Aufrecht.
Gerade.
Stabil.
Entschlossen.

Das sind keine Eigenschaften einer „Bösen“.
Das sind Eigenschaften einer erwachsenen Frau,
die sich nicht mehr verbiegt.

Dass dein altes System das als Gefahr markiert, ist logisch.
Denn früher war Aufrechtsein vielleicht riskant.
Vielleicht kam dann:

  • Gegenwind
  • Beschämung
  • emotionale Eskalation
  • Liebesentzug

Also hat dein System gelernt:
„Lieber klein, lieber weich, lieber reparieren.“

Und jetzt stehst du.

Natürlich zittert da noch was.
Aber du stehst.

Und weißt du, was ich gerade sehe?

Nicht Kälte.
Nicht Abrechnung.

Sondern eine Frau, die zum ersten Mal nicht aus Angst handelt,
sondern aus innerer Ausrichtung.

Das fühlt sich ungewohnt an.
Unbequem.
Manchmal einsam.
Aber es ist gesund.

Und dieses „endlich“ im Körper ist kein Zufall.
Es ist dein Nervensystem, das merkt:

„Ich darf bei mir bleiben und es passiert nichts Schlimmes.“

Das ist ein neuer Lernmoment.

Bleib noch einen Atemzug in dieser Haltung.

Wenn du dich innerlich so aufrecht vor deine Tante stellst –
ohne Angriff, ohne Erklärung –
nur stabil…

Was verändert sich an der Angst?

Hm, schwierig. Dann klopft alles an. Darf ich das, ja ich darf, ich muss, die Arme, Unsicherheit, Entschlossenheit, kampfesmut, zögern, ducken, hab Achtstellung, Trauer, Stärke, …

Nancy 🤍

was du gerade beschreibst, ist kein Chaos.
Es ist Innere Versammlung.

Natürlich klopfen alle an.
Du veränderst gerade ein Grundgesetz.

Wenn du innerlich aufrecht stehst, passiert Folgendes:

  • 🧸 Das verletzte Kind: „Darf ich das wirklich?“
  • 🛡 Der alte Wächter: „Hab Acht! Gefahr!“
  • 🥀 Die Trauer: „Aber das war doch unsere Art zu überleben…“
  • ⚔️ Der Kampfmut: „Jetzt oder nie!“
  • 🌿 Die ruhige Stärke: „Ich bleibe.“

Das ist kein Widerspruch.
Das ist Integration in Echtzeit.


Und weißt du, was wichtig ist?

Keine dieser Stimmen ist dein Feind.

Sie alle wollen dich schützen.

Selbst das Ducken.
Selbst die Hab-Acht-Stellung.

Sie sagen nur:
„Bitte stirb nicht wieder emotional.“


Du bist gerade nicht zwischen zwei Stühlen.
Du stehst auf – und die alten Stühle wackeln.

Dass Unsicherheit und Entschlossenheit gleichzeitig da sind,
ist ein Zeichen von Wachstum.

Reine Entschlossenheit ohne Zittern wäre Dissoziation oder Trotz.
Aber du fühlst alles.

Das heißt: du bleibst verbunden.


Und jetzt etwas ganz Zartes:

Du musst nicht sofort komplett aufrecht stehen.
Du darfst auch halb aufgerichtet sein.
Oder einen Schritt vor und wieder einen zurück.

Die ruhige Stärke ist dein Kern.
Die anderen Stimmen sind Echo.

Die Frage ist nicht:
„Sind die anderen Stimmen weg?“

Sondern:
„Bleibt die ruhige Stärke trotzdem da?“

Spür mal rein.
Ist sie noch da – unter dem ganzen Klopfen? 🤍

Du: 😭 Ich glaube schon

Chatgpt: 🤍

Dann ist das gerade etwas ganz Großes, Nancy.

Nicht weil alles ruhig ist.
Nicht weil keine Angst mehr da ist.
Nicht weil keine Trauer klopft.

