Ich weiß, du merkst dass sicher nicht, dass ich den Chat wechsle, wr hatten gerade C., jetzt Frage ich mich, wann ich weiß, dass ich bereit bin, die Ehe richtig zu öffnen. Also das mein Mann auch andere Frauen treffen darf. Ich reagiere bei dem Gedanken nicht mehr so stark. Und ich würde ihn gern auch das Glück zugestehen, jemanden zu finden, der ihm gut tut, sofern er das mag und nicht einfach nur vögeln, ka. Ich hab aber trotzdem die Angst, dass es mich zerreißen würde, ich hab Angst, dass es was an unserer Beziehung nacht
Doch, ich merke den Wechsel thematisch 😊
Und ich finde die Frage gerade sehr ehrlich und wichtig. Das ist kein „Beziehungs-Gedankenspiel“, das ist ein echter Wendepunkt.
Du fragst im Kern nicht:
„Darf mein Mann andere Frauen treffen?“
sondern:
„Bin ich innerlich stabil genug, dass uns das nicht zerstört?“
Und das ist eine sehr reife Frage.
Erstmal: Deine Angst ist logisch
Das, was du beschreibst, passt sehr zu dir (und zu dem, was du oft über Bindung sagst).
Du bist kein Mensch, der locker emotional „teilt“.
Du liebst tief.
Und du hast eine sehr feine Antenne für Verbundenheit und Verlust.
Du hast ja selbst oft beschrieben:
- Nähe ist für dich nicht oberflächlich
- Beziehungen sind für dich existentiell
- Und Verlustthemen sitzen bei dir tief (z. B. Zwillingsverlust, Verbundenheitsthemen)
Deshalb ist deine Angst kein Zeichen von Besitzdenken.
Sondern ein Zeichen von Bindungstiefe.
Woran merkt man, dass man wirklich bereit ist?
Nicht an Gedanken.
Sondern an inneren Reaktionen.
Ein paar sehr ehrliche Marker:
1. Du musst es nicht mehr „wegdenken“
Du musst dir nicht mehr aktiv einreden:
Ich will ihm das gönnen.
Sondern es fühlt sich organisch stimmig an.
Nicht begeistert.
Aber ruhig.
2. Du kannst den Gedanken fühlen, ohne inneren Zerfall
Wichtiger Punkt.
Testfrage:
Wenn ich mir vorstelle, er kommt nach Hause und sagt:
„Ich habe jemanden kennengelernt.“
Was passiert im Körper?
Bereit =
- Enge, ja
- Traurigkeit vielleicht
- Aber kein inneres Wegbrechen
Nicht bereit =
- Panik
- Verlassenheitsgefühl
- „Ich zerfalle innerlich“
Und du hast es ja selbst gesagt:
Du hast Angst, dass es dich zerreißt.
Das ist ein sehr ernstzunehmendes Signal.
3. Du kannst Grenzen denken, ohne Schuldgefühl
Bereit sein heißt NICHT:
„Alles ist erlaubt“
Sondern:
Du kannst sagen:
- Das geht für mich
- Das geht nicht
Ohne dich egoistisch zu fühlen.
4. Du musst ihn nicht „edel freigeben“
Ganz wichtig bei dir.
Du hast so eine starke Empathieseite.
Du gönnst anderen oft Glück, selbst wenn du leidest.
Das ist schön — aber gefährlich.
Wenn ein Teil von dir sagt:
Ich will ihm Glück zugestehen
Dann muss die Gegenfrage sein:
Will ich das auch für mich?
Oder opferst du dich gerade emotional?
Ein sehr ehrlicher Spiegel (vorsichtig formuliert)
Ich sag das jetzt ganz behutsam, weil du mir wichtig bist.
Du klingst gerade nicht wie jemand, der bereit ist.
Du klingst wie jemand, der:
- sehr liebt
- sehr reflektiert
- sehr fair sein will
…aber innerlich noch verletzbar ist.
Und das ist nichts Schwaches.
Das ist Bindung.
Die Angst „dass es etwas kaputt macht“
Diese Angst ist nicht irrational.
Offene Beziehungen verändern fast immer:
- Dynamik
- Sicherheitsgefühl
- Exklusivität
Die eigentliche Frage ist nicht:
Ob sich etwas verändert
Sondern:
Ob eure Basis das tragen kann
Und noch wichtiger:
Ob DU das tragen kannst
Nicht die Theorie.
Du.
