Ich bin durch gestern echt nicht fit. Ok, die Nacht hat auch voll reingehauen. Ich war erst gegen 1 im Bett 😒 aber ich schreib gestern noch einen sehr intensiven Brief, der, wie ich finde, sehr grenznah verläuft und stellenweise, je nach Befinden, vielleicht auch als grenzüberschreitend empfunden werden könnte. Ich hab mich gestern eigentlich völlig verausgabt.
Meine Laune ist heute sie beim Ping Pong 😔 anstrengend. Kleine Dinge, wie geschlossenener Italiener rauben mir den Nerv und bringen meine Laune ein paar Stockwerke tiefer. Wenn ich fitter bin, kann ich sowas ab. Heute nicht…
Die Woche über hatte ich den inneren Wunsch verspürt, heute zu meiner Tante zu fahren. In den Ort, in dem ich aufwuchs. Mit Eltern und Cousine. Ich hatte Sorge mich zu enttäuschen. Und was soll ich sagen. Tata! Selbst enttäuscht.
Mir war es im Raum zu dunkel, also machte ich beide Lichter an. Immer noch zu dunkel… Ach ist doch nicht dunkel!…. Da musste mal die Augen aufmachen… Und da war es bei mir eigentlich schon vorbei 🥺 es waren noch andere kleine Momente. Aber die hab ich nur nebenbei registriert, aber da war ich schon längst nicht mehr da. Im Auto hinzu, als wir in die Straße ein Bogen, merkte ich schon, wie fest mein Körper wird, wir starr. Freeze…. Nach einer Stunde sind wir wieder weg. Nochmal wohl nicht.
Ich habe heute wieder mit K. geschrieben. Der ältere Herr, den ich schon mal erwähnte. Er brach sich mit seiner Familie. Das Thema fliegt mir nur so entgegen. Aber ich mag das heute nicht weiter drüber nachdenken. Ich bin traurig genug. Die schwerste Kost, die ich je hatte…
Allein sein hat mich existentiell fertig gemacht. Das hier tut mir im Herzen weh… und wie. Hässlich.
Ich verkrieche mich jetzt in die Wanne und hoffe, dass mein Kopf Ruhe gibt 😔😫
17:18 wir sind wieder Zuhause, meine Laune jenseits von gut und böse. Null Kapazitäten. Von Kind 3 entferne ich mich stückchenweise. Ich hab Bedingungen gestellt. Einen Sonntag in 5 Wochen zum Aufräumen und in dem Jahr alles systematisch durchforsten und weg, was wir nicht benutzen. Ich will Raum zum Atmen! Ich will mich wohlfühlen!! Ich wünschte auch, mein Mann hätte etwas von meinem Rundumblick, dass man nicht leer hoch oder runter geht. Aber ich fürchte, diese Fähigkeit ist auch nur eine Folge der kPTBS, dieses ständige abscannen nach Gefahr. Mir entgeht nicht wenig…
Ich will keinen Minimalismus, aber weniger wäre geil. Deko ist nicht so meins. Dinge, die man benutzt, den Rest bitte weg. Ich hab jetzt Glasgedöns aussortiert, Vasen sind schon lange weg, eher so Schalen, Schüssel… Ich kann es nicht mehr sehen. Alles von alten Generationen übernommen. Ich meine das Glas und die Macke, sich sowas hinstellen zu müssen ohne es zu benutzen. Warum???
Ich hab beim Tee, hat mir mein Mann geschenkt, wieder festgestellt…. schenkt mir bitte nichts! Ok… 🤭🫠😏🤤 Als R. aus Spaß meinte, einen Abdruck von seinem… Penis. 🤭 Ok, das wäre ich dabei, aber dann hört es auf. Wenn ich es mit den Worten meines Schwiegervaters sagen würde, ich habe immer was auszusetzen. Ja, darf ich auch! Fertig. Und ich finde es schade, was an Ressourcen über bleibt und das Geld ist weg. Schenkt mir Zeit, schenkt mir schöne Momente, ein Lachen, schöne Erinnerungen, Fotos. Mehr will ich nicht. Ja ok…. wenn das Geschenk perfekt meinen Nerv trifft…. da geh ich mit, aber das ist schwer und will gelernt sein. Ich hab im Schrank 4 Cremes stehen…. Ich nehme das nicht. Lieb gemeint, ich würde auch gern, eine riecht echt geil… aber wenn ich ständig creme, fettet die Haut von selber nicht mehr nach. Weil was produzieren, wenn es dem Körper zugefügt wird. Schlau oder?
ich hoffe, dass ich so stabil bleibe. Dann nutze ich die Zeit und mach jetzt richtig Ramba Zamba. Radikal. Ich hab gestern gelesen, und der Satz trifft hart! Wenn man mal weiter denkt und nicht beim Materiellen bleibt. „Wenn man es nicht ändert, wählt man es“… Autsch. Der geht tief, wie ich finde. Und trifft mich auch an einem Punkt, der gerade eh schon weit offen ist.
Ich wünsche mir, dass wir nicht alles nehmen, nur weil es kostenfrei ist und dann steht es rum. Klar gibt es auch Fehlentscheidungen, keine Frage, aber das ist nicht das Gros der Dinge.
😫warum ist das Leben eigentlich wie es ist?
19:07 ich räume mein Handy auch auf, etwas zögernd, aber es tritt keine Nagst wie sonst ein. Weg mit Kontaktleichen.
Vllt hat meine Therapeutin auch recht, mir den Orgasmen, zumindest, wenn ich es mir selber machen. Ich komme oft nicht un die Tränen herum. Sie meinte, dass das Energielevel, die Intensität ähnlich sein könnte..ka. es läuft einges leichter/anders, mit dem leichter beziehe ich mich auf das alleine sein. Heute unterwegs, am See, trüb, war auch nichts.. es bleibt einfach aus… und trotzdem liege ich hier und bin traurig. Weil es einfach nicht endet, weil neues auftaucht, weil andere Dinge sich zu zuspitzen scheinen….
Das liest sich nicht wie ein „einfach schlechter Tag“. Das liest sich wie ein System, das komplett am Limit läuft – körperlich, emotional und von den Reizen her.
Ich bleib mal ganz nah bei dir und dem, was zwischen den Zeilen steht.
Du hast gestern extrem viel Energie rausgegeben (der Brief).
Heute zu wenig Schlaf.
Dann ein Ort mit Vergangenheit + Erwartung + unterschwelliger Spannung.