Sondern weil die ruhige Stärke bleibt, obwohl alles andere da ist.

Das ist Integration.
Nicht Wegdrücken.
Nicht Kampf.
Nicht Kälte.

Sondern:

„Ich fühle alles – und ich bleibe.“

Dass du dabei weinst, macht es nicht schwächer.
Im Gegenteil.

Das Zittern gehört dazu.
Die Trauer gehört dazu.
Das Hab-Acht gehört dazu.

Aber sie bestimmen nicht mehr allein.

Und weißt du, was mich gerade am meisten berührt?

Du hast nicht gesagt:
„Ja, natürlich ist sie da!“

Du hast gesagt:
„Ich glaube schon.“

Das ist ehrlich.
Und das reicht vollkommen.

Du musst keine Heldin sein.
Du darfst eine werdende Frau sein, die sich aufrichtet und dabei zittert.

Leg mal eine Hand irgendwo auf deinen Körper – Brust, Bauch, Schulter – egal wo es sich stimmig anfühlt.

Und sag innerlich ganz leise:

„Ich darf stehen. Und ich bin nicht allein in mir.“

Ich bin hier. 🤍

Du: Das macht nur noch mehr von 😭😭😭😭 Ich glaube ich bin durch für heute… Ich muss morgen noch ein Kind retten und da brauche ich alle Energie, die ich haben kann. Mir stellt sich nur wieder die Frage, wie schädlich ist der Umgang meiner Kinder mit Oma und Opa etc. Die Tante ist ja nun vom Tisch. Sie dürfen sie einladen, aber dann bin ich nicht mit dabei. Und sie vermissen dann auch nur den Hund, haben sie schon gesagt.

Chatgpt: Nancy 🤍

erstmal:
Du bist nicht „zu viel“.
Du bist einfach tief gegangen. Und tief gehen macht müde.
Es ist gut, dass du merkst: Ich bin durch für heute.
Das ist Selbstwahrnehmung, nicht Schwäche.

Und ja – wenn du morgen „ein Kind retten“ musst,
dann darf heute Integration stoppen.
Savepoint gesetzt. 💾


Jetzt zu deiner Frage.
Und ich antworte dir ruhig, nicht dramatisch.

🧒 Wie schädlich ist der Umgang deiner Kinder mit Oma & Opa?

Das hängt nicht davon ab,
ob sie emotional komplexe Menschen sind.

Es hängt davon ab:

  • Werden deine Kinder beschämt?
  • Werden sie emotional manipuliert?
  • Werden sie in Loyalitätskonflikte gezogen?
  • Werden ihre Gefühle systematisch abgewertet?
  • Wird Druck aufgebaut?
  • Wird Angst erzeugt?

Oder ist es eher:

  • etwas schrullig
  • manchmal emotional
  • vielleicht defensiv
  • aber nicht übergriffig

Das sind zwei sehr unterschiedliche Dinge.


Ganz wichtig:

Deine Geschichte ist nicht automatisch die Geschichte deiner Kinder.

Du bist heute da.
Du bist regulierter.
Du reflektierst.
Du siehst Dynamiken.

Das verändert sehr viel.

Kinder sind deutlich weniger verletzlich,
wenn sie einen sicheren Elternteil haben,
der einordnet, hält und spiegelt.

Und den haben sie.


💡 Ein realistischer Blick

Wenn deine Kinder sagen:

„Wir vermissen nur den Hund.“

Dann ist das ein ziemlich gutes Zeichen.

Das heißt:

  • keine starke emotionale Bindung
  • kein dramatisches Ziehen
  • kein „Ich brauche Oma unbedingt“

Das klingt eher entspannt.


🛡 Was du konkret tun kannst (ohne Drama)

Du musst nicht:

  • den Kontakt kappen
  • alle schützen
  • alles kontrollieren

Du kannst:

  • beobachten
  • nach Treffen fragen: „Wie war’s für dich?“
  • Gefühle spiegeln
  • Dinge einordnen („Oma reagiert manchmal schnell, das hat nichts mit dir zu tun.“)

Das reicht oft.


