Tja, was soll ich schreiben. Meine Laune war schon vor der Therapie nicht so sonderlich. Gedrückt? Traurig?
Im Grunde ging es um das, was mich gerade so umtreibt. Die Veränderungen, die Unzufriedenheit, die damit aufkommt. Dass ich mich nicht so fühle, wie ich selbst, ich aber sehr wohl weiß, wer ich bin, mich aber schwer erkenne.
Dass es okay ist, für mich zu Sorgen, Grenzen setze, Bedürfnisse kommuniziere und mir erfülle, sich Dinge aber dadurch ändern. Vertrautes, was nicht unbedingt heißt, dass es mir gut getan haben muss, wegfällt. Und dann manchmal sogar Leere an diese Stelle tritt.
Sie fragte mich, ob dieses „blöd finden“ von einem Anteil kommt. Aber ich glaube (?!?), dass ich das bin. Wenn mir jemand mit, erwachsen werden, ist gut, kommen würde, ich glaube, mir würde die Hand ausrutschen. Am besten noch von jemandem der nur gewachsen, aber nicht erwachsen ist. Und das ist ja bei sehr vielen der Fall. Sicher sind mehr gewachsen als erwachsen.
Ich klagte, dass ich mich in der letzten Zeit sehr einsam fühle. So viele machen Dinge einfach mit, weil es schon immer so war, weil sich das so gehört, weil…. und ich hab das Gefühl mich momentan sehr viel zu bewegen. Und der Rest „bleibt stehen“. Ich klage nicht über Menschen und rege mich auf, sondern gehe einfach nicht mehr hin. Ist nur die Frage, wann gibt man einen Kontakt auf, weil er einen nicht mehr gut tut? Tut er einen nur vorübergehende nicht mehr gut? Sieht man die guten Dinge nicht mehr? Kommen die gute Dinge wieder zurück?
Sie sagte, dass ich eben nicht mehr wie früher aushalte, sondern für mich entscheiden. Ich klagte über Spannungen, aber sagte dann, dass mir keiner böse gekommen ist…. Die Spannungen sind in mir, welches sich Dinge in mir bewegen, ich neues lerne…. würde erklären, warum sich für mich keine Verbindung so richtig „okay“ anfühlt und warum manchmal doch und dann wieder nicht?!?
Dann Gin es noch um Konflikte. 2 Euro dabei, der wie will Schoko, der andere Erdbeere. Tata, Konflikt. Kein Streit! Da stellte ich fest, dass ich in der letzten Zeit Konflikt-freudiger geworden bin. Aber so mit den Gefühlen anderer… Ich sollte aushalten lernen. Sie meinte, ist ja aber auch nicht so, dass ich das bisher nicht tat. Ich habe all die Jahre enorm viel ausgehalten und bin nicht zerbrochen. Nee, aber hab Muster, überleben gelernt. Und die Frage, was ist mein Kern, was ist Überlebensmuster, notwendiges erlerntes Übel bleibt im Raum stehen.
Sie meinte, ich/man (?) könnte mal schauen, wohin es gehen soll. Wie will ich als Partnerin, Mutter, Freundin…. sein. Oo Wir stießen darauf, weil ich vom GdB sprach und der Zettelei und dass ich wenig bis keine „normale“ Arbeitskraft habe. So verließ ich die Stunde als eigentlich wackeliger als ich hin ging.
Unbefriedigend. Sehr unbefriedigend.
Ich merke nur, was immer so oft geschrieben wird, ich hab kein Bock mehr auf Drama. Ich will meine Ruhe. Definition Drama. Gute Frage. Ich kann mir sehr wohl die Probleme anderer anhören. Aber ich glaube, wenn es immer nur ein Abladen ohne Reflektieren ist, dann…. Ist es Drama? Ka.
Ich will Leichtigkeit, Spaß, Lachen, Freude. Und davon hab ich momentan irgendwie wenig. Ka.
Ich weiß nicht, wo ich stehe, wohin die Reise geht, ich weiß nicht mal zu 100% woher ich komme. Ich weiß, dass ich mich einsam fühle. Viel zu oft. Ich glaube, manchmal fehlt mir ein richtiger intensiver Healingbuddy. Der mir von seinen Fortschritten und Rückschlägen erzählt, was seine Muster sind, was er lernt… Wohin er sich bewegt. Ka.
Ich bin unglücklich.
0 Kommentare