Dann ein kleiner Kommentar („ist doch nicht dunkel…“) → und zack kippt alles.
Das ist kein „zu empfindlich“.
Das ist ein Nervensystem, das schon voll ist – und dann reicht ein Mini-Auslöser.
Dieses „ich war da schon nicht mehr da“ und das Freeze im Auto…
das ist ziemlich klar: dein System hat dicht gemacht, um dich zu schützen.
Was ich stark finde (auch wenn es sich für dich nicht so anfühlt):
- Du hast es wahrgenommen („da war ich schon weg“)
- Du bist gegangen (nicht weiter durchgezogen)
- Du benennst ziemlich präzise, was dich trifft
Das ist keine Schwäche. Das ist ziemlich viel Bewusstsein.
Dieser Satz von dir hängt nach:
„Allein sein hat mich existentiell fertig gemacht…“
Und gleichzeitig schreibst du später:
„Mit dem alleine sein läuft es leichter/anders…“
Das wirkt widersprüchlich, ist es aber oft nicht.
Es gibt zwei Ebenen:
- Allein sein als Zustand → kann entlasten
- Allein sein als Gefühl → kann brutal wehtun
Und heute scheint eher das Gefühl da zu sein.
Das mit dem Aufräumen / „Raum zum Atmen“ ist übrigens kein Nebenschauplatz.
Das ist gerade Kontrolle zurückholen.
Wenn innen Chaos ist → versucht man außen Ordnung zu schaffen.
Und ehrlich: das ist kein schlechter Move, solange du dich nicht komplett verausgabst.
Der Satz:
„Wenn man es nicht ändert, wählt man es“
…trifft dich genau deshalb so hart, weil du gerade merkst, wie viel du eigentlich verändern willst.
Aber Achtung:
Du bist heute nicht in einem Zustand, um große Lebensentscheidungen zu treffen.
Heute ist eher ein „durchkommen“-Tag.
Ein paar Dinge, ganz konkret für jetzt:
- Badewanne → ja, genau richtig
- Kein weiteres „schweres Thema“ (K., Familie etc.) heute mehr aufmachen
- Reduziere Erwartungen an dich selbst radikal (wirklich auf Minimum)
- Wenn möglich: eine kleine Sache fertig machen (z. B. eine Schublade) → nicht das ganze Haus
Und noch was, vorsichtig gesagt:
Das mit den Tränen nach dem Orgasmus, was deine Therapeutin meinte –
das passt tatsächlich zu dem, was du beschreibst.
Nicht im Sinne von „komisch“, sondern eher:
→ Dein System kommt kurz in eine hohe Intensität
→ und danach bricht etwas durch, was sonst festgehalten wird
Das ist kein Fehler. Das ist eher ein Ventil.
Ich sag dir auch ehrlich was, ohne weichzuspülen:
Du bist gerade in einer Phase, wo viele Themen gleichzeitig hochkommen
(Verbindung, Familie, Raum, Erwartungen, Selbstbestimmung…)
Das fühlt sich an wie „es hört nie auf“,
aber oft ist es eher so: es entlädt sich geballt.
Wenn du magst, kannst du mir sagen:
Was war heute der Moment, der dich am meisten getroffen hat?
Nicht alle – nur der eine, der hängen bleibt.
Ich bleib bei dir.
ich: Ich finde es ist kein Kommentar! Ach, es skt nicht dunkel, und der Ton, so ein Quatsch! Das skt verletzend, ich werde nicht gesehen, so wie ihr bin ist es nicht ok!
Ja.
Das war kein neutraler Kommentar.
Das war – aus deiner Perspektive – ein Moment von:
„Du nimmst mich gerade nicht ernst.“
„So wie ich es wahrnehme, ist es falsch.“
„Ich bin falsch.“
Und genau das trifft dich.
Du hast ja nicht einfach gesagt „mir ist es dunkel“,
du hast gezeigt, wie es sich für dich anfühlt.
Und die Antwort war im Kern:
→ „Stimmt nicht.“
→ „Ist doch Quatsch.“
Das ist nicht nur ein Inhalt.
Das ist ein Ton, der abwertet.
Und dein System reagiert darauf nicht übertrieben, sondern ziemlich logisch:
- erst Spannung
- dann Rückzug
- dann innerlich „weg sein“
Das Entscheidende ist:
Du wolltest gesehen werden.
Nicht korrigiert.
Nicht überzeugt werden.
Nicht „zurechtgerückt“ werden.
Ein passender Moment wäre gewesen:
„Fühlt sich für dich gerade dunkel an?“
oder
„Warte, ich mach noch ein Licht an, passt das besser?“
Also: mit dir gehen, nicht gegen dich.
Und ich sag dir auch das klar:
Dass dich sowas so trifft, hat nichts mit „zu empfindlich“ zu tun.
Sondern damit, dass genau dieses Gefühl – nicht gesehen werden / nicht stimmen – bei dir tief sitzt.
Deshalb ist die Reaktion auch nicht klein, sondern geht direkt tief rein.
Du hast vorhin geschrieben:
„da war ich schon längst nicht mehr da“
Das ist genau dieser Punkt.
Nicht wegen „Licht an/aus“.
Sondern wegen dem, was darunter passiert ist.
Und ehrlich:
Dein Satz jetzt ist sehr klar:
„So wie ich bin, ist es nicht ok“
Das ist der eigentliche Schmerz.
Nicht das Licht.
Wenn du magst, können wir einen Schritt weitergehen:
Was hätte dir in genau diesem Moment geholfen?
Ein Satz, ein Verhalten – ganz konkret.
Das hilft dir später auch, es greifbarer zu machen.
Ich hab nach dem Kommentar von meinem Papa, dass ich doch die Augen aufmachen soll, gessgt, wenn ich sage es ist mir zu dunkel, dann ist das so. Danach war der Rest für mich gelaufen
Das, was danach passiert ist, war im Grunde schon entschieden in diesem Moment.
Du hast eine Grenze gesetzt:
„Wenn ich sage, es ist mir zu dunkel, dann ist das so.“
Das ist klar. Das ist gesund. Das ist nicht überzogen.
Und was dann oft passiert – gerade bei Eltern – ist, dass sie nicht mitgehen, sondern innerlich dagegenhalten oder es abtun.
Selbst wenn sie nichts mehr sagen, ist die Stimmung schon gekippt.
Und dein System merkt das sofort.
Deshalb war „der Rest gelaufen“.
Nicht, weil du schwach bist.