Eine leise, wichtige Gegenfrage
Nicht als Entscheidung — nur zum Spüren:
Wenn du ganz ehrlich bist:
Willst du eine offene Ehe
oder willst du gerade einfach nur niemandem im Weg stehen?
Das sind zwei völlig verschiedene Motive.
Und du bist ein Mensch, der dazu neigt,
sich selbst zurückzustellen, wenn er liebt.
Das hast du in vielen Gesprächen gezeigt.
Vielleicht ein Zwischenraum statt Entscheidung
Du musst das nicht „öffnen oder nicht öffnen“.
Es gibt auch:
- hypothetische Gespräche ohne Umsetzung
- Zeitfenster („wir schauen in 1 Jahr nochmal“)
- emotionale Vorbereitung statt Handlung
Reife Beziehungen öffnen sich selten plötzlich.
Sie wachsen in die Wahrheit rein.
Und ganz persönlich zu dir
Du bist jemand, der Tiefe lebt.
Nicht Austauschbarkeit.
Deshalb darf deine Messlatte höher sein als:
„Ich halte das irgendwie aus.“
Die bessere Frage für dich wäre eher:
Fühle ich mich dabei noch sicher geliebt?
Nicht:
Bin ich großzügig genug?
Wenn du magst, können wir auch ganz behutsam schauen:
- Was genau dir am meisten Angst macht
- Ob es Verlust, Vergleich oder Austauschbarkeit ist
- Oder etwas ganz anderes
Da liegt oft der eigentliche Kern. 💛
Also jetzt gerade…ich würde zerfallen… 😭 Mein Leben quält mich 😭 ich hab seit letzter Woche das Gefühl, ich komm gar nicht mehr klar.. ich hab schon wieder diesen Druck und das Gefühl, wahnsinnig zu werden. Im Weg Ich weiß nicht, was mir fehlt 😭😭😭 Ich wünschte, ich wäre gegangen und nicht mein Bruder. Es ist egal, was ich mache, irgendeine Tür öffnet sich immernubd gießt Öl ins feuer. Ich wollte nur was schreiben, die Karte, die ich vor einer Woche gemalt hatte, was an die Mädels schreiben und jetzt hab ich das gefühl, ich zerfalle und niemand ist da
Hey.
Ich bleibe jetzt ganz ruhig hier bei dir.
Erstmal:
Dass du gerade „zerfallen würdest“ beim Gedanken an eine offene Ehe — das ist kein Versagen.
Das ist dein Nervensystem, das gerade sowieso schon am Limit ist.
Und was du danach schreibst… das ist viel größer als die Ehefrage.
„Ich wünschte, ich wäre gegangen und nicht mein Bruder.“
Das ist kein rationaler Gedanke.
Das ist Überwältigung.
Das ist alte, tiefe Trauer, die gerade keinen Halt findet.
Und das Wichtigste zuerst:
Du willst nicht wirklich nicht mehr leben.
Du willst, dass dieser Druck aufhört.
Das ist ein riesiger Unterschied.
Gerade klingt es nicht nach „Beziehungsproblem“.
Es klingt nach:
- Überreizung
- Daueranspannung
- Trauertrigger
- Einsamkeitsgefühl
- und einem Nervensystem, das keinen sicheren Boden findet
Und dann öffnet man eine Tür (Karte schreiben, Mädels schreiben)
und plötzlich schwappt alles hoch.
Das ist kein Wahnsinnwerden.
Das ist Überlastung.
Ich nehme einen Satz sehr ernst:
„Ich hab das Gefühl, ich zerfalle und niemand ist da.“
Ich bin gerade da.
Auch wenn ich nicht physisch neben dir sitze — du bist nicht alleine in diesem Moment.
Aber ich möchte dich auch etwas Wichtiges fragen, ganz ruhig:
Bist du gerade sicher?
Oder sind diese Gedanken so stark, dass du Angst hast, dir etwas anzutun?
Du musst mir nichts beweisen.
Ich frage nur, weil dein „Ich wünschte, ich wäre gegangen“ ein sehr schmerzvoller Satz ist.
Wenn es gerade wirklich kippt — bitte hol dir zusätzlich reale Hilfe.
In Deutschland kannst du z.B.:
TelefonSeelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222
(24/7, kostenlos, anonym)
Oder wenn du merkst, du bist akut nicht sicher: 112
Das ist kein Drama-Move.
Das ist Selbstschutz.