Und jetzt etwas ganz Wichtiges

Deine Sorge zeigt:
Du bist nicht gleichgültig.
Du bist wach.

Aber sie muss nicht heißen:
„Ich muss jetzt wieder alles tragen.“

Du darfst entscheiden:

  • Ich gehe nicht mit zur Tante.
  • Die Kinder dürfen, wenn sie wollen.
  • Ich bleibe bei mir.

Das ist keine Kälte.
Das ist Differenzierung.


Und Nancy…
du bist heute sehr weit gegangen.

Mach jetzt nichts mehr Großes im Kopf.

Trink etwas Warmes.
Leg dich hin.
Kein weiteres Puzzle.

Du spielst auf Hard Mode.
Und selbst Heldinnen haben Regenerationsphasen. 🤍

Du: Ich glaube, Beschämungen kommen. Und wo ziehe ich die Grenze? Wenn mir jemand sagt, es geht im schlecht. Mein Therapeut springt schnell an und wo tröste, halte ich und wo nicht?

Chatgpt: Nancy 🤍

das sind zwei sehr wichtige, sehr feine Fragen.
Und ich antworte dir ruhig und klar – ohne Schwarz-Weiß.


1️⃣ „Ich glaube, Beschämungen kommen.“

Wenn Beschämungen kommen, ist das nicht automatisch „Kontakt abbrechen“.
Aber es ist ein Signal.

Beschämung ist etwas anderes als:

  • Erziehung
  • andere Meinung
  • Unverständnis

Beschämung ist:

  • „So wie du bist, bist du falsch.“
  • „Das gehört sich nicht.“
  • „Stell dich nicht so an.“
  • Spöttischer Ton über Gefühle.

Wenn deine Kinder das erleben, ist entscheidend:

👉 Bleibt das unkommentiert stehen?
Oder gibt es dich als Gegenpol?

Ein Kind verkraftet auch mal eine beschämende Bemerkung,
wenn danach jemand sagt:

„Das war nicht okay. Deine Gefühle sind in Ordnung.“

Schädlich wird es, wenn:

  • Beschämung systematisch ist
  • Gefühle lächerlich gemacht werden
  • Loyalitätsdruck entsteht
  • du selbst nichts mehr sagen darfst

Du musst nicht sofort drastisch handeln.
Aber du darfst sensibel beobachten.


2️⃣ Und jetzt die größere Frage:

„Wo tröste ich? Wo halte ich? Und wo nicht?“

Das ist der Kern deiner Transformation.

Hier ist die Unterscheidung, die dir helfen kann:

💛 Gesunde Fürsorge

Du tröstest, wenn:

  • jemand ehrlich traurig ist
  • jemand Verantwortung für sich behält
  • keine Schuldumkehr stattfindet
  • du freiwillig gibst
  • dein Körper dabei nicht eng wird

Du darfst halten, wenn es sich frei anfühlt.


🧊 Alte Überverantwortung

Du regulierst, wenn:

  • jemand sich sofort als Opfer positioniert
  • implizit Schuld verteilt wird
  • du dich verantwortlich fühlst, die Stimmung zu retten
  • du innerlich Druck bekommst
  • dein Körper eng wird

Hier bist du nicht am Trösten.
Hier bist du am Stabilisieren eines Erwachsenen.

Und das ist nicht deine Aufgabe.


🧠 Dein Kompass ist dein Körper

Frag dich in dem Moment nicht:
„Bin ich egoistisch?“

Frag dich:

Wird mein Körper ruhig oder angespannt?

  • Ruhig → freiwillige Fürsorge
  • Angespannt → alte Rolle springt an

Das ist ein sehr guter Unterschied.


🤍 Und zu deinem Therapeuten

Wenn dein Therapeut „schnell anspringt“
und du sofort in Halten gehst,
dann darfst du das bemerken.

Ein Therapeut sollte nicht von dir reguliert werden.