Sondern weil du in dem Moment schon:
- dich erklären musstest
- dich behaupten musstest
- nicht einfach sein durftest
Und das zieht unglaublich viel Energie.
Was ich daran wichtig finde:
Du hast nicht geschluckt.
Du hast nicht angepasst.
Du hast gesagt, was für dich stimmt.
Das ist ein Fortschritt – auch wenn es sich beschissen anfühlt.
Aber:
Der Preis ist gerade noch hoch.
Weil dein System danach sagt:
„Okay… ich muss hier wachsam bleiben.“
„Ich werde hier nicht wirklich getragen.“
Und dann kommt genau dieses:
- innerlich rausgehen
- Freeze
- keine Kapazität mehr
Ich sag dir auch ehrlich:
Es ist total nachvollziehbar, dass du nach einer Stunde gegangen bist.
Alles andere wäre eher „funktionieren“ gewesen.
Vielleicht hilft dir ein kleiner Perspektivwechsel (kein Schönreden, eher Einordnen):
Dein Papa hat wahrscheinlich nicht bewusst gedacht: „Ich verletze sie jetzt.“
Sondern eher sowas wie: „Ist doch hell genug“ → aus seiner Wahrnehmung.
ABER:
Für dich kam es als Abwertung deiner Wahrnehmung an.
Und genau das zählt.
Und jetzt kommt ein wichtiger Punkt für dich (für später, nicht unbedingt heute):
Du hast schon den ersten Schritt gemacht (Grenze setzen).
Der zweite Schritt wäre irgendwann:
→ nicht nur sagen, dass es so ist
→ sondern auch benennen, was es mit dir macht
Zum Beispiel:
„Wenn du das so sagst, fühle ich mich nicht ernst genommen.“
Das verändert oft mehr als „es ist so“.
Aber ganz ehrlich:
Heute war nicht der Tag dafür.
Heute war eher ein Tag, an dem dein System gesagt hat:
„Ich kann nicht noch mehr.“
Und dass du jetzt hier sitzt und das so klar benennen kannst
(inklusive „danach war alles gelaufen“) –
das ist ziemlich präzise Selbstwahrnehmung.
Wie geht es dir jetzt gerade – eher noch in diesem „weg“-Gefühl
oder schon wieder ein bisschen mehr da?
ich: Der Freeze war auf dem Weg dahin.. Aber ja,… Und ich frage mich immer mehr, in die weit ich das noch will 😫 Und das ist richtig scheiße. RICHTIG! Es macht mich so sehr traurig, dass ich es gar nicht schreiben kann. Und ich lass es auch nur selten raus. Ich wünschte, ich könnte mir jemand reden, der das versteht. Das skt doch kein Satz, mach die Augen auf, auch wenn er dabei gelacht hat! Das ist beschämend! Ok, also Gefühle benennen… Hurra. Next quest
Ich merk, wie viel da gerade gleichzeitig drin steckt.
Nicht nur der Satz. Sondern das, was er auslöst.
Und ich sag dir das ganz klar:
Das war für dich beschämend.
Nicht „ein blöder Spruch“. Nicht „lustig gemeint“.
Sondern: du wirst nicht ernst genommen → du wirst klein gemacht.
Und das Gefühl ist echt. Punkt.
Dass der Freeze schon auf dem Weg dahin kam, passt total.
Dein System hat schon vorher gespürt:
„Das wird schwierig / unsicher / zu viel.“
Und dann kam dieser Satz → und es hat sich bestätigt.
Was mich bei dir gerade besonders berührt, ist das hier:
„Ich frage mich immer mehr, inwieweit ich das noch will“
Das ist kein kleiner Gedanke.
Das ist ein richtig großer.
Und der tut weh, weil da beides drin steckt:
- Sehnsucht (du willst Verbindung, Familie, gesehen werden)
- Erschöpfung (du kannst so nicht mehr)
Und genau diese Mischung macht so traurig.
Und auch das hier:
„Ich wünschte, ich könnte mit jemand reden, der das versteht“
Ich versteh zumindest, warum es dich so trifft.
Nicht nur oberflächlich, sondern auf der Ebene von:
→ „Ich werde nicht gesehen, so wie ich bin“
→ „Meine Wahrnehmung zählt nicht“
→ „Ich bin falsch“
Das geht tief. Viel tiefer als der Satz selbst.
Und ja… du hast recht:
„Mach die Augen auf“
ist kein neutraler Satz.
Selbst mit Lachen kann er transportieren:
- „Du stellst dich an“
- „Du siehst das falsch“
- „Reiß dich zusammen“
Und wenn da eine Geschichte dahinter liegt (und die gibt es bei dir ziemlich sicher),
dann ist das wie ein direkter Treffer.
Zu deinem „Hurra… Gefühle benennen… next quest“ 😅
Ich versteh den Unterton. Wirklich.
Weil es sich manchmal anfühlt wie:
„Noch mehr Arbeit… noch mehr erklären…“
Aber eigentlich geht es nicht darum, mehr zu leisten.
Sondern darum, dich sichtbarer zu machen, ohne dich komplett zu verausgaben.
Und ganz ehrlich:
Heute musst du das nicht lernen oder anwenden.
Heute ist eher:
→ du bist traurig
→ du bist erschöpft
→ und ein Teil in dir zweifelt gerade an etwas Grundsätzlichem
Das darf einfach erstmal da sein.
Ich würd dir gern noch eine Sache spiegeln, ohne sie schönzureden:
Du bist nicht „zu empfindlich“.
Aber du bist fein abgestimmt auf Zwischentöne.
Und wenn jemand dich dann „übergeht“, trifft es dich stärker als andere.
Das ist gleichzeitig Stärke und Schmerzquelle.
Wenn du magst, bleib ich bei dir bei genau diesem Punkt:
Dieser Gedanke „ich weiß nicht, ob ich das noch will“ –
bezieht der sich eher auf:
- den Kontakt / die Situation mit deiner Familie?
- oder geht das noch weiter?
Du musst das nicht ausformulieren perfekt.
Ein grobes Gefühl reicht.
ich: Ich bin nicht erschöpft. Ja. Ich bin es 😒 aber ich will nicht, das man so mit mir umgeht!
Ja.
Und genau da liegt der Kern:
Du willst nicht so behandelt werden.
Nicht weil du erschöpft bist.
Nicht weil du empfindlich bist.
Sondern weil es für dich nicht in Ordnung ist.
Das ist ein Unterschied.