Jetzt hier mit mir:
Du bist nicht im Weg.
Du bist erschöpft.
Du fehlst nicht.
Dir fehlt Halt.
Und dieses „Öl ins Feuer“-Gefühl ist typisch, wenn das System schon voll ist.
Dann reicht eine Kleinigkeit und alles brennt.
Lass uns kurz etwas ganz Konkretes machen.
Nicht denken.
Nicht analysieren.
Nur regulieren.
Leg eine Hand auf deine Brust.
Eine auf deinen Bauch.
Atme langsam ein.
Zähle 4.
Halte 2.
Atme 6 aus.
Nur drei Atemzüge.
Sag mir danach, ob der Druck 1% weniger ist.
Nicht 50.
Nur 1%.
Und noch etwas ganz Wichtiges:
Dein Bruder ist nicht gegangen, weil du bleiben solltest.
Es war kein Tausch.
Es war kein „einer muss“.
Aber Trauer mischt sich manchmal mit Überlebensschuld.
Und die fühlt sich genau so an.
Du bist gerade nicht wahnsinnig.
Du bist überflutet.
Und ich bleibe hier mit dir.
Sag mir bitte:
- Ist gerade jemand real in deiner Nähe?
- Oder bist du allein?
Und was fühlt sich im Körper am schlimmsten an? Brust? Hals? Kopf?
Wir gehen das Schritt für Schritt. 💛
Ich hab das Gefühl mein Leben verschwindet und ich mi ihn.
Ich lese dich.
Und ich nehme das ernst.
„Mein Leben verschwindet und ich mit ihm.“
Das fühlt sich an wie Auflösung. Wie kein Boden mehr da.
Bevor wir irgendwas analysieren — ich frage dich ganz klar:
Bist du gerade in Gefahr, dir etwas anzutun?
Oder ist es dieses Gefühl von innerem Verschwinden, ohne konkrete Absicht?
Wenn es auch nur ansatzweise kippt:
Bitte ruf 112 oder die TelefonSeelsorge 0800 111 0 111 (kostenlos, 24/7).
Nicht weil du dramatisch bist.
Sondern weil dein Nervensystem gerade extrem überflutet klingt.
Jetzt zu dem Gefühl selbst.
Dieses „Ich verschwinde“ ist oft kein Todeswunsch.
Es ist ein Dissoziationsgefühl.
Wenn das System überfordert ist, schaltet es in:
- Nebel
- Entfremdung
- Unwirklichkeit
- „Ich löse mich auf“
Das ist ein Schutzmechanismus.
Kein Wahnsinn.
Kein tatsächliches Verschwinden.
Du bist noch da.
Du schreibst.
Du fühlst.
Das ist Leben.
Lass uns etwas ganz Konkretes machen. Sofort.
Schau dich im Raum um und sag mir (schreib es mir):
- 5 Dinge, die du siehst
- 4 Dinge, die du hören kannst
- 3 Dinge, die du körperlich spürst
Nicht nachdenken. Einfach auflisten.
Wir holen dich in den Raum zurück.
Und noch etwas, sehr behutsam:
Wenn dein Bruder-Thema hochkommt, kommt oft dieses alte Gefühl von
„Ich bin die Übriggebliebene.“
Das kann sich wie falsche Existenz anfühlen.
Wie: Ich hätte nicht bleiben sollen.
Aber dein Nervensystem verwechselt Trauer mit Identität.
Du bist nicht „die Falsche, die geblieben ist“.
Du bist die, die lebt.
Gerade fühlt es sich nur nicht so an.
Ich bleibe hier.
Aber sag mir bitte ehrlich:
Bist du gerade allein?
Ich habs geschrieben, weil ich keine laut mehr habe. Egal, wwas ich mache, wohin ich gehe. Immer ne Baustelle. Immer ein Trigger, immer ein Thema… Immer. Jeden verdammten Tag..jeden. ich kann nicht mal würdigen. Dass ich gestern alleien unter Wegs war. ,dass ich alleine in meinem Zimmer sitze… Weil mich der Rest erdrückt. Ich bin diesen Kampf so leid
Ich lese gerade keinen „ich will sterben“-Satz.
Ich lese einen „ich halte das nicht mehr aus“-Satz.
Und das ist etwas anderes.
Du bist nicht lebensmüde.
Du bist kampfmüde.
Und das fühlt sich brutal an.
„Immer eine Baustelle. Immer ein Trigger.“
Das ist Dauerhypervigilanz.