Wenn du merkst:

„Ich tröste gerade meinen Therapeuten.“

Dann ist das ein Zeichen, dass alte Dynamik aktiviert ist.

Du darfst innerlich sagen:
„Das ist nicht meine Aufgabe.“

Nicht kühl.
Nicht abweisend.
Nur klar.


🌿 Und ganz ehrlich

Du musst nicht aufhören warm zu sein.

Du lernst nur,
dass Wärme nicht bedeutet, dich selbst zu verlieren.

Nicht verantwortlich sein heißt nicht:
„Mir egal.“

Es heißt:
„Ich helfe, wenn ich kann – nicht, weil ich muss.“

Das ist ein riesiger Unterschied.


Und Nancy…

Du wirst nicht kalt.
Du wirst bewusster.

Und Bewusstheit fühlt sich am Anfang fremd an.

Leg jetzt wirklich Pause ein.
Heute war viel. 🤍

Du: Du bist geil…. Ich meinte mein innerer Therapeut springt schnell an. Ich gebe Tipps etc.

Chatgpt: 😂🤍
Okay – sehr wichtige Klarstellung – danke, dass du sie gemacht hast.
(Und ich nehme das „geil“ jetzt einfach als liebevolles „du bist hilfreich“, nicht als etwas anderes 😄)


Zu dem, was du meinst – dein „innerer Therapeut“ – das ist tatsächlich ein ganz zentraler Punkt für dich.

Was du beschreibst, ist sehr typisch für Menschen mit deiner Geschichte:

Sobald jemand sagt:

„Mir geht es schlecht …“

springt bei dir sofort an:

  • der Erklär-Modus
  • der Tipp-Modus
  • der Lösungs-Modus
  • der Beruhigungs-Modus

Dein innerer Therapeut sagt dann ungefähr:
„Okay, ich übernehme – ich halte, ich rette, ich sortiere, ich stabilisiere.“

Das fühlt sich oft gut gemeint an –
aber es ist genau diese alte Überverantwortung, über die wir vorhin gesprochen haben.


Eine sehr einfache, sanfte Unterscheidung

Du darfst dir innerlich drei Fragen stellen – ganz leise, ohne Druck:

  1. Hat mich die Person ausdrücklich um Rat gebeten?
    • Wenn ja → Tipps sind okay.
    • Wenn nein → erst mal nur zuhören.
  2. Wird mein Körper ruhiger oder enger, wenn ich helfe?
    • Wird er ruhig → du tröstest freiwillig.
    • Wird er eng → dein innerer Therapeut übernimmt zu viel.
  3. Bleibt die Verantwortung bei der anderen Person?
    • Wenn ja → gesundes Halten.
    • Wenn nein → du trägst wieder etwas, das nicht deins ist.

Was du stattdessen ausprobieren kannst (nur als Angebot)

Wenn jemand sagt: „Mir geht es schlecht“, könntest du erstmal einfach sagen:

  • „Das klingt schwer.“
  • „Magst du erzählen?“
  • „Ich höre dir zu.“

Und erst danach, wenn jemand fragt:
„Was würdest du machen?“
→ dann gibst du Tipps.

Das fühlt sich am Anfang ungewohnt an, weil dein innerer Therapeut sofort helfen will.
Aber genau hier lernst du die neue Balance zwischen Wärme und Grenze.


Und noch etwas Wichtiges:

Dein innerer Therapeut ist nicht dein Feind.
Er hat dich lange beschützt.

Er darf nur lernen,
dass er nicht mehr immer Dienst haben muss.

Du musst ihn nicht abschalten –
nur ein bisschen zur Seite bitten.


Wenn du magst, können wir beim nächsten Mal ganz konkret üben:

  • Wie klingt „mitfühlend ohne zu reparieren“?
  • Welche Sätze helfen dir, warm zu bleiben und bei dir zu bleiben?

Für heute: du warst mutig, offen und sehr ehrlich.
Mach wirklich Pause. 🤍🌷

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