Du spürst gerade sehr klar:
- Das passt nicht für mich
- So will ich nicht angesprochen werden
- Ich will ernst genommen werden
Und das ist keine Überreaktion, sondern Orientierung.
Dass gleichzeitig Erschöpfung da ist, macht es nur lauter.
Aber der Punkt wäre auch ohne Müdigkeit da.
Und weißt du, was ich stark finde?
Du weichst dem nicht aus.
Du sagst nicht:
„Ach egal… war nicht so gemeint… ich übertreibe…“
Sondern:
„Nein. So nicht.“
Das ist Haltung.
Und gleichzeitig ist genau das der schmerzhafte Teil:
Weil es bedeutet, dass du hinschaust
→ und merkst, wo Dinge nicht stimmig sind
Und das führt automatisch zu diesen Gedanken wie:
„Will ich das überhaupt noch so?“
Ich sag dir ehrlich:
Du musst das heute nicht lösen.
Nicht entscheiden.
Nicht klären.
Aber du darfst diesen Satz ernst nehmen:
„Ich will nicht, dass man so mit mir umgeht.“
Der ist wichtig.
Wenn du ihn noch einen Schritt klarer machen würdest – nur für dich:
Wie müsste man stattdessen mit dir umgehen, damit es sich richtig anfühlt?
Nicht perfekt formuliert, einfach so wie es kommt.
ich: Respektvoll, empathisch, liebevoll, rücksichtsvoll, liebend
Ja.
Und das ist nichts Großes oder Unrealistisches.
respektvoll
empathisch
liebevoll
rücksichtsvoll
liebend
Das ist kein „hoher Anspruch“.
Das ist eigentlich die Basis.
Und genau deshalb tut es so weh.
Weil es nicht nur um einen Satz geht, sondern um den Moment, in dem du spürst:
„Das hier entspricht gerade nicht dem, was ich mir wünsche.“
Und dann entsteht diese Lücke zwischen:
- dem, was du brauchst
- und dem, was du bekommst
Und die fühlt sich richtig schmerzhaft an.
Ich sag dir aber auch etwas, ganz ruhig und klar:
Du hast ein feines Gespür dafür, wie du behandelt werden willst.
Das ist nichts, was man kleinreden sollte.
Viele merken das gar nicht so deutlich.
Und gleichzeitig ist das der schwierige Teil:
Nur weil du das so klar fühlst, heißt das nicht automatisch,
dass andere es können.
Dein Papa z. B. wirkt eher wie jemand, der:
- Dinge pragmatisch sieht
- vielleicht locker gemeint spricht
- aber dabei deine Ebene verfehlt
→ nicht absichtlich verletzend
→ aber eben auch nicht feinfühlig genug für dich
Und genau da entsteht dein innerer Konflikt:
„Ich will so behandelt werden“
vs.
„Aber bekomme ich das hier überhaupt?“
Das ist die eigentliche Frage hinter allem.
Und jetzt kommt ein ganz wichtiger Punkt, ohne dir was wegzunehmen:
Du darfst diesen Anspruch haben.
Wirklich.
Aber du darfst auch schauen:
Wo kann ich das bekommen – und wo eher nicht?
Nicht als Resignation.
Sondern als Schutz für dich.
Heute war so ein Moment, wo dein System gesagt hat:
„Hier bekomme ich gerade nicht, was ich brauche.“
Und dann bist du innerlich rausgegangen.
Das ist kein Versagen.
Das ist Selbstschutz.
Wenn du magst, bleiben wir genau da:
Fühlt es sich bei dir eher an wie
→ „Ich wünsche mir, dass sie sich ändern“
oder eher wie
→ „Ich merke, dass ich mich schützen muss, weil es so bleibt“
Beides ist ehrlich. Und beides darf sein.
ich: Es bleibt so. Menschen ändern sich nicht. Also schon, aber man merkt, wer auf dem Weg ist und wer nicht.
Ja…
das ist ein harter, aber oft sehr klarer Punkt, den man irgendwann fühlt:
„Ich sehe, ob jemand auf dem Weg ist – oder nicht.“
Und du beschreibst das nicht verbittert,
sondern eher nüchtern. Fast traurig-nüchtern.
Und genau da liegt die eigentliche Schwierigkeit:
Wenn du merkst
→ es bleibt so
dann verschiebt sich die Frage automatisch von:
„Wie bekomme ich das von ihm?“
hin zu:
„Wie gehe ich damit um, dass ich es von ihm nicht bekomme?“
Und das tut weh.
Weil da auch ein Abschied drin steckt.
Nicht unbedingt vom Menschen selbst,
aber von der Hoffnung, so gesehen zu werden, wie du es brauchst.
Ich sag dir ehrlich:
Du wirkst nicht wie jemand, der unrealistische Erwartungen hat.
Du wirkst eher wie jemand, der sehr fein spürt:
- wo echte Verbindung möglich ist
- und wo nicht
Und genau das macht solche Situationen so traurig.
Was ich bei dir sehe:
Du bist bereit, hinzuschauen.
Du bist bereit, dich zu zeigen.
Du bist bereit, Dinge zu reflektieren.
Aber du kannst das nicht alleine für zwei Menschen tragen.
Und deshalb ist dein Satz eigentlich sehr kraftvoll, auch wenn er weh tut:
„Es bleibt so.“
Denn darin steckt auch:
„Dann muss ich anders für mich sorgen.“
Nicht im Sinne von „abstumpfen“,
sondern eher:
- weniger erwarten, wo es nicht kommt
- schneller Grenzen ziehen
- früher gehen (so wie heute)
- dir das holen, was du brauchst – wo es möglich ist
Und vielleicht auch das:
Es gibt Menschen (oder Momente),
wo du genau das bekommst, was du beschrieben hast:
respektvoll
empathisch
liebevoll
Und andere… eben nicht.
Und beides nebeneinander auszuhalten,
ist einer der schwersten Teile.
Ich will dir nichts vormachen:
Das ist ein kleiner innerer Trauerprozess.
Immer wieder.
Nicht dramatisch laut,
aber leise, tief.
Und trotzdem:
Du hast heute nicht „versagt“.
Du hast erkannt.
Du hast benannt.
Und du bist gegangen.
Das ist ziemlich klar.
Wenn du jetzt reinspürst:
Ist es gerade eher
→ Traurigkeit
oder auch
→ Wut
oder beides gemischt?
ich: Deine letzten Worte … damit ist alles gesagt. Es ist scheiße mit der eigene „Familie“ so ins Gericht zu gehen 😭😭😭
Ja…
das ist genau der Teil, der so weh tut.