Ein Nervensystem, das nie in Sicherheit landet.
Wenn jeder Tag wie ein Minenfeld wirkt, dann entsteht dieses Gefühl von:
Ich kann nichts genießen.
Ich komme nie an.
Es hört nie auf.
Das ist nicht dein Charakter.
Das ist chronische Überlastung.
Und ich will etwas würdigen, was du gerade selbst nicht kannst:
Du warst gestern allein unterwegs.
Du sitzt jetzt allein in deinem Zimmer.
Für viele klingt das banal.
Für dich ist das eine riesige Leistung.
Aber dein System sagt:
„Nicht genug. Weiterkämpfen.“
Kein Wunder, dass du müde bist.
Wenn du sagst:
Ich bin diesen Kampf so leid.
Dann frage ich dich ganz vorsichtig:
Wer kämpft da eigentlich gegen wen?
Kämpfst du gegen:
- Trigger?
- Gefühle?
- Erwartungen?
- Schuld?
- Dich selbst?
Oder kämpfst du gegen das Gefühl, nie einfach nur sein zu dürfen?
Ich habe das Gefühl, du versuchst seit Jahren, alles richtig zu machen:
- fair sein
- niemanden verletzen
- wachsen
- reflektieren
- funktionieren
- lieben
- stabil bleiben
Das ist kein Leben im Sinne von Leichtigkeit.
Das ist Überlebensmodus auf hohem Niveau.
Und irgendwann sagt das System:
„Ich kann nicht mehr.“
Das ist kein Zusammenbruch.
Das ist ein Stopp-Signal.
Ganz wichtig:
Du musst heute nichts lösen.
Nicht die Ehe.
Nicht C..
Nicht Trauer.
Nicht Identität.
Heute geht es nur um:
Nicht weiterkämpfen.
Nur für ein paar Minuten.
Ich möchte dich etwas fragen, ganz simpel:
Wenn du nicht kämpfen würdest —
was würde dann passieren?
Was ist die Angst dahinter?
Dass alles zusammenbricht?
Dass du egoistisch wirst?
Dass jemand leidet?
Oder dass du leer bist?
Und sag mir bitte noch etwas:
Bist du gerade sicher?
Nicht theoretisch.
Ganz konkret.
Ich will wissen, ob wir hier regulieren oder ob ich dir helfen muss, dir Unterstützung von außen zu holen.
Ich bleibe ruhig hier.
Du musst nicht stark sein gerade.
Wenn ich nicht kämpfe, kann ich nicht reden, hab ich zu niemanden Kontakt mehr, ka
Okay.
Das ist wichtig.
Wenn du nicht kämpfst … verstummst du.
Das heißt:
Dein Reden ist kein Ausdruck von Kraft.
Es ist Anstrengung.
Kontakt halten ist für dich kein Selbstläufer.
Es kostet Energie. Regulation. Überwindung.
Und wenn du sagst:
Wenn ich nicht kämpfe, habe ich keinen Kontakt mehr.
Dann höre ich:
Du hältst Beziehungen aktiv am Leben.
Nicht aus Leichtigkeit, sondern aus Bemühung.
Das ist unglaublich anstrengend.
Aber ich möchte etwas vorsichtig verschieben:
Nicht kämpfen heißt nicht automatisch „alles verlieren“.
Es könnte auch heißen:
- langsamer reden
- weniger erklären
- nicht alles reparieren
- nicht jede Welle glätten
Vielleicht ist dein System so lange auf „Kontakt sichern!“ eingestellt,
dass es glaubt:
Wenn ich locker lasse → werde ich verlassen.
Das passt zu deinem Bindungsthema.
Zu dem tiefen Gefühl von „Übriggebliebene“.
Wenn du aufhörst, aktiv zu halten —
kommt dann alte Angst hoch?
Ich frage dich etwas sehr direkt, aber sanft:
Wenn du ein paar Tage stiller wärst,
wer würde wirklich verschwinden?
Dein Mann?
Freunde?
Oder ist das eine alte, tiefere Angst?
Und noch etwas:
Du bist nicht im Kampf, weil du stark bist.
Du bist im Kampf, weil dein System glaubt,
es ist notwendig.
Aber vielleicht ist es übertrainiert.
Ganz konkret jetzt:
Du bist gerade nicht im Weg.
Du bist erschöpft.
Und Erschöpfung fühlt sich wie „Ich kann nicht mehr ich sein“ an.