Nicht das Erkennen an sich.
Sondern gegen die eigene Familie innerlich Stellung beziehen zu müssen.
Das fühlt sich an wie:
„Ich verrate sie…“
„Ich bin undankbar…“
„So darf man doch nicht über die eigene Familie denken…“
Und gleichzeitig ist da:
„Aber so, wie es ist, tut es mir weh.“
Und beides ist wahr.
Du gehst nicht „ins Gericht“, weil du hart oder kalt bist.
Du gehst dahin, weil du dich selbst ernst nimmst.
Das ist ein riesiger Unterschied.
Weißt du, was oft dahinter steckt?
Ein ganz tiefer Wunsch:
„Warum könnt ihr mich nicht einfach so sehen, wie ich bin…?“
Und wenn das nicht passiert,
bleibt nur noch:
- es runterzuschlucken (und sich selbst verlieren)
- oder es zu sehen (und traurig sein)
Du hast dich für zweiteres entschieden.
Und ja… das fühlt sich erstmal beschissen an.
Dieses 😭😭😭 von dir…
das ist nicht nur Traurigkeit über den Moment heute.
Das ist auch:
- Enttäuschung
- Sehnsucht
- vielleicht auch ein Stück Abschied
Und das darf raus. Wirklich.
Ich sag dir etwas ganz Wichtiges, bitte nimm das mit:
Du bist nicht falsch, weil du deine Familie kritisch siehst.
Du bist ehrlich.
Und Ehrlichkeit tut oft mehr weh als Anpassung.
Und gleichzeitig musst du sie nicht „abschreiben“.
Es geht nicht um hartes Urteil.
Es geht eher um:
„Das kann ich hier bekommen – und das nicht.“
Und dann dich selbst darin schützen.
Du musst das heute nicht lösen.
Nicht entscheiden, wie es weitergeht.
Heute darf einfach sein:
„Es tut weh. Und das ist gerade genug.“
Wenn du magst, bleib ich einfach noch ein Stück bei dir.
Ohne Lösung. Nur da.
Mein Problem ist eher, dass ich das nicht mehr will 😭😭😭
Ja…
das ist der Satz, vor dem man sich am längsten drückt.
„Ich will das so nicht mehr.“
Und der tut so weh, weil er sich anfühlt wie ein Bruch.
Als würdest du etwas „kaputt machen“, was eigentlich halten sollte.
Aber ich sag dir ganz ruhig und klar:
Das, was du nicht mehr willst, ist nicht deine Familie.
Sondern die Art, wie es sich mit ihnen anfühlt.
Das ist ein Unterschied.
Du willst nicht:
- dich klein fühlen
- nicht gesehen werden
- dich erklären müssen
- innerlich weggehen
Du willst Verbindung ohne diesen Schmerz.
Und dein System sagt gerade einfach:
„So, wie es ist, kann ich das nicht mehr.“
Das ist kein Angriff.
Das ist ein Schutz.
Dass dich das so zerreißt, zeigt ja, wie wichtig dir das ist.
Wenn es dir egal wäre, würdest du nicht so weinen.
Und weißt du, was das Schwierige ist?
Dieses „ich will das nicht mehr“ heißt nicht automatisch:
„Ich breche alles ab“
Sondern oft eher:
„Ich kann es nicht mehr auf die gleiche Art weiterführen“
Und das ist ein Prozess.
Kein Schalter.
Vielleicht fühlt es sich gerade an wie:
- alles oder nichts
- Nähe oder kompletter Abstand
Aber dazwischen gibt es oft noch etwas:
- weniger Zeit
- klarere Grenzen
- früher gehen (so wie heute)
- weniger emotionale Öffnung dort, wo sie nicht gehalten wird
Nicht aus Kälte.
Sondern um dich zu schützen.
Ich weiß, dass sich das gerade eher wie Verlust anfühlt als wie Lösung.
So ein Gedanke bringt oft Trauer, Schuld, Angst… alles gleichzeitig.
Ich bleib mal ganz nah bei dir:
Wenn du sagst
„Ich will das nicht mehr“
was genau meinst du am stärksten?
- solche Besuche / Situationen?
- diese Art von Gesprächen?
- oder die Nähe insgesamt?
Du musst es nicht perfekt sortieren.
Nur so, wie es sich gerade zeigt.
ich: Aber wenn es sich mit der Familie immer so anfühlt und sich beides nicht trennen lässt… Wie auch… Dann ist der Weg doch klar…😫
Ich versteh, warum es sich gerade so anfühlt, als gäbe es nur einen klaren Weg.
So wie: „Wenn es immer so ist → dann bleibt nur komplett raus.“
Aber ich sag dir ehrlich – und das ist wichtig:
Das fühlt sich gerade wie eine klare Entscheidung an, ist aber eigentlich ein Moment maximaler Klarheit + maximaler Schmerz gleichzeitig.
Und in solchen Momenten wirkt alles sehr endgültig.
Du hast recht in einem Punkt:
Wenn es sich immer so anfühlt und sich nichts ändert, dann kannst du nicht einfach weitermachen wie bisher.
Das stimmt.
Aber daraus folgt nicht automatisch:
„Dann muss ich die Familie komplett loslassen.“
Dazwischen gibt es noch etwas, auch wenn dein Gefühl das gerade nicht zulässt.
Was gerade in dir passiert:
- Du erkennst ein Muster („es ist immer so“)
- Du spürst, wie sehr es dich verletzt
- Dein System sagt: „Dann raus da!“
Das ist ein Schutzimpuls. Ein sehr nachvollziehbarer.
Aber:
Zwischen „alles so lassen“ und „alles beenden“ gibt es oft diesen Raum:
→ Beziehung verändern, ohne sie komplett abzubrechen
Zum Beispiel:
- kürzere Besuche
- früher gehen (so wie heute – das war genau richtig)
- weniger emotionale Erwartung dort hineinlegen
- klarer merken: „Hier hole ich mir das nicht“
Das ist kein halber Schritt.
Das ist ein anderer Umgang.
Und ich sag dir auch was ganz ehrlich:
Der Gedanke
„Dann ist der Weg klar“
fühlt sich oft kurz stabil an,
weil er die Unsicherheit beendet.
Aber er ist oft aus dem Schmerz geboren, nicht aus Ruhe.
Du musst heute keinen Weg festlegen.
Wirklich nicht.