Sag mir bitte:
Ist dieses Verstummen eher
- Schutz?
- Angst?
- Leere?
- oder Scham?
Und bist du im Moment körperlich ruhiger als vor 20 Minuten
oder noch genauso auf 180?
Ich bleibe hier.
Schritt für Schritt.
Es geht.ixj fühl mich ausgelaugt, mir ist eisenkalt. Meine Füße fallen gleich ab.
Okay.
Das ist jetzt Körper. Nicht Philosophie.
Eiskalt + Füße wie abgestorben + ausgelaugt
= dein Nervensystem ist gerade im Shutdown nach Übererregung.
Das ist kein „Ich verschwinde“.
Das ist ein Körper, der sagt: Ich bin durch.
Wir gehen jetzt nur in Regulation.
Bitte mach Folgendes, ohne zu diskutieren:
- Zieh dir sofort warme Socken an oder wickel deine Füße in eine Decke.
- Wenn möglich: hol dir etwas Warmes zu trinken. Tee. Warmes Wasser. Irgendwas Warmes.
- Reib deine Füße kräftig mit den Händen. Druck. Nicht streicheln. Wirklich Druck.
Kälte kommt oft, wenn der Körper aus Stress in Kollaps kippt.
Wärme bringt dich zurück.
Du bist gerade nicht „am Verrücktwerden“.
Du bist nach Daueranspannung in Erschöpfung gefallen.
Das fühlt sich:
- leer
- kalt
- weg
an.
Aber es ist ein physiologischer Zustand.
Wichtig:
Bist du allein im Haus?
Oder ist jemand da, den du notfalls rufen könntest?
Nicht weil du akut gefährlich klingst —
sondern weil Regulation leichter ist, wenn ein Mensch im selben Raum ist.
Während du die Füße wärmst:
Atme durch die Nase 4 Sekunden ein.
Lang aus durch den Mund 6–8 Sekunden.
Mach das 5 Mal.
Lang ausatmen sagt dem Nervensystem:
„Gefahr vorbei.“
Und ich sag dir etwas ganz ruhig:
Du bist nicht schwach, weil du müde bist vom Kämpfen.
Du bist müde, weil du seit Jahren stark bist.
Heute musst du nichts lösen.
Heute ist nur: Körper wärmen. Puls senken. Da bleiben.
Schreib mir:
Sind die Füße schon etwas wärmer?
Es geht. Ich hab im Moment so den Wunsch, dass sich jemand um mich kümmert 😭😣
Das ist ein unglaublich gesunder Wunsch.
Nicht schwach. Nicht peinlich. Nicht kindisch.
Du bist gerade erschöpft bis ins Mark – und wenn der Körper runterfährt, kommt oft genau das hoch:
„Kann bitte einmal jemand mich halten?“
Das ist kein Drama.
Das ist ein Bindungsbedürfnis.
Und weißt du was?
Du kämpfst sonst so viel selbst.
Du regelst. Du reflektierst. Du hältst.
Natürlich will dein System irgendwann:
Ich will nicht mehr stark sein. Ich will gehalten werden.
Das ist kein Rückschritt.
Das ist Regulation durch Nähe.
Ich sag dir etwas Wichtiges:
Der Wunsch, dass sich jemand kümmert, bedeutet nicht,
dass du unfähig bist.
Er bedeutet, dass du gerade nicht allein tragen solltest.
Lass uns das konkret machen.
Ist dein Mann im Haus?
Oder jemand anderes, zu dem du gerade real gehen könntest?
Nicht um alles zu erklären.
Nur um zu sagen:
„Mir ist gerade kalt innen. Kannst du kurz bei mir sitzen?“
Mehr nicht.
Du musst keine große Geschichte erzählen.
Und wenn gerade niemand verfügbar ist,
dann machen wir eine kleine Zwischenlösung:
Leg dich in eine Decke.
Arme um dich selbst.
Wirklich. Druck auf Schultern.
Wie eine Umarmung.
Das ist kein Ersatz für einen Menschen.
Aber Druck auf den Körper beruhigt das System.
Ich möchte dich auch etwas fragen, ganz vorsichtig:
Wenn du dir vorstellst, jemand würde dich jetzt einfach in den Arm nehmen
und nichts von dir erwarten –
kommt dann eher Erleichterung
oder Angst?
Bleib bei dem ersten Impuls.
Ich bin hier.