Heute reicht:
„So wie es ist, tut es mir weh – und ich will das ernst nehmen.“
Das ist der eigentliche Schritt.
Alles andere darf langsamer kommen.
Und noch was, ganz leise:
Du darfst deine Familie lieben
und gleichzeitig Abstand brauchen.
Das schließt sich nicht aus.
Ich bin bei dir in diesem Punkt, ohne dich irgendwohin zu drängen.
Wenn du jetzt reinspürst:
Ist es eher dieses Gefühl von
→ „Ich halte das so nicht mehr aus“
oder eher
→ „Ich will mich selbst darin nicht mehr verlieren“
Das klingt ähnlich, ist aber innen oft unterschiedlich.
ich: Ich war 3 Minuten da! 3!!! Ich hab nichts erwartet… Ok, ich dachte, es wird OK… Einfach mal alle sehen. Ich will mir da nichts holen, aber DAS will ich auch nicht.
Ja…
3 Minuten.
Das ist genau der Punkt, der so weh tut.
Du bist kaum angekommen – und schon ist es gekippt.
Du hattest keine hohen Erwartungen.
Nur so etwas wie: „Vielleicht wird es einfach okay.“
Und selbst das wurde nicht gehalten.
Und deshalb fühlt es sich so aussichtslos an.
Nicht, weil du „zu viel willst“,
sondern weil:
selbst das Minimum nicht funktioniert.
Ein normaler, neutraler, respektvoller Umgang –
und selbst das bricht weg.
Und ich versteh deinen Satz total:
„Ich will mir da nichts holen, aber DAS will ich auch nicht.“
Das ist eigentlich sehr klar:
- Du erwartest keine Tiefe
- keine große Nähe
- kein „gesehen werden auf allen Ebenen“
Aber du willst auch nicht abgewertet werden.
Und das ist absolut berechtigt.
Das Problem ist gerade nicht „zu viel Bedürfnis“.
Das Problem ist:
Die Basis stimmt für dich nicht.
Und wenn die Basis nicht stimmt,
fühlt sich selbst ein kurzer Kontakt schon falsch an.
Ich sag dir ehrlich, ohne dir was schönzureden:
Wenn selbst 3 Minuten so kippen,
dann musst du dich nicht fragen
„Warum halte ich das nicht aus?“
Sondern eher:
„Warum sollte ich mich dem immer wieder aussetzen?“
Das ist eine andere Perspektive.
Und gleichzeitig (ich bleib ehrlich):
Das heißt nicht automatisch
„nie wieder Kontakt“.
Aber es heißt vielleicht:
- bewusster auswählen, wann
- noch schneller abbrechen (hast du heute gemacht)
- und vor allem: dir selbst glauben, wenn es sich falsch anfühlt
Du hast heute nichts falsch gemacht.
Du bist hingegangen.
Du hast gespürt.
Du hast eine Grenze gesetzt.
Und du bist gegangen.
Mehr geht eigentlich kaum.
Und dass du jetzt so traurig bist…
passt dazu, weil:
Du wolltest einfach nur, dass es okay ist.
Nicht perfekt.
Nur okay.
Ich bleib bei dir dabei:
Fühlt sich die Traurigkeit gerade eher an wie
→ Enttäuschung
oder eher wie
→ „Ich verliere etwas, das ich eigentlich gern hätte“
Oder beides gleichzeitig?
ich: Beides
Ja…
das ergibt total Sinn, dass es beides ist.
Enttäuschung
und gleichzeitig
Trauer um etwas, das du eigentlich gern gehabt hättest
Das ist eine verdammt schwere Mischung.
Die Enttäuschung sagt:
„Nicht mal das Minimum klappt.“
Und die Trauer sagt:
„Aber ich hätte es mir so gewünscht…“
Und genau dieses gleichzeitig zerreißt so.
Was ich bei dir spüre:
Du bist nicht wütend im Sinne von „scheiß drauf“.
Du bist traurig, weil es dir wichtig ist.
Und das macht es viel tiefer.
Und weißt du… dieses „beides“ bedeutet auch:
Du bist noch verbunden.
Da ist noch ein Teil in dir, der hofft,
der sich Nähe wünscht, der dazugehören will.
Und ein anderer Teil sagt:
„Aber nicht so.“
Und keiner von beiden ist falsch.
Das ist kein Entweder-Oder-Moment.
Das ist ein Übergang.
Ein Zustand, in dem du gerade merkst:
- was du brauchst
- was du bekommst
- und dass das nicht zusammenpasst
Aber du hast noch nicht entschieden, wie du damit langfristig umgehst.
Und das musst du auch nicht heute.
Ich sag dir etwas, das vielleicht ein bisschen Halt gibt:
Diese Traurigkeit ist kein Zeichen, dass du etwas falsch machst.
Sie ist ein Zeichen, dass du etwas Wahres erkennst.
Und Wahrheit tut oft erstmal weh, bevor sie Klarheit bringt.
Du musst heute nichts klären.
Keinen Kontakt abbrechen.
Keine große Entscheidung treffen.
Heute darf einfach sein:
„Ich bin traurig, weil ich mir etwas anderes wünsche.“
Wenn du magst, bleib ich einfach bei dir in diesem Gefühl.
Oder wir holen dich ein kleines Stück zurück ins Hier und Jetzt,
damit es nicht ganz so überwältigend bleibt.
Was brauchst du gerade eher?
ich: Es steht für mich, glaube ich, schon seit Tagen fest.. der Begriff Familie… Ja, Kernfamilie. Aber die Groß (Familie) … Ich mags nicht schreiben… Familie ist für mich ein Ort, an dem ich sicher bin, geliebt werde, wie ich bin, an dem ich sein darf wie ich bin…
Das, was du da schreibst, ist kein „harter Gedanke“.
Das ist eigentlich etwas sehr Reines und Klares:
„Familie ist für mich ein Ort, an dem ich sicher bin,
geliebt werde, wie ich bin,
und sein darf, wie ich bin.“
Das ist kein Ideal, das ist ein Bedürfnis.
Ein ganz grundlegendes.
Und der Schmerz kommt gerade daher, dass du merkst:
Nicht überall, wo „Familie“ draufsteht, fühlt es sich so an.
Und das ist schwer auszuhalten,
weil man es eigentlich genau dort erwartet.
Ich hör bei dir nicht:
„Ich will keine Familie mehr.“
Sondern eher:
„Ich will dieses Wort nicht mehr für etwas benutzen, das sich für mich nicht so anfühlt.“
Und das ist etwas anderes.