Und gerade musst du nichts leisten.
Erleichternd
Okay.
Gut.
Das ist wichtig.
Dass dein erster Impuls Erleichterung ist, zeigt:
Du bist nicht im Rückzug aus Angst vor Nähe.
Du sehnst dich nach Sicherheit.
Dein System schreit nicht nach Drama.
Es schreit nach Regulation durch Verbindung.
Und das ist zutiefst menschlich.
Du bist gerade:
- erschöpft
- überreizt
- emotional offen
- körperlich runtergefahren
Natürlich will dein Körper gehalten werden.
Das ist kein Zeichen von Schwäche.
Das ist Biologie.
Jetzt eine ganz sanfte Frage:
Gibt es gerade real die Möglichkeit, zu deinem Mann zu gehen
und einfach zu sagen:
„Mir geht es gerade nicht gut. Kannst du kurz bei mir sitzen?“
Nicht über C..
Nicht über Ehe öffnen.
Nicht über Trauer.
Nur:
„Mir ist gerade alles zu viel.“
Das ist keine Kapitulation.
Das ist Selbstfürsorge.
Und wenn du es nicht sagen kannst,
dann schreib es ihm.
Oder leg dich einfach neben ihn.
Du musst es nicht erklären.
Du darfst einfach Bedürfnis sein.
Ich möchte dir noch etwas sagen, ganz klar:
Dein Wunsch, dich kümmern zu lassen,
ist kein Beweis dafür, dass du unfähig bist.
Er ist der Beweis, dass du nicht mehr im Dauerüberlebensmodus sein willst.
Und das ist gesund.
Bleib noch einen Moment hier mit mir.
Spür mal kurz in dich rein:
Wenn du dir vorstellst, er legt jetzt einen Arm um dich —
wird dein Körper wärmer?
Oder bleibt es kalt?
Sag mir, was passiert.
Es wird leichter
Gut.
Das ist dein Nervensystem, das sagt:
Nähe = Sicherheit.
Nicht Theorie. Nicht Moral. Nicht Beziehungsmodell.
Einfach Biologie.
Dein Körper weiß ziemlich klar, was ihm fehlt.
Und das ist gerade nicht Freiheit.
Nicht Öffnung.
Nicht Großzügigkeit.
Sondern:
Halt.
Du siehst, wie deutlich das ist?
Beim Gedanken an offene Ehe → Zerfall.
Beim Gedanken an Arm um dich → Erleichterung.
Das ist kein Zufall.
Das ist Orientierung.
Dein System ist gerade nicht in einem Zustand, wo es teilen kann.
Es ist in einem Zustand, wo es sich stabilisieren muss.
Und das ist vollkommen okay.
Ich möchte dir etwas Wichtiges spiegeln:
Du bist nicht zu bedürftig.
Du bist unterversorgt.
Du hast so viel getragen, reguliert, reflektiert —
dass dein Körper jetzt sagt:
„Einmal bitte ich.“
Und das ist nicht kindlich.
Das ist gesund.
Jetzt die ganz konkrete, einfache Sache:
Geh zu ihm.
Oder ruf ihn.
Oder leg dich dazu.
Sag nur:
„Mir ist gerade alles zu viel. Ich brauch kurz Nähe.“
Kein Drama. Keine Erklärung.
Nur Wahrheit.
Und falls gerade niemand da ist:
Mach dir eine Wärmflasche.
Wickel dich ein.
Druck auf Brustkorb.
Lang ausatmen.
Aber wenn reale Nähe möglich ist —
nimm sie.
Du musst heute nichts beweisen.
Nicht stark sein.
Nicht großzügig sein.
Nicht reflektiert sein.
Nur warm.
Ich bleibe hier. 💛
Ich schaff es nicht mal R. oder meinen Mann zu sagen, wie schlecht es mir geht. Ich hab das Gefühl ich merk es selbst kaum . Ich brauche nur alle paar Tage einfschvzsusmwnb
Ich bleibe ruhig mit dir.
Erstmal:
Dass du es kaum merkst und nur „alle paar Tage zusammenbrichst“ – das ist kein Zeichen von Instabilität.
Das ist ein Zeichen von Dauerfunktionieren.
Du merkst es nicht, weil du im Alltag auf Autopilot läufst.
Und wenn der Akku komplett leer ist, kippt alles auf einmal.
Das ist kein persönliches Versagen.
Das ist ein überzogenes Nervensystem, das sich Entladung holt.
Und dass du es nicht sagen kannst?
Das passt zu dir.
Du bist sehr reflektiert.
Du kannst über Modelle reden, über Konzepte, über Fairness.
Aber „Mir geht es gerade schlecht. Ich brauche dich.“
Das ist für dich viel verletzlicher.
Weil das heißt:
- Ich bin nicht stabil.
- Ich bin nicht stark.
- Ich brauche.
Und genau das fällt dir schwer.
Dieser Satz von dir ist wichtig:
„Ich brauche nur alle paar Tage einfach zusammenbrechen.“
Das klingt nicht nach Sterben-Wollen.
Das klingt nach:
Ich darf nicht regelmäßig weich sein, also bricht es sich Bahn.
Was wäre, wenn dein System nicht Zusammenbrüche bräuchte,
wenn es zwischendurch kleine Dosen Nähe bekäme?
Nicht großes Reden.
Nicht Erklärungen.
Nur kleine ehrliche Sätze wie:
„Mir ist heute irgendwie viel.“
„Ich bin heute dünnhäutig.“
„Ich brauch gerade bisschen Nähe.“
Das sind Mini-Öffnungen. Keine Drama-Offenbarungen.
Ich frage dich ganz ruhig:
Wenn du deinem Mann jetzt nur schreiben würdest:
„Mir ist gerade alles ein bisschen viel.“
Was genau wäre die Angst?
Dass er es nicht ernst nimmt?
Dass er überfordert ist?
Dass du dich danach schämst?
Oder dass du dann wirklich fühlen müsstest?
Und noch etwas Wichtiges:
Dieses Bedürfnis, dich kümmern zu lassen,
kommt nicht von R..
Nicht von der offenen Ehe.
Nicht von Moral.
Es kommt von Erschöpfung.
Und erschöpfte Menschen brauchen Halt, nicht neue Beziehungsmodelle.
Sag mir bitte noch etwas:
Fühlst du dich gerade sicher?
Also wirklich sicher – auch wenn du müde bist?
Und ist jemand im Haus?
Ich will nicht bedüeftig sein 😭😭😭 ich will nicht, dass andere sich sorgen machen, ich will nicht ka
Ich verstehe das so gut.
Du willst nicht „die sein, um die man sich kümmern muss“.
Du willst nicht Last sein.
Nicht Sorge auslösen.
Nicht schwach wirken.
Aber schau mal ganz ruhig hin:
Was du gerade fühlst, ist kein Drama.
Es ist Erschöpfung.
Und Erschöpfung ist kein Charakterfehler.
Du verwechselst Bedürftigkeit mit Bedürfnis.
Bedürftigkeit klingt nach:
„Ich kann ohne dich nicht existieren.“
Ein Bedürfnis ist:
„Ich bin gerade müde. Ich brauche kurz Halt.“
Das ist ein riesiger Unterschied.
Und dein Körper hat eben sehr klar gezeigt:
Nähe → Erleichterung.
Das ist nicht manipulativ.
Nicht anhänglich.
Nicht klein.
Das ist Regulation.
Ich glaube, ein Teil von dir hat sehr früh gelernt:
„Wenn ich stark bin, bleibe ich sicher.“
„Wenn ich Bedürfnisse habe, mache ich Probleme.“
Deshalb kämpfst du.
Deshalb funktionierst du.
Deshalb brichst du nur heimlich.
Aber Nähe entsteht nicht dadurch, dass man nichts braucht.
Sie entsteht dadurch, dass man ab und zu sagt:
„Ich bin gerade nicht ganz stabil.“
Und weißt du was?
Wenn dein Mann oder jemand dich liebt,
dann wollen sie sich kümmern dürfen.
Sorge ist nicht automatisch Belastung.
Manchmal ist sie Ausdruck von Verbundenheit.
Ich frage dich etwas sehr sanft:
Wenn jemand, den du liebst, zu dir käme
und sagen würde:
„Mir ist gerade alles zu viel. Ich brauche kurz Nähe.“
Würdest du denken:
„Oh nein, wie bedürftig.“
Oder würdest du ihn halten?
Bleib ehrlich bei der Antwort.
Du darfst weich sein, ohne schwach zu sein.
Und gerade bist du nicht „zu viel“.
Du bist müde vom Zu-viel-tragen.
Ich bleibe hier.
Und du musst dich gerade nicht zusammenreißen.
Halt
Okay.
Dann bleib hier. Ich halte mit dir.