Vielleicht ist das, was sich gerade in dir sortiert, eher sowas wie:
- Kernfamilie = mein sicherer Ort
- Großfamilie = Menschen, mit denen ich verwandt bin, aber… nicht mein sicherer Raum
Das ist kein Verrat.
Das ist eine neue Einordnung.
Und ja… das tut weh, weil darin auch ein Abschied steckt:
von der Vorstellung,
dass „Familie“ automatisch Sicherheit bedeutet
Aber gleichzeitig entsteht daraus auch etwas:
Du definierst selbst, was Familie für dich ist.
Nicht mehr nur biologisch,
sondern über das, was du brauchst:
- Sicherheit
- Liebe
- gesehen werden
Und vielleicht (ganz vorsichtig):
Du hast diese Form von Familie ja schon ein Stück –
in deiner Kernfamilie.
Auch wenn da nicht alles perfekt ist,
aber da ist Verbindung, Gestaltung, Einfluss.
Das, was du gerade fühlst, ist kein kaltes „Abwenden“.
Das ist eher:
ein inneres Neuordnen, wer für dich wirklich „Zuhause“ ist.
Und ich weiß, warum dir das schwer fällt, es auszuschreiben.
Weil es sich endgültig anfühlt.
Wie ein Punkt, den man nicht mehr zurücknehmen kann.
Aber vielleicht ist es gar kein Punkt.
Sondern eher ein:
„Ich nenne die Dinge jetzt so, wie sie sich für mich anfühlen.“
Du musst es nicht heute ausformulieren.
Nicht festschreiben.
Aber das, was du fühlst, ist sehr klar –
und sehr nachvollziehbar.
Ich bin hier.
Du musst das nicht alleine durchdenken.
ich: Ja, endgültig 😭 das trifft es. Wenn es nur ein neu benennen wäre.. damit geht so viel. Da ist so viel, was ich mir nicht auszuschreiben wage…und ich weiß nicht wohin damit.
Ja…
das fühlt sich nicht nur wie ein „neues Wort“ an.
Sondern wie:
„Wenn ich das wirklich ausspreche, verliere ich etwas.“
Und nicht nur die Idee von Familie,
sondern auch:
- Zugehörigkeit
- Hoffnung
- vielleicht ein Stück Identität
Und genau deshalb bleibt so viel unausgesprochen.
Nicht, weil du es nicht weißt.
Sondern weil es sich zu groß, zu endgültig anfühlt.
Dieses Gefühl von:
„Ich weiß nicht, wohin damit…“
ist total typisch an genau so einem Punkt.
Weil es für diese Art von Gedanken oft keinen „richtigen Ort“ gibt:
- In der Familie kannst du es nicht sagen
- Für den Alltag ist es zu schwer
- Und alleine damit sein… tut weh
Ich sag dir etwas Wichtiges:
Du musst das nicht sofort komplett ausformulieren.
Es reicht, wenn es erstmal in dir da sein darf,
in Bruchstücken, in Andeutungen.
So wie jetzt.
Und hier… darfst du es sagen.
Auch das, was du dich sonst nicht traust auszuschreiben.
Du musst es nicht schön formulieren.
Nicht vollständig.
Nicht logisch.
Ein Satz. Ein Halbsatz. Ein Gefühl.
Vielleicht hilft dir ein ganz sanfter Einstieg:
„Ein Teil von mir denkt…“
oder
„Ich traue mich kaum zu sagen, aber…“
Du musst dich nicht direkt festlegen.
Nur ein Stück sichtbar machen.
Und noch was, ganz leise:
Dieses „endgültig“-Gefühl bedeutet nicht,
dass du dich für immer festnagelst.
Es bedeutet nur:
„Ich erkenne gerade etwas, das ich lange nicht sehen wollte.“
Und das ist ein Schritt. Kein Urteil.
Ich bin hier.
Du kannst es vorsichtig hinlegen.
Ich halte das mit dir aus.
Ich trau mich nicht.
Das ist okay. Wirklich.
Du musst dich nicht trauen.
Nicht jetzt. Nicht hier. Nicht sofort.
Dass du sagst:
„Ich trau mich nicht.“
zeigt schon, wie groß und wie sensibel das ist, was dahinter liegt.
Das ist nichts, was man einfach so hinschreibt wie eine Einkaufsliste.
Das ist etwas, wo ein Teil von dir sagt:
„Wenn ich das ausspreche, ist es real.“
Und genau davor schützt du dich gerade ein Stück.
Wir können es ganz anders machen.
Ohne dass du es direkt aussprechen musst.
Du kannst z. B. nur sagen:
- „Es geht in Richtung… Abstand / Bruch / Enttäuschung“
- oder
- „Es fühlt sich an wie… Verlust / Verrat / Schuld“
- oder sogar nur:
- „Es ist eher dunkel / schwer / endgültig“
Kein Klartext nötig.
Oder wir bleiben noch einen Schritt davor:
Du beschreibst einfach nur, wo du es im Körper spürst.
Enge? Druck? Ziehen? Leere?
Du musst hier nichts leisten.
Nicht mutig sein.
Nicht „funktionieren“.
Ich bleib bei dir, auch wenn du es nicht aussprichst.
ich: Wer sind diese Menschen. Warum. Nicht wieder erkennen.
Das… ist ein ganz roher, ehrlicher Satz.
„Wer sind diese Menschen…?“
„Warum erkenne ich sie nicht wieder…?“
Das ist kein Angriff.
Das ist Entfremdung.
Es fühlt sich an wie:
- „Die sollten mir vertraut sein…“
- „Aber sie fühlen sich fremd an…“
- „Irgendwas passt nicht mehr…“
Und das ist unglaublich verunsichernd.
Weil dein inneres Bild von „Familie“ plötzlich nicht mehr zu dem passt, was du erlebst.
Und oft steckt dahinter gar nicht unbedingt:
„Sie haben sich komplett verändert“
sondern eher:
Du siehst klarer.
Oder:
Du brauchst heute etwas anderes als früher.
Und plötzlich fallen Dinge auf,
die früher vielleicht:
- normal waren
- übergangen wurden
- oder nicht so weh getan haben
Dieses „nicht wieder erkennen“ ist oft kein echtes „neu“.
Sondern eher:
„Ich kann es nicht mehr übersehen.“
Und das fühlt sich dann an wie ein Bruch.
Und der nächste Teil…
„Warum?“
…ist der, auf den es oft keine gute Antwort gibt.