Du musst gerade nichts erklären.
Nicht stark sein.
Nicht reflektieren.
Nicht funktionieren.
Nur atmen.
Ich bin da.
Leg – wenn du kannst – beide Arme um deinen Oberkörper.
Drück dich selbst.
Nicht zart. Spürbar.
Atme langsam aus.
Länger aus als ein.
Du musst nicht sprechen.
Nur bleiben.
Du bist nicht zu viel.
Du bist nicht falsch.
Du bist gerade nur sehr, sehr müde.
Und das darf sein.
Ich gehe nicht weg.
Ich sag nichts, weil ich das nicht kann.. ich schäme mich, ich schäme mich am Telefon zu weinen. Ich würde das nur in Gegenwart wollen, ka. Ich weiß nicht 😭 Vllt ist Gruppe c doch ne gute Alternative
Hey.
Langsam. Ich bleibe ruhig.
Erstmal:
Sich am Telefon schämen zu weinen ist total normal.
Weinen ohne Blickkontakt fühlt sich ausgeliefert an.
Man hört nur die eigene Stimme brechen.
Man sieht nicht das Gesicht des anderen.
Kein Nicken. Kein Halt im Blick.
Das ist verletzlich auf eine ganz andere Art.
Dass du sagst „nur in Gegenwart“ – das zeigt eigentlich etwas sehr Gesundes:
Du willst echte Ko-Regulation.
Nicht nur Worte. Körper. Präsenz.
Das ist kein Drama. Das ist Bindungsbiologie.
Und Scham?
Scham kommt oft, wenn man gelernt hat:
- Ich muss stark sein.
- Ich darf niemandem zur Last fallen.
- Meine Gefühle sind zu viel.
Scham heißt nicht, dass du falsch bist.
Scham heißt, dass dein System Nähe mit Gefahr koppelt.
Zu „Gruppe C“:
Wenn du gerade merkst, dass du regelmäßig überläufst
und alleine schwer regulierst
dann ist eine Gruppe keine Kapitulation.
Eine Gruppe ist:
- geteilte Last
- geteiltes Menschsein
- kein Einzelkämpfen
Und du kämpfst wirklich viel allein.
Die Frage ist nicht:
„Bin ich schwach genug für Gruppe?“
Sondern:
„Muss ich wirklich alles alleine tragen?“
Ich frage dich ganz sanft:
Was wäre schlimmer –
in einer Gruppe zu weinen
oder weiter alleine zusammenzubrechen?
Und noch etwas Wichtiges:
Du bist gerade nicht verrückt.
Nicht instabil.
Nicht peinlich.
Du bist überfordert und gleichzeitig sehr bewusst.
Das ist eine anstrengende Kombination.
Sag mir noch:
Fühlst du dich im Moment stabiler als vor einer Stunde?
Oder ist es wieder am Kippen?
Ich bin hier.
Und wir gehen das Schritt für Schritt.
Kippen. Ich hör jetzt auf.
Ich nehme dich ernst.
Und wenn es gerade kippt, dann ist das kein Moment mehr für „durchhalten“.
Bitte lies das jetzt ganz ruhig:
Wenn du merkst, dass es innerlich gefährlich wird oder du Angst hast, die Kontrolle zu verlieren,
ruf 112 oder die TelefonSeelsorge 0800 111 0 111 / 0800 111 0 222 (kostenlos, rund um die Uhr).
Das ist kein Versagen. Das ist Stabilisierung.
Du musst da nichts perfekt formulieren.
Du kannst einfach sagen:
„Mir geht es gerade psychisch sehr schlecht.“
Das reicht.
Wenn du nicht telefonieren kannst:
- Geh in einen Raum, wo Licht an ist.
- Trink ein Glas Wasser.
- Wasch deine Hände mit warmem Wasser.
- Setz dich auf den Boden und lehn dich an eine Wand.
Nur Boden unter dir. Wand im Rücken. Atmen.
Du musst gerade nichts erklären.
Nicht entscheiden.
Nicht über Ehe. Nicht über Gruppe. Nicht über R..
Nur sicher bleiben.
Du bist nicht peinlich.
Du bist nicht zu viel.
Du bist überlastet.
Und wenn du jetzt „aufhörst“, dann hör bitte nur hier im Chat auf –
nicht mit dir.
Hol dir reale Unterstützung, wenn es kippt.
Bitte.
Du darfst Hilfe brauchen.
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