Nicht, weil du falsch fragst,
sondern weil:
- Menschen ihre Art haben
- ihre Grenzen
- ihre eigene Wahrnehmung
Und manche entwickeln sich weiter…
und manche bleiben, wie sie sind.
Was ich bei dir stark spüre:
Du bist nicht nur traurig,
du bist auch erschüttert im Vertrauen.
So ein leises:
„Ich dachte, es ist anders…“
Und das tut weh,
weil es nicht nur um den Moment heute geht,
sondern um dein ganzes Bild davon, was „Familie“ ist.
Ich bleib mal ganz nah bei dir:
Fühlt es sich eher an wie
→ „Sie sind anders geworden“
oder eher wie
→ „Ich sehe sie jetzt anders“
Oder beides gleichzeitig?
2.
Ja…
das ist der schwerere von beiden.
„Ich sehe sie jetzt anders.“
Weil das bedeutet:
Sie waren vielleicht schon immer so.
Ich konnte es nur vorher anders halten / erklären / ausblenden.
Und genau das fühlt sich so endgültig an.
Da passiert gerade etwas sehr Tiefes bei dir:
Dein inneres Bild von ihnen
→ passt nicht mehr zu dem, was du jetzt wahrnimmst
Und dieses Bild kann man nicht einfach wieder „zurückdrehen“.
Deshalb auch dieses Gefühl von:
„Ich kann das nicht mehr nicht sehen.“
Und das ist der Punkt, der so weh tut.
Weil es nicht mehr um Hoffnung geht wie
„vielleicht wird es besser“
sondern eher um:
„Das ist, wie es ist.“
Und weißt du, was daran so traurig ist?
Du verlierst nicht die Menschen an sich.
Sondern:
die Version von ihnen, die sich für dich sicher angefühlt hat.
Und das ist ein echter Verlust.
Das hat auch nichts mit Undankbarkeit zu tun.
Oder damit, dass du „zu streng“ bist.
Das ist eher:
Du bist ehrlicher mit dir geworden.
Und Ehrlichkeit macht manchmal Dinge sichtbar,
die vorher nur irgendwie funktioniert haben.
Und ich sag dir auch das ganz klar:
Du bist nicht falsch, weil du das jetzt so siehst.
Aber du bist gerade an einem Punkt,
an dem viele Menschen erstmal richtig traurig werden.
Weil:
Klarheit oft vor Veränderung kommt.
Und die fühlt sich erstmal nicht gut an.
Du musst daraus heute keine Konsequenz ziehen.
Keine Entscheidung treffen.
Aber du darfst ernst nehmen:
„Ich sehe das jetzt so.“
Ich bleib bei dir.
Magst du sagen, was genau sich am meisten „anders“ anfühlt?
Ist es eher der Ton, der Umgang…
oder etwas Grundsätzlicheres?
ich: Grundsätzlich
Ja…
„grundsätzlich“ ist das Wort, bei dem man merkt:
das ist kein einzelner Moment mehr.
Das ist eher:
„So sind sie.“
„Und so passt es für mich nicht mehr.“
Und genau deshalb fühlt es sich so endgültig an.
Weil man einen Kommentar noch erklären kann.
Aber „grundsätzlich“ nicht mehr.
Was du gerade erlebst, ist im Kern:
Ein innerer Realitätswechsel.
Nicht laut, nicht dramatisch von außen –
aber innen verschiebt sich etwas komplett.
Und danach ist nichts mehr ganz wie vorher.
Und ich sag dir ehrlich:
Das ist einer der schmerzhaftesten Prozesse überhaupt.
Weil er zwei Dinge gleichzeitig macht:
- Er nimmt dir eine Illusion / Hoffnung
- Er gibt dir Klarheit
Und Klarheit fühlt sich am Anfang oft wie Verlust an.
Dein System steht gerade an so einem Punkt wie:
„Wenn das wirklich so ist… was bedeutet das für mich?“
Und genau da kommt dieses „endgültig“-Gefühl her.
Aber ich will dir etwas Wichtiges mitgeben, ganz ruhig:
Du musst aus dieser Erkenntnis nicht sofort eine endgültige Konsequenz ziehen.
Erkennen ≠ sofort handeln.
Du darfst erstmal:
- traurig sein
- das sacken lassen
- dich innerlich sortieren
Weil sonst passiert oft das:
→ großer Schmerz
→ schnelle harte Entscheidung
→ später vielleicht Zweifel
Und das willst du dir nicht zusätzlich antun.
Was du gerade machst, ist eigentlich schon viel:
Du siehst es.
Du benennst es.
Du fühlst es.
Das reicht für jetzt.
Und ganz leise noch:
Dass du das so klar spürst („grundsätzlich“),
zeigt nicht, dass etwas kaputt ist.
Sondern dass du gerade sehr klar wirst darin, was für dich stimmt – und was nicht mehr.
Ich bin hier.
Und ich geh das mit dir Schritt für Schritt,
nicht alles auf einmal.
Wenn du reinspürst:
Ist es gerade eher
→ Leere
oder
→ Überwältigung
oder beides im Wechsel?
ich: Leere
Ja…
Leere fühlt sich oft noch schlimmer an als die Welle davor.
Weil:
Da ist plötzlich nichts mehr, woran man sich festhalten kann.
Vorher war da noch:
- Traurigkeit
- Wut
- Hoffnung
Und jetzt ist eher:
still… leer… abgeschnitten
Diese Leere ist nicht „nichts“.
Sie ist eher:
dein System macht kurz dicht, um dich zu schützen.
Nach so einer Erkenntnis wie heute ist das total typisch.
Und ganz wichtig:
Leere heißt nicht, dass dir alles egal ist.
Im Gegenteil.
Sie kommt oft genau dann,
wenn es zu viel auf einmal ist.
Was du gerade brauchst, ist nichts Großes.
Keine Entscheidung. Kein „wie geht’s weiter“.
Sondern eher:
- etwas Warmes (Badewanne war genau richtig)
- etwas, das dich ganz leicht zurück in deinen Körper holt
- vielleicht leise Geräusche (Radio, Stimmen) – nicht komplett Stille
Und innerlich vielleicht nur dieser eine Satz:
„Ich muss das heute nicht lösen.“
Ich bleib bei dir.
Magst du gerade eher
→ in Ruhe gelassen werden (ich bleib einfach still da)
oder
→ ein bisschen gehalten werden durch Worte?
ich: 1.
Okay.
Ich bleib einfach da